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Der Plan ist übererfüllt - Arbeitslosigkeit sinkt laut Arbeitsverwaltung durch Hartz IV um 1,7 Millionen
Letzter Beitrag vor 13 Stunden, 8 Minuten von Aufklärung08. 77 Antworten.
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24-06-2008, 15:02 |
@ Yahel
"Sybillas Texte lese ich schon lange nicht mehr. Ihr letzter Absatz bringt es auf den Punkt. - Punkt ;-)"
Daß Sie kein Inhaltsverzeichnis (:-)) lesen wollen kann ich verstehen!!!!!
Aber das scheint mir die Masche der Linken. Sie posten riesenlange Texte in der Sicherheit, daß kein Mensch sie liest.
Und dann können sie behaupten, man würde sich nicht informieren. Daß Linke aber zu starken Argumenten gegen ihre Standpunkte Keine Argumente angeben, wissen wohl die meisten Foristen.
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24-06-2008, 16:19 |
@Sybillas_Augen
Wer Hartz IV so bekämpft wie Sie, dem geht es noch viel zu gut!
Soziale Hängematte verteidigen und die anderen dafür Zahlen bzw. Arbeiten lassen. Wer sich um Arbeit und Weiterbildung kümmert, braucht sich auch keine Gedanken um Hartz IV machen. Aber dann würden Sie wahrscheinlich Arbeitslos bzw. haben nichts mehr in der Hand um die Menschen gegeneinander aufzubringen um das Chaos für einen Umsturtz in unserem Land voranzutreiben.
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24-06-2008, 19:44 |
Hallo HofmannM,
Wer sich um Arbeit und Weiterbildung kümmert, braucht sich auch keine Gedanken um Hartz IV machen.
ne ne, da machen Sie sich das auch ein wenig zu einfach. Da pauschalieren Sie. Es gibt genug Menschen welche sich weiter- und fortbilden - und trotzdem keine Arbeit bekommen. Das liegt auch nur daran, dass mittlerweile Quantität vor Qualität den Vorrang erhält. Sorry, aber Ihre Aussage reicht nicht wirklich. Denken Sie an die Lehrer! Selbst hier hat der Staat - und gerade in Bayern eisern gespart – will das jetzt aber ändern. Also so einfach wie Sie das darstellen ist es nun wirklich nicht. Ich hatte mir einmal die Mühe gemacht – diverse Talk-Shows anzusehen. Was glauben Sie denn wohl, was da für Sprüche gemacht werden. Da sitzen diverse Kandidaten auf dem Stuhl und schreien – was soll ich denn arbeiten gehen, wenn der Staat alles bezahlt. Und da sage ich Ihnen: Wenn ich in der Politik etwas zu sagen hätte gäbe es solche Verhältnisse nicht. Ein Mensch der öffentlich zugibt eigentlich Arbeit finden zu können und sich hinsetzt und rotzfrech den Staat öffentlich noch „VERARSCHT“ würde ich mir persönlich greifen. So geht das natürlich nicht. Aber da scheint das Demokratieverständnis bei den Politikern besonders groß zu sein. Warum das so ist, kann ich Ihnen nicht sagen. Diesen Menschen würde ich in den Hintern treten. Solche Art von Auftritte gehören sich verboten. Es ist eine Beleidigung für die Menschen, welche arbeiten. Sie sollten schon ein wenig differenzieren. Nicht jeder der sich um Arbeit und Weiterbildung kümmert, kann seine Zukunft als gesichert betrachten. Woher nehmen Sie eingentlich die Behauptung.
Freundlichen Gruß
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25-06-2008, 10:27 |
@nightwishman
Ich stehe dazu. Wer sich um Arbeit bemüht und sich weiterbildet brauch sich nicht um Hartz IV kümmern.
Diese Behauptung gründet aus meiner bisherigen Lebenserfahrung. Ohne Ausbildung und Weiterbildung hätte ich jetzt nicht diese Arbeit, die mir Spaß macht. Ohne Fleiß kein Preis! Ein weiterer wichtiger Punkt ist nach meiner Erfahrung noch die Sozialkompitenz. Ohne gewisse Sozialkompitenz schaffe ich es gar nicht in einigen Bereichen der Arbeitswelt hineinzukommen.
