Hyper Inflation - höchste März - Inflation seit 94 - Inflationsrate knackt Drei-Prozent-Marke

Letzter Beitrag 11-06-2008, 13:13 von HelgeHa. 14 Antworten.
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  •  29-03-2008, 2:04 15303

    Pressemitteilung Nr. 131 vom 28.03.2008 - Verbraucherpreise März 2008: Voraussichtlich + 3,1% gegenüber März 2007

    Die Geldschöpfung der Zentralbanken wirkt. Rentner und Arbeitnehmer verlieren weiter an Kaufkraft.


    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
  •  15-04-2008, 22:42 16121 Antwort zu 15303

    Spanni ist nicht online. Letztmals aktiv: 15-04-2008, 22:57 Spanni
    Top 200 Mitwirkender Registriert am 22-03-2008 Beiträge 5
    Die Inflation ist seit Jahren viel höher als offiziell angegeben. Das merkt ja jeder, der lebt und die lebensnotwendigen Dinge kaufen muss.

    Ist ja auch logisch, wenn die Notenbanken endlos Geld ins blaue drucken, dann folgt das böse Erwachsen mit einer hohen Inflation. Wir stehen hier erst am Anfang, die Preise werden wahrscheinlich noch viel höher steigen, bei gleichzeitigem Druck auf die Löhne.

  •  17-04-2008, 12:09 16215 Antwort zu 15303

    K.-H. ist nicht online. Letztmals aktiv: 17-04-2008, 12:53 K.-H.
    Top 75 Mitwirkender Registriert am 19-06-2007 Beiträge 27
    Verwunderlich ist nur, daß es so lange gebraucht hat, bis Notiz genommen wurde von einer seit vielen Monaten, im Grunde bereits Jahren, absehbaren Entwicklung, die nicht am Ende ist und eine neue Qualität von Politik und Ökonomie erfordert, um damit umgehen zu können ohne daß grundsätzliche Beschädigungen unseres bislang gut funktionierenden kapitalistischen Systems zu verzeichnen sein werden.

    Wenn auch Zweifel bleiben an den Fähigkeiten der Beteiligten, diese Qualitäten zu entwickeln:
    Nach der evidenten Einsicht, den "sozialen Ballast" in Verbindung mit überspannten Umverteilungsmechanismen abwerfen zu müssen, auch zu handeln, ist politisch zwar nicht einfach - man hört förmlich den entrüsteten Aufschrei aller sich unpreviligiert Empfindenden, der an Lautstärke nicht zu wünschen läßt, wie immer, wenn Volksempfinden sich meint äußern zu müssen -, wäre allerdings sachlich dringend geboten.

    Die Wohltat der Globalisierung führt auch zu Konkurrenz um Rohstoffe und Lebensmittel und damit zu höheren Preisen.

    Gigantische Kosten der Opposition gegen den Lauf der Welt bei Klima, Energie und Globalisierung treiben die Inflation unverhältnismäßig stark an.

    Hinzu kommt der "Schluck aus der Pulle", den die Gewerkschaften ihren Mitgliedern als konsumfördernde Einkommenserhöhung verkaufen möchten und dabei fatalerweise Erfolg haben. Acht bis zehn Prozent sind kein Pappenstiel, auch wenn man versucht, sie geschickt zu verstecken

    Dabei verschwindet der größte Teil der Kostenerhöhung und Minderung der Konkurrenzfähigkeit für das gesamte Land in Besteuerung und sog. sozialen Abgaben. Die zwingend folgende Arbeitslosigkeit wird aus dem Blickfeld verdrängt - auch von den Arbeitgeberverbänden, deren Mitglieder der kurzfristig reibungslosen Abarbeitung der globalisierungsbedingt guten Auftragslage Vorrang einräumen gegenüber gesamtvolkswirtschaftlicher Verantwortung. Nach uns die Sintflut, scheint die Devise.

    Die hierbei fälschlicherweise immer wieder zitierte nachfrageorientierte Keynes`sche Wirtschaftstheorie wird von Links marktschreierisch nocheinmal aus der Mülltonne geholt, wo sie neben all dem weiteren populistischen Kram zu Recht vor sich hinschimmelt.

