Test + Technik

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VW Golf 1.6 TDI: Klassenprimus mit Superzeugnis

Fast unbemerkt hat sich der Volkswagen Golf der sechsten Modellgeneration auf den Straßen verbreitet. Doch in seiner Klasse ist er nicht nur bei den Verkaufszahlen der Primus.

Golf-Klasse: Unauffällig, und doch an der Spitze eines ganzen Fahrzeugsegments, dem er den Namen gab. Der VW Golf der sechsten Generation. Quelle: VW
Golf-Klasse: Unauffällig, und doch an der Spitze eines ganzen Fahrzeugsegments, dem er den Namen gab. Der VW Golf der sechsten Generation. Quelle: VW

DÜSSELDORF. Fast unbemerkt hat sich der Volkswagen Golf der sechsten Modellgeneration auf den Straßen verbreitet. Unbemerkt, weil der Golf VI so richtig erst auf dem zweiten Blick zu erkennen ist. Flacher als sein Vorgänger duckt er sich auf die Straße. Flacher auch, weil der Kühlergrill schlanker gezeichnet wurde und die Heckleuchten von einem dicken Knubbel in ein schmales Band umgewandelt wurden.

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So zeigt er sich von vorne ein bisschen wie der für VW-Verhältnisse progressiv zu nennende Scirocco. Und das tut dem Golf gut: Er wirkt reif wie nie und das beweist er mit jeder Pore seines Wesens. Neben den Äußerlichkeiten innen wie außen, wurde auch die Technik erneuert und vor allem auf den neuesten Stand der Motorentechnologie gebracht. Die Common-Rail-TDI-Triebwerke, besonders leise und vor allem sparsam, hielten erstmals Einzug in die Golf-Klasse. Der 1.6 TDI mit 77 kW / 105 PS ersetzt im Sinne des Donwsizing-Prinzips das bislang populärste Pumpe-Düse-Triebwerk, den 1.9 TDI, sowie den 2.0 TDI mit 81 kW / 110 PS bei nahezu gleicher Leistung.

Der hohe Grad der Effizienz des 77-kW-Motors begeistert in praktisch jeder Lebenslage. Beim gemütlichem Cruisen im bayrischen Voralpenland und rund um den Starnberger See flossen gerade einmal 3,5 Liter durch die Piezo-Düsen, bei Ausnutzung der Höchstgeschwindigkeit, die laut Tacho bei 200 km/h lag, zeigte der Bordcomputer etwas mehr als 6 Liter an.

Wem das seitliche Einparken zu lästig oder auch zu umständlich ist oder es einfach nicht gut kann, dem ist der Parkassistent zu empfehlen. Einmal aktiviert sucht sich dieser bei langsamer Vorbeifahrt einen geeignet großen Parkplatz und zeigt diesen im Display an. Rückwärtsgang einlegen, Lenkrad loslassen, langsam Gas geben und die Heinzelmännchen der Elektronik zirkeln den Golf perfekt in die Parklücke. Und das ganze in einer Geschwindigkeit, die mindestens genauso hoch ist, wie das Einparken auf die manuelle Art und Weise. Ein Segen für die Menschheit und ein guter Stauvermeider im dichten Innenstadtverkehr und das für gerade einmal 105 Euro.

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