FRANKFURTAIXTRON
PARIS - Exane BNP Paribas hat Aixtron in einer Ersteinschätzung mit "Underperform" und einem Kursziel von 9,00 Euro bewertet. Die kurzfristigen Geschäftsperspektiven für den Hersteller von LED-Produktionsanlagen seien trübe, schrieb Analyst David O'Connor in einer Branchenstudie vom Dienstag. Auf Basis der gegenwärtigen Markterwartungen erschienen die Aktien zwar günstig bewertet, doch seien die durchschnittlichen Analystenschätzungen für 2012 und 2013 zu hoch. Die Auftragslage dürfte sich ab dem ersten Quartal zwar stabilisieren, mit einer Erholung sei aber nicht zu rechnen.
BANK OF AMERICA
BERLIN - Die Landesbank Berlin hat Bank of America nach Zahlen zum Schlussquartal auf "Halten" mit dem Kursziel 7,00 (Kurs: 7,07) US-Dollar belassen. Viele Sonderfaktoren hätten die Resultate beeinflusst und erschwerten einen Vergleich mit den Vorjahreszahlen, schrieb Analyst Emil Heppel in einer Studie vom Dienstag.
BAYER
LONDON - Merrill Lynch hat die Aktie von Bayer auf die "Most Preferred List" gesetzt und die Einstufung auf "Buy" belassen. Das Kursziel laute 65,00 Euro, schrieb Analyst Sachin Jain in einer Studie vom Dienstag. Die Bewertung sei attraktiv. Zudem stünden zahlreiche Produkteinführungen bevor, die das Umsatzwachstum des Pharmakonzerns neu beleben sollten. Mit positiven Daten aus der Entwicklungspipeline werde ebenfalls gerechnet.
BHP BILLITON
PARIS - Exane BNP Paribas hat das Kursziel für BHP Billiton von 2.100 auf 2.000 Pence gesenkt und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Zwar habe er die operativen Gewinnschätzungen wegen gestiegener Eisenerz- und Kupferpreisprognosen angehoben, doch seien die Überschusserwartungen aufgrund vermutlich höherer Zinsbelastungen und Steuern gefallen, schrieb Analyst Sylvain Brunet in einer Studie vom Dienstag. Zudem hätten sich die Gewinnperspektiven für das Schiefergasgeschäft verschlechtert. Angesichts deutlich steigender Investitionen des Bergbaukonzerns sei gegenwärtig kein guter Zeitpunkt für den Kauf der Papiere.
BMW
FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für BMW von 64,00 auf 70,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Add" belassen. Die Produktpalette und die regionale Ausrichtung lösten ein höheres Kursziel für BMW aus, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Branchenstudie vom Dienstag. Er habe seine Gewinnschätzung je Aktie für 2012 angehoben. BMW profitiere vom Wachstum in Schwellenländern und einer starken Bilanz mit niedrigen Finanzierungskosten. Die Absatzmengen und Preise hätten sich besser entwickelt als für das vierte Quartal ursprünglich angenommen.
COMMERZBANK
DÜSSELDORF - Die HSBC hat das Kursziel für Commerzbank nach einer Investorenveranstaltung von 2,10 auf 3,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Overweight" belassen. Er habe den Bewertungsabschlag aufgrund der Risiken durch die Schuldenkrisen in europäischen Peripheriestaaten sowie eines möglichen Kapitalbedarfs reduziert, schrieb Analyst Johannes Thormann in einer Studie vom Dienstag. Die Bank habe aufgezeigt, wie sie die von der Europäischen Bankenaufsicht (EBA) festgestellte Kapitallücke durch interne Maßnahmen schließen will. Dabei sei sogar Spielraum vorhanden, falls die Aufsichtsbehörde einige der Schritte nicht akzeptiere.
