FRANKFURTMONTAG COMMERZBANK PARIS - Cheuvreux hat Commerzbank nach einem Zeitungsbericht über den geplanten Ankauf eigener Anleihen gegen Zahlung mit Aktien auf "Outperform" mit einem Kursziel von 3,20 (Kurs: 1,336) Euro belassen. Durch den Rückkauf der Hybridanleihen unter ihrem Nennwert und die Ausgabe neuer Aktien würde die Kernkapitalquote gestärkt werden, schrieb Analyst Cyril Meilland in einer Studie vom Montag. HEIDELBERGER DRUCK HAMBURG - Die Berenberg Bank hat die Einstufung für Heidelberger Druckmaschinen nach der Insolvenz von Konkurrent Manroland auf "Hold" mit einem Kursziel von 1,30 Euro belassen. Heidelberger Druck und auch König & Bauer sollten von der Insolvenz Manrolands profitieren, schrieb Analyst Frederik Bitter in einer Studie vom Montag. Überkapazität im Markt werde abgebaut und der Preisdruck dürfte nachlassen. METRO FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für Metro ungeachtet der Vorwürfe gegen einen potenziellen Käufer der Kaufhof-Kette auf "Hold" mit einem Kursziel von 31,50 Euro belassen. Die Ermittlungen gegen den Gründer der Immobiliengesellschaft Signa, Rene Benko, könnten zu einem Scheitern des Kaufangebots führen, schrieb Analyst Jürgen Elfers in einer Studie vom Montag. Signa mit seiner Offerte über 2,4 Milliarden Euro sei von der Metro bisher als der bevorzugte Interessent behandelt worden. Gegen Benko wird in Österreich wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt - ein Vorwurf, den Benko bestreitet. Für die Kaufhof-Kette gibt es noch einen zweiten Interessenten, den Karstadt-Eigentümer, Nicolas Berggruen. WIRECARD DÜSSELDORF - Das Bankhaus Lampe hat die Einstufung für Wirecard nach Bekanntgabe der Übernahme von System@Work auf "Halten" mit einem Kursziel von 13,00 Euro belassen. Die Übernahme des in Singapur ansässigen Unternehmens passe in die Strategie des Zahlungsabwicklers, schrieb Analyst Christoph Schlienkamp in einer Studie vom Montag. Die Marktposition in Asien werde gestärkt. Der Experte kündigte eine Aufstockung seiner Schätzungen um ungefähr vier Prozent an. DIENSTAG K+S FRANKFURT - Die Commerzbank hat die Einstufung für K+S nach einer unternehmenseigenen Studie zum Legacy-Projekt in Kanada auf "Add" mit einem Kursziel von 48,00 Euro belassen. Der Kapitalaufwand für das Projekt sei höher als erwartet, schrieb Analyst Lutz Grüten in einer Studie vom Dienstag. In einer vorherigen Präsentation habe K+S nicht von 2,4 Milliarden Euro, sondern von 2,4 Milliarden US-Dollar gesprochen. Zu der Anpassung dürften unter anderem Währungseffekte beigetragen haben. Viele Analysten müssten das Projekt allerdings noch in ihre Schätzungen einarbeiten und so dürften die durchschnittlichen Marktprognosen in den kommenden Tagen wahrscheinlich steigen, fügte der Experte hinzu. QIAGEN DÜSSELDORF - Die WestLB hat die Einstufung für Qiagen nach Ankündigung von Stellenstreichungen auf "Add" mit einem Kursziel von 11,70 Euro belassen. Das vierte Geschäftsquartal und das Jahr 2012 dürften zwar von den anfallenden Restrukturierungskosten zunächst belastet werden, aber die künftig frei werdenden Mittel könnten in neue Technologien und expandierende Märkte investiert werden, schrieb Analyst Mark Belsey in einer Studie vom Dienstag. Auf seine Schätzungen hätten die Maßnahmen daher letztlich kaum Einfluss. RIO TINTO FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat das Kursziel für Rio Tinto nach einer Investorenveranstaltung zum Aluminium- und Eisengeschäft von 5.100 auf 4.960 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Bergbaukonzern habe die positiven langfristigen Perspektiven für die Eisenerz- und Aluminiumnachfrage verdeutlicht, gleichzeitig aber auf kurzfristige Belastungen für die Gewinnentwicklung verwiesen, schrieb Analyst Rob Clifford in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Zudem habe das Unternehmen die Investitionsprognosen angehoben. Das Kaufvotum für die unterbewerteten Aktien habe indes Bestand. MITTWOCH ALLIANZ FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung der Allianz nach angekündigten Sparmaßnahmen in der Sachversicherungs-Sparte auf "Accumulate" mit einem Kursziel von 82,00 Euro belassen. Das von Deutschland-Chef Markus Rieß in einem "Handelsblatt"-Interview genannte Effizienz-Programm sei positiv zu werten, da sich das Sachversicherungs-Geschäft zuletzt vergleichsweise schwach entwickelt habe, schrieb Analyst Philipp Häßler in einer Studie vom Mittwoch. Der Einfluss der Maßnahmen auf den Konzerngewinn dürfte jedoch eher begrenzt sein. EADS LONDON - Barclays hat die Einstufung für EADS nach der Insolvenz von AMR auf "Overweight" mit einem Kursziel von 30,00 Euro belassen. Der vom Mutterkonzern von American Airlines beantragte Gläubigerschutz nach Chapter 11 sollte für die Flugzeughersteller EADS und Boeing sowie für die Zulieferer der Luftfahrtindustrie lediglich moderate Folgen haben, da die bestellten Flugzeuge weiterhin ausgeliefert werden dürften, schrieb Analyst Carter Copeland in einer am Mittwoch vorgelegten Branchenstudie. IVG IMMOBILIEN FRANKFURT - Equinet hat die Einstufung von IVG Immobilien angesichts der Kapitalerhöhung von "Buy" auf "Sell" und das Kursziel von 5,00 auf 2,10 Euro gesenkt. Die Maßnahme sei eine negative Überraschung, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Mittwoch. Der Zeitpunkt sei angesichts des tiefen Kursniveaus sehr ungünstig, und der Nettovermögenswert werde erheblich verwässert. Offensichtlich befinde sich das Unternehmen in einer schwierigen Situation, in der es auf eine Kapitalspritze zwingend angewiesen sei. K+S LONDON - Merrill Lynch hat das Kursziel für K+S nach Einzelheiten zum kanadischen Legacy-Projekt von 39,00 auf 37,00 (Kurs: 40,48) Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underperform" belassen. Im Vergleich zur ursprünglichen Machbarkeitsstudie gebe es drei negative Punkte, schrieb Analyst Andrew Stott in einer Studie vom Mittwoch. Die notwendigen Investitionen seien gestiegen, was aber zur Hälfte auf Währungseffekte zurückzuführen sei. Zudem verwies der Experte auf höhere Cash-Produktionskosten und das Produktionsmaximum, das in den Phasen 1 sowie 2 etwas später erreicht werde. QIAGEN DÜSSELDORF - Das Bankhaus HSBC hat das Kursziel für Qiagen von 13,00 auf 11,50 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Das neue Effizienzprogramm des Biotech-Konzerns sei zwar positiv, reiche aber allein nicht aus, schrieb Analyst Jan Keppeler in einer Studie vom Mittwoch. Das Aufwärtspotenzial für die Aktie ist derzeit seines Erachtens begrenzt, bis Qiagen erneut die Fähigkeit bewiesen habe, das Umsatzwachstum 2012 zu steigern. DONNERSTAG BEIERSDORF FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Beiersdorf nach einer angekündigten weiteren Umstrukturierung von 50,00 auf 52,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Hersteller von Körperpflegeprodukten treibe den Konzernumbau weiter voran, schrieb Analyst Andreas Riemann in einer Studie vom Donnerstag. Die Verschlankung der Strukturen und Prozesse sollte ab 2012 zu Kosteneinsparungen führen. Er erhöhte seine operativen Gewinnschätzungen für 2012 und 2013. SALZGITTER FRANKFURT - Die Commerzbank hat Salzgitter nach angekündigten Änderungen der Unternehmensstruktur auf "Buy" mit einem Kursziel von 46,00 Euro belassen. Der Stahlkocher wolle den zusammen mit den Klöckner-Werken übernommenen steuerlichen Verlustvortrag von 1,5 Milliarden Euro für alle deutschen Konzernteile nutzbar machen, schrieb Analyst Ingo-Martin Schachel in einer Studie vom Donnerstag. Insgesamt dürfte dies in den kommenden zwölf Jahren zu einer Steuerersparnis von rund 400 Millionen Euro führen, was einem Substanzwert von 5,00 bis 7,00 Euro je Aktie entspreche. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen für die Gewinne und den fairen Wert der Papiere könnten deutlich zulegen. THOMAS COOK LONDON - Barclays Capital hat Thomas Cook nach der Einigung mit den Banken über eine Refinanzierung von "Equal Weight" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 70,00 auf 8,00 Pence gesenkt. Die kurzfristige Refinanzierung sei eben auch nur eine kurzfristige Lösung, schrieb Analyst Ed Birkin in einer Studie vom Donnerstag. Der Reiseveranstalter dürfte in zwölf Monaten mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben wie vor der Einigung mit den Banken. Einen positiven Eigenkapitalwert könne das Unternehmen nur durch eine tiefgreifende Umstrukturierung und