Bilanz: Fifa-Überschuss für 2012 liegt bei 70 Millionen Euro

Bilanz
Fifa-Überschuss für 2012 liegt bei 70 Millionen Euro

Der Gewinn des Fußball-Weltverbandes Fifa im Geschäftsjahr 2012 betrug rund 70 Millionen Euro. Die Fifa-Reform allerdings kommt ins Stocken. Einzig bei den Vergabemodalitäten der WM machte der Verband Zugeständnisse.
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ZürichDer Gewinn des Fußball-Weltverbandes Fifa im Geschäftsjahr 2012 betrug umgerechnet rund 70 Millionen Euro. Das teilte die Fifa nach der zweitägigen Sitzung ihres Exekutivkomitees in Zürich und der Genehmigung des Geschäftsberichtes durch das Gremium mit.

Laut Fifa standen Einnahmen in Höhe von rund 903 Millionen Euro Ausgaben von rund 835 Millionen gegenüber. Die eingesetzten Geldmittel seien zu 69 Prozent in FIFA-Veranstaltungen oder Projekte zur Entwicklung des Fußballsports geflossen. Das erwirtschaftete Plus in der Vorjahres-Bilanz der Fifa, die über Rücklagen in Milliardenhöhe verfügt, belief sich exakt auf 68,96 Millionen Euro oder 89 Millionen Dollar.

Bei der Sitzung in Zürich war auch die Fifa-Reform Thema. Fazit: Einen externen Integritäts-Check wird es genauso wenig geben wie unabhängige Persönlichkeiten im engsten Führungszirkel, und auch die Einführung einer Amtszeit- und/oder Altersbegrenzung für die Fifa-Spitzenfunktionäre ist mehr als ungewiss. Die von Fifa-Boss Joseph Blatter als Erfolg verkaufte zweitägige Exekutivkomiteesitzung hat die Befürchtungen der Fifa-Kritiker bestätigt und wenig Hoffnung auf eine tiefgreifende Erneuerung des Fußball-Weltverbandes verbreitet. „Letztlich sind die verbliebenen Punkte unserer großen Reformliste enthalten, wenn auch vielleicht nicht in der Form, wie sich mancher das erhofft hat“, räumte selbst Blatter ein.

Über acht Stunden hatte das Exekutivkomitee am Mittwoch und Donnerstag in Zürich getagt, um die letzten Weichen für die Verabschiedung der nach dem Korruptionsskandal vor zwei Jahren angeschobenen Reform durch den Fifa-Kongress am 30./31. Mai auf Mauritius zu stellen. Doch viele ermutigende Ergebnisse hatte Ex-DFB-Präsident Theo Zwanziger als Leiter der Fifa-Statutenkommission nicht zu verkünden.

Vielmehr wurde beispielsweise die Entscheidung über eine mögliche Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten sowie des Alters für die Mitglieder der Exekutive ohne Empfehlung an den Kongress delegiert. „Die Meinungen in den Konföderationen gehen weit auseinander. Einige sagen ja, andere lehnen das komplett ab. Deshalb wird der Kongress darüber entscheiden. Der Ausgang ist offen“, erklärte Zwanziger.

Nichts Anrüchiges findet er dabei, dass die Integrität der Exekutivmitglieder durch ihre eigenen Konföderationen überprüft werden soll - und nicht von externen Persönlichkeiten, für die auch die Tür zum inneren Machtzirkel der Fifa weiter verschlossen bleibt.

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Bericht der Ethikkommission liegt immer noch nicht vor

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