
Budapest (Ungarn) (SID) - Die fünfmalige Olympiasiegerin Claudia Pechstein hat zum Auftakt der Mehrkampf-Europameisterschaften der Eisschnellläufer in Budapest einen guten Start hingelegt. Auf der ersten von vier Strecken lief die Langstrecken-Spezialistin aus Berlin über die 500 m in 40,67 Sekunden die fünftbeste Zeit. Zwar unterlag sie im direkten Duell der 14 Jahre jüngeren Weltmeisterin Ireen Wüst (40,22) aus den Niederlanden. Dagegen holte die 39-jährige Pechstein auf die tschechische Titelverteidigerin und Doppel-Olympiasiegerin Martina Sablikova (41,79) mehr als eine Sekunde heraus.
"Dass ich 1,12 Sekunden Vorsprung auf Sablikova habe, ist sehr wertvoll", sagte Pechstein dem Sport-Informations-Dienst (SID). "Ich bin positiv gestimmt." Weniger positiv war die dreimalige Europameisterin angesichts des starken böigen Windes, mit dem die Läuferinnen zu kämpfen hatten. "Mit dem Wind auf der Wechselgeraden war das eine Lotterie."
Die anderen deutschen Starterinnen blieben erwartungsgemäß weit hinter den Podiumsplätzen zurück. Isabell Ost (Berlin) lief in 42,11 Sekunden auf Platz 16, die dritte Berlinerin, Bente Kraus (43,07), wurde 19. von insgesamt 23 Starterinnen.
Ex-Weltmeisterin Anni Friesinger (Inzell) hingegen ist ihren zehn Jahre alten Bahnrekord los. Karolina Erbanova aus Tschechien gewann in 39,87 Sekunden vor Wüst und der Russin Julia Skokowa (40,40). Friesingers alte Höchstmarke stand bei 39,99 Sekunden.
Nach den 1500 m am Samstag (12.50 Uhr) fällt die Entscheidung am Sonntag ab 13.00 Uhr über die längste Strecke der Meisterschaften, die 5000 m. Pechstein, die vor 20 Jahren ihre erste Europameisterschaft lief und seitdem zehn Medaillen (3x Gold, 5x Silber, 2x Bronze) gewann, macht sich berechtigte Hoffnungen auf einen Podiumsplatz.