Beach-Volleyball
Beach-Nationalteams benannt - Borger/Kozuch: Konflikt gelöst

Als Karla Borger in Hamburg in den Flieger zurück nach Stuttgart stieg, durfte sie sich endlich wieder Nationalspielerin nennen. „Sensationell”, bemerkte die ehemalige Vize-Weltmeisterin.
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Der einjährige Streit mit dem Deutschen Volleyball-VerbandDer einjährige Streit mit dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) wurde überraschend beigelegt: Die 28 Jahre alte Borger und die langjährige deutsche Hallen-Nationalspielerin und Kapitänin Margareta Kozuch (31) sind am Dienstag überraschend zum Beachvolleyball-Nationalteam ernannt worden - nach einer nervenaufreibenden ersten gemeinsamen Saison.

Da Borger/Kozuch nicht wie gefordert im zentralen Stützpunkt in Hamburg trainieren wollten, wurde ihnen der Status Nationalteam mit allen verbundenen Unterstützungsmaßnahmen verweigert. Jetzt haben beide Parteien einen Kompromiss gefunden: Das Duo darf mit eigenem Trainer weitermachen, soll aber einige Maßnahmen zusammen mit Chef-Bundestrainer Imornefe Bowes und den anderen National-Duos absolvieren. „Unser Team bleibt so zusammen, es sind keine Veränderungen geplant”, berichtete Borger.

Auch Chantal Laboureur und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) werden nicht in Hamburg trainieren. Die Weltranglisten-Dritten waren ebenfalls nach einem Konflikt mit dem Verband erst im vergangenen Sommer zum Nationalteam aufgestiegen. „Vorteil ist, dass wir nun bei der Nominierung für internationale Turniere gleichberechtigt behandelt werden”, sagte Borger. Dazu kommt eine Unterstützung durch den DVV etwa bei den Reisekosten und der medizinischen Betreuung.

Mit je vier Nationalteams bei den Frauen und Männern geht Deutschland in die Welttour- und WM-Saison 2018. Dabei rücken auch die Olympiasiegerinnen und Weltmeisterinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst näher an das Leistungszentrum heran. Das Duo wird zwar weiter mit eigenem Betreuerteam unter Leitung von Chefcoach Jürgen Wagner antreten. Balltrainerin Helke Claasen ist aber auch zur Bundestrainerin aufgerückt und betreut so in Hamburg mit das vierte Nationalteam Victoria Bieneck und Isabel Schneider.

„Wir haben mit dem DVV eine Möglichkeit gefunden, wie wir unsere Eigenständigkeit bewahren, aber dennoch näher und intensiver mit den personellen Strukturen des zentralen Stützpunktes zusammen arbeiten”, sagte Ludwig. Die Zentralisierung soll sich auszahlen: „Unser erstes großes Ziel ist es, in Tokio 2020 mit vier Beach-Teams am Start zu sein”, erklärte DVV-Präsident Thomas Krohne.

Bei den Männern gibt es neben den etablierten Hamburgern Böckermann und Lars Flüggen, die als einziges deutsches Männer-Team bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nur auf Rang 19 gekommen waren, drei neue Nationalteams: Julius Thole/Clemens Wickler, Philipp-Arne Bergmann/Yannick Harms und Nils Ehlers/Lorenz Schümann.

Mitteilung auf DVV-Homepage

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