Der Plan ist übererfüllt - Arbeitslosigkeit sinkt laut Arbeitsverwaltung durch Hartz IV um 1,7 Millionen

Letzter Beitrag 13-10-2008, 19:19 von Aufklärung08. 77 Antworten.
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  •  17-05-2008, 0:15 17512 Antwort zu 17455

    Die neoliberalen Arbeitsmarkt - Reformen bedeuten für viele Arbeitnehmer das früher oder später aufgrund prekärer Arbeitsverhältnisse in Armut abrutschen.

    Der Weg in Krankheit und Altersarmut ist vorgezeichnet.

    Landesbischöfin: Kinder in Armut bei Einschulung unterstützen

    Der Zweiklassenstaat. Wie die Privilegierten Deutschland ruinieren.

    Bundesrechnungshof bestätigt DGB-Position: Ein-Euro-Jobs werden missbraucht

    Aufschwung nur ein "Scheinsieg“

    Mindestlohn, Armutslohn, gar kein Lohn

    Working Poor in Deutschland - Trotz Doppeljobs leben viele Menschen an der Armutsgrenze

    Das Burnout-Syndrom -„Wenn man eine Kerze an beiden Seiten anzündet, mag sie eine Zeit doppelt so viel Licht spenden - aber sie ist auch doppelt so schnell abgebrannt!" Myron Rush

    THEMA: DGB WARNT VOR ALTERSARMUT
    Zeitbombe Rente



    Die Obrigkeiten der Politik lassen in vielen Medien die frohe Botschaft des gefühlten Wirtschaftswachstum verkünden. Es ist zwar kein Wachstum das im Vergleich zum Vorjahr erzielt wurde. Es ist kein Wachstum dass besonders stark wäre. Nein die Wirtschaft verzeichnet ein Quartalswachstum von enormen 1,5 % ich frage mich wann kommt der Monats- oder Wochenvergleich – Dann heißt es die Wirtschaft ist in der letzten Woche um x,x % gewachsen. Eine gefühlt positive Meldung mit NULL Aussagekraft weil in kurzen Zeiträumen immer wieder Sondereffekt auftreten. So auch im 1. Quartal 2008

    Aber wie erleben die Bürger, die Fakten der Lebensrealität die nicht durch statistische Winkelzüge beeinflussbar ist.

    Zuerst ein Blick auf die Kinder

    Die Einschulung eines Kindes kostet mit Schulranzen, Arbeitsmaterial sowie Schreibtisch, Stuhl und Leuchte rund 600 Euro. Wenn ein Kind von Eltern im Niedrigstlohnbereich oder von Eltern die als (Aufstocker) ergänzendes ALG II erhalten eingeschult werden sind diese 600 Euro nur schwer finanzierbar. Falls Eltern nur die Grundsicherung Hartz IV- ALG II erhalten sind sie außer Stande diese Einschulungskosten zutragen.

    Landesbischöfin: Kinder in Armut bei Einschulung unterstützen


    Bildung sei ein zentraler Punkt im Kampf gegen Armut, leider erhalten die Kinder aus armen Familien aufgrund fehlender finanzieller Mittel die schlechtesten Startchancen für eine gute Bildung.

    Karl Lauterbach schreibt in den Buch: Der Zweiklassenstaat. Wie die Privilegierten Deutschland ruinieren. „Die in Deutschland grundgesetzlich verbürgte Chancengerechtigkeit ist in Wirklichkeit nicht vorhanden.“

    Falls es in Deutschland etwas zu verteilen gibt das muss das in die Bildung unserer Kinder investiert werden im Besonderen in die Bildung der Kinder aus prekären sozialen Verhältnissen. Aber nicht in die Diätenerhöhung der Bundestagsabgeordneten.

    Warum leben in Deutschland so viele Kinder in Armut?

    Der Grund dafür findet sich ohne jeden Zweifel in den Arbeitsmarktreformen und der Folgen.

    Die Hartz IV Grundsicherung die einen Regelsatz von 347 Euro bei Kindern 80 % bzw 60% des Regelsatzes festlegt, gestattet nur ein Leben mit Grundbedürfnissen kulturelle oder soziale Aktivitäten sind mit diesen Regelsätzen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht möglich.

    Auch das Konstrukt der Ein Euro Jobs schadet den Arbeitsmarkt mehr als es den einzelnen durch eine Arbeitsgelegenheit nützt.

    Bundesrechnungshof bestätigt DGB-Position: Ein-Euro-Jobs werden missbraucht
    DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach bezeichnete das Ergebnis der Bundesrechnungshof-Prüfung als "schallende Ohrfeige für die Politik". Sie kritisierte, dass die Bundesregierung nicht tätig geworden sei, obwohl der Rechnungshof die Praxis bei den Ein-Euro-Jobs schon im letzten Jahr bemängelt hatte.
    In zwei Dritteln aller Fälle seien die Fördervoraussetzungen nicht erfüllt, meist handele es sich zudem bei den geförderten Tätigkeiten um reguläre Aufgaben der öffentlichen Hand. So sollten reguläre Arbeitskräfte gespart oder haushaltsbedingter Personalmangel ausgeglichen werden, berichtet die Bonner Finanzkontrollbehörde.
    Keine Überprüfungen der Maßnahmen
    Neben Mitnahme von Fördergeldern in sechs von zehn Fällen, kritisiert der Rechnungshof ferner einen lockeren Umgang mit Geld im Hinblick auf die "Freien Eingliederungsleistungen" - hier flossen 2007 600 Millionen Euro in zumeist nicht innovative Förderungen oder ungeeignete Ausbildungsmaßnahmen. "Die Grundsicherungsstellen", so der Bundesrechnungshof in seinem Prüfbericht, unterließen es grundsätzlich, den Erfolg und die Wirkung der einzelnen Maßnahmen zu überprüfen.
    http://www.dgb.de/2008/05/ein_euro_job/


