Was kosten sieben Sitze?: Der Preis der Gastfreundschaft schwankt stark

Was kosten sieben Sitze?Der Preis der Gastfreundschaft schwankt stark

Zu siebt in einem VW Käfer? Das war in den 70ern keine Seltenheit. Doch das ist verboten, und unbequem. Wer ab und an mal mit mehreren eine Spritztour machen will, sollte schon beim Autokauf auf die Extrasitze achten.
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Wird ein für fünf Personen ausgerichtetes Mahl wegen zwei Überraschungsgästen mal eben durch sieben geteilt, stört diese Improvisation kaum jemand - zumindest dann nicht, wenn großzügig eingekauft wurde. Ähnliches gilt für automobile Fünfsitzer, die per Klappmechanismus den Kofferraum im Handumdrehen in eine Sitzloge verwandeln und so für zwei weitere Personen eine Mitfahrgelegenheit bereitstellen können. Aber auch hier funktioniert das nur, wenn bereits beim Autokauf vorgesorgt wurde.

Beim Nissan Qashqai muss man hierfür nicht einmal lange die Aufpreisliste durchforsten. Denn das kompakte Crossover steht als Normalversion oder als "+2" zur Wahl. Für die Variante mit den beiden umlegbaren Zusatzplätzen werden 1.500 Euro extra fällig, so dass der Einstiegspreis mit dem 86 kW/117 PS starken 1,6-Liter-Benziner auf 21 090 Euro steigt.

Wird das Gestühl mit der verstellbaren Kopfstütze und den Dreipunktgurten nicht benötigt, verschwindet es einfach wieder im Kofferraumboden und hinterlässt eine ebene Ladefläche. Damit wird der Qashqai+2 zum "normalen" Fünfsitzer, der jedoch im Vergleich zu seinem kleinen Bruder mit 550 Liter Kofferraumvolumen über 140 Zusatz-Liter verfügt.

Beim Ford C-Max heißt die Alternative nicht "+2", sondern "Grand". Wer diese Bestellung aufgibt, bekommt Schiebetüren und der kompakte Van wächst in der Länge um 14 Zentimeter und das Kofferraumvolumen vergrößert sich bei dachhoher Beladung von 666 Liter auf 755 Liter. Wer die dritte Sitzreihe ordern will, muss zusätzlich zu den 1.500 Euro Grand-Aufschlag, noch einmal 700 Euro für das Gestühl einplanen. Dafür gibt es aber auch zwei bequeme Einzelsitze mit Armlehne und Staufach.

Zwei weitere Sitze, allerdings keinen zusätzlichen Platz, bietet der Mazda5. Die beiden Extraplätze, die sich aus dem Kofferraumboden herausklappen lassen, bieten auch erwachsenen Mitfahrern ausreichend Knie- und Kopfraum. Wer die Sitze haben will, muss die mittlere von drei Ausstattungen namens "Center-Line" bestellen, die ab 22.790 Euro zu haben ist.

Das ist im Vergleich zum Einstiegspreis von 20.490 Euro ein Aufpreis von 2.300 Euro. Doch dafür gibt es neben sieben Sitzplätzen auch noch andere Extras wie Leichtmetallräder und eine Klimaautomatik. Für das Fortkommen sorgt ein 1,8-Liter-Benziner mit 85 kW/115 PS.

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  • mal eine schöne, aber recht oberflächliche Aufstellung.

    wie wäre es denn mal die Modelle jeweils mit vernünftigen motor (ca. 150PS benzin/diesel) und gehobener ausstattung (beispielsweise xenon) zu vergleichen und ungefähre rabatte auszuweisen. das wäre doch mal ein ergebnis für den leser.

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