Börsenbericht MDax
MDax auf leichtem Abwärtstrend - Stada mit deutlichen Kursgewinnen

Nach Handelsschluss registrieren die Aktionäre am Montag im MDax unwesentliche Verluste. Die besten Kursentwicklungen zeigen heute Stada, Salzgitter und Aurubis.

FrankfurtZur Zeit steht der MDax bei 21.584 Punkten und hat damit 0,36 Prozent nachgegeben. 24 Prozent der Aktien zeigen gegenwärtig eine positive und 76 Prozent eine negative Entwicklung. Sowohl der SDax mit 0,29 Prozent als auch der TecDax mit 0,46 Prozent verbuchen ebenfalls Verluste. Die größten Handelsvolumina im MDax erzielen heute Stada mit 72,28 Millionen Euro Umsatz, Gea Group mit 32,03 Millionen Euro und Rheinmetall mit 23,62 Millionen Euro.

Am meisten gewinnen die Anteilscheine des Arzneimittel-Herstellers Stada mit 10,47 Prozent, des Stahlproduzenten Salzgitter mit 3,25 Prozent und des Kuperproduzenten Aurubis mit 1,39 Prozent Kursgewinn. Am wenigsten freuen können sich die Anleger des Automobilzulieferers Rheinmetall mit 4,91 Prozent, des Baudienstleisters Bilfinger mit 3,16 Prozent und des Lagertechnik-Spezialisten Kion Group mit 2,65 Prozent Rückgang.

Tops

Freude bei den Anlegern von Stada. Bisher kann die Aktie im Vergleich zu den anderen Werten im Index überragend zulegen. Zuletzt erreicht der Wert des Pharmaunternehmens den aktuellen Stand von 48,96 Euro und kann sich damit im Vergleich zum Vortag um 10,47 Prozent verbessern. Die Commerzbank hat die Einstufung für Stada auf "Hold" mit einem Kursziel von 43 Euro belassen. Das in der Schweizer "Sonntagszeitung" spekulierte Interesse von Novartis am deutschen Pharmaunternehmen hält Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Montag für unwahrscheinlich. Interessant sei allerdings, dass auch Mylan erwähnt worden sei. Sie seien aus seiner Sicht die Einzigen, die ein Interesse an beiden Bereichen der Bad Vilbeler haben könnten - Generika wie auch Markenprodukte. Mylan habe aber wohl zunächst mit der Integration der erst im August übernommenen Meda genug zu tun.

Aufwärts geht es heute mit dem Wert von Salzgitter. Bis zur Stunde gewinnt der Wert des Stahlunternehmens 1,11 Euro im Vergleich zum Vortages-Schlusswert von 34,19 Euro und macht damit deutliche 3,25 Prozent gut. Zuletzt wurde Salzgitter mit 35,30 Euro gehandelt. Das Analysehaus Jefferies hat das Kursziel für Salzgitter AG von 36 auf 42 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Stahlpreise in Europa und den USA sollten im ersten Halbjahr 2017 signifikant steigen, schrieb Analyst Seth Rosenfeld in einer Branchenstudie vom Montag. Dies dürfte den Sektorwerten in den kommenden Monaten einen gehörigen Schub nach oben geben. In der zweiten Jahreshälfte sei hingegen mit stärkerem Gegenwind durch steigende US-Kapazitäten und sich normalisierende Rohstoffpreise zu rechnen.

Die Aktie des Kupferherstellers Aurubis gehört heute mit einem Plus von 1,39 Prozent zu den Bestplatzierten des Tages. Im Vergleich zum Vortagsstand von 52,34 Euro kann sich das Papier des Kuperproduzenten um klare 73 Cent auf 53,07 Euro verbessern. Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat die Einstufung für Aurubis vor Zahlen auf "Buy" mit einem Kursziel von 62 Euro belassen. Die Hamburger Kupferhütte dürfte angesichts anziehender Kupfermärkte ein solides viertes Geschäftsquartal vermelden, nachdem das dritte Quartal noch durch Wartungskosten für ein Werk in Bulgarien belastet gewesen sei, schrieb Analyst Henning Breiter in einer Studie vom Montag. Viel wichtiger sei aber, dass sich für das kommende Geschäftsjahr ein stark verbessertes Ergebnisniveau abzeichne.

Flops

Die Anleger von Rheinmetall können sich nicht freuen. Bislang gibt der Wert des Automobilzulieferers klar nach. Derzeit erreicht das Papier den aktuellen Stand von 63,53 Euro und hat sich damit im Vergleich zum letzten Schlusskurs um 4,91 Prozent verschlechtert. Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Rheinmetall nach einem Kapitalmarkttag von 62 auf 73 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Das Rüstungsgeschäft der Düsseldorfer werde in den nächsten Jahren eine Renaissance erleben, schrieb Analyst Richard Schramm in einer Studie vom Montag. Hingegen zeige sich für die Autozulieferer-Sparte ein etwas gemischteres Bild.