    Bei leichten wenn auch vornehmlich fremdverdienten wirtschaftlichen Erfolgen, die politisch zum Aufschwung hochgeredet werden, bleibt Vernunft, Augenmaß und eigenständiges Denken schnell auf der Strecke.

    Das Ergebnis sehen wir.



  •  17-04-2008, 13:08 16220 Antwort zu 16215

    K.-H.:
    unseres bislang gut funktionierenden kapitalistischen Systems zu verzeichnen sein werden.


    Was bitte funktioniert? Die Mittelschicht bricht weg, es polarisiert sich immer mehr arm und reich, soziale Unruhen werden nur noch von dümmlichen privaten Medien aufgehalten, die den Leuten erzählen, der Aufschwung sei da. Bei der Masse wird er nie ankommen. Das kapitalistische System steckt in einer permanenten Krise.


    K.-H.:
    Die Wohltat der Globalisierung
    Deshalb müssen unsere Arbeitnehmer mit Arbeitern in China konkurrieren, die in lagerähnlichen Bedingungen leben. Gewinner sind nur die Reichen, und die werden immer reicher.

    K.-H.:
    Gigantische Kosten der Opposition gegen den Lauf der Welt bei Klima

    Sie vergessen, daß die Welt eben nicht mehr läuft, wenn man die Wirtschaft laufen läßt. Ohne Gegenmaßnahmen z.B. der Opposition aber auch vieler intelligenter Menschen und Organisationen wird die Welt zugrunde gerichtet. Kein Wirtschaftler bezieht den Wert unserer Erde in seine Rechnung ein, die Profitgier kennt keine Grenzen. Es wird zerstört bis es zu spät ist - was wir zur Zeit erleben

    K.-H.:
    Dabei verschwindet der größte Teil der Kostenerhöhung und Minderung der Konkurrenzfähigkeit für das gesamte Land in Besteuerung und sog. sozialen Abgaben
    .
    Vergessen sie hier nicht die Subventionierung der Konzerne - 8Mrd in diesem Jahr durch Verschenken der Emissionsrechte usw.

    K.-H.:
    Nach uns die Sintflut, scheint die Devise.
    Korrekt, das ist die Devise der Konzerne beim Umgang mit mensch und Natur!
  •  17-04-2008, 15:43 16243 Antwort zu 15303

    Kon_radl ist nicht online. Letztmals aktiv: 26-06-2008, 15:20 Kon_radl
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 250
    kein Wunder - das merkt wohl jeder am Geldbeutel. Die ganzen Lohnerhöhungen der Arbeitnehmer werden von den
    Unternehmungen an die Kunden weitergeleitet und steigern die Inflation - also - für die Inflation ist jeder verantwortlich am Ende.



    _______________________________________________________________________-
    diejenigen, die leicht nach vorne gebückt gehen, schieben wohl einen Einkaufswagen
  •  17-04-2008, 23:28 16256 Antwort zu 15303

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 20-07-2008, 4:30 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 167
    Ein bisschen Pop-VWL für Anfänger: Was ist eigentlich Inflation?

    Es gibt drei Ursachen von Inflation:

    1) Inflation aufgrund von zu hoher Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten (demand pull inflation)
    2) Inflation aufgrund von Angebotsverknappung (cost push inflation)
    3) Inflation aufgrund von Einkommenserhöhungen (wage inflation)

    Immer wenn eine der drei Ursachen "auftaucht", dann gibt es eine bestimmte Submenge von Problemen, die dann der Politik, den Konsumenten, oder den Unternehmen Kopfschmerzen bereitet. Aber nun raten Sie mal welche der drei Ursachen von Inflation eben gerade los sind. Achtung: Das ist eine Fangfrage; Tip: Die drei Ursachen schließen sich nicht gegenseitig aus!

    Vielleicht noch mal ein paar Ausführungen.

    1) Eine zu hohe Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten hört sich irgendwie garnicht so schlimm an, wenn man nur bis zum Wort Nachfrage liest. Wenn es zu wenig Anlagemöglichkeiten gibt, z.B. aufgrund einer Akerlof'schen Adverse Selection, weil mehr Wirtschaftsakteure pleite gehen als entstehen, Wachstumspotentiale ausgereizt sind, zu viel Liquidität vorhanden ist, usw. dann werden diejenigen "Güter & Dienstleistungen" teurer weil diese noch "da" sind, aber nicht weil diese "besser" sind oder geworden sind.