DAIMLER
FRANKFURT - Die Commerzbank hat das Kursziel für Daimler von 54,00 auf 57,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Buy" belassen. Die Kostenbasis der Mercedes-Sparte biete Gelegenheiten für Kursanstiege, schrieb Analyst Daniel Schwarz in einer Branchenstudie vom Dienstag. Wegen höherer Schätzungen für die Mercedes-Sparte steige auch sein Kursziel. Der Markt nehme den Produktzyklus bei Mercedes zwar etwas vorweg, unterschätzt seiner Ansicht nach aber die möglichen Kostensenkungen. Unter den europäischen Autobauern gehöre Daimler zu seinen Favoriten.
DOUGLAS
DÜSSELDORF - HSBC hat das Kursziel für Douglas von 37,00 auf 36,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Aufgrund des heterogenen Geschäftsmodells, der Verluste der Buchhandelstochter Thalia sowie der Diskussionen über einen Rückzug von der Börse basiere das Kursziel nun auf der Summe des Wertes der einzelnen Unternehmensteile, schrieb Analyst Thomas Teetz in einer Studie vom Dienstag. Wegen des fortgesetzt schwachen Buchgeschäfts sowie Einmaleffekten im Vorjahreszeitraum dürfte der Überschuss im ersten Geschäftsquartal um zehn Prozent gesunken sein. Die Pläne der Familie Kreke, den Einzelhändler von der Börse zu nehmen, steckten zwar noch in einer frühen Phase, dürften den Kurs allerdings stützen. Ein konkretes Szenario könnte zum Kurstreiber werden und helfen, die Bewertungslücke zu schließen.
EADS
ZÜRICH - Die UBS hat EADS von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 22,00 auf 31,00 Euro angehoben. Da die Konzerntochter Airbus Flugzeuge gegen US-Dollar verkaufe, ihre Kostenbasis aber auf Euro laute, profitiere der Luft- und Raumfahrtkonzern von der Aufwertung des US-Dollar im Vergleich zum Euro, schrieb Analyst Charles Armitage in einer Studie vom Dienstag. Kurzfristig sei Airbus gegen Wechselkursänderungen abgesichert, langfristig sei aber hohes Gewinnpotenzial vorhanden. Pro Cent um den sich der Dollar-Euro-Wechselkurs ändert, steige die Bewertung der Papiere um circa einen Euro.
FRANCE TELECOM
LONDON - Barclays Capital hat das Kursziel für France Telecom von 12,50 auf 11,80 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Die Einführung günstiger Jugendtarife als Antwort auf die aggressiven Preise des neuen französischen Mobilfunkanbieters Iliad steigere die Umsatzrisiken, schrieb Analyst Jonathan Dann in einer Branchenstudie vom Dienstag. Es drohe eine Abwärtsspirale, die etwa zehn Prozent der Erlöse der France-Telecom-Sparte Orange France gefährde. Daher habe er die Prognosen für Orange France deutlich reduziert.
HEIDELBERGCEMENT
LONDON - Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für HeidelbergCement auf "Buy" mit einem Kursziel von 43,00 Euro belassen. Trotz der zurückliegenden überdurchschnittlichen Kursentwicklung bleibe die Aktie sein Favorit im Zement-Bereich, schrieb Analyst Will Morgan in einer Branchenstudie vom Dienstag. Seiner Ansicht nach werde der Rückenwind aus dem zweiten Halbjahr 2011 auch im laufenden Jahr andauern. Während sich das Wachstum realistischerweise verlangsamen dürfte, könne der Konzern 2012 Preiserhöhungen wohl eher durchdrücken als die Konkurrenz. Das werde sich in einem Wachstum des operativen Ergebnisses (EBIT) zeigen. Der abnehmende Verschuldungsgrad und die bessere Liquiditätssituation dürften bei den Investoren ebenfalls Vertrauen wecken.
