Weniger Savoir vivre beim Citroen C5 HDI 170 FAP
Achtung! Französischer Po-Grabscher

Citroëns Mittelklasse bekommt zum Doppel-Winkel im Grill einen Doppel-Turbo unter die Haube. Eine Testfahrt im neuen 170-PS-Diesel.

BN BERLIN. Passen Sie auf: Dieser Citroën kneift Ihnen in die Pobacken. Kein Witz und das ist gut so. Denn so kämpft die Limousine gegen den Sekundenschlaf seines Fahrers. Der Pograbscher hört auf den Namen AFIL (Alarm bei Fahrbahnabweichung durch Infrarot- Linienerkennung). Überfährt man ab Tempo 80 km/h Fahrbahnlinien ohne zu blinken, fängt der Fahrersitz auf der entsprechenden Seite dezent an zu vibrieren. Ein eindringliches Zeichen, sich entweder mehr auf den Verkehr zu konzentrieren oder sofort eine Schlafpause einzulegen.

Nicht das einzige Schmankerl mit dem die Franzosen den Dauerbrenner C5 aufpeppen. Nachdem die bislang eher biedere Familienkutsche das neue Markengesicht und neue Scheinwerfer in Bananenform erhalten hat, kann der Wagen auch optisch punkten. Dennoch: ein Kraftfahrzeug für Designfreaks hat Citroën nicht auf die Straße gestellt.

Dafür ist der Wagen groß, praktisch und unverwüstlich. Insgesamt legte die Limousine zwölf Zentimeter an Länge zu, mit einem Laderaum von bis zu 1658 Litern (Kombi) gehört der Franzose zu den Lademeistern der Klasse.

Weniger Savoir vivre – das findet der Citroën- Enthusiast beim C5 –, mehr Raison d’être. Ein perfektes Automobil für Handlungsreisende, Handwerker oder Großfamilien.

Ein neuer Turbo-Dieselmotor mit 125 kW und 170 PS verleiht dem C5 ordentlich Dynamik, vor allem aber Laufruhe. Der in Kooperation mit Ford entwickelte Dieselmotor schöpft seine Kraft aus 2,2-Litern Hubraum. Standard sind das Partikelfiltersystem FAP und ein Sechsgang- Schaltgetriebe.

Die Preise für die C5-Limousine mit dem HDi 170 Biturbo beginnen bei 28.190 Euro, der Kombi mit dem Top-Diesel kostet genau 1000 Euro mehr.

Sanft wie eine Kätzchen schleicht der C5 durch den Verkehr – und wenn es voran gehen soll, kann der Top-Diesel auch dynamisch. Wenn er will, geht der Citroën ab wie Schmitzchens Katze: Beim Anfahren erreicht er schnell ein für einen Selbstzünder erfreulich starkes Drehmoment. Der Arbeitsbereich des Turboladers wird so ausgeweitet, was sich besonders im unteren Drehzahlbereich bemerkbar macht. Und das bei überaus erfreulichen Verbrauchswerten: 6,1 Liter Diesel, selbst bei ungestümer Fahrweise lässt sich der C5-Diesel unter acht Liter halten. Der neuen Brennraumform und demCommon-Rail-Einspritzsystem sei Dank.

Gottlob von gestern ist die hydropneumatische Federung, besser geht‘s halt nicht. Sie trägt den Wagen über alle Unebenheiten. Servolenkung und Fahrwerksabstimmung reagieren spontaner als zuvor. Bei Bedarf regelt es die Bodenfreiheit automatisch, abhängig von Geschwindigkeit und Fahrbahnbeschaffenheit.

Auf der Autobahn ab 120 Stundenkilometer senkt sich das Fahrzeug ab. Zum Glück lässt sich der Pokneifer abschalten: Notorische Kurvenschnippler werden es danken.

Quelle: BusinessNews

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%