Besonderes Potenzial bietet Pickard zufolge China, das sich aktuell von einer Investitions- zu einer konsumgetriebenen Wirtschaft entwickele. Zudem besäßen die dortigen Banken gesunde Bilanzen und den Instituten komme der geschlossene Kapitalmarkt zugute. Deshalb sei in dem riesigen Land eine Bankenkrise nur schwer vorstellbar. Zudem habe sich am chinesischen Immobilienmarkt keine Blase gebildet. Vielmehr bleibe der Bedarf an neuem Wohnraum strukturell hoch: "In China beträgt der Anteil der Stadt- an der Gesamtbevölkerung lediglich 50 Prozent. In Frankreich hingegen liegt der Wert bereits bei 85 Prozent."
Die Entwicklungen anderer großer Schwellenländer-Aktienmärkte hingegen würden eventuell von politischen Risiken negativ beeinflusst werden, sagte Pickard. In Russland etwa könnten die am 4. März anstehenden Präsidentschaftswahlen für Verunsicherung sorgen. In Indien schließlich bleibe abzuwarten, ob sich die Regierung in diesem Jahr zu politischen Reformen verpflichtet.