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Economy, Business & Finance: ANALYSE/Bank Sarasin: Marktbereinigung in der Solarbranche ist unvermeidlich

Eine Marktbereinigung in der Solarbranche ist den Experten der Bank Sarasin zufolge unvermeidlich. Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sei zu groß geworden, hieß es in einer am Montag vorgestellten Studie. Vor allem kleine, nicht wettbewerbsfähige und schlecht finanzierte Unternehmen würden die Strukturbereinigung nicht überleben. Unternehmen dagegen, die international breit positioniert und vertikal integriert sind - also mehrere Produktionsschritte eigenständig vornehmen, hätten besonders gute Chancen, gestärkt aus der Konsolidierungsphase hervorzugehen.

FRANKFURTGut positioniert für die nächste Entwicklungsrunde des Photovoltaik-Marktes ab 2013 sind laut der Studie beispielsweise Suntech Power , Trina Solar und Yingli Solar aus China, First Solar und Sunpower aus den USA sowie die deutsche Solarworld. Gefährdet seien vor allem kleine bis mittelgroße Unternehmen mit eher bescheidenen Wachstumsaussichten, wie die deutschen Conergy, Q-Cells, Solar-Fabrik und Sunways. Für das Jahr 2011 rechnet die Bank Sarasin weltweit mit einem Wachstum von 3 Prozent. Im kommenden Jahr aber werde der Photovoltaik-Markt speziell in Europa in einer schwierigen Übergangsphase verharren. Global gesehen könnte die Nachfrage 2012 mit Hilfe der boomenden Märkte USA, China und Japan trotzdem um 20 Prozent wachsen. Von 2010 bis 2015 wüchsen die globalen Installationen voraussichtlich mit durchschnittlich 18 Prozent pro Jahr. Der Bau neuer Anlagen in Europa nimmt in diesem Zeitraum dann den Experten zufolge wohl um rund 3 Prozent pro Jahr ab. Am stärksten entwickele sich Indien: Dort rechnet die Bank Sarasin mit einem jährlichen Wachstum von 101 Prozent. Die Photovoltaik-Märkte werden den Experten zufolge aber nicht nur geografisch, sondern auch im Hinblick auf die Anwendungen der Solaranlagen vielfältiger. Zukünftig seien Unternehmen gefragt, die über den Verkauf von Solarmodulen hinaus neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln und anbieten können.

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Quelle: dpa
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