ZÜRICHDas erste Quartal des Stahlkonzerns habe die weiterhin unter Druck stehende Profitabilität bei Steel Americas aufgezeigt. Die Entwicklung der Übersee-Stahlgeschäfte bleibe daher auf absehbare Zeit die Kernfrage für ThyssenKrupp. Stabile Ergebnisse in den Technologiesparten könnten die sinkenden Erträge aus den Materialbereichen nicht kompensieren.
NEGATIVER FREE CASHFLOW ERWARTET
Zudem sei auch im zweiten Quartal wieder mit einem negativen Free Cashflow zu rechnen, was die Verschuldung nach oben treiben dürfte. Er rechne für das Gesamtjahr mit einem negativen Zahlungsfluss von 1,1 Milliarden Euro. Zwar bestehe die Möglichkeit, dass der Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum einen Betrag von einer Milliarde Euro in die Kassen spült. Kartellrechtlich könne eine Entscheidung darüber aber bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen und damit für das laufende Jahr zu spät kommen.
Mit der Einstufung "Sell" geht die UBS davon aus, dass der Gesamtertrag der Aktie (Kursgewinn plus Dividende) auf Sicht von zwölf Monaten um mindestens sechs Prozent unter der von der UBS erwarteten Marktrendite liegt.
Analysierendes Institut UBS.