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Eisschnelllauf Weltcup: Pechstein bei Massenstart-Premiere auf Platz zwei

Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein ist bei der Weltcup-Premiere des Massenstarts erneut auf den zweiten Platz gestürmt.

Claudia Pechstein sorgt weiter für Furore Quelle: SID
Claudia Pechstein sorgt weiter für Furore Quelle: SID

Astana (SID) - Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein ist bei der Weltcup-Premiere des Massenstarts erneut auf den zweiten Platz gestürmt. Die 39 Jahre alte Berlinerin musste sich in einem spektakulären Rennen als Zweite lediglich der Niederländerin Mariska Huisman um 0,08 Sekunden geschlagen geben. Für Pechstein war es beim Weltcup in Astana/Kasachstan nach Rang zwei über 1500 und 3000 m bereits die dritte Silbermedaille.

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"Das war ein erfolgreicher Spaß. Das Rennen war sehr spannend und der Adrenalinpegel hoch", sagte Pechstein und gab zu: "Vielleicht hätte ich den Schlusssprint gewinnen können, aber ich habe etwas zurückgezogen, weil ich etwas wenig Platz hatte. Die Einzelstrecken sind halt wichtiger."

Bei den Männern belegte der Erfurter Patrick Beckert als bester deutscher Kufen-Flitzer den achten Rang vor Alexej Baumgärtner (Chemnitz). Es gewann der Südkoreaner Lee Seung-Hoon.

Der Massenstart feierte insgesamt eine erfolgreiche Premiere. Die befürchteten Stürze blieben weitestgehend aus, dafür sorgten taktische Finessen und Ellenbogen-Gerangel für viel Spannung. "Selbst die Frauen waren da brutal", sagte die Berlinerin Isabell Ost, die Zwölfte wurde.

Bei der neuen Wettkampfform gehen ähnlich wie beim Shorttrack mehrere Läufer - maximal drei pro Nation - an den Start. Die Männer laufen 20 Runden direkt gegeneinander, die Frauen 15. Die ersten Sechs erhalten Punkte (25, 15, 10, 5, 3 bzw. 1), während des Rennens gibt es wie im Radsport zwei Zwischensprints (5, 3, 2 bzw. 1 Punkte).

Der Massenstart wurde nach einigen Probeläufen im Vorjahr ins offizielle Wettkampfprogramm genommen, um die Attraktivität der Sportart vor allem für das Fernsehen zu steigern. "Der Eisschnelllauf ist ein bisschen antiquiert und muss unbedingt modernisiert werden. Aber so lange der Massenstart nicht olympisch ist, ist das nicht zu Ende gedacht", sagte Bundestrainer Stephan Gneupel.

Bei den Winterspielen 1932 in Lake Placid (USA) waren zum bislang einzigen Mal in der olympischen Geschichte Massenstartrennen im Eisschnelllauf ausgetragen worden.

Quelle: SID
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