_

Economy, Business & Finance: Umfrage/Union Investment: Deutsche Anleger werden immer pessimistischer

Die deutschen Anleger werden laut einer Studie von Union Investment immer pessimistischer. Nur noch knapp ein Fünftel der Befragten (19 Prozent) - und damit vier Prozentpunkte weniger als im Vorquartal - erwarteten in den kommenden sechs Monaten steigende Aktienkurse. Mit Blick auf die Entwicklung der Binnenwirtschaft glaubt der Untersuchung zufolge fast jeder Zweite (49 Prozent) an eine gleichbleibende Situation, die Zahl der Skeptiker nehme jedoch weiter zu. Unbeeindruckt von der europäischen Schuldenkrise zeige sich hingegen die Sparbereitschaft der Deutschen. Die Mehrheit (55 Prozent) lege monatlich genauso viel auf die Seite wie vor einem Jahr, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zum Anlegerverhalten im vierten Quartal 2011.

FRANKFURTIm Vergleich zur letzten Befragung habe sich die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland in den nächsten sechs Monaten weiter verschlechtert. Die Einschätzung der eigenen finanziellen Situation falle hingegen deutlich positiver aus und habe sich im Vergleich zur vorangehenden Erhebung nur leicht verändert. "Die Schere zwischen der Wahrnehmung der Wirtschaftslage und der persönlichen Situation zeigt, dass die Konjunkturabschwächung bei den privaten Haushalten noch nicht angekommen ist", sagte Giovanni Gay, Geschäftsführer bei Union Investment. Ein Grund hierfür sei unter anderem der Arbeitsmarkt, der sich weiterhin in fester Verfassung präsentiere. Die Inflationserwartungen der deutschen Anleger bleiben unterdessen laut der Umfrage auf unverändert hohem Niveau: Insgesamt gingen 85 Prozent von stark oder leicht steigenden Preisen in den nächsten sechs Monaten aus (Vorquartal: 84 Prozent).

Anzeige
Quelle: dpa
  • Video

Panorama Österreicher schießt in Schule auf eigenen Sohn

In der niederösterreichischen Stadt St. Pölten hat ein Vater in einer Schule auf seinen Sohn geschossen - und sich danach selbst getötet. Hintergrund der Tat waren wohl familiäre Gründe.