Finanzkrise in China angekommen

Letzter Beitrag 04-04-2008, 13:49 von HelgeHa. 2 Antworten.
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  •  04-04-2008, 11:24 15623


    China bekommt die Krise offensichtlich schon seit Längerem zu spüren. Seit einem Jahr haben schon 100 Schuhersteller in der Provinz Guangdong (Kanton) dichtgemacht.

    "Vor allem nachts kann man den Aderlass sehen. An der Schnellstraße zwischen Shenzhen und Hongkong, wo sonst die Neonleuchten in den Fabriken nie ausgehen, wird nun immer öfter nicht mehr gearbeitet. In der Provinz Guangdong (Kanton), berühmt und reich geworden als Werkbank der Welt, gehen die Lichter aus. Seit gut einem Jahr haben hier 1 000 Schuhhersteller dicht gemacht. Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Schuh-Exporteure von 1 855 auf 1 512 Firmen gesunken."(HB vom 04.04.2008)

    http://www.handelsblatt.com/News/Politik/International/_pv/_p/200051/_t/ft/_b/1412699/default.aspx/als-erstes-sterben-die-schuhhersteller.html

    Kann die alte Welt nun aufatmen, daß auch China nur mit Wasser kocht oder ist das nur eine vorübergehende Krise?

    Was meinen die Foristen?
  •  04-04-2008, 13:25 15628 Antwort zu 15623

    Das Sterben der Schuhhersteller kann ein Zeichen für Probleme sein, muss aber nicht.

    In den zurückliegenden Boom-Jahren sind auch Überkapazitäten entstanden und eine Marktbereinigung notwendig. Ähnliches ist vor Jahren bei den Herstellern von Fernsehgeräten geschehen. Von über hundert kleinen wenig innovativen Herstellern blieben drei übrig. Die aber sind jetzt groß und sehr wettbewerbsfähig.

    Ob wirklich Krise, oder nur notwendige Strukturanpassung, wir werden wohl für die Beurteilung noch etwas warten müssen.
  •  04-04-2008, 13:49 15632 Antwort zu 15623

    HelgeHa ist nicht online. Letztmals aktiv: 09-07-2008, 14:35 HelgeHa
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 30-08-2007 Beiträge 406
    1500 noch vorhandene Schuh-"Fabriken" können weiter bestens dafür sorgen, dass hierzulande keine nennenswerte
    Schuh-Produktion entsteht.
    Hier zeigt sich nur, dass man nicht auf Teufel heraus billigst produzieren kann und es ist gut, wenn China spürt, dass
    der Käufer das Sagen hat.

    HH