VW Passat Variant GTE
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Wer Energiesparen will, muss meistens vorher in neue Technologien investieren. Ob sich das rentiert, zeigt sich dann im Alltag. Beim Plug-in-Hybriden Passat Variant GTE hat der Alltag so seine Anti-Spar-Tücken.

Wenn unsere Autos künftige Abgas- und Verbrauchsgrenzen einhalten sollen, geht das nur, indem man zum Antrieb Strom nimmt, zumindest zeitweise. Diese Erkenntnis gilt vor allem für größere Modelle, die ohne Hybridisierung kaum in der Lage sein werden, Verbrauchswerte um vier Liter oder darunter zu erreichen. Genau deshalb kommen aktuell immer mehr Modelle mit Stecker auf den Markt.

Fahrzeuge also, die rein elektrisch fahren können, weil ihre Batterie groß genug ist und an einer Steckdose geladen wird, die aber auch einen normalen Motor haben. Die Technik ist teuer, weshalb die Hersteller sie gerne mit hohen Leistungswerten ergänzen, damit der Kaufanreiz gleichermaßen durch Spaß- wie Sparpotential ausgelöst wird. Bei VW heißen die entsprechenden Modelle GTE. Wir haben den Passat GTE zum Alltagstest gebeten. Für diesen Kombi als Teilzeitstromer mit 160 kW/218 PS Systemleistung ruft VW mindestens 45.250 Euro auf.

GTE, das klingt nach GTI und ein wenig von sportiven Glanz der Golf-Ikone soll damit auch auf den teilelektrisierten Passat fallen. Das unterstreicht VW mit allerlei optischen Zierrat wie 17-Zoll-Felgen, Chrom- und Aluminiumeinsätzen, GTE-Schriftzügen und der Farbe Blau. Diese verschönt die LED-Scheinwerfereinfassungen und den Kühlergrill, im Inneren gibt es blaue Ambiente-Beleuchtung.

Im so etwas unterkühlten Innenraum ist neben dem Schalthebel für das DSG-Getriebe ein GTE-Schalter platziert. Drückt man drauf, arbeiten E-Motor (85 kW/115 PS) und Benziner (115 kW/156 PS) zusammen und schöpfen das Potential der insgesamt 160 kW/218 PS voll aus. Dann beschleunigt der Passat durchaus sportlich. Das allerdings geht zu Lasten der Batterie. Der 9,9 kW/h-Akku leert sich dann deutlich schneller und konterkariert so das Sparpotential des Wagens.

Das ist vor allem dann gegeben, wenn man kurze Strecken fährt. Bis zu 42 Kilometer Reichweite verspricht der Bordcomputer. Unter winterlichen Bedingungen waren es echte 25, die man nur mit Strom fahren konnte. Allerdings auch mit winterlichen Einschränkungen. Der kleine Trip zum Einkauf zum vier Kilometer entfernten Supermarkt wird mit warmer Jacke und Nutzung der vollen Leistung der Sitzheizung absolviert.

Keine Chance, dass die Fahrzeugheizung in der Zeit das Auto erwärmt bekommt. Für die Rückfahrt ist dann voller Gebläseeinsatz von Nöten, weil die Klimaanlage mangels Heizwirkung keine Chance hat, den Innenraum zu entfeuchten. Dreht man alles hoch, geht die Reichweite runter. Dennoch, wer im nahen Umkreis um die Steckdose die meisten seiner täglichen Kilometer absolviert, kommt mit dem Plug-in gut zurecht. Und wenn die Tour mal über 100 Kilometer zum nächsten Flughafen geht, springt eben der Vierzylinder an und der Passat fährt wie ein normaler Pkw.

Nutzt man dabei den Strom der Batterie für die ersten Kilometer, bleibt ansonsten im Rahmen der Richtgeschwindigkeit und aktiviert den EcoModus, ergeben sich Verbräuche um 4 Liter. Der gleichermaßen gefahrene Rückweg ohne Zwischenladen von Strom wird dann mit rund 6 Litern absolviert. Damit liegt man dann auf dem Verbrauchsniveau, dass man auch mit dem 110 kW/150 PS starken und ab 33.915 Euro erhältlichen TSI anstreben könnte.

Der Normwert von 1,9 Liter plus 12,9 kWh Strom liegt auf jeden Fall in weiter Ferne. Nutzt man auch noch das Spaßpotential, steigt der Verbrauch auf Werte zwischen 8 und 11 Litern, je nach Gewicht des Gasfußes. Dann ist der GTE eben ein normaler Benziner mit der zusätzlichen Last der Batterie. Schließlich bringt der GTE rund 300 Kilogramm mehr auf die Waage als der 150 PS-TSI.

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Diesel auf Langstrecke die bessere Wahl

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