    2) Angebotsverknappung bezieht sich ganz simpel auf die Beschaffung! Also was muss den ein Einkäufer nun für das Platin zahlen, was in einen Katalysator verbaut werden "muss"? Wie teuer ist es für Oma Erna ihre geliebten Import-Bananen aus dem "boomende" Brasilien im Supermarkt zu kaufen? usw.

    3) Nun kommen wir zum Zaubertrick der Gewerkschaften. Wenn zumindest 2) anzieht, dann wird mit dem Warenkorb des Statistischen Bundesamtes argumentiert. Und schon schließt sich der Teufeskreis - Der selbstverstärkende Effekt des Gesamtkonstrukt "Inflation". Die Mitarbeiter bekommen mehr (nominelles) Geld "in die Tasche", somit steigt die "Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten" (1). Ganz stumpf (und garnicht menschlich) gesehen, sind Personalausgaben einen Art "Einkaufskosten" - und zwar gewaltig - für Unternehmen, womit wir wieder bei (2) sind.

    ... Man muss schon bei den Ursachen der Ursachen ansetzen, um überhaupt (halbwegs sinnvolle) Ideen zu bekommen, wie eine Volkswirtschaft regelmäßig (d.h. bei jeden Konjunkturzyklus wieder) den Hals aus der Schlinge bekommt... Mit offensichtlichen Ansatzpunkten (z.B. "wir erlassen Gesetze dagegen...") wird eine Volkswirtschaft den Abstieg i.d.R. beschleunigen... Also viel Spass beim Grübeln...










  •  17-04-2008, 23:31 16258 Antwort zu 16215

    Peter109 ist nicht online. Letztmals aktiv: 18-04-2008, 19:50 Peter109
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 29-12-2007 Beiträge 40
    @K.-H.

    Ich habe lange nicht mehr eine so süffisante neoklassische Mitteilung gelesen.

    Scheinbar sind an Ihnen alle Globalisierungsfolgen vorbeigegangen. Hier geht es nicht mehr um Neoklassik oder Keynesianismus. Wir befinden uns nämlich seit längerem nicht mehr in einer geschlossenenen VW, falls Ihnen das entgangen ist.
    Ihnen zugute halten kann ich zumindest, daß auch Politiker dieser veralteten neoklassischen Strategie folgen.
    Gegenwärtige Inflation...haben Sie sich wirklich mit den Ursachen beschäftigt?
    Kaum glaubhaft. Ihre Meinung erscheint mir wie eine MItteilung aus den 80iger Jahren des letzten Jahrhunderts...
  •  09-05-2008, 14:25 17227 Antwort zu 16258

    Wie geht es in D weiter Aufschwung, Stagnation oder gar Rezession? Laut einer aktuellen Studie werden immer mehr Bürger aus der Mittelschicht in prekäre Arbeitsverhältnisse im Niedrigstlohnsektor absteigen. Reallohnverlust und steigende Inflation könnten diese Entwicklung beschleunigen.
    Die Großhandelspreise sind im April 2008: + 6,9% zum April 2007 gestiegen.
    Die Inflation galoppiert ungebremst weiter. Auch der Einzelhandelsumsatz ist im März 2008 real um 6,3% gesunken.

    Pressemitteilung Nr. 171 vom 02.05.2008 - Einzelhandelsumsatz im März 2008 real um 6,3% gesunken
    Dramatischer Einbruch der Lohnquote: von 2000 bis 2007 um 8% gesunken!


    Der Arbeitskreis der Steuerschätzer hat sich 2007 um ca. 4 Mrd € für 2009 verschätzt.

    Fiskus muss 2009 mit Milliarden-Minus rechnen

    Nach der Euphorie der letzten Steuerschätzungen in denen den Fiskus durch die exorbitant hohe Erhöhung der MwSt. um 3 % Prozentpunkte ein wahrer Geldsegen (pro Prozentpunkt ca. 10 Mrd. € bei drei Prozentpunkte ca. 30 Mrd. € pro Anno) prognostiziert wurde. Weicht die Partystimmung der Nüchternheit der bitteren Realität der Wirklichkeit. Natürlich genehmigen sich die Abgeordneten des Bundestages noch einen kräftigen Schluck aus dem Geldbeutel der Steuerzahler und erhöhen ihre Diäten in 2009 und 2010 um ca. 15 % damit der "Aufschwung" wenigstens in ihren Geldbörsen ankommt. Hingegen viele Arbeitnehmer/Rentner/Aufstocker und ALG II Empfänger auch in 2008 durch die rasch galoppierende Inflation weitere Reallohnverluste ertragen müssen.