Nach unten um 3,16 Prozent geht es mit dem Kurs von Bilfinger. Aktuell verliert der Wert des Baukonzerns, der am vorigen Börsentag mit 36,74 Euro aus dem Handel gegangen ist, 1,16 Euro (3,16 Prozent). Zuletzt wird Bilfinger mit 35,58 Euro notiert. Die Schweizer Großbank UBS hat Bilfinger von "Neutral" auf "Sell" abgestuft, das Kursziel aber von 30 auf 32 Euro angehoben. Die jüngste Kurserholung bei der Aktie des Industriedienstleisters preise eine unrealistisch deutliche Margenerholung ein, schrieb Analyst Gregor Kuglitsch in einer Studie vom Montag. Im Februar dürfte eine Kapitalmarktveranstaltung mehr Licht auf das Gewinnpotenzial des Konzerns werfen.

Die Aktie des Gabelstapler-Produzenten Kion Group gehört mit einer negativen Entwicklung von 2,65 Prozent zu den Verlustbringern des Tages. Im Vergleich zum Schlusskurs des Vortages von 51,75 Euro hat sie sich um 1,37 Euro auf 50,38 Euro verschlechtert. Die Commerzbank hat Kion nach dem Kapitalmarkttag von "Hold" auf "Reduce" abgestuft und das Kursziel von 55 auf 45 Euro gesenkt. Die Probleme der übernommenen Dematic in Mexiko blieben ein Mysterium, schrieb Analyst Sebastian Growe in einer Studie vom Montag. Der Staplerhersteller habe zudem keine Details veröffentlicht, die den negativen Margentrend seit 2015 offenbart hätten. Außerdem werde eine weitere Bezugsrechtsemission immer wahrscheinlicher.

Analysten-Report

12.12.2016 Credit Suisse belässt Hannover Rück auf 'Neutral' - Ziel 100 Euro
Die Schweizer Bank Credit Suisse hat Hannover Rück auf "Neutral" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen. Die Renditen auf den freien Kapitalzufluss (FCF) bei den europäischen Rückversicherern entsprächen den Konsensschätzungen für die gesamte Versichererbranche, schrieb Analyst Paris Hadjiantonis in einer Studie vom Montag. Sie würden allerdings durch kein Wachstum gestützt, da der Druck auf die Prämien die Profitabilität weiter belaste. Hannover Rück biete indes zusammen mit der Munich Re die beste FCF-Rendite und bleibe dank starker Kapitalreserven sein bevorzugter Wert in einer Branche, die er weiter vorsichtig sehe./gl/zb Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 34 b WpHG für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.

12.12.2016 HSBC hebt Hannover Rück auf 'Buy' und Ziel auf 115 Euro
Die britische Investmentbank HSBC hat Hannover Rück von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 100 auf 115 Euro angehoben. Der Rückversicherer werde in Jahren stabilen Gewinnwachstums weiterhin Sonderdividenden ausschütten und dies dürfte zunächst bis mindestens 2018 der Fall sein, schrieb Analyst Thomas Fossard in einer Studie vom Montag. Die hohe Gesamtdividendenrendite werde vom Markt unterschätzt./ajx/zb Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 34 b WpHG für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.

12.12.2016 HSBC hebt Ziel für Rheinmetall auf 73 Euro - 'Hold'
Die britische Investmentbank HSBC hat das Kursziel für Rheinmetall nach einem Kapitalmarkttag von 62 auf 73 Euro angehoben, die Einstufung aber auf "Hold" belassen. Das Rüstungsgeschäft der Düsseldorfer werde in den nächsten Jahren eine Renaissance erleben, schrieb Analyst Richard Schramm in einer Studie vom Montag. Hingegen zeige sich für die Autozulieferer-Sparte ein etwas gemischteres Bild./ajx/zb Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 34 b WpHG für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.

12.12.2016 Goldman senkt Ziel für Steinhoff NV auf 5,80 Euro - 'Buy'
Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Steinhoff von 6,10 auf 5,80 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Er habe nach den jüngsten Quartalszahlen des Möbel-und Handelskonzerns seine Schätzungen angepasst, schrieb Analyst Abhilash Mohapatra in einer Studie vom Montag. Das auf Ende September verschobene Geschäftsjahr führe gemeinsam mit dem schwächeren Euro zu einer höheren Gewinnschätzung. Das gesenkte Kursziel trage aber der unerwartet hohen Nettoverschuldung Rechnung./ajx/tih Hinweis: Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenkonflikten im Sinne von § 34 b WpHG für das genannte Analysten-Haus finden Sie unter http://web.dpa-afx.de/offenlegungspflicht/offenlegungs_pflicht.html.

Weitere Analysten-Reports finden Sie im Analystencheck.

Dieser Text wurde automatisiert mit Textomatic-Software unter Einbeziehung unveränderter Inhalte des Analystencheck erstellt.

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