Test + Technik
VW Polo, der Golf für Anfänger

Dass auch die deutschen Autobauer problemlose Fahrzeuge auf die Straßen bringen können, beweist die von 1994 bis 2001 gebaute Generation des Polo von Volkswagen. Zu diesem Urteil kommt die Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart.
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dpa/gms STUTTGART. Dass auch die deutschen Autobauer problemlose Fahrzeuge auf die Straßen bringen können, beweist die von 1994 bis 2001 gebaute Generation des Polo von Volkswagen. Zu diesem Urteil kommt die Sachverständigen-Organisation Dekra in Stuttgart.

Zu seinen bemerkenswerten Vorzügen zähle, dass er ein unauffälliges, zuverlässiges und zudem noch gut verarbeitetes Auto sei. Mit der Polo-Generation von 1994 ging VW sogar so weit, sich selbst Konkurrenz zu machen. Der recht „erwachsene“ Kleinwagen bietet so viel Komfort, dass er auch auf Langstrecken Qualitäten beweisen kann. Zusammen mit dem ordentlichen Raumangebot, wuchs der Polo damit auch zu einem Konkurrenten für den Golf aus eigenem Hause heran.

Empfehlenswert ist für Gebrauchtwagenkäufer allerdings, auf eine wichtige Extra-Ausstattung zu achten: Erst die Servolenkung macht den kleinen VW laut Dekra zu einem wirklich handlichen Auto. Abstriche müssen bei frühen Modellen im Hinblick auf die Sicherheitsausstattung gemacht werden. Airbags gab es erst von 1995 an serienmäßig, ABS gab es von 1997 an ab Werk.

Die Einstiegsmotorisierung im Polo bilden die 1,0-Liter-Aggeragte mit 33 kW/45 PS oder 37 kW/50 PS. In kleinen Schritten geht es dann über 40 kW/55 PS und 44 kW/60 PS weiter bis zum 1,6-Liter-Motor mit 55 kW/75 PS. Die Spitze bilden der Polo 16V mit 74 kW/100 PS und der seltene Polo GTI mit bis zu 92 kW/125 PS.

Bei den Hauptuntersuchungen zeigt sich der Polo recht problemlos. Als häufigster Mangel bei den vier und fünf Jahr alten Autos gelten nach Dekra-Angaben defekte Rückleuchten. Bei den bis zu sieben Jahre alten Modellen stehen Beleuchtungsmängel an der Spitze, es werden aber auch Reifen, Bremsen und Elektrik häufiger bemängelt.

Die Preise auf dem Gebrauchtmarkt beginnen laut Schwacke-Liste bei 2 350 Euro für einen Polo 45 aus dem Jahr 1994. Ein Polo Trendline mit 55 kW/75 PS aus dem Jahr 2000 ist für etwa 7 350 Euro zu haben, für einen GTI des letzten Baujahrs 2001 sind 11 150 Euro anzulegen.

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