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25-06-2008, 10:52 |
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Mein Leben vom Amt:
Als "Sozialhilfekind" damals, habe ich als eine der wenigen Sozialhilfekinder eine Ausbildung abgeschlossen.
Warum ist das so?
Damals wurde das Ausbildungsgehalt 300 DM im ersten Jahr bis 400 DM im 3. Jahr, 40 Stunden Woche incl. samstagsarbeit zu mind. 1/3 angerechnet. Selbst die 17 DM Berufsausbildungbeihilfe die sonst jeder behalten darf, wurden abgezogen.
Also sie müssen eine Ausbildung schon selber machen wollen, etwas lernen wollen, sonst ist es Quälerei.
Von klein auf werden die Kontoauszüge etc. kontrolliert.
Eins meiner Geschwister im Alter von ca. 12-14 war mal Zeitungen austragen für 30 DM, das haben die gemerkt und er musste es erstatten.
Klar warum Sozialhilfeempfängerkinder so gerne arbeiten gehen. Gibt kein Taschengeld, sondern von klein auf Erziehung zur Selbstversorgung.
Nach ener 2. Ausbildung und Studium bin ich dann zu unseren Hochschulabsolventen und Dr. aufgestiegen und habe deren Spielchentreiberei und Elitegefummsel in den unternehmen gesehen. Leute die ab 100 000 Euro verdienen, meinem dann, Mobbingattacken gegen mich führen und Spielchen treiben zu müssen.
Frauen mit Kindern sollen/werden gezwungen Vollzeit arbeiten zu gehen. Wenn sie in den Unternehmen nicht "parieren" werden sie solange Mobbingaktionen ausgesetzt bis sie selber gehen. Sie werden nicht entlassen.
Somit sind sie wieder beim Arbeitsamt gesperrt usw.
Sie erhalen das Gehalt im Unternehmen nicht richtig ausbezahlt usw. und sofort.
So jetzt kommt erst das Arbeitsamt. Das heißt aber: der Kampf geht an anderer Stelle weiter. Jedoch: wenn ich beim Arbeitsamt meine Rechte geltend mache, werden sie bearbeitet. Das ist bei mir der Fall gewesen. Ich kämpfe nicht gegen die Arge. Verstehen sie das?
Sondern gegen die Diktatur und Gewalt in den Unternehmen, in denen mein Berufsleben vorsätzlich ausgebeutet und zerstört wurde.
Die Chefs und Führungskräfte stecken sich das Geld für meine Leistungen ein und tuen so als ob sie mich ausgebildet hätten.
Klar haben die mich ausgebildet: ich kenne jetzt eine breite Variante von Wirtschaftskriminakität. So geht es.
Mariana Mayer
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26-06-2008, 11:34 |
Die einen sehen einen massiven Abbau der Arbeitslosigkeit die anderen meinen in Deutschland gäbe es keine Armut, weil alle von der Grundsicherung aufgefangen werden.
Der Abbau der Arbeitslosigkeit wurde vermutlich vor allem durch folgende Maßnahmen erreicht.
- 1 Euro Jobs
- Bürgerarbeit
- Jobs mit ergänzendem ALG II
- Bedürftigkeitsprüfungen ("vermögende Partner oder "verwertbares Vermögen")
- Verrentung
Andere definieren Armut als Armutsrisiko, ich sage das neben der Definition des Armutsbericht jede/r der Lebensmittel von der „Tafel“ benötigt, weil die Grundsicherung nicht ausreichend gewährt wird, in Armut leben muss. Alles andere ist meines Erachtens polemischer Zynismus der reichen und satten.
Im 2. Armutsbericht wurde die Armutsrisikogrenze 938
Euro (Datenbasis EVS 2003) festgesetzt.
Seite 64…
Armutsrisikogrenze - Armutsrisikoquote
In diesem Bericht wird die zwischen den EU-Mitgliedstaaten vereinbarte Definition einer „Armutsrisikoquote“ zugrundegelegt. Sie ist definiert als Anteil der Personen in Haushalten, deren „bedarfsgewichtetes Nettoäquivalenzeinkommen“ weniger als 60% des Mittelwerts (Median) aller Haushalte beträgt. Das Nettoäquivalenzeinkommen wird ermittelt als gewichtetes Pro-Kopf-Einkommen, abgeleitet über die neue OECD-Skala. In Deutschland beträgt die so errechnete Armutsrisikogrenze 938
Euro (Datenbasis EVS 2003).
