Zuverlässigere Mikrochips
Neue Simulationstechnik macht Autoelektronik robuster

Je kleiner Chips und Schaltkreise sind, desto mehr und aufwendigere Elektronik lässt sich in Autos einbauen. Doch gerade die eigentlich ideale Nanotechnologie ist unheimlich störanfällig. Die Bauteile werden zwar gründlich gecheckt, doch sind diese Tests noch nicht zuverlässig genug. Nun kündigen sich Neuerungen an.

BERLIN. Die Mikroelektronik im Auto wird nicht nur immer kleiner, sondern auch störanfälliger. Forscher und Entwickler aus der Industrie wollen dem gegensteuern, indem bereits beim Design neuer Chips getestet wird, wo mögliche Schwachstellen lauern.

Das Problem: „Nanoelektronische Schaltungen gehören zwar allmählich zum Standard in industriellen Anwendungen, sie sind aber zu anfällig gegenüber elektromagnetischer Strahlung, um in Autos eingebaut zu werden“, sagt Thomas Steinecke, Mikrocontroller-Entwickler bei Infineon und Leiter des vom BMBF geförderten Projektes „Parachute“, das Techniken entwickelt, mit denen integrierte Schaltungen künftig zuverlässiger funktionieren sollen.

Gefördert wird das Forschungsprojekt bis 2009. Schon jetzt ist klar: Die Autoindustrie ist dringend auf kleinere und unempfindlichere Chips angewiesen. Nicht nur, weil Hightech-Limousinen bisweilen unerwartet streiken und sich die Fehlersuche schwierig gestaltet, sondern auch, weil Autos künftig stärker aktiv über die Bordelektronik gesteuert werden, etwa wenn Brems- und Ausweichmanöver vorausschauend von selbst eingeleitet werden. Solche so genannte X-by-wire-Technik wird das gesamte Fahren verändern und höchste Ansprüche an die Bauteile stellen.

Im Auto gibt es zahlreiche Störquellen: So beeinflussen Antennen und Kabelbäume das elektromagnetische Feld im Fahrzeug . „Aber auch der Mikrocontroller selbst kann für Störstrahlung sorgen“, sagt Steinecke. Zwar versuchen die Autoentwickler mit Hilfe von Simulation die Fehlerquellen bereits beim Entwurf der Fahrzeuge zu vermeiden, doch dies gelingt noch nicht wirklich. „Bislang verfügbare Simulationsmodelle sind noch nicht ausgereift genug, und Messungen kommen spät und können kostspielige Systemoptimierungen nicht im Vorfeld vermeiden“, sagt Steinecke.

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