    Mit welchen neuen Konzepten könnte der Wohlstand der Mittelschicht in D erhalten werden und wie könnte der Abstieg in prekäre Arbeitsverhältnisse im Niedrigstlohnsektor verhindert werden?
    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
  •  09-06-2008, 14:06 18494 Antwort zu 17227

    Das die multimedial, wie ich denke im Auftrag der Politik, verlautbarten Statistiken nur das beinhalten was politisch erwünscht ist, ist für viele nichts Neues.

    So wissen zum Beispiel nahezu alle, das die Arbeitslosigkeit nur innnerhalb der BA Statistiken durch Verschiebung der Massen in andere Leistungen oder Maßnahmen abgesunken ist. Hingegen in die Realität die Masse der Menschen in Armut sprunghaft und ungebremst ansteigt.

    Nun hat die WIWO eine weitere Täuschung der staatlichen Statistik aufgedeckt.
    Während das statistische Bundesamt, wie ich denke wie politisch gewünscht, eine Inflationsrate von ca. 3 % errechnet.

    Titelt die Wirtschaftswoche vom 02.06.08, Ausgabe Nr. 23:

    Titel: Preisschock! Die wahre Inflation 12%

    Wirtschaftsforscher errechnen die echte Belastung. Kippt die Konjunktur?

    ..."Schlimmer als in den 70er-Jahren"...
    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
  •  09-06-2008, 17:59 18502 Antwort zu 18494

    ysiks ist nicht online. Letztmals aktiv: 24-06-2008, 18:21 ysiks
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 29-07-2007 Beiträge 59
    Liebe Sybilla,

    wir haben immer noch eine Inflation, eiine Hyperinflation ist etwas ganz anderes. Der Warenkorb des statistischen Bundesamtes ist auch immer neu. Ich glaube nicht, dass verschiedenste Institutionen alle falsch liegen mit ca. 3 - 3,6 %. Ich stelle Ihnen einen Korb zusammen, der eine Inflation von 200 % erreicht. Bestes Beispiel sind Sie. Sie surfen dass die Leitung glüht, für wahrscheinlich ein paar Euro. Ich war anno dazumal bei den ersten 100.000 im BTX mit Einwahlzentren. Das war heftig, meine Telefonrechnung ist mit Überschallgeschwindigkeit in die Höhe geschossen. Wird wirklich alles teurer und ist die Globalisierung der Preistreiber ? Aktuelles Beispiel. Ich habe gerade mit meiner Frau über eine Digitalkamera gesprochen. Meine 1,3 Megapixel die ich vor vielen Jahren gekauft habe ( beruflich notwendig ) hat gut Geld gekostet. Kameras, um ein vielfaches besser werden jetzt für 60 - 160 Euro angeboten. Mein letzter Anzug hat mich 149.- € ( reduziert ) gekostet. Vor 20 Jahren habe ich ca. 450.- DM bezahlt. Der Kaffee im Prospekt wird aktuell für 3,79 € angeboten. Ich kenne noch Zeiten mit Preisen von 12 - 14.- DM. Fazit: Der Konsument bestimmt durch sein persönliches Verhalten seine gefühlte Inflation.

    Viele Grüße von Ysiks

  •  09-06-2008, 19:50 18509 Antwort zu 18494

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 20-07-2008, 4:30 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 167
    Sybillas_Augen:


    Titel: Preisschock! Die wahre Inflation 12%

    Wirtschaftsforscher errechnen die echte Belastung. Kippt die Konjunktur?

    ..."Schlimmer als in den 70er-Jahren"...