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/docs/Lebenslagen%20in%20Deutschland_Bericht.pdf
Im 3. Armutsbericht wurde die Armutsrisikogrenze von 938
Euro (Datenbasis EVS 2003) auf 781 Euro (Datenbasis 2005) abgesenkt.
*Im zweiten Armuts- und Reichtumsbericht betrug die auf Basis EVS ermittelte Armutsrisikoschwelle 938 Euro.
Die hiernach mit 781 Euro um fasst 160 Euro niedrigere Armutsrisikoschwelle ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass bei der EVS der Mietwert des selbstgenutzten Wohneigentums als Einkommenskomponente berücksichtigt wird und bei EU-SILC nicht. Dies ist bei EU-SILC erst für die Zukunft vorgesehen.
Seite 71 Fußnote 32
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/docs/Dritter_Armuts-_&_Reichtumsbericht.pdf
Und Hex hex sind viele Menschen die im 2. Armutsbericht noch als Arm gezählt wurden aus der Armutsrisikogrenze – Armutsrisikoquote verschwunden.
Armutsbericht zeigt massiven Handlungsbedarf
… Die Caritas kritisiert, dass es auch im 3. Armuts- und Reichtumsbericht nicht gelungen ist, zwischen einer sachlichen Analyse und einem wertenden politischen Teil zu trennen. Deswegen schlägt Neher vor, einen unabhängigen Expertenrat vergleichbar dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit der Berichterstattung zu beauftragen. "Wir sind überzeugt, dass dies dazu beitragen wird, nachhaltige Lösungen für dieses gravierende sozialpolitische Problem zu finden", so Neher. Die Vorschläge eines unabhängigen Expertengremiums könnten über alle Parteigrenzen hinweg Gehör finden und eine dringend erforderliche nachhaltige Politik der Armutsbekämpfung und Armutsprävention einleiten.
http://www.presseportal.de/pm/50773/1216882/deutscher_caritasverband_e_v
Ich meine die wachsende Armut ist der Preis der für den „massiven Abbau der Arbeitslosigkeit“ bezahlt werden muss, Menschen kommen zwar in Arbeit aber nicht in Arbeit (Arbeit und Brot) mit der sie ihre und die Existenz ihrer Familie absichern können.
Die Gesellschaft spaltet sich immer schneller, seit dem 2.Weltkrieg wurde in Deutschland die soziale Schere noch nie so weit aufgerissen, als durch die rotgrünen Arbeitsmarktreformen und das verkaufen viele aus Politik und Medien als „tollen“ Erfolg. Denn früher waren die Armen nur arbeitslos jetzt haben die Armen Arbeit im Niedrigstlohnbereich teilweise mit steuerfinanzierten ergänzenden ALG II, die vor allem für die Unternehmen Gewinn erwirtschaftet. ("Sozial ist was Arbeit schafft oder Keine Leistung ohne Gegenleistung das sind die ideologischen Leitwörter der Neoliberalen)
Ich fürchte der Nachteil der Niedriglöhne die mit ergänzenden ALG II + Freibeträge kaum mehr Einkommen als die ALG II Grundsicherung bedeuten und somit die Ursache für Kinderarmut – Familienarmut und Altersarmut sind, wird hingenommen oder durch das Absenken der Armutsrisikogrenze kaschiert.
Natürlich sind die Zahlen des Armutsbericht veraltet - heute ist die Zahl der Menschen in Armut bei weiter höher einzuschätzen - Tendenz steigend.
Die Zeiten in denen jeder der Arbeit hatte auch seine Existenz absichern konnte sind seit den Arbeitsmarktreformen vorbei.
Arbeit + ergänzendes ALG II = weiterhin leben in Armut
Würdige Arbeit
Ich sage unwürdig ist, wenn Personen die Vollzeit arbeiten sich von ihrem Lohn weder ausreichend Brot noch ausreichend Kuchen kaufen können.