HOCHTIEF
LONDON - Goldman Sachs hat die Einstufung für die Aktien von Hochtief auf "Conviction Buy" mit einem Kursziel von 60,00 Euro belassen (Kurs: 49,325 Euro). Hochtief bleibe trotz der Kursgewinne der vergangenen Monate ein Unternehmen, das Wert für die Aktionäre schaffen könne, schrieb Analyst Will Morgan in einer Studie vom Dienstag. Möglich wäre dies, indem das neue Management die Profitabilität im Kerngeschäft weiter stabilisiere und das Portfolio nach und nach durch Verkäufe bereinige.
INDITEX
LONDON - Barclays Capital hat Inditex von "Overweight" auf "Equal Weight" abgestuft und das Kursziel auf 72,00 Euro belassen. Der attraktive langfristige Anlagehintergrund aufgrund eines starken Wachstums sowie einer Dividendenrendite von drei Prozent sei mittlerweile eingepreist, schrieb Analystin Karen Howland in einer Branchenstudie vom Dienstag. Vorerst rechne sie nicht mit weiteren positiven Überraschungen beim Gewinn.
INDITEX
LONDON - Die US-Bank Citigroup hat die Aktie von Inditex als "Most Preferred"-Branchenwert gestrichen und durch die des britischen Konkurrenten Next ersetzt. Die Einstufung für den spanischen Textilkonzern bleibe aber "Buy", schrieb Analyst Richard Edwards in einer Studie vom Dienstag. Langfristig begeistere ihn zwar Inditex weiter, angesichts der erwarteten positiven Gewinndynamik sei Next aktuell aber der attraktivere Titel.
INFINEON T
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Infineon vor Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 5,90 Euro belassen. Der Umsatz des Chipherstellers dürfte im Quartalsvergleich um zehn Prozent auf 936 Millionen Euro gesunken sein und damit im Rahmen der Unternehmensprognose liegen, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Beim operativen Segment-Gewinn erwartet Korschelt 130 Millionen Euro, was einer Marge von 13,9 Prozent entspreche. Auch dies liege im Bereich der Prognose der Münchener von 13 bis 14 Prozent. Infineon will am 1. Februar seine Zahlen vorlegen.
KUKA
FRANKFURT - Die Commerzbank hat Kuka von "Add" auf "Hold" abgestuft, das Kursziel aber von 16,00 auf 17,00 Euro angehoben. Die Aktie habe das Kursziel erreicht, schrieb Analyst Stephan Böhm in einer Studie vom Dienstag. Er glaube zudem, dass der starke, vorwiegend von Autobauern kommende Auftragseingang immer weiter abflauen werde. Die mögliche Ausweitung der Margen sei indes bereits ausreichend in den Marktschätzungen eingepreist. Er rechne nicht mit bedeutenden Überraschungen, wenn das Unternehmen seine vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2011 vorlege, schrieb der Experte. Die Wachstumsaussichten für den Robotermarkt habe er allerdings wegen zuletzt besserer konjunktureller Frühindikatoren angehoben. Daher habe er das alte Kursziel um einen Euro angehoben.
MERCK KGAA
FRANKFURT - Merrill Lynch hat in einer Studie vom Dienstag Veränderungen auf ihren Empfehlungslisten für den Healthcare-Sektor vorgenommen. Analyst Graham Perry setzte die Aktien von Bayer und der britischen AstraZeneca auf die "Most Preferred List". Ihren Platz räumen mussten Sanofi-Aventis, die künftig auf der "Least Preferred List" stehen, sowie Actelion. Ebenfalls neu auf der Liste der vergleichsweise unattraktiven Werte stehen ab sofort die Papiere der Merck KGaA.
NOKIA
LONDON - HSBC hat das Kursziel für Nokia nach Zahlen zum Schlussquartal von 4,10 auf 3,80 Euro gesenkt und die Einstufung auf "Underweight" belassen. Aufgrund der schwachen Resultate habe er die Gewinnprognosen für den Smartphone-Produzenten reduziert, schrieb Analyst Richard Dineen in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Zudem sei der Geschäftsausblick für das erste Halbjahr eher trüb. Ob sich die neue Windows-Smartphone-Plattform als ernsthafte Alternative zu den Betriebssystemen iOS beim iPhone sowie Android etablieren werde, lasse sich gegenwärtig noch nicht abschätzen.
