Zahl der Leistungsberechtigten SGB III /SGB II bleibt über 8 Mill.

Letzter Beitrag 07-04-2008, 14:12 von Realist. 353 Antworten.
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  •  24-10-2007, 12:52 7002 Antwort zu 6986

    Sybillas_Augen ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-07-2008, 15:09 Sybillas_Augen
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 30-08-2007 Beiträge 94
    Streit um ALG I Viel Rauch um (fast) nichts
    SR, Dienstag, 23. Oktober 2007

    Das merkt auch Herbert P.. Er ist 57 Jahre alt und war drei Jahrzehnte als Lagerverwalter bei der gleichen Firma. Vor sechs Jahren ging der Betrieb in Konkurs - seitdem ist Herbert P. arbeitslos.....

    Mit 400 Euro für zwei Personen muss die gelernte Krankenschwester Elke K., 45, auskommen. Das Einkommen ihrer Lebensgefährtin wird auf ihr Hartz-IV-Geld angerechnet. Ihren Alltag beschreibt sie gegenüber [plusminus:

    "Bevor wir einkaufen gehen, da wird genau überlegt, was man braucht im Monat und wie lange es aushält. Und wenn es nicht reicht, dann muss man mal einen Tag mit trocken Brot leben."

    Diplom-Ingenieur Wolfgang S. ist 56 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen. Seit 2001 ist er arbeitslos:

    "Ich habe damals auf Leute wie mich runtergeschaut. Ich habe mich ganz toll gefunden. Ich habe gut verdient, ich habe sehr, sehr gut verdient. Ich konnte mir das nicht vorstellen. Jetzt sitze ich im Loch drin. Mir ist gesagt worden, ich bin arm - und ich bin arm. Ich kann es nicht ändern."

    http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,gcdpza5nle5wb0f3~cm.asp


    Wer Augen hat der lese

    plusminus: Ist es richtig, dass erst durch eine Verkürzung des Arbeitslosengeldes diese Leute richtig motiviert werden, sich wieder um eine Arbeitsstelle zu bemühen? Können sie diese Einschätzung teilen?
    Prof. Christoph Butterwegge:
    "Es ist absolut lebensfremd anzunehmen, dass jemand, der im Alter von über 50 Jahren arbeitslos wird, in dieser Situation verharren wollte und man auf diese Art und Weise durch Verkürzung der Bezugszeit des Arbeitslosengeldes I Druck auf ihn ausüben muss.

    http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,q1r2dlqfrfj8uw92~cm.asp


    Das ist der Unterschied zwischen den gefühlten Aufschwung am Arbeitsmarkt der Von Politik und vielen Medien verkündet wird und der Realität in der viele Menschen leben müssen.

    Durch Hartz IV wurde in D Armut geschaffen, in Deutschland gibt es wieder Menschen die Hunger erleiden müssen.

    Welche Arbeit wird denn finanziert 0 € Praktika; 1 € Jobs und Niedrigstlöhne wurden mit steuerfinanzierten ALG II subventioniert.

    Die Steuerzahler finanzieren prekäre Arbeitsverhältnisse die von Politik und neoliberaler Medien Welt als Aufschwung am Arbeitsmarkt verkündet werden.

    Vatikan: Besorgt über "prekäre Arbeitsverhältnisse"

    ....Instabile Anstellungsverhältnisse sprächen für einen "ethischen und sozialen Notstand" und unterminierten den Zusammenhalt in der italienischen Gesellschaft, die zu den kinderärmsten in Europa zählt. Vor allem kritisiert Benedikt, dass die Unsicherheit am Arbeitsplatz es jungen Leuten erschwere, eine Familie zu gründen. ...
    http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=162006


    Das Hartz IV Workfarekonzept ist gescheitert ein Workfarekonzept führt immer mehr Menschen in Armut. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 8 € pro Std. sichert ein Arbeitseinkommen das die Existenz sichert und nicht die Gewinne auf Kosten der Steuerzahler maximiert. Die Wirtschaft muss Arbeit oder Arbeitslosigkeit finanzieren.
    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
  •  24-10-2007, 14:42 7007 Antwort zu 7002

    T.B. Ling ist nicht online. Letztmals aktiv: 06-07-2008, 22:10 T.B. Ling
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 17-05-2007 Beiträge 70
    @ Sibyllas_Augen:
    Sie schreiben über einige unglückliche Schicksale.
    Wie kann man denen denn helfen? Sie schreiben, "Hartz IV Workfarekonzept ist gescheitert ein Workfarekonzept führt immer mehr Menschen in Armut. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 8 € pro Std. sichert ein Arbeitseinkommen..."
    Aber das hilft denen doch grad gar nix!
    Das hilft denen nicht, lässt sie genau dort wo sie sind.
    Dann schlagen Sie ein Naturrecht vor (vorher, hier in Ihrem Tread), das unveräusserliche, kostenlose Gesundheitsleistungen und Essen garantieren soll. Würde das den genannten Fällen helfen? Genau das haben sie bereits.
    Was also würde den genannten Fällen helfen? Doch nur, wenn sie sich für ihren Marktwert einbringen könnten.