    Als ebenfalls völlig fatal zeigt sich das Konstrukt des ergänzenden ALG II (Aufstocker) die Solidargemeinschaft der Steuerzahler wird mit rund 3 Mrd. pro Jahr zur Kasse gebeten nur damit die Grundsicherung von rund 1,3 Mio Aufstockern abgesichert wird.
    Das „Aufstocker“ nur minimale Rentenanwartschaften erhalten ist ein nicht zu vernachlässigender Nebeneffekt.

    Aufschwung nur ein "Scheinsieg“
    Linke Ökonomen warnen vor Schönfärberei: Deutschland sei viel zu stark von Exporten und damit von der Lage in anderen Ländern abhängig.

    Berlin - Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik sieht Deutschland in eine Rezession abrutschen, wenn kein grundsätzliches Umdenken stattfindet. Den derzeitigen Aufschwung bezeichneten die linken Wirtschaftswissenschaftler, die ihr Memorandum 2008 am Montag in Berlin vorstellten, als „Scheinsieg“. „Es gab quantitative Zuwächse, aber ihre Qualität spottet jeder Beschreibung“, sagte Heinz-Josef Bontrup. So sei die Arbeitslosigkeit 2007 gegenüber dem Vorjahr zwar gesunken, dafür bezögen mehr als ein Fünftel aller Erwerbstätigen Niedriglohn. „Bei dieser Beschäftigungsart steht Deutschland an der kontinentaleuropäischen Spitze“, sagte Karl-Georg Zinn.


    Dieser „Scheinsieg“ zwingt immer mehr Arbeitnehmer in mehrere Jobs/Minijobs (Working Poor)



    Working Poor in Deutschland - Trotz Doppeljobs leben viele Menschen an der Armutsgrenze


    Working Poor in Deutschland trotz Doppeljobs leben viele Menschen an der Armutsgrenze Um fünf Uhr morgens trägt Tanja Schomann Zeitungen aus. Das ist der erste ihrer beiden Jobs, denn die Frau gehört zu den Millionen Menschen, die heute in Deutschland für einen Billiglohn arbeiten. Um sieben Uhr weckt sie ihre Kinder. Die gemeinsame Zeit ist kostbar, denn schon bald nach dem Frühstück muss die allein erziehende Mutter zu ihrer nächsten Arbeit, einem Vollzeitjob als Putzfrau.


    Und auch die Folgen dieses „Scheinsieges“ werden die Arbeitnehmer und die Beitragszahler teuer bezahlen.


    Das Burnout-Syndrom

    „Wenn man eine Kerze an beiden Seiten anzündet, mag sie eine Zeit doppelt so viel Licht spenden - aber sie ist auch doppelt so schnell abgebrannt!" Myron Rush

    Burnout bedeutet "ausgebrannt sein" und ist das Endstadium eines langsam schleichenden Prozesses. Kein kurzfristiger Zustand, sondern eine lang andauernde EMOTIONALE UND GEISTIGE ERSCHÖPFUNG.
    Es ist die Folge von dauerhaften negativem Stress und dem Verbrauch der inneren Leistungsreserven. Ein jahrelanges Missverhältnis zwischen den Leistungsanforderungen an sich selbst, den Anforderungen der beruflichen und privaten Umwelt, dem eigenen Energiehaushalt und den erlernten Bewältigungsstrategien. Durch eine härter werdende Arbeitswelt wird dieser Prozess noch unterstützt. Immer mehr Mischen erwischt es.
    http://www.das-burnout-syndrom.de/


    Natürlich fallen viele der im Niedrigstlohnbereich beschäftigten auch in Altersarmut

    Ein heute 40 jähriger der heute 1000 € Rente erworben hat aber heute 1100 € Monatsausgaben hat die er mit der Grundsicherung als Hartz IV Aufstocker abdeckt, hat in 27 Jahren bei einer 2 % igen Inflation einen Rentenbedarf von ca. 1800 € und somit einer Unterdeckung von ca. 800 € durch das arbeiten im Niedrigstlohnbereich als Hartz IV Aufstocker steigt die gesetzliche Rentenhöhe nicht weiter an sondern sinkt aufgrund der Rentenformel weiter ab.
    Alleine um die Rentenlücke von 800 € zu schließen müsste ein heute 40 jähriger bei einer Nettorendite von 5,5 % rund 400 € pro Monat private Rentensparrate leisten.
    Das ist ein für einen Hartz IV Aufstocker nicht zuleisten Altersarmut ist vorprogrammiert.


    Rentenrechner:


    THEMA: DGB WARNT VOR ALTERSARMUT
    Zeitbombe Rente


    Was hilft diesen Kinder,Arbeitnehmer, Rentner ein Quartalwachstum der deutschen Wirtschaft von 1,5 %?

    NICHTS !!!
    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
  •  17-05-2008, 9:40 17518 Antwort zu 17491

    @BäckerBullerjahn

    "Wenn man im Ausland unsere Lohnentwicklung mit Sorge betrachtet, warum wollen sich so viele Ausländer an unseren Fleischtöpfen nähren?"