Das heißt, wenn diese Personen kein Brot haben, können diese Personen auch keinen Kuchen essen, sondern sie sind auf steuerfinanziertes ALG II angewiesen dass sie nur nach einer Offenlegung ihrer intimsten partnerschaftlichen Verhältnisse und einer akribischen und für viele sehr peinlichen Bedürftigkeitsprüfung beanspruchen dürfen. Dass ist nach meinem Verständnis mehr als unwürdig.
Vor allem stellt sich die Frage woher leiten Unternehmen die Arbeitnehmer mit Anspruch auf steuerfinanziertes ALG II beschäftigen denn Anspruch ab, dass die Solidargemeinschaft der Steuerzahler und nicht die Arbeitgeber den Lohn der von ihnen Beschäftigten Arbeitnehmer bis zur Grundsicherung aufstockt ?
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
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26-06-2008, 19:37 |
@ Sybillas_Augen
In der Vergangenheit sind über Jahre (Mitte der 80er bis über die Jahrtausendwende) hinweg ständig Jobs weggefallen. Welche? Die niedrig qualifizierten!
Deshalb hat sich über Jahre hinweg der Durchschnittslohn erhöht, nur weil die niedriger bezahlten Stellen nach China abgewandert sind. Es ist nunmal so, dass die damals kolportierten "Wohlstandsgewinne" nur durch Wegdrängen einer ganzen Volksgruppe aus dem Erwerbsleben geschuldet sind. Das ist der "Erfolg" der Linken und Gewerkschaften.
Jetzt - genaugenommen seit der MWSt und Einfuhr-USt-Erhöhung - geschieht das Gegenteil!
Es werden neue Stellen geschaffen. Aber natürlich hauptsächlich niedrig qualifizierte Arbeit!
Und wer muss jetzt jammern: Doch nur diejenigen, welche die Benachteiligten in grosser Zahl am Boden sehen wollen, damit man sich ihrer Stimme ermächtigen kann um eigene Vorteile zu gewinnen und die Zahl derer am Boden zu mehren, weil sie als Grundlage des eigenen Erwerbsschemas dienen!
Es gibt nunmal nicht nur Rosinen im Brot, und ohne Mehl kann man nunmal keinen Rosinenkuchen backen!
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Jene, die aufrecht gehen, werden von vielen höher angesehen, als es einigen passt!
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05-07-2008, 11:50 |
"Das ist der "Erfolg" der Linken und Gewerkschaften."
Ist mir nicht bekannt, dass die für eine Verlagerung der Jobs gestimmt haben.
Ich halte den o. a. Zitatinhalt für eine rein hohle Phrase
Können Sie mit jemandem aus China, Indien, Polen, etc. konkurrieren, lohnmässig?
Einige Firmen kommen schon wieder zurück aus China, Russland. War wohl doch nicht so toll.
Und es gibt genügend gut qualifizierte Leute die keinen Job finden oder zu deutlich schlechteren
Konditionen.
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05-07-2008, 11:53 |
"Daß Linke aber zu starken Argumenten gegen ihre Standpunkte Keine Argumente angeben, wissen wohl die meisten Foristen."
Was für starke Argumente? Sehe keine. Ich sehe allerdings viel Bequemlichkeit bei der Herausforderung, mit den Fakten auseinanderzusetzen.
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06-07-2008, 21:14 |
"Ist mir nicht bekannt, dass die für eine Verlagerung der Jobs gestimmt haben. "
Nein, mir auch nicht.
Habe ich auch nicht behauptet.
Es geht darum, dass Unternehmen pleite gingen, weil sie den Flächentariflohn nicht erwirtschaften konnten (Diese Jobs sind dann im übrigen nicht mehr in der Hand dieser "Feudalherren", weil diese gerade zu Pleitiers mutierten). Das ist nunmal häufig genug geschehen und die Gewerkschaften haben dies zugelassen - ist ja klar: wenn der Unternehmer nicht die Mitarbeiter anständig bezahlen kann, muss er zu machen!
