FRANKFURT"Anleger suchen, geprägt von der Finanzkrise, nach mehr Sicherheit durch Diversifikation", sagte Kerstin Behnke, Vertriebsleiterin bei Fidelity International in Deutschland. "Das ist ein sehr gutes Umfeld für Dachfonds. Zugute kommt ihnen auch die starke Erholung der Aktienmärkte seit der Finanzkrise im Jahr 2009."
Vor allem wegen der positiven Entwicklung der Aktienmärkte erzielten die Dachfondskategorien mit hohem Aktienanteil die höchsten Vermögenszuwächse. Defensive Dachfondskategorien hingegen gehörten zu den größten Verlierern, Anleihen zum Beispiel verloren 16,4 Prozent. Rohstofforientierte Fonds wiederum seien als Zielfonds weiterhin sehr beliebt gewesen - 2010 profitierten sie von der Sorge um steigende Inflation.
Zudem hält laut den Fidelity-Fachleuten der Trend zu Dachfonds mit so genannter "offener Architektur" an. Diese investieren in Zielfonds konzernfremder Gesellschaften. Seit dem Jahr 2000 entfalle die Mehrheit der Bestände auf Dachfonds mit offener Architektur. 2010 stieg ihr Anteil der Untersuchung zufolge von 64,2 Prozent auf 65,2 Prozent. Ferner seien diese Fonds erneut stärker gewachsen als die Produkte mit geschlossener Architektur.
"Das Wachstum bei Dachfonds mit offener Architektur setzt sich konstant fort. Anleger bekommen durch sie Zugang zu breit gestreuten Portfolios, deren Fondsselektion die speziellen Investmentexpertisen unterschiedlicher Investmentgesellschaften in sich vereint", fuhr Behnke fort. Für 2011 erwartet sie eine weitere Stärkung der offenen Architektur und eine Fortsetzung der guten Entwicklung im Dachfondsmarkt.
Fidelity erstellt die Dachfondsstudie seit 2004 in Zusammenarbeit mit dem Fondsanalysehaus Morningstar. Die Studie beleuchtet die einzelnen Dachfondskategorien im Hinblick auf Wertentwicklung und Volumen und untersucht die in den Dachfonds vertretenen Zielfonds. Morningstar hat 2010 eine umfangreiche Umkategorisierung vorgenommen, außerdem haben einige Fonds 2010 ihren Dachfondsstatus verloren. Für die Studie und die Pressemitteilung wurden die Ergebnisse von 2009 rückwirkend geändert, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.