Bundesliga, 29. Spieltag
Gladbach geht allmählich die Luft aus

Borussia Mönchengladbach scheint im Saisonendspurt die Luft auszugehen. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre trennte sich nach enttäuschender Leistung 0:0 von Hertha BSC.
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MönchengladbachBorussia Mönchengladbach scheint im Saisonendspurt die Luft auszugehen. Die Mannschaft von Trainer Lucien Favre wartet nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den Abstiegskandidaten Hertha BSC seit vier Spielen oder zwei Monaten auf einen Heimsieg und droht im Fernduell mit Schalke 04 seine Chance auf die direkte Champions-League-Qualifikation zu verspielen. Zwei Zähler beträgt der Abstand zu Rang drei und den Königsblauen, die am Sonntag im Heimspiel gegen Hannover 96 noch punkten können.

Zweimal schon, im Hinspiel (2:1) und im Viertelfinale des DFB-Pokals (2:0), hatte die Borussia gegen die Berliner gewonnen, im dritten Anlauf fand das Team des ehemaligen Hertha-Coaches Favre nicht die nötigen Mittel. Die Hertha feierte einen wichtigen Auswärtspunkt im Kampf um den Klassenerhalt. Drei Zähler beträgt der Abstand der Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel zum rettenden Platz 15.

„Zeigt Eier, ihr Osterhasen!“ hatte der Berliner Boulevard der Hertha mit auf den Weg gegeben. Im 50. Bundesliga-Duell der beiden Klubs waren aber die Gastgeber zu Beginn optisch überlegen, ohne sich dabei jedoch klare Torchancen zu erspielen. Viel lief dabei über die linke Gladbacher Seite, wo sich Stürmer Mike Hanke, der für Igor de Camargo in die Startelf zurückgekehrt war, immer wieder zurückfallen ließ.

Berlin erwartete die Borussia in der eigenen Hälfte. Wenn die Gäste den Ball eroberten, spielten sie die wenigen Konterchancen nicht entschlossen zu Ende. In den ersten zwanzig Minuten spielte sich das Geschehen fast ausschließlich zwischen den Strafräumen ab. Gegen Mitte der ersten Halbzeit wurde die Mönchengladbacher Offensive zudem empfindlich geschwächt: Topscorer Marco Reus musste mit einer Oberschenkelprellung ausgewechselt werden, für ihn kam de Camargo ins Spiel.

Am Angriffsspiel der Borussia änderte dies zunächst wenig. Das Team, das in der Hinrunde regelmäßig mit schnellem Offensivfußball begeistert hatte, verzettelte sich zumeist bereits vor dem entscheidenden Pass. Die erste klare Torchance vergab de Camargo aus der Drehung nach Vorlage von Hanke (37.).

Die ersten Minuten nach dem Wiederbeginn bestätigten den Verlauf der ersten Halbzeit. Gladbach dominierte, doch es fehlten an zündenden Ideen, am präzisen letzte Pass und am konsequenten Abschluss, um die Hertha-Defensive zu überwinden. Juan Arango versuchte es mit Schüssen aus der zweiten Reihe, blieb dabei aber ebenso glücklos wie seine Kollegen.

Hertha tauchte nur gelegentlich in der Gladbacher Hälfte auf und hatte bei einem Konter in der 55. Minute sogar Pech, dass Martin Stranzl einen Schuss von Christian Lell kurz vor der Torlinie klären konnte.

In einer insgesamt schwachen Partie konnten bei den Gladbachern allenfalls de Camargo überzeugen. Aufseiten der Berliner gefiel mit Abstrichen lediglich Innenverteidiger Roman Hubnik.

Agentur
sid 
SID Sport-Informations-Dienst GmbH / Nachrichtenagentur
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