    Ja die BRD steht vor einer Konsumrezession (hört sich eigenartig an, dass es noch schlechter geht; also wird der Effekt nicht so gewaltig sein...). Ich denke die Autoabsatzzahlen sprechen Bände - Es wird minimale Funktionalität gekauft und "Luxus" wird massiv zurückgefahren. Offensichtlich ist hier der direkte Cost-Push in den operativen Betriebskosten. Auf Seiten der Produktion mache ich mir nur Sorgen um die Lohninflation, denn wenn der "Schluck aus der Pulle" Ende des Jahres zu groß wird. Und als drittes haben wir zu wenig Angebot für zu viel Geld im Weltwirtschaftssystem denn es sind dafür zu wenig radikale Innovationen durch die Pipeline gekommen ... nun ja ... egal was kommt die "Party" ist bereits vorbei. Daher plädiere ich für baldiges eindeutiges Richtungszeichen der EZB und FRB für leicht steigenden Leitzinsen (also keine zweistelligen Volcker-Zinsen). Sprich die Konjunktur wird offiziell abgewürgt, weil es muss ein realer Aussiebungsprozess zwischen den Unternehmen nun stattfinden, damit Platz für neue Unternehmen geschaffen wird. Das heißt für die Finanzwelt "back to the roots", sprich Bilanzen, Strategien und Geschäftspläne prüfen... Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende...
    Ich denke zur Zeit liegt die Welt irgendwo zwischen Hoffen und Ignorieren. Was die Finanzbranche und dem Rest der Wirtschaft macht ist schlichtweg Hoffen. Die FRB und EZB hat durch ihre Geldflut allenfalls ein kurzes Zeitfenster für die Neuorientierung gegeben, sprich einen kurzen Zeitaufschub - Und diejenigen Manager die das nicht bzw. zu spät raffen, die werden wahrscheinlich auch mit ihren Unternehmen ausgesiebt.
    Wenn ich mir die besonders qualifizierten Kommentare eines spanischen Premierministers anhören, dann ist dies Ignorieren, d.h. pure Unwissenheit. Und da bereits aus allen Löchern bereits pfeift, welche Konsequenzen für den dt. Staatshaushalt in den nächsten 2-3 Jahren kommen werden, kann nun wirklich erwartet werden, dass die Politiker das Kind besser schaukeln sollten (müssen) als in den 50 Jahren zuvor... Wenn der Bundestag im Laufe der nächsten 2-3 Jahren wieder einen Haushaltsnotstand aufruft, dann weiß zumindest ich, dass die genauso unwissend sind wie ihr spanischer Kollege... (also wie dumme Pferde mit Scheuklappen)

    Mein Tip für die BRD: Keine Steuererleichterungen solange der Haushalt konsolidiert ist, Massive Verwaltungsvereinfachungen und Senkung des Headcount als Beschleuniger des Vorgangs... Aber wir wissen ja kommen wird: Es wird erst reagiert wenn es bereits 5 nach 12 ist und zwar mit einer gewaltigen Neuverschuldung... (Heute ist eine einmalige Gelegenheit zum ersten mal in der BRD-Geschichte aus dem Teufelskreis des fehlverstanden Keynes herrauszukommen... Aber es sind mittlerweile nur ein kleiner Bruchteil der Spitzenpolitiker dazu bereit... Die Politiker vergessen immer wieder, dass es der Weltwirtschaft egal ist, wann Wahlen in einem bestimmten Ländern sind...)

    Und natürlich weiß ich auch worauf Sybillas_Augen hinaus wollen. Der Spread zur Index der gefühlten Inflation und der statistischen Inflation kann durchaus als eine Vermögensumverteilung interpretiert werden. In der klassichen Sozialpolitik müssten nun per Gesetz "umverteilt" werden. Jedoch werden politisch motivierte Umverteilungsmechanismen gerade in der BRD kaum noch Wirkung entfalten können, weil dieser Trick seit Jahrzehnten voll ausgespielt wird, kaum noch Akzeptanz bei den "Reichen" findet (was ein Witz ist, wenn man bereits mit 3XXX per Monat als reich gelte), seit Langem nicht finanzierbar ist und ein Haufen von ineffizienter/wertloser Verwaltungstätigkeiten geschaffen hat. Klar Sozialpolitik ist das Vernüpfigste, was nun getan werden könne, weil unendlich viel Geld auf Bäumen wächst, und das reicht auch um aufgeblähte Verwaltungsapparate mit durchzuschleppen... das schafft ja auch Arbeitsplätze... Willkommen bei der Internationale liebe Genossen...
  •  10-06-2008, 21:21 18551 Antwort zu 18509

