LIMBURG"Allerdings sind in diesem Aufschwung, wohl auch wegen der reichlichen Liquidität, die hierfür verantwortlich zeichnet, die Vorzeichen gedreht", merkt er an. Denn normalerweise seien stark gefallene Preise der Grund für eine positive Wertwahrnehmung der Anleger. Käufer in Schwäche nutzten einen panikartigen Ausverkauf zum Positionsaufbau. Dieses Mal aber zwinge die Notenbank die Anleger quasi zu ihrem Glück. Hübner: "Bei niedrigen Umsätzen reichen schon ein paar Mutige aus, um die Kurse steigen zu lassen." Dieser Preisanstieg wiederum wirke "vertrauensbildend" auf die Investoren, die dadurch mehr und mehr ihre Angst vor der Euro-Krise und der Konjunkturschwäche ablegten.
Die mittelfristige Stimmung drehe derzeit zwar für alle Märkte deutlich ins Positive, jedoch mache die Eurozone verstärkt Boden gut, auch im Vergleich zu den US-Märkten. "Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass die US-Märkte als defensiver gelten." Besonders frappierend allerdings sei die aktuelle Wirkung, dass Preisanstiege vertrauensbildend wirkten, am chinesischen Aktienmarkt. Dieser könne mit den stärksten Anstieg im mittelfristigen Sentiment aufweisen, habe aber seinerseits preistechnisch noch gar nicht geliefert.
Hübner erwartet insgesamt bessere Einstiegsmöglichkeiten eher im weiteren Zeitverlauf als derzeit. Augenblicklich nämlich gebe es noch vor allem Fragezeichen, auch hinsichtlich der "kurzfristigen Euro-Dramaturgie".
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