PHILIPS
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Aktie von Philips nach Quartalszahlen von "Buy" auf "Hold" abgestuft und das Kursziel von 21,00 auf 18,00 Euro gesenkt. Mit Blick auf die Schätzungen sowie die Prognose des Konzerns für 2013 sei das Papier des Elektronikunternehmens nach wie vor attraktiv, mit Blick auf 2012 dagegen weitaus weniger, schrieb Analyst Martin Wilkie in einer Studie vom Dienstag. Verbesserungen in diesem Jahr dürften sich wahrscheinlich erst in der zweiten Jahreshälfte zeigen. Im ersten Halbjahr werde die Aktie hingegen im besten Fall die Entwicklung des Marktes nachvollziehen. Seine Gewinnschätzungen je Aktie kürzte der Experte für 2012 um fünf Prozent.
PRAKTIKER
FRANKFURT - Die Deutsche Bank hat die Einstufung für Praktiker nach der gesicherten Finanzierung des Frühjahrsgeschäfts auf "Hold" mit einem Kursziel von 3,30 Euro belassen. Die Einigung mit dem Bankenkonsortium sei eine gute Nachricht, schrieb Analyst Michael Kuhn in einer Studie vom Dienstag. Als nächstes stehe nun die Finanzierungsverhandlung für die Restrukturierung im Fokus.
SYMRISE
LONDON - JPMorgan hat das Kursziel für Symrise vor Zahlen zum Schlussquartal von 20,00 auf 21,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Neutral" belassen. Nach den überraschend guten Resultaten im dritten Jahresviertel sowie wegen des gegen Jahresende verbesserten Produktmixes habe er die Gewinnerwartungen für 2011 und 2012 angehoben, schrieb Analyst Martin Evans in einer Studie vom Dienstag. Im Schlussviertel 2011 dürfte der Hersteller von Duftstoffen und Aromen sich solide entwickelt haben. Angesichts des gegenwärtigen Nachfrageumfeldes erscheine die Aktie aber recht hoch bewertet, begründete der Experte das neutrale Votum.
THYSSENKRUPP
LONDON - Die US-Bank Citigroup hat das Kursziel für ThyssenKrupp vor Quartalszahlen von 33,00 auf 30,00 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Er habe seine Schätzungen für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Stahl- und Industriekonzerns im Geschäftsjahr 2011/12 wegen der Tochter Steel Americas gesenkt, schrieb Analyst Anindya Mohinta in einer Studie vom Dienstag. Er gehe davon aus, dass das Geschäft in den USA schwierig gewesen sei, und rechne dort mit einem Verlust. Der größte Teil des operativen Gewinns dürfte daher von den Industrieaktivitäten des Konzerns kommen.
THYSSENKRUPP
LONDON - Barclays Capital hat ThyssenKrupp nach einem Bericht in der "Welt" über eine unmittelbar bevorstehende Fusion der Edelstahlsparten von ThyssenKrupp mit Outokumpu auf "Overweight" belassen. Das Kursziel beträgt unverändert 26,00 Euro. Nach vorangegangenen Gerüchten dazu dürfte eine Fusion den Markt kaum überraschen, schrieb Analyst Vincent Lepine in einer am Dienstag vorgelegten Studie. Zwar würden für ThyssenKrupp die positiven Effekte der Transaktion auf der Konzernebene verwässert werden, doch sollte ein Zusammenschluss das Vertrauen der Anleger stärken. Nach den jüngsten Enttäuschungen bei der Inbetriebnahme der Stahlwerke in Brasilien und den USA würde das Management unterstreichen, dass es seine Strategie umsetzen kann. Positiv wären zudem die dadurch dem deutschen Konzern zufließenden Barmittel.