Anteilsverkäufe erreichen. Hier käme die Skandinavien-Sparte in Betracht. Unter anderem darauf basiere das neue Kursziel. TUI FRANKFURT - Equinet hat Tui vor Zahlen von "Hold" auf "Buy" hochgestuft, das Kursziel aber auf 5,00 Euro belassen. Die Finanzprobleme des Konkurrenten Thomas Cook seien überwiegend nicht marktbedingt, sondern hausgemacht, schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Donnerstag. Entsprechend sollte die Touristik-Tochter Tui Travel nicht betroffen sein. Die Kennziffern zum Geschäftsjahr 2010/11 sollten solide ausfallen. Die Hochstufung resultiere aus dem niedrigen Aktienkurs von Tui. VOLKSWAGEN VORZUGSAKTIEN LONDON - Morgan Stanley hat das Kursziel für Volkswagen-Vorzugsaktien von 165,00 auf 160,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Ein mehrjähriger Entschuldungsprozess dürfte den europäischen Automobilsektor belasten, schrieb Analyst Stuart Pearson in einer Studie vom Donnerstag. Doch selbst bei einer Kreditklemme dürften sich die Branchenunternehmen überdurchschnittlich entwickeln, die investieren könnten und ihre Kunden bei der Finanzierung unterstützten. Volkswagen bleibe sein Sektor-"Top Pick". FREITAG ABB LONDON - Die HSBC hat das Kursziel für ABB von 19,00 auf 18,00 Franken gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Wegen der nachlassenden Dynamik in den frühzyklischen Segmenten sowie des andauernden Abwärtsdrucks im Geschäft mit Stromleittechnik habe er die Gewinnschätzungen für die Jahre 2011 bis 2013 reduziert, schrieb Analyst Colin Gibson in einer am Freitag vorgelegten Branchenstudie. Für die Investitionsgüterkonzerne zeichne sich zwar kein erneuter Konjunkturrückschlag ab, doch dürfte das Absatzwachstum 2012 nachlassen. Vorsichtig sei er vor allem für Elektrotechnikkonzerne. AIR FRANCE-KLM LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für Air France-KLM von 5,50 auf 4,80 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Trotz der positiven Erlösperspektiven der Fluggesellschaft habe er die Gewinnprognosen reduziert, schrieb Analyst David Pitura in einer Studie vom Freitag. Dies trage der überraschend hohen Treibstoffkostenprognose des Unternehmens Rechnung. Für 2012 rechnet Pitura nun mit einem operativen Verlust (EBIT) von knapp 320 Millionen Euro. Bisher hatte der Analyst einen EBIT-Gewinn von knapp 160 Millionen Euro prognostiziert. BAYER FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Bayer nach einer Investorenkonferenz in Schanghai von 52,00 auf 56,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Wachstumsziel von 6 Milliarden Euro Umsatz in China im Jahr 2015 erscheine realistisch, schrieb Analyst Daniel Wendorff in einer Studie vom Freitag. Seine Prognosen ohne Berücksichtigung des China-Geschäfts hielt der Experte für zu konservativ und stockte sie beim Umsatz um bis zu 5 Prozent und beim bereinigten Ergebnis je Aktie (Core EPS) um bis zu 7 Prozent auf. BHP BILLITON LONDON - Goldman Sachs hat das Kursziel für BHP Billiton von 3.100 auf 2.950 Pence gesenkt, die Einstufung aber auf "Conviction Buy" belassen. Niedrigere Rohstoffpreise im vierten Quartal und die jüngsten Schwankungen an den Devisenmärkten führten zu seinen reduzierten Gewinnschätzungen, schrieb Analyst Eugene King in einer Branchenstudie vom Freitag. Auch bei den Rohstofflieferungen blieben die Minenkonzerne hinter den Erwartungen zurück. BHP biete im Vergleich mit den Wettbewerbern aber die höchsten Erträge. Die zusätzliche Ausrichtung auf das Öl- und Gasgeschäft schütze die Gewinne. THYSSENKRUPP LONDON - Die US-Bank JPMorgan hat das Kursziel für ThyssenKrupp vor Bekanntgabe der Geschäftszahlen von 32,00 auf 30,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Wegen eines voraussichtlich etwas höheren operativen Verlustes bei der Konzerntochter Steel Americas im Geschäftsjahr 2010/11 sowie dem schwierigen Stahlmarktumfeld im ersten Geschäftshalbjahr 2011/12 habe er die operativen Gewinnschätzungen reduziert, schrieb Analyst Alessandro Abate in einer Studie vom Freitag. Allerdings seien die Aktien mit Blick auf die ab dem Ende des ersten Quartals 2012 erwartete Erholung des Stahlsektors sowie wegen der US-Aktivitäten attraktiv bewertet. Der Titel bleibe auf der "Analyst Focus List".