    Was der Vatikan da angesprochen hat ist die Tatsache, dass, wenn Sie in Italien heiraten gehen, sofort in ein EIGENES Haus oder Wohnung ziehen (müssen). Das geht halt nicht als Teenie oder Anfang 20. Dann wird der Zeitpunkt mit den (wachsenden) Ansprüchen noch weiter nach hinten geschoben.
    Ein Ingenieur aus IT (Anfang 30) sagte mir, er wäre als Ingenieur zu arm zum heiraten; über Ihren Mindestlohn lacht der aber allemal - also kurz gesagt: Dort unten in IT geht es um ganz andere Dinge als von dem Sie reden.

    Dann noch was zu Ihren 1€dazu-"Jobs": Das ist doch quasi Ehrenamt! Da stopft sich niemand (auf Unternehmerseite) die Taschen voll, weil diese Jobs doch nur in Kommunen und kommunalen Betrieben laufen.
    Das gleiche (mit den Taschen) gilt bei den kostenlosen Praktika. Auch ich hatte bereits einige Praktikanten (eingliederungsdingbums) hier; die meisten nur sehr kurz. Man muss zwei Dinge sagen: 1. die Leute wären vielfach ohne dieses Instrument gar nicht bereit gewesen zu "kommen". 2. wenn ich sie probeweise hätte einstellen müssen, wäre ich sicher vor den ungeeignetsten Kandidaten verschont geblieben (siehe 1) hätte aber mehr Geld für die restlichen aufbringen müssen. Was wäre besser gewesen, ich weiss es nicht.
    Ich denke aber, für die Arbeitsagentur ist es gut, sowas zu haben, weil damit dann ein Aktions-Mechanismus geschaffen wurde, der in Gang gesetzt werden kann. - Besser als nix.

    Die Armut in D wurde geschaffen, dadurch, dass Leute sich nicht mehr für Ihren Marktwert einbringen können, wenn dieser unterhalb einer gewissen Schwelle liegt. Damit sinkt ihr Marktwert fataler Weise noch weiter, während sie sich andernfalls entwickeln könnten.
    Ich glaube, der Unterschied zwischen uns liegt darin, dass Sie sich darauf beschränken zu glauben, diese besagte Schwelle liegt unverschämt niedrig und es sei ne Sauerei, den Leuten sowas zuzumuten.
    Ich sehe vor allem, dass sich da jedenfalls nicht so bereichert wird, wie Sie das behaupten: Hat der Ackermann denn ein paar 0€-Praktikanten ackern? Ich glaube kaum.
    Was ich aber häufig sehe ist, dass Jobs abgelehnt werden, weil sie als zu wenig lukrativ angesehen werden. Und da sind wir gewiss nicht unbedingt ausschliesslich bei "prekären" Jobangeboten...
  •  24-10-2007, 17:52 7017 Antwort zu 7007

    Ogier ist nicht online. Letztmals aktiv: 29-06-2008, 0:07 Ogier
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 12-10-2007 Beiträge 44
    T.B. Ling:
    @ Sibyllas_Augen:
    Hat der Ackermann denn ein paar 0€-Praktikanten ackern? Ich glaube kaum.


    LOL
    Natürlich!

    Sorry, schon mal von Generation Praktikum gehört?
  •  24-10-2007, 18:24 7020 Antwort zu 7002

    German Steel ist nicht online. Letztmals aktiv: 22-02-2008, 9:14 German Steel
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    Sybillas_Augen:
    Streit um ALG I Viel Rauch um (fast) nichts
    SR, Dienstag, 23. Oktober 2007

    Das merkt auch Herbert P.. Er ist 57 Jahre alt und war drei Jahrzehnte als Lagerverwalter bei der gleichen Firma. Vor sechs Jahren ging der Betrieb in Konkurs - seitdem ist Herbert P. arbeitslos.....

    Mit 400 Euro für zwei Personen muss die gelernte Krankenschwester Elke K., 45, auskommen. Das Einkommen ihrer Lebensgefährtin wird auf ihr Hartz-IV-Geld angerechnet. Ihren Alltag beschreibt sie gegenüber [plusminus:

    "Bevor wir einkaufen gehen, da wird genau überlegt, was man braucht im Monat und wie lange es aushält. Und wenn es nicht reicht, dann muss man mal einen Tag mit trocken Brot leben."