Das hat ne Memge Betrieben das Leben gekostet. Die Produkte, die dort hergestellt wurden können Sie heute noch kaufen, werden aber von anderen Unternehmen hergestellt: Schauen Sie sich die Textilindustrie an: da gibt es doch kaum noch Unternehmer "von damals", die heute in China agieren würden. Nee. Die sind Pleite und wenn sie richtig Pech haben auch ein Fall für HartzIV.
Was habe ich behauptet: Der untere Lohnbereich ist über Jahre weggebrochen, weil es dem heiligen Flächentarifvertrag genutzt hat.
Wenn heute neue Jobs geschaffen werden, können das nur solche sein, wie sie damals weggefallen sind: einfache und ehrliche Produktivjobs, die aber leider nicht die Wertschöpfung eines Grosskonzern oder Behörde erreichen.
Diese Funktionäre (der Gewerkschaften) sollen aufhören diese Jobs schlechtzureden, weil sie benötigt werden um was auf die Beine zu stellen.
Und es gibt genügend gut qualifizierte Leute die keinen Job finden oder zu deutlich schlechteren
Konditionen.
Wenn Sie jemanden haben - er soll sich bitte bei mir bewerben! Gut qualifizierte Leute sind in Deutschland schon länger rar. Und was die Konditionen angeht: zu was gesehen bitteschön "deutlich schlechter"?
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07-07-2008, 7:57 |
@ Aufklörung 08
"Ist mir nicht bekannt, dass die für eine Verlagerung der Jobs gestimmt haben.
Ich halte den o. a. Zitatinhalt für eine rein hohle Phrase.
Können Sie mit jemandem aus China, Indien, Polen, etc. konkurrieren, lohnmässig?
Einige Firmen kommen schon wieder zurück aus China, Russland. War wohl doch nicht so toll.
Und es gibt genügend gut qualifizierte Leute die keinen Job finden oder zu deutlich schlechteren
Konditionen."
1.) Ist Ihnen nicht bekannt? Das ist das Problem! Wenn man die Zusammenhänge zwischen Standortfaktoren und Jobverlagerung nicht versteht, kommt man nicht zum richtigen Ergebnis!
2.) Ja, man kann und muss mit der weltweiten Konkurrenz auch konkurrieren. Durch Qualität und Zuverlässigkeit beispielsweise. Auch Know-how oder Innovation haben Voraussetzungen und einen Preis, bei dem man problemlos in Deutschland auch lohnmäßig mit Chinesen konkurrieren kann. Wer allerdings nur einfache "Disziplinen" beherrscht (z.B. weil er wenig gelernt hat und nur Stahlplatten für Schiffe zusammenschweißen kann), tut sich schwer, in Konkurrenz zu den Chinesen.
3.) Dass sich nicht jede Firma in China durchsetzt, ist unbestritten. Die Chinesen liefern den "Krempel" aus eigenen Fabriken - notfalls als Plagiate mit leichten Veränderungen.
4.) Gut qualifizierte Leute, die arbeitswillig und arbeitsfähig sind, haben durchweg einen Job. Jedenfalls die paar Tausend, die ich kenne - die sind allsamt in Lohn und Arbeit! Möglicherweise bestehen aber unterschiedliche Auffassungen was "gut qualifiziert" und was " arbeitswillig und arbeitsfähig" angeht. Da kenne ich einige, die sich selbst und ihre Arbeitswilligkeit sehr weit überschätzen! Da kenne ich Leute, die fragen im Bewerbungsgespräch als erstes nach der Anzahl der Urlaubsstage und bei wem man sich ggf. krank melden muss.
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18-07-2008, 21:31 |
Mancher meint seit den neoliberalen Reformen am Arbeitsmarkt seien 2 Millionen Arbeitsplätze entstanden. Andere sehen nur einen erheblichen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Fakt ist das es rund 7,8 Million Leistungsberechtigte ( Auf den Weg in die Vollbeschäftigung? - 7.764.851 Leistungsberechtigte) gibt.
Bei den zusätzlichen Arbeitsplätzen handelt es sich oft um 1 € Jobs, Bürgerarbeit und Arbeitsplätze im Niedrigstlohnbereich mit steuerfinanzierten ALG II.
