Baeckerbullerjahn:@ Denkerist
Das dürfen Sie aber nicht den Unternehmern anlasten. Diffizile Handarbeiten werden in Deutschland aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten unbezahlbar.
Bitte fangen Sie an unternehmerisch zu denken, dann erkennen Sie die Zusammenhänge.
Fangen wir doch mal an, unrenehmerisch zu denken: Die Unternehmen schließen Ihre Werke in Deutschland, gehen z.B. nach Litauen. Dort zahlen sie keine Unternehmenssteuern. Die Mittel, die Litauen für seine Infrastruktur braucht, bekommen sie zum großen Teil von der EU - eigene Steuereinahmen haben sie ja kaum, deshalb müssen ja unterstützt werden.
Und wo kommt das Geld der EU her? Richtig z.B. vom Deutschen Steuerzahler, der deshalb soviel Brutto haben muß, daß er die Steuern auch an die EU zahlen kann.
Im Übrigen giing es bei Märklin nicht um zu hohe Löhne der Belegschaft, sondern für die Unternehmensberater. Die Löhne hätte das Unternehmen durchaus zahlen können. Aber die meisten Schulden kamen von der Bezahlung der Unternehmensberater. Ich kenne diese Problematik aus eigener Erfahrung.
Die Unternehmensberater kommen, setzten irrsinnige Dinge um, da sie in der kurzen Zeit kaum Einblick in das Unternehmen bekommen (und aus Zahlen läßt sich eben doch nicht alles ablesen) und wenn sie wieder fort sind haben alle mit den Folgen Ihrer Arbeit zu kämpfen. Wenn sich nach Jahren herausstellt, daß Ihre Empfehlungen falsch waren - sind sie über alle Berge. Die Kosten für die Beseitigung der Kosten Ihrer falschen Empfehlungen sind oft höher, als ihr Nutzen.
Die ganze Unternehmensberaterei ist m.E. viel zu sehr auf das schnelle Geld ausgelegt, weniger auf den Nutzen für das Unternehmen. Aber so ist die heutige Zeit. Schnelles Geld. In diesem Zusammenhang gefällt mir oft die Idee die Stimmrechte bei Aktiengesellschaften an die Besitzdauer der Papiere zu koppeln.
Möglicherweise tue ich manchen Unternehmensberatern unrecht, denn auch der Aspekt der Betriebsblindheit hat seine Berechtigung. Doch viele Unternehemn sind nach falschen Beratungen insolvent gegangen.