Winterreifen-Special 2007
Die Testsieger im ADAC-Winterreifentest

Nur Winterreifen, die mit allen im Winter auftretenden Straßenzuständen möglichst gut fertig werden, können im ADAC-Test drei Sterne bekommen. Von den 34 Reifen, die der Club zusammen mit der Stiftung Warentest untersucht hat, sind dies aktuell gerade mal vier.

MÜNCHEN. In der Größe 155/70 R 13 (18 Reifen) der Dunlop SP Winter Response und der Continental Winter Contact TS 800 sowie in der Dimension 205/55 R 16 H (16 Reifen) der brandneue Michelin Primacy Alpin PA3 und der Dunlop SP Winter Sport 3D.

Neben diesen vier "besonders empfehlenswerten" Reifen gab es 18-mal das Urteil "empfehlenswert" und achtmal "bedingt empfehlenswert". Bei den 155ern mussten vier Reifen als "nicht empfehlenswert" abgewertet werden. Diese Reifengröße ist häufig bei den älteren Modellen des Fiat Punto, Ford Fiesta und Renault Clio anzutreffen, während die breiteren 205er auf dem Opel Zafira, dem Audi A4 und dem 3er BMW zu finden sind.

Die im Zusammenhang mit der CO2-Debatte entstandenen politische Forderung, Reifen nur anhand ihres Spritverbrauchs in "gut" oder "schlecht" einzuteilen, hält der »  ADAC nicht für sinnvoll. Die einseitige Betrachtungsweise eines einzigen Reifenkriteriums könnte dazu führen, dass Reifen speziell auf einen niedrigen Spritverbrauch getrimmt werden. Dabei besteht die Gefahr, dass andere für die Verkehrssicherheit wichtige Eigenschaften des Reifen leiden. Käufer, die auf besonders wirtschaftliche Reifen Wert legen, haben bereits heute die Möglichkeit, sich im ADAC-Reifentest zu informieren. Das Kriterium Kraftstoffverbrauch wird hier neben den Fahreigenschaften auf trockener und nasser Fahrbahn sowie auf Schnee und Eis ebenso bewertet wie der Verschleiß und das Geräuschverhalten und geht mit zehn Prozent in die Gesamtnote ein.

Unterschiede zum Test 2006

Nur die Ergebnisse der Produkte Bridgestone, Continental, Hankook Semperit und Goodyears Vector 5+ aus dem Vorjahrestest können mit den aktuellen Werten verglichen werden. Vredestein bietet in der aktuellen Version nur den Snowtrac und nicht den Snowtrac 2 an, ebenso Fulda. Bei Pirelli ist es nicht der bekannte W190, sondern der W160.

Bridgestones Blizzak LM 20 kann in dieser Größe den sehr guten Nassgriff aus dem Vorjahr nicht wiederholen und erreicht ein "empfehlenswert". Auch der Hankook W440 Ice Bear schneidet im Nassgriff eine Klasse schlechter als im Vorjahr ab und bekommt nur ein "bedingt empfehlenswert". Bridgestones LM 20 errreicht ähnlich gute Leistungen im Schnee und im Verschleiß wie 2006. Der Hankook W440 hingegen schneidet in allen drei Disziplinen schlechter ab als im Vorjahr. Continentals WinterContact TS 800 und Goodyears Vector 5+ gehen mit der gleichen Empfehlung an den Start wie im Jahr 2006.

Ab wann?

Winterreifen werden laut dem Autoclub am besten dann montiert, wenn nicht alle Autofahrer die Winterpneus auufziehen lassen. Im allgemeinen ist der Wechsel auf Winterreifen in der Zeit zwischen Mitte Oktober und Mitte November am sinnvollsten. Die Reifen bleiben mindestens bis zum Wochenende nach Ostern montiert, da besonders im Süden Deutschlands bis nach Ostern noch mit Schneefällen zu rechnen ist. Vor dem Wechsel auf Sommerreifen sollte die Restprofiltiefe der Winterreifen gemessen werden. Beträgt diese 4 mm oder weniger ist es sinnvoll die Winterreifen noch eine gewisse Zeit zu fahren, um die Winterreifen bei ca. 3 mm auszumustern.

In der Reifenbranche gilt grundsätzlich ein Reifenalter von ca. 8 bis 10 Jahre als Grenze für die Benutzung. Genauere allgemeine Angaben zum maximalen Reifenalter sind nicht möglich, da letztendlich der individuelle Reifenzustand entscheidend ist. In den meisten Fällen erreichen die Reifen lange vor diesem Alter eine Restprofiltiefe, die eine Weiterverwendung der Reifen nicht mehr als wirtschaftlich sinnvoll erscheinen lässt. Im Zweifelsfall sollten einzelne Reifen zur Bewertung von Alterserscheinungen (z.B. Rissbildung) einem Fachmann vorgeführt werden.

Quelle: ADAC

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