    Diplom-Ingenieur Wolfgang S. ist 56 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen. Seit 2001 ist er arbeitslos:

    "Ich habe damals auf Leute wie mich runtergeschaut. Ich habe mich ganz toll gefunden. Ich habe gut verdient, ich habe sehr, sehr gut verdient. Ich konnte mir das nicht vorstellen. Jetzt sitze ich im Loch drin. Mir ist gesagt worden, ich bin arm - und ich bin arm. Ich kann es nicht ändern."

    http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,gcdpza5nle5wb0f3~cm.asp


    Wer Augen hat der lese

    plusminus: Ist es richtig, dass erst durch eine Verkürzung des Arbeitslosengeldes diese Leute richtig motiviert werden, sich wieder um eine Arbeitsstelle zu bemühen? Können sie diese Einschätzung teilen?
    Prof. Christoph Butterwegge:
    "Es ist absolut lebensfremd anzunehmen, dass jemand, der im Alter von über 50 Jahren arbeitslos wird, in dieser Situation verharren wollte und man auf diese Art und Weise durch Verkürzung der Bezugszeit des Arbeitslosengeldes I Druck auf ihn ausüben muss.

    http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,q1r2dlqfrfj8uw92~cm.asp


    Das ist der Unterschied zwischen den gefühlten Aufschwung am Arbeitsmarkt der Von Politik und vielen Medien verkündet wird und der Realität in der viele Menschen leben müssen.

    Durch Hartz IV wurde in D Armut geschaffen, in Deutschland gibt es wieder Menschen die Hunger erleiden müssen.

    Welche Arbeit wird denn finanziert 0 € Praktika; 1 € Jobs und Niedrigstlöhne wurden mit steuerfinanzierten ALG II subventioniert.

    Die Steuerzahler finanzieren prekäre Arbeitsverhältnisse die von Politik und neoliberaler Medien Welt als Aufschwung am Arbeitsmarkt verkündet werden.

    Vatikan: Besorgt über "prekäre Arbeitsverhältnisse"

    ....Instabile Anstellungsverhältnisse sprächen für einen "ethischen und sozialen Notstand" und unterminierten den Zusammenhalt in der italienischen Gesellschaft, die zu den kinderärmsten in Europa zählt. Vor allem kritisiert Benedikt, dass die Unsicherheit am Arbeitsplatz es jungen Leuten erschwere, eine Familie zu gründen. ...
    http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=162006


    Das Hartz IV Workfarekonzept ist gescheitert ein Workfarekonzept führt immer mehr Menschen in Armut. Ein gesetzlicher Mindestlohn von 8 € pro Std. sichert ein Arbeitseinkommen das die Existenz sichert und nicht die Gewinne auf Kosten der Steuerzahler maximiert. Die Wirtschaft muss Arbeit oder Arbeitslosigkeit finanzieren.

    123
  •  24-10-2007, 19:20 7023 Antwort zu 7020

    BäckerBullerjahn ist nicht online. Letztmals aktiv: 27-11-2007, 19:58 BäckerBullerjahn
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 16-05-2007 Beiträge 445
    @ German Steel

    Wo bleibt Ihr Beitrag? Ich lese nur Sybillas Beitrag!!

    Macht er sie sprachlos oder stimmen Sie ihm vollständig zu?
  •  24-10-2007, 20:06 7027 Antwort zu 7017

    T.B. Ling ist nicht online. Letztmals aktiv: 06-07-2008, 22:10 T.B. Ling
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 17-05-2007 Beiträge 70
    LOL
    Natürlich!

    Sorry, schon mal von Generation Praktikum gehört?

    Jo hab' ich schon mal gehört. Ich geb' ja zu dass ich mich manchmal schon mit Zahlen aus der hohlen Hand verhauen habe.
    Aber von 0€ kann keine Rede sein, bei den grossen Banken. Was gezahlt wird hängt natürlich von der Vorbildung ab; wenn jemand nach ner Banklehre studiert und dann währenddessen bei der Bank jobbt, erhält der schon einen relevanten Anteil des kaufmännischen Gehalts. Und nach dem Studium für 0€? Nee, ehrlich, ich hab mal grad ein bisschen rumtelefoniert, das können Sie vergessen. Zwar kann ich da nicht von der DB reden, aber von anderen Grossbanken.
    MFG
  •  29-10-2007, 18:23 7232 Antwort zu 7023

    summerset ist nicht online. Letztmals aktiv: 05-07-2008, 0:14 summerset
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 873
    BäckerBullerjahn:
    @ German Steel

    Wo bleibt Ihr Beitrag? Ich lese nur Sybillas Beitrag!!

    Macht er sie sprachlos oder stimmen Sie ihm vollständig zu?


    Offensichtlich ersteres, naja, was erhellendes wäre auch nicht rungekommen.
    Vielleicht wollte er auch nur seine Zