Zunächst drei Benziner und zwei Diesel
VW Passat Variant: Lieblings Neuauflage

Er gehört neben dem Golf und dem Polo zu den Erfolgsmodellen von VW, und er ist der Liebling der Handelsreisenden: der Passat Variant. Fünf Generationen kamen seit 1973 auf den Markt, nun startet die sechste.

dpa-infocom HAAR. Wer zum Marktstart in die Preisliste guckt, wird wahrscheinlich erst mal enttäuscht sein. Denn zu Anfang stehen dort nur drei Benziner sowie zwei Diesel - allesamt Vierzylinder. Doch noch 2005 sollen drei Motoren dazukommen, darunter auch ein Sechszylinder. Im Einzelnen sind es der 250 PS starke 3.2 V6 FSI, ein 200 PS starker 2.0 Tfsi sowie ein 170 PS starker 2.0 TDI. Größere Motoren allerdings passen nicht mehr in den Passat, weil die Aggregate quer eingebaut werden - mit Vorteilen für den Innenraum.

Die zwei Grundmotorisierungen, der 1.6 und der 1.9 TDI, werden serienmäßig mit Fünfgang-Getriebe ausgeliefert, alle anderen Versionen mit Sechsgang-Schaltung. Unser Fahrzeug, der 2.0 Tfsi mit 200 PS, hatte jedoch die 1 950 Euro teure, sechsstufige Tiptronic. Mit dem Turbo-Direkteinspritzer, der aus dem Golf GTI bekannt ist, erledigt der Passat den Sprint von null auf 100 km/h in flotten 7,8 Sekunden. Laut Werksangabe braucht er 9,0 Liter Sprit pro 100 Kilometer. Mit der Sechsgang-Schaltung sind es nur 8,2 Liter.

Fahrwerk und Lenkung: Keine Beschwerden

Das Fahrwerk des Variant hat nicht die Härte, wie sie bei Audi manchmal zu erfahren ist. Es ist komfortabler ausgelegt, was sich auf langen Strecken wohl auszahlt. Die Kurvenneigung bleibt gering, auch wenn man es mal eilig hat, um die Ecke zu kommen. Die serienmäßigen 16-Zoll-Stahlräder werden problemlos von der geschwindigkeitsabhängigen Servolenkung bewegt.

Das Innere des Passat gefällt gut. Am Armaturenbrett fallen zwei serienmäßige Details auf: links vom Lenkrad der Knopf für die elektronische Parkbremse und rechts das schlüssellose Startsystem. Auf den Sitzen findet man genug Seitenhalt, und im Fond haben selbst Große genug Raum. Ablagen sind ebenfalls in ausreichender Zahl vorhanden. In den Laderaum passen bei normaler Sitzkonfiguration und Beladung bis zur Fensterunterkante maximal 603 Liter. Legt man die Rückbank um und packt den Kombi bis zum Dach voll, sind es 1 731 Liter. Damit liegt der Variant im Mittelfeld.

Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung gehören - wie beim kleinen Bruder Golf - sechs Airbags, ABS und ESP. Beim Antischleudersystem handelt es sich jedoch anders als beim Golf noch um die alte ESP- Generation. Serie sind außerdem eine Klimaanlage, das schlüssellose Startsystem und die elektronische Parkbremse. Ohne Aufpreis verfügbar sind wie beim Golf nur die Farben Weiß und Blau, insgesamt gibt es 15 Farben. Die Preise für den Kombi beginnen bei 22 900 Euro; der Preis für den 2.0 Tfsi steht noch nicht fest.

Fazit: Im Ganzen gut gelungen

Der Passat Variant gefällt im Ganzen gut. Mit dem 2.0 Tfsi sprintet der Kombi fast so schnell wie der gleich motorisierte Golf GTI, doch bleibt das Auto subjektiv recht artig. Der Platz im Innenraum und die Atmosphäre im Variant überzeugen. Und der Kofferraum ist ausreichend groß. Preislich bewegt sich der Passat Variant im gewohnten VW-Bereich: zwischen Premiumanbietern und günstigeren Marken aus dem Ausland.

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