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Eishockey DEB: Streit um DEL II geht vor Gericht

Der Streit zwischen dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) und den abtrünnigen Zweitligisten geht vor Gericht.

DEB-Präsident Uwe Harnos Quelle: SID
DEB-Präsident Uwe Harnos Quelle: SID

Köln (SID) - Der Streit zwischen dem Deutschen Eishockey-Bund (DEB) und den abtrünnigen Zweitligisten geht vor Gericht. DEB-Präsident Uwe Harnos ließ die Frist der Klubs, eine Verpflichtungs- und Unterlassungserklärung zu unterschreiben, am Dienstagabend ablaufen. "Nun müssen wir die Gerichte bemühen, es wird auch Zeit, dass alles einmal gerichtlich geklärt wird. Es prallen zwei Rechtsauffassungen aufeinander", sagte Jürgen Scholz, Anwalt der neun Klubs, dem Fachblatt Eishockey-News.

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Der DEB hätte erklären sollen, dass die Zweitligisten keine "wilde Liga" sind und er sie anerkannt. Harnos sagte, der Verband habe den Klubs stattdessen eine Antwort geschickt.

"Der DEB hat in der Tat geantwortet, aber das war belanglos", erklärte Scholz. Wann es zu einer Verhandlung vor dem zuständigen Langericht München kommt, ist offen. "Wir hoffen natürlich, dass es möglichst schnell geht, aber wir können den Vorgang auch nicht beeinflussen", sagte Scholz.

Die Klubs aus Crimmitschau, Bietigheim, Heilbronn, Bremerhaven, Rosenheim, Ravensburg, Weißwasser, Dresden und Bad Nauheim wollen sich der Deutschen Eishockey Liga (DEL) anschließen und als DEL II firmieren. Der DEB will dagegen die 2. Liga wieder unter seine Fittiche nehmen. Nachdem die Zweitligisten ein Ultimatum des Verbandes hatten verstreichen lassen, plante der DEB die neue Saison komplett ohne 2. Liga und schloss die Rebellen damit faktisch aus.

Die DEL, die die Klubs unterstützt, will vermitteln. "Es müssen umgehend alle Parteien an einen Tisch. Dafür würden wir uns als Vermittler zur Verfügung stellen", sagte DEL-Aufsichtsratschef Jürgen Arnold dem SID: "Es kann nicht wahr sein, dass hier Gerichte bemüht werden müssen. Wir sprechen über Sport und nicht über Paragrafen." Inhaltlich trage man das Konzept DEL II "voll mit".

Quelle: SID

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