    Der Spanier will in Spanien gutes Geld verdienen der Italiener in Italien, der Portugiese in Portugal... .
    Und nebnebei bemerkt: wenn Sie das nächst mal Essen gehen- ich mein jetzt nicht bei Hans oder Lisa von der Currywurstbude -
    dann werfen Sie mal eine Blick in die Küche. In den Großtstädten arbeiten da kaum noch "Deutsche".
    Und wenn Sie den Lohn für die stressige Arbeit in der Küche erfahren, dann wissen Sie auch warum.
  •  19-05-2008, 13:19 17572 Antwort zu 17512

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 27-11-2008, 7:54 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 860
    Wem und was hilft die ausgewählte, manipulierende Aufzählung von Sybilla? Wer hat das überhaupt zu Ende gelesen?

    ____________________________________________________________________________________
    Jene werden historisch hoch angesehen, die selber anfassen, statt auf der Soziwelle schwimmen zu wollen!
  •  19-05-2008, 13:29 17575 Antwort zu 17455


    @Realist

    "Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 1,5 %! Mehr als in den letzten 12 Jahren!!! "

    Aufgrund des milden Winters. "TOLL"

    "Arbeit ist da! Reichlich! "

    Genau, sie wird von Renditegierigen Unternehmenslenkern auf immer weniger Leute verteilt,
    die sich dann krank rödeln, während andere Däumchen drehen.

    "Mangelnde Qualifikation, mangelnde örtliche Beweglichkeit, mangelndes Interesse an Arbeit und gemesen am Output zu hohe Lohnkosten verhindern manchen Arbeitsvertrag! "

    Zu hohe Lohnkosten, das Märchen erzählen die Neoliberalen schon seit Jahren. Man beachte die Entwicklung der
    Unternehmensgewinne, den Export, die Lohnkosten im Vergleich zu den Skandinaviern und deren Entwicklung. Zu hohe Löhne? Quatsch mit Soße.


    "Man war in den letzten Jahren auf dem richtigen Weg! "

    Auf dem Holzweg war man, daher auch die Ergebnisse des Armutsberichts: Wer der Meinung ist das Minus bei Rentern richtig ist,
    die Zunahme von Niedriglöhnern wünschenwert, der Rückgang der Lohneinkommen am Volkseinkommen korrekt etc. etc..
    sitzt offnenbar zu fest im Sattel und blickt von oben herab aufs niedere Volk, das sich mit Krümeln zufrieden geben soll.
    Bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall.



  •  20-05-2008, 8:33 17622 Antwort zu 17575

    Gallikus ist nicht online. Letztmals aktiv: 05-12-2008, 14:40 Gallikus
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 20-11-2007 Beiträge 174
    summerset:

    Aufgrund des milden Winters.

    Nicht nur!

    summerset:

    Genau, sie wird von Renditegierigen Unternehmenslenkern auf immer weniger Leute verteilt,
    die sich dann krank rödeln, während andere Däumchen drehen..

    Man muss dran arbeiten, dass Däumchendrehen nicht prämiert wird, das sehe ich aucxh so wie Sie.

    summerset:

    "Mangelnde Qualifikation, mangelnde örtliche Beweglichkeit, mangelndes Interesse an Arbeit und gemesen am Output zu hohe Lohnkosten verhindern manchen Arbeitsvertrag! "
    Zu hohe Lohnkosten, das Märchen erzählen die Neoliberalen schon seit Jahren. Man beachte die Entwicklung der
    Unternehmensgewinne, den Export, die Lohnkosten im Vergleich zu den Skandinaviern und deren Entwicklung. Zu hohe Löhne? Quatsch mit Soße..

    Wie bitte? Wenn der Output in Relation zu den Lohnkosten stimmt, ist jeder Unternehmer zu Einstellungen bereit! Wenn er nicht stimmt, dann nicht. Das ist ja wohl unbestreitbar. Oder auch: Wer sein Geld wert ist, sollte es bekommen. Wer nicht, dürfte kaum eine Chance haben - ohne den Staat. Wollen Sie die Grundprinzipien wirtschaftlichen Handelns für Unternehmen aushebeln? Gehälterniveau über Output? Wie lange wird das wohl gutgehen??? ;-)

    summerset:

    Man war in den letzten Jahren auf dem richtigen Weg!


    Stimmt, was die Wirtschaft angeht ist jedoch noch viel zu tun! Sonst machen uns z.B. die Chinesen Beine! Auch über angemessene Verteilung muss man reden. Sozialisten, Gewerkschaftler, SED-Mitglieder (heute die Linke) oder Klassenkämpfer jeder Art sind in der Diskussion aber nicht zu ernst zu nehmen. Diese Leute geben vor, an andere zu denken, dabei aber wirtschaften die alleine zugunsten der eigene Taschen. Das nennt man zuweilen auch Heuchelei! Dieser "Herr Hansen" hat ja gerade vorgemacht, was man von diesen Menschen so halten muss. Zugleich hat er eine deftige Portion seiner eigenen fehleinschätzungen für Jedermann erkennbar gemacht. Ein Musterbeispiel für die Unzulänglichkeit und die Verlogenheit der o.a. Meschpoke! Wenn das Volk auf diese Typen setzt, dann ist es verraten! Setzt es aber auf "Leistung" "Output", "Bildung", Fähigkeiten", "Fleiß" usw., dann sind das zunächst mal gute Berater!