    Peter110 ist nicht online. Letztmals aktiv: 10-06-2008, 21:21 Peter110
    Nicht gereiht Registriert am 10-06-2008 Beiträge 1
    Nun die Antwort ist immer klassisch realwirtschaftlich..Insofern sollten wir die negativen Folgen der Finanzmarktkrise (im Ergebnis des Versagens privatwirtschaftlicher Akteure = Banken) nicht vergessen, die spätestens seit letzten Sommer vergesellschaftet wurden, während die Gewinne in den Jahren zuvor privatisiert wurden.

    Welch ein Schock für die Privatwirtschaft, daß in Europa zentralbankseitig nun doch ein anderer Kurs gefahren wird als in den USA. Und schade, daß sich die Folgen des Finazmarktversagens auf alle volkswirtschaftlichen Bereiche auswirkt - aber das wäre jedem klar gewesen, der nicht nur in alten Kategorien denkt.

    Exkurs USA: Hier ist die realwirtschaftliche Basis eben größer.

    Schauen wir, wer wir sind und was wir wirklich können.
  •  11-06-2008, 13:13 18574 Antwort zu 18555

    HelgeHa ist nicht online. Letztmals aktiv: 17-07-2008, 19:27 HelgeHa
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 30-08-2007 Beiträge 413
    " Der Konjunktur fehlt der private Konsum "

    Das stimmt, und der private Konsum wird weiter zurückgehen, weil in den kommenden Wochen der nächste,
    gewaltige "Energie-Preisschock" folgen wird. Es sind Gaspreiserhöhungen von bis zu 40% in der Planung der
    Monopol-Konzerne. Heute hat z.B. schon mal der fünftgrößte Energieversorger, die EWE aus Oldenburg,
    ab 1. August eine Gaspreiserhöhung von 17,4% mitgeteilt, nachdem der Gaspreis bereits ab 1.4.08 drastisch
    erhöht wurde. Die neue Erhöhung bedeutet im Schnitt pro Haushalt durchschnittlich 20 Euro monatlich mehr!
    Die Folge ist weiterer Verzicht aus "alles, was nicht unbedingt notwendig ist".
    Weniger Geld ist ein Grund für Konsumverzicht, ein weiterer aber ist auch die Stimmung, die weitverbreitete
    Zukunftsangst (Jobverlust etc.), Politikverdrossenheit und mangelnde Risikobereitschaft.
    So werden auch die Mitbürger/Haushalte vom "Konsumverzichtsvirus" befallen, die sich "noch alles leisten
    können", aber lieber "horten"..

    HH
  •  11-06-2008, 13:23 18576 Antwort zu 18555

    HofmannM ist nicht online. Letztmals aktiv: 18-07-2008, 13:14 HofmannM
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 187
    @Sybillas_Augen
    Die momentane Inflation in Deutschland beruht doch auf steigenden Energiekosten. Diese Energiekosten wurden von unserer Politik gewollt in die Höhe getrieben. Die unsinnige CO2 Panikmache und den damit verbundenen Energieeinsparungen mit gleichzeitiger künsllicher Verknappung von Energie. Die deutsche Politk will keine Kernkraft bzw. Kohlekraft mehr und verknappt damit weiterhin das Stromangebot in Deutschland. Somit wird die Stromnachfrage auch immer mehr werden in Deutschland mit der Folge, dass Strom gewollt teuerer für den Bürger (Steuerzahler) wird. Um Energiekosten unten zu halten, benötige ich MEHR Stromangebot gegenüber Stramnachfrage. Nur dann kann wieder ruhe bei der jetzigen Inflationshysterie einkehren. Ein weiterer Punkt kommt noch hinzu und zwar die Spekulanten bei Öl und Gas nutzen momentan (vielleicht auch von einigen Staaten so gewollt) die Panik im Markt auf und Kaufen weiterhin Öl und Gas auf. Somit wird der ÖL und Gas Preis weiter künstlich in die Höhe getrieben. Eine klassische Spekulantenblase entsteht hier momentan an der Börse. Bis Ende des Jahres dürft die jedoch fürs erste platzen.