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Economy, Business & Finance: ANALYSE/Börse Stuttgart: ETF-Aktienanleger auch in der Vorwoche skeptisch

Nach den jüngsten Kursgewinnen haben Anleger börsengehandelter Fonds dem deutschen Aktienmarkt in der vergangenen Woche weiterhin skeptisch gegenüber gestanden. "Die zuletzt übersprungene Marke von 6.400 Punkten galt vor allem bei den charttechnisch orientierten Analysten als schwer zu überwinden", sagte Michael Görgens, Leiter des ETF-Handels bei der Börse Stuttgart. "Offenbar teilten die Anleger diese Einschätzung", zog der Experte seine Schlüsse.

STUTTGARTWie schon in der Vorwoche hätten taktisch agierende ETF-Anleger sowohl beim deutschen Leitindex Dax als auch beim europäischen EuroStoxx 50 mit Short-Produkten auf fallende Kurse gesetzt, so Görgens. Bei diesen waren die Käufer in der Zeit vom 16. bis 20. Januar sehr deutlich in der Überzahl. Dem entsprechend war auch das Bild auf der Long-Seite: Die Verkäufer behielten bei den klassischen, auf weiter steigende Kurse setzenden Produkten klar die Oberhand.

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Die eingetrübte Stimmung galt allerdings wie schon in der vergangenen Woche nur für die deutschen und europäischen Aktienmärkte, wie Görgens betonte. An den US-Aktienbörsen sowie in den Schwellenländern hätten die Anleger dagegen in Hoffnung auf eine freundliche Tendenz weiterhin zugegriffen. Eingetrübt blieb aber wie zuletzt die Stimmung bei Rohstoff-ETFs, die weiterhin mehrheitlich von Anlegern verkauft wurden.

Am Anleihemarkt dagegen haben die ETF-Anleger Teile ihrer auf fallende Kurse setzenden Short-Positionen aufgegeben. "Sie nutzten die Korrektur beim Bund-Future zu Gewinnmitnahmen", sagte Görgens vor diesem Hintergrund. Andere Anleger hätten in dem Rücksetzer aber eine gute Gelegenheit für Neuinvestments gesehen, erklärte der Experte den Überhang von Käufern bei den auf steigende Kurse setzenden Fonds.

Wenn "deutlich" mehr Käufe als Verkäufe von ETFs getätigt wurden, bedeutet dies, dass das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen 70:30 oder höher war. "Etwas" mehr Käufe heißt, dass dieses Verhältnis zwischen 70:30 und 55:45 lag. Wenn sich die Käufe und Verkäufe ungefähr ausgeglichen haben, weist dies auf ein Verhältnis von unter 55:45 bis über 45:55 hin. Wenn es dementsprechend etwas mehr Verkäufe als Käufe gab, lag das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen zwischen 45:55 und 30:70.

Quelle: dpa
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