    Einen schönen und schaffenskräftigen Tag wünscht Ihnen

    Ihr Gallikus
  •  20-05-2008, 9:29 17626 Antwort zu 17622


    @Gallikus

    "Wie bitte? Wenn der Output in Relation zu den Lohnkosten stimmt, ist jeder Unternehmer zu Einstellungen bereit! Wenn er nicht stimmt, dann nicht."

    Der Output lässt sich in vielen Fälle nicht bemessen. Nicht jeder verhökert Riester-Renten. Der "Output" soll in dem meisten Firmen
    von einer Anzahl Leute beschafft werden, die gar nicht ausreicht. War bisher in JEDER Firma , in der ich arbeitete, so. Langfristige Demotivation. Wer mir da noch mit Corporate Identity kommt, den lache ich aus. Gut das es noch das soziale Netz gibt. Da muss sich nicht jeder jeden Sch... gefallen lassen. Schon mal darüber nachgedacht?
    Vor allem in AG´s: großko... Vorstände, die ja angeblich wissen was Sache ist, meinen, Sie geben mal die Marschrichtung X vor
    und dannn läuft das schon. Und das nachdem 5, 10, 15 % der Belegschaft vorher rausgehauen wurden (da geht dann der Aktienkurs hoch
    und es gibt Belohnung für den tolle Manager- Klasse).

    " Wer sein Geld wert ist, sollte es bekommen. "

    Wer kriegt denn Geld derzeit in unserer Gesellschaft, haben Sie sich mal mit den Entwicklungen beschäftigt?
    Sieht nicht so aus.

    " Gehälterniveau über Output? Wie lange wird das wohl gutgehen???"

    Klappt doch gut bei den DAX-Vorständen.

    "Man war in den letzten Jahren auf dem richtigen Weg! "

    Sieht man ja an der schlechten deutschen Entwicklung im europäischen Vergleich, dass duies nichtd er Fall ist.


    " Sonst machen uns z.B. die Chinesen Beine! "

    Wie naiv, sie könne 24 Std am Tag arbeiten, das nützt ihne im Vergleich zu den Chinesen gar nichts.
    Entweder man haut da rein oder wir sind die Opfer.

    "Auch über angemessene Verteilung muss man reden."

    Allerdings: gegenwärtig zugunsten der Unternehmen und Vermögenden, das muss geändert werden.
    man braucht keine 3 Yachten, 6 Autos etc.. .

    "...nicht ernst zu nehmen."

    Sie haben Angst vor der Wahrheit. Sie möchten gerne glauben,was Ihnen Ihre Bosse jede Woche in der Teamsitzung verkaufen,
    damit Sie es anderen verkaufen. Sie sitzen in der Falle u.halten die Fahne hoch. Ihre "Kommandanten schicken Sie an die Front
    um Sie zu verheizen und Sie merken es nicht einmal.

    " Setzt es aber auf "Leistung" "Output", "Bildung", Fähigkeiten", "Fleiß" usw., dann sind das zunächst mal gute Berater! "

    Sprüche wie aus der Finanzfuzziebranche.


  •  20-05-2008, 10:05 17628 Antwort zu 17512

    HofmannM ist nicht online. Letztmals aktiv: 05-12-2008, 13:08 HofmannM
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    @Sybillas_Augen

    Seien Sie doch nicht so umständlich und birngen Sie die Herausforderung der zukünftigen Arbeitssuchenden in Deutschland auf den Punkt!
    Ohne geordnete Familienverhältnisse, ein allgemeinwissendes Elternhaus und eine damit verbundene gute Aus- und Weiterbildung seiner Kinder, wird es in unserer Gesellschaft immer schwierig bleiben am geistigen und materiellen Reichtum teilzuhaben.

    In erster Linie sind die Eltern für Ihr wohlergehen Ihrer Kinder zuständig. Erst danach hat der Staat einzugreifen. Man hat doch die meisten Deutschen Arbeitnehmer in den letzten Jahrzehnten bewusst an den Staat gebunden und damit abhängig vom eigenständigen risikobehafteten Denken gemacht. In Deutschalnd wird doch erst immer noch nach dem Staat geschrien und das Eigenverantwortungsbewusstsein ist bei den meisten Deutschen Arbeitnehmern nicht vorhanden.

    Wissen ist Macht und wer dieses Wissen richtig einsetzt, wird in Zukunft kein Problem haben mit einer gut bezahlten Arbeit und das nicht nur in Deutschland!
  •  20-05-2008, 14:46 17646 Antwort zu 17626

    Gallikus ist nicht online. Letztmals aktiv: 05-12-2008, 14:40 Gallikus
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    @ Summerset

    "Der Output lässt sich in vielen Fälle nicht bemessen"

    Ach, dass da so wenig geleistet wird, hatte selbst ich nicht gedacht. Vielleicht hätte ich daran denken sollen, dass Sie als Robin Hood der Ausgebeuteten die Basis wirklich kennen müssen.

    Was übrigens ist die von Ihnen zitierte "Finanzfuzzibranche"?

    Mir klingt zuviel Neid aus Ihren Ausführungen. Deshalb: Adieu!
  •  21-05-2008, 8:46 17685 Antwort zu 17575

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 27-11-2008, 7:54 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 860
    summerset:

    Wer der Meinung ist das Minus bei Rentern richtig ist,
    die Zunahme von Niedriglöhnern wünschenwert, der Rückgang der Lohneinkommen am Volkseinkommen korrekt etc. etc..
    sitzt offnenbar zu fest im Sattel und blickt von oben herab aufs niedere Volk, das sich mit Krümeln zufrieden geben soll.
    Bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall.


    Was habe ich mit diesen Ausführungen zu tun, die Sie an mich richten? Aber, um erhlich zu sein, es interessiert mich nicht wirklich!
  •  21-05-2008, 18:32 17718 Antwort zu 17628

    Offiziell vermeldeten die Medien im Gleichklang, dass 13 Prozent der Deutschen arm und weitere 13 Prozent durch Sozialleistungen davor bewahrt werden, in diese Gruppe zu fallen.

    Der Armutsbericht der Bundesregierung beruht auf einheitlichen, europäischen statistischen Vorgaben und Datenreihen die bis 2005 erhoben wurden. Arm ist, so definiert es die EU, wer als Alleinlebender weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verdient, das sind in Deutschland 781 Euro netto.

    Dazu sollte man wissen das die Bruttolöhne und -gehälter in den Jahren zwischen 2002 und 2005 real von durchschnittlich 24.873 Euro auf 23.684 Euro und damit um 4,7% zurück gingen

    In der Folge sank die die 60 % Armutsgrenze von 938 Euro auf 781 Euro was in sich etwas unlogisch erscheint, weil die Lebenshaltungskosten und Mieten weiter angestiegen sind. Nach dieser Definition führt sinkendes Durchschnittseinkommen der Arbeitnehmer zu sinkender Armut. Das hat natürlich nichts mit der Armut der Lebenswirklichkeit gemein die viele Bürger/innen täglich ertragen müssen.

    Legt man einen sozialkulturellen Warenkorb zugrunde und setzt diesen Wert für 2001 mit 938 Euro an, so ist dessen Wert bezogen auf einen Singlehaushalt von 2001 – 2005 um 5,5 % (Lebensunterhalt, Konsum) gestiegen, das heißt das die Armutsgrenze wäre unter dieser Betrachtung von 938 Euro (2001) auf ca. 989 Euro (2005) gestiegen.


    Armutsrisikogrenze - Armutsrisikoquote
    In diesem Bericht wird die zwischen den EU-Mitgliedstaaten vereinbarte Definition
    einer „Armutsrisikoquote“ zugrunde gelegt. Sie ist definiert als Anteil der Personen
    in Haushalten, deren „bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen“ weniger als
    60% des Mittelwerts (Median) aller Haushalte beträgt. Das Nettoäquivalenzeinkommen
    wird ermittelt als gewichtetes Pro-Kopf-Einkommen, abgeleitet über die neue
    OECD-Skala. In Deutschland beträgt die so errechnete Armutsrisikogrenze 938
    Euro (Datenbasis EVS 2003).
    http://www.sozialpolitik-aktuell.de/docs/Lebenslagen%20in%20Deutschland_Bericht.pdf


    Nach der Definition des sozialkulturellen Warenkorbs ist die Armut in Deutschland weit stärker gestiegen als das im 3. Armutsberichts suggeriert wird.

    Nun treten die neunmalklugen Kommentatoren auf den Plan die der Meinung sind das die „Aufschwungjahre 2006 und 2007“ in denen die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit um ca. 1,5 Millionen gesungen sei, eine positive Tendenz eingeläutet hätten. Aber der Rückgang der Arbeitslosigkeit täuscht; er ist lediglich der Schaffung von 6,5 Millionen Niedriglohnjobs und Ein Euro Jobs geschuldet.

    Natürlich werden die stagnierten Reallöhne und die Millionen von Niedrigstlohnjobs und Ein Euro Jobs die durchschnittlichen Bruttolöhne weiter absinken lassen und somit auch die 60 % Armutsgrenze.

    Merke niedriger die durchschnittlichen Bruttolöhne entsprechen weniger Armut unter der meines Erachtens statistisch willkürlich festgelegten 60 % Armutsgrenze.

    Natürlich steigt die Armut in der Wirklichkeit der Realität weiter dramatisch an, denn die Armut der Realität zeigt sich in der Lebenswirklichkeit der Menschen am Wert des sozialkulturellen Warenkorbs und dieser ist für einen Singlehaushalt seit 2005 um weitere 2,9 % (Lebensunterhalt, Konsum) bis 2007 angestiegen das heißt von 989 Euro in 2005 auf 1027 Euro in 2007

    Nein ich spreche nicht vom Elend in anderen Ländern ich spreche von der Armut in Deutschland aufgrund des sozialkulturellen Warenkorbs. Natürlich erhalten Hartz IV eine Grundsicherung 347 € + Miete die ihnen Lebensmittel, Kleidung und eine warme Wohnung gewährt. Was durch Hartz IV nicht oder nur sehr eingeschränkt (Aufstocker, Niesrigstlohnjobs) ermöglicht wird, ist die Teilnahme am sozialkulturellen Gesellschaftsleben. Die Gruppe der Armen und von Armut bedrohten sind nach meiner Einschätzung eben nicht nur jene ca. 26 % die im 3. Armutsbericht genannt werden sondern alle die in 2007 weniger als den Wert des sozialkulturellen Warenkorbs (Singlehaushalt 1027 Euro) als Netto – Einkommen erzielen konnten.

    Ein Mindestlohn auf westeuropäischen Niveau von ca. 8,30 €/Std. (Brutto) entspricht den Wert des sozialkulturellen Warenkorbs.

    Abschließend möchte ich noch erwähnen das der meines Erachtens weinerliche Auftritt von Frau Ministerin im ZDF - Morgenmagazin Schavan gegen Diäten-Diät in meiner Gefühlswelt die sich an der Lebenswirklichkeit der Bürger/innen orientiert sehr wenig Mitleid auslösen konnte.
    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
  •  22-05-2008, 14:10 17739 Antwort zu 17718

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 27-11-2008, 7:54 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 860
    @ Sybilla

    Vergessen Sie bei allen Statisiken nicht, dass unsere "Armut" in sehr nahen Ländern wie Polen, Tschechien oder Slowakei Reichtum darstellen würden Dort verdient man bei dem als gut angesehenen Arbeitgeber VW beispielsweise als heimischer Ingenieur auch deutlich weniger ....!

    Unsere Armutsgrenze ist von uns für uns definiert worden. Sie ist zum Jammerinstrument der Untätigen verkommen!

    Was ist der "Sozialkulturelle Warenkorb"? Bei der Teilnehme am sozialkulturellen Leben, ob im Kirchenchor, der Stadtbücherein, dem Elternbeirat oder bei der "Stadtteilwoche", kenne ich fast Jedermann genau. Von den "Armen" habe ich dort noch nie einen getroffen - obgleich das jeweils kostenfrei ist!!!

    Man sollte sein Mitleid wohl dosieren.
    ___________________________________________________________________________________

    Jene werden von der Gesellschaft hoch angesehen, die selbst anfassen, anstatt von Anderen zu fordern!
  •  23-05-2008, 11:26 17770 Antwort zu 17739

    Ich fürchte bei 5/7 der deutschen Bevölkerung kommt der multimedial verkündete "Aufschwung" nicht oder nur sehr gedämpft an.

    Nach den erschreckenden Fakten des 3. Armuts- und Reichtumsbericht lässt die Obrigkeit in Wirtschaft und Politik durch die Medien im Gleichklang eine positive Stimmung in der Wirtschaft (IFO – Index) und höhere Steuereinnahmen im 1. Quartal verkünden.
    Natürlich ist das Quartalswachstum von Wirtschaft und Steuereinnahmen den Sondereffekten des 1. Quartal 2008 geschuldet. (z.B. ist durch das frühe Osterfest der Sondereffekt der Urlaubsreisen über die Oster-Feiertage vom sonst üblichen 2. Quartal in das 1. Quartal gerückt, ein weiterer Sondereffekt ist der ausgefallene Winter usw.)

    Aber lassen wir den Obrigkeit in Wirtschaft und Politik die Freude am gefühlten Aufschwung, der vor allem im Export realisiert wird (Der Einzelhandelumsatz ist auch im 1. Quartal 2008 dramatisch eingebrochen alleine im März um gut 6 %. Von der erhofften und erwarteten Belebung des privaten Konsum fehlt weiterhin jede Spur.

    Denn ob die Wirtschaft im Quartal um 0,5 % oder 2 % wächst oder ob die Steuereinnahmen aufgrund der höchsten Steuererhöhung seit urvordenklichten Zeiten ansteigen ist für 3/7 der Bevölkerung nach meiner Einschätzung ohne Bedeutung (Erhöhung der MwSt. und Versicherungssteuer um 3 % Prozentpunkte, Pendlerpauschale nur noch ab dem 21. KM und Wegfall der Eigenheimzulage) sowie die zusätzlichen MwSt. Einnahmen die durch den exorbitant hohen Spritkosen entstehen (Bei einen Benzinpreis von 1,25 € sind ca. 20 Cent MwSt. enthalten bei einen einem Benzinpreis von 1,50 € sind es 24 Cent der Staat kassiert pro Liter 4 Cent an zusätzlicher MwSt.

    1/7 der D Bevölkerung lebt laut 3.Armutsbericht in Armut. (z.B. Personen die im Sinne des SGB II nicht anspruchsberechtigt sind)
    1/7 der D Bevölkerung ist laut Armutsbericht von Armut bedroht. (z.B. ALG II Berechtigte, Rentner, Kinder)
    1/7 der D Bevölkerung erzielt weniger Einkommen als den Wert des sozialkulturellen Warenkorb (weniger als ca. 1350 € Brutto 8,30 Euro/Std. Singlehaushalt zum Beispiel ALG II „Aufstocker“ und Beschäftigte im Niedrigstlohnsektor, Rentner, Kinder)



    3/7 der D Bevölkerung profitieren in den derzeitigen Strukturen weder von einem Wirtschaftswachstum noch von einen Anstieg der fiskalischen Steuereinnahmen. Im Gegenteil diese 3/7 der D Bevölkerung werden immer mehr durch Zuzahlungen im Gesundheitsbereich und ausbleibenden Rentenerhöhungen belastet. So steigt die Rente um lächerliche 1,1 % und der Präsident der Bundesärztekammer Jörg-Dietrich Hoppe spricht Rationierung im Gesundheitswesen.

    Ärztetag fordert offene Rationierungsdebatte


    2/7 der D Bevölkerung bildet die untere Mittelschicht, Selbstständige, Freiberufler, Facharbeiter, Familienbetriebe im Handwerk und Handel diese Bevölkerungsgruppe ist latent von Insolvenz, Auftragsmangel oder dem Abstieg in die Arbeitslosigkeit bedroht. Auch diese Bevölkerungsgruppe wird mit werden immer mehr Zuzahlungen im Gesundheitsbereich und privater Altersvorsorge belastet, diese Bevölkerungsgruppe wird bei der nächsten Bundestagswahl eine Schlüsselrolle einnahmen.

    Solange der „Aufschwung“ nicht in der Bevölkerungsgruppe der unteren Mittelschicht ankommt, sind die "Aufschwung" Zahlen mE ohne echte Bedeutung, von den verkündeten Aufschwung partizipieren offensichtlich zur Zeit nur 2/7 der Bevölkerung leitende Angestellten, Beamten, Mittelstand- und Großunternehmer sowie Kapitalbesitzer, und Vertreter diverser Lobbyverbände.
    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
  •  29-05-2008, 14:31 18066 Antwort zu 16830

    Die gesellschaftliche Last der Arbeitslosigkeit oder wie erstellt man eine positive Statistik?

    Geschönte Arbeitslosenzahlen -Seit Kohl wurde getrickst

    Seit Jahrzehnten rechnen Politiker die Arbeitslosigkeit klein - mit beachtlichem Einfallsreichtum und immer neuen Förderprogrammen. Noch jede Regierung hat sich Tricks einfallen lassen, um die Statistik aufzubessern.



    Analyse des BA Berichts Mai 2008:

    Erstellt von Sybilla am 29.05.08 11 Uhr 00
    Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.

    Die Wirklichkeit der Realität

    1.Entwicklung am Stellenmarkt

    Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland

    Chiphersteller Qimonda streicht 600 Stellen in Dresden


    Der Arbeitsmarkt steht auf der Kippe. Im ersten Quartal haben deutsche Großunternehmen angekündigt, knapp 40.000 Stellen streichen zu wollen. Dem steht die geplante Schaffung von nur noch 23.000 neuen Stellen gegenüber. Das geht aus einer Auswertung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hervor, in die alle öffentlich angekündigten Personalstandsveränderungen von mehr als hundert Stellen in der Wirtschaft einbezogen worden sind.
    Folgen der Finanzkrise: Es droht ein Stellenabbau - Konjunktur - Wirtschaft - FAZ.NET



    2. Entwicklung der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit


    Offizielle ermittelte BA - Zahlen des Arbeitsmarkt – Berichts Mai 2008 diese von vielen Medien ohne Detailbetrachtung verkündet werden.

    Mai 2008

    Im Mai 2008 beträgt die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit (mit statistisch erfassten Ein Euro Jobs) 3.591.171 Personen Bestehend aus (3.283.279 Arbeitslose (Seite 45 BA Bericht Mai 08) + * 307.892 Ein Euro Jobs ( BA Bericht Mai 2008 Seite 69)*3) Es ist von einer deutlichen Untererfassung auszugehen, da nur die Informationen darstellbar sind, deren Daten individuell teilnahmebezogen im operativen Verfahren der BA erfasst sind oder von zkT über XSozial übermittelt werden (z. B. haben für 2007 nur ca. 31% der ARGEn Daten zum Einsatz der flankierenden Leistungen erfasst).

    Die Zahl der Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumenten (Seite 69 BA – Bericht 5/08)
    Im Monat Mai stieg die Zahl der in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme auf Zahl 1,55 Millionen Personen an.

    Mit wachsenden Befremden nehme ich zur Kenntnis das viele Medien der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder gar seit Frau Merkels Geburt verkünden. (Dabei werden völlig unterschiedliche Statistiken verglichen – so gab es vor 15 Jahren kein Saisonkurzarbeitergeld keine Ein Euro Jobs und die Arbeitslosenhilfe hatte eine komplett andere Grundlage von Bedürftigkeit als das Arbeitslosengeld II.
    Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, also vor der Neudefinition der Arbeitslosigkeit, durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Die Frage ist; finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitsplätzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitsplätze mit ergänzendem ALG II durch Steuern finanziert? Viele Medien suggerieren mit multimedialen "Jubelmeldungen“ einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt.
    Entgegen der guten Nachricht vom sinken der Arbeitslosigkeit steht die schlechte Nachricht von wachsender Armut der Erwerbstätigen im Niedrigstlohnbereich und wachsende Kinderarmut.

    Ja die statistisch erfasste Arbeitslosigkeit sinkt die Massenarmut steigt, ich denke dass eine Vollbeschäftigung aufgrund von Ein Euro Jobs und Niedrigstlohnjobs in Massenarmut mittelfristig erreichbar ist.

    http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200805.pdf

    Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert

    Arbeit und Soziales/Antwort

    Berlin: (hib/MPI) Von den 2007 durchschnittlich 6,348 Millionen Beziehern von Arbeitslosengeld I (Alg I) und Arbeitslosengeld II (Alg II) sind laut Bundesregierung 3,135 Millionen (49 Prozent) nicht in der Arbeitslosenstatistik registriert. Dagegen seien insgesamt 3,213 Millionen (51 Prozent) arbeitslos gemeldet gewesen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (16/8458) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (16/8131). Außer den Leistungsempfängern habe es noch 686.000 Arbeitslose gegeben, die keine Geldleistungen aus der Arbeitslosenversicherung bezogen. Von allen Arbeitslosen hätten 82 Prozent Leistungen erhalten. Von den durchschnittlich 1,092 Millionen Alg-I-Empfängern im Jahr 2007 seien 26 Prozent nicht in der Arbeitslosenstatistik aufgetaucht, schreibt die Regierung. 225.000 der Alg-I-Bezieher fielen unter die so genannte 58er-Regel, 25.000 der nicht als arbeitslos geführten Personen hätten an einer Trainingsmaßnahme teilgenommen, 26.000 seien arbeitsunfähig erkrankt und 16.000 seien vermindert leistungsfähig gewesen. Kriterien für die Aufnahme in die Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit seien die Arbeitslosmeldung, die Beschäftigungslosigkeit und die Verfügbarkeit. Danach würden etwa Personen, die arbeitsunfähig erkrankt oder dauerhaft erwerbsgemindert sind, nicht als arbeitslos gezählt, "weil sie dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen". Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, waren von den im Jahr 2007 durchschnittlich 5,329 Millionen Alg II-Empfängern 2,473 Millionen (46 Prozent) als arbeitslos registriert und 2,856 Millionen (54 Prozent) nicht als arbeitslos registriert. Eine Zuordnung zu bestimmten Gruppen sei bisher statistisch nur annäherungsweise möglich. Zur Gruppe der erwerbstätigen Hilfebedürftigen ("Aufstocker") mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von mehr als 400 Euro zählten demnach 524.000 Personen. Der Gruppe der "Ein-Euro-Jobber" und Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen wurden demnach 418.000 der als nicht arbeitslos registrierten Alg-II-Bezieher zugeordnet. Ferner seien 484.000 unter-20-jährige und 312.000 über-58-jährige Alg-II-Empfänger statistisch nicht als arbeitslos geführt worden.

    Deutscher Bundestag: Knapp die Hälfte aller Leistungsbezieher nicht als arbeitslos registriert


    [B]Bedarfsgemeinschaften und hilfebedürftige Personen 1) hochgerechnete Werte

    BA Bericht Mai 2008 Seite 21

    Bedarfsgemeinschaften 3.644.000
    hilfebedürftige Personen 7.054.000

    davon:
    erwerbsfähige Hilfebedürftige (eHb) 5.125.000
    nicht erwerbsfähige Hilfebedürftige (nEf) 1.928.000

    SGB II-Quote 10,7
    eHb-Quote 9,4
    [/B]


    Die Zahl der Leistungsberechtigten *vorläufige Werte des BA Berichts Mai Seite 46


    *Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im Mai 2008 _835.491
    *Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im Mai 2008 _5.125.454
    *Die Zahl, der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt im Mai 2008 _ 1.928.349

    = * 7.889.294 Leistungsberechtigte Mai 2008

    *Vorläufig und hochgerechnet, endgültige Werte stehen erst nach einer Wartezeit von drei Monaten fest.


    Sozialhilfeempfänger (Netto-)Arbeitskräftepotenzial Dezember 2004

    Statistisches Bundesamt - Ergebnisse der Sozialhilfe und Asylbewerberleistungsstatistik 2004

    Das Problem der Massenarbeitslosigkeit wird mit dem Problem der Massenarmut ergänzt.

    Aufstocker:
    IAB-STUDIE

    Jeder Fünfte arbeitet für Niedriglohn
    6,5 Millionen Menschen arbeiten in Deutschland für wenig Geld, das sind 22 Prozent aller abhängig Beschäftigten. Im internationalen Vergleich hat Deutschland inzwischen einen hohen Anteil von Niedriglöhnen.
    ...
    http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2008/report2008-01.pdf


    3. Armutsbericht vom 19. Mai 2008 (415 Seiten - 1,53 MB pdf.datei)

    Bestand alle Stellen (Seite 10 BA Bericht 5/08 )

    Bestand
    alle Stellen 579.000
    darunter: Vakanzen 515.000
    ungeförderte Stellen 402.000
    darunter: Vakanzen 353.000
    ungeförderte sozialversicherungspflichtige
    Stellen1) 367.000
    darunter: Vakanzen 323.000

    Der BA sind neben den gemeldeten offenen Stellen noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter bekannt. Viele dieser Stellen sind aber Datendopplungen ein freier Arbeitsplatz, vermehrt sich nicht zu fünf freien Arbeitsplätzen, nur weil er in fünf Stellenbörsen zu finden ist. Zudem werden bereits besetzte Stellen von vielen Jobbörsen erst nach Wochen aus dem Angebot genommen.

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    Quellen der Zahlen:
    BA – Monatsberichte Monatsberichte
    http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200805.pdf
    Erstellt von Sybilla am 29.05.08 11 Uhr 00
    Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden.
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    Tags:
  •  29-05-2008, 15:10 18077 Antwort zu 17770

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    @ Sybilla

    " ....Natürlich ist das Quartalswachstum von Wirtschaft und Steuereinnahmen den Sondereffekten des 1. Quartal 2008 geschuldet. (z.B. ist durch das frühe Osterfest der Sondereffekt der Urlaubsreisen über die Oster-Feiertage vom sonst üblichen 2. Quartal in das 1. Quartal gerückt, ein weiterer Sondereffekt ist der ausgefallene Winter usw.)...."

    Ich habe nur den einen Absatz gelesen und das reicht. Zuviel Unsinn:

    Nicht Urlaub bringt Wirtschftswachstum, sondern die Arbeitstage! Und die waren im 1. Quartal weniger als im Durchschnitt. Macht aber nix, denn die Daten sind saisonbereinigt! Steuereffekte treten erheblich verzögert auf.

    Wer derart viele Quellen zitiert wie Sie, sollte eigentlich wissen, wovon er redet. Das aber ist bei Ihnen offensichtlich nicht der Fall. Ihre Datensammlungen nebst Ihren (persönlichen) Bewertungen sind nicht sachlich!