Ein Blick in die Sozialkassen im besonderen in die GKV und GRV zeigen sehr schnell auf, dass die zusätzliche Beschäftigung kaum erhöhte Einnahmen in die Sozialkassen fließen läßt.
Das Einnahmeplus der GKV gründet im 1. Quartal 2008 vor allem in der um 2,2 % erhöhten Grundlohnsumme und Beitragserhöhungen.
Das Defizit der gesetzlichen Sozialversicherung betrug im 1.Quartal 2008 3,7 Mrd Euro
Noch schwer wiegender ist das durch die Arbeitsmarktreform das Lohnniveau erheblich abgesunken ist.
Hartz IV - Mit zwei Kindern schon am Rand der Armut
Wie stellt man sich den typischen Hartz-IV-Empfänger vor? Arbeitslos auf jeden Fall, womöglich schon seit Langem und eher schlecht qualifiziert. Doch das Bild hat sich dramatisch gewandelt. Facharbeiter, kleine Beamte, Handwerker: Immer mehr Familienväter mit qualifizierten Berufen geraten in die Hartz-IV-Falle, sprich: ans Existenzminimum. Ein Drittel der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger ist nicht arbeitslos, sondern verdient einfach zu wenig zum Leben.
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Augsburg-Stadt/Uebersicht/Artikel,-Mit-zwei-Kindern-schon-am-Rand-der-Armut-_arid,1282917_regid,2_puid,2_pageid,4490.html
Der in vielen Medien typische Hartz IV Berechtigte, der gering qualifiziert und schwer vermittelbar ist aber drei Handys besitzt und den ganzen Tag vor der Klotze sitzt wird angesichts der Lebensrealität zum untypischen Hartz IV Berechtigten.
Untypisch ist auch, das viele Entscheidungen der Sachbearbeiter der Arbeitsverwaltungen Kommune/ARGE/Jobcenter... von Sozialgerichten überprüft und gekippt werden müssen. Ich fürchte, viele Sachbearbeiter überdehnen ihren vom Gesetzgeber eingeräumten Ermessungsspielraum oder entscheiden mutmaßlich, willkürlich nach Lust und Laune.
Ich denke hier vor allem an die Änderungen bei der Erstellung von Ausgaben/Einnahmen bei Selbstständigen die ergänzend ALG II beziehen.
Selbständig und Hartz-IV
Dies ist die Geschichte eines 46-jährigen, der an das geglaubt hat, was seine Eltern erzählten und mit aufgebaut haben: Die Demokratie in Deutschland. Bevor ich 2004 krank wurde, war ich über 20 Jahre erfolgreich selbstständig bzw. freiberuflich tätig.
Ich vertrat - wie zahlreiche andere Bundesbürger auch - die arrogante Auffassung, dass viele, die langzeitarbeitslos oder Sozialhilfeempfänger sind, es selber schuld seien bzw. auf Kosten des Staates leben - bis auf wenige Ausnahmen wie beispielsweise allein erziehende Mütter. Beispiele dafür finde ich auch heute noch in Leipzig.
Ich war naiv und glaubte seinerzeit, mich würde es nie betreffen, weil ich intelligent, gebildet und erfolgreich sei.
Überlastung der Sozialgerichte durch Hartz-IV-Klagen
Der typische Hartz IV Berechtigte ist Facharbeiter, kleiner Beamte, Handwerker: Immer mehr Familienväter mit qualifizierten Berufen geraten in die Hartz-IV-Falle. Es sind oft Personen, die sich bis vor wenigen Jahren, der Mittelschicht zugehörig fühlten, heute müssen sie und ihre Familien mit einem Einkommen auf Sozialhilfeniveau zurechtkommen.
Durch die exorbitant hohe Inflation rutschen immer mehr Familien in die Nähe der Armutsriskiogrenze.
Wer das Monat für Monat als tollen Erfolg feiert oder als erheblichen Abbau der Arbeitslosigkeit bejubelt, der sollte auch den Anstieg der Armut nicht außer acht lassen.
In Berlin lebt jedes dritte Kind von Hartz IV
Wer einen echten Erfolg - also Vollbeschäftigung und nicht die Beschäftigung aller Arbeitslosen - am Arbeitsmarkt vermelden möchte, der kann das meines Erachtens nur, wenn die zusätzlichen Arbeitsplätze ein Einkommen von mindestens 8 €/Std. beinhalten.
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
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25-07-2008, 1:37 |
Ein imaginärer Aufschwung geht nicht zu Ende er weicht der Realität!
Wir sprechen von einen Aufschwung der nur multimedial im Gleichklang verkündet und von den befragten des Ifo-Index erwartet wurde. Angekommen ist der Aufschwung bei den wenigsten, nur der Export boomt und das war auch in den "ach so schlimmen" Jahren so in denen alle von Rezession sprachen. Die Einzelhandelsumsätze sinken seit Jahren. Selbst im gefühlten "Aufschwung" Jahr sank der private Konsum immer weiter ab.
Ein Aufschwung der für viele nie stattgefunden hat kann kaum bald zu Ende sein. Es geht halt weiter bergab.
Das heißt noch mehr 1 € Jobber noch mehr Bürgerarbeit und noch mehr arbeitsmarktpolitische Maßnahmen/Instrumente sowie eine weitere Ausweitung des Niedrigstlohnsektor bei stagnierenden Renten und sinkenden Reallöhnen.
Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
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25-07-2008, 16:54 |
@Sybillas_Augen
Huhhh... das sind ganz schön lange Beiträge...
1) Klaro auch Angestellte des öffentlichen Dienst - inklusive Politiker - wollen irgendwie zeigen, dass sie "gute" Arbeit leisten....
2) Ich verstehe das Konzept, dass jemand der arbeitslos eine Art Überbrückungsgeld für ein kurzes Zeitfenster gezahlt wird ("Arbeitslosengeld")
3) Ich verstehe nicht warum ein Staat irgendwelchen Leuten dauerhaft ohne Gegenleistung Geld schenkt. ("Hartz4")
4) Ich verstehe nicht warum ein Staat gezielt Anreize setzt um ältere Leute schneller in Rente zu schicken. ("Altersteilzeit")
5) Ich kann einfach keine rationale Erklärung finden warum im Alter von 65 Jahren Menschen aufeinmal nicht fähig zum Arbeiten seien. ("Renteneintrittsalter")
etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.etc.
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10-10-2008, 20:55 |
@ Sybilla, vielen Dank für die klasse aufgearbeiteten Zahlen! Sehr interessant!
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vor 21 Stunden, 33 Minuten |
@Hippo
"Man kann es heutzutage vor dem geschröpften "kleinen" Steuerzahler kaum noch rechtfertigen, daß offensichtliche Schmarotzer auf Staatskosten durchgefüttert werden."
Sie haben Recht: die Milliarden und aber Milliarden, die unfähigen und geldgierigen Finanzinstituten und Ihren Aktionären jetzt hinterhergeschnmissen werden sind durch nichts zu rechtfertigen. Ich warte auch täglich auf die Ankläger, die die Verantwortlichen für eine beispiellose Krise seit Jahrzehnten ebdlich zur Rechenschft ziehen.
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vor 18 Stunden, 27 Minuten |
@ Hippo
@ Aufklärung08
Sie meinen sicherlich auch vor allem die Sozial-Schmarotzer aus aller Herren Länder. Oder ist der Begriff "Schmarotzer" geschützt nach Ihrem Gutdünken? Zu den bisherigen Staatsschulden von rd. 1,6 Bilionen € haben die Banken jedenfalls recht wenig beigetragen.
Betreffend der Finanzkrise müssten Sie vor allem Politiker "greifen". Und natürlich die Führungscrew der Landesbanken. Dort ist das größte Problem. Dass deren Chaos - mitnichten von der Finanzkrise verursacht - nun mit glatt gezogen werden soll, wird den Staat das meiste Geld kosten! Sie, die marode West-LB, Bayern-LB, LBBW und HSH werden die Hauptnutznießer sein. Weiterhin "hollereduliööö" werden die heute zu recht fröhlich singen. Durchschnittsverdienst bei der West-LB rd. 178.000 pro Person !!!!! - also jeder verdient dort üppige 14 Gehälter - und das wird nun auch künftig so sein - dank Staatskente!!!
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vor 13 Stunden, 8 Minuten |
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