
Hochfilzen (Österreich) (SID) - Staffel-Olympiasieger Michael Rösch aus Altenberg geht nach einem langen Leistungstief voller Vorfreude in sein erstes Weltcuprennen seit knapp zwei Jahren. "Es ist schön, einfach wieder da zu sein. Ich freue mich ungemein auf das Rennen", sagte Rösch vor dem Sprint am Freitag (10.30 Uhr/ARD) im österreichischen Hochfilzen.
"Ich war ganz unten, mehr kann mir gar nicht passieren", sagte der dreimalige WM-Dritte: "Die schlimmste Zeit war, als ich nicht bei Olympia 2010 in Vancouver dabei war. Danach ging es mir richtig dreckig."
Doch Rösch kämpfte sich nach seiner Zurückstufung Ende des Jahres 2009 über den Deutschlandpokal sowie den IBU-Cup zurück und konnte Bundestrainer Uwe Müssiggang überzeugen, den Sachsen wieder einzusetzen. Teilweise zahlte er die Reisen zu Wettkämpfen und Trainingslagern sogar selbst. "Ich habe mein Ziel eigentlich schon erreicht, weil ich wieder da bin. Jetzt mache ich mir keinen Druck", sagte Rösch. Wie es nach dem Weltcup-Comeback weitergeht, steht noch nicht fest.
Über die Gründe für sein Tief wollte sich der 28-Jährige in Österreich nicht äußern, gab jedoch zu, in der Vergangenheit "mehr falsch als richtig" gemacht zu haben. Durch den Rückhalt von Familie und Freunden hat sich das mittlerweile gewandelt. Die Kapitulation vor den Problemen und ein frühzeitiges Karriereende standen jedoch nicht zur Debatte. Den Grund nannte Rösch mit einem Augenzwinkern auch gleich selbst: "Ich kann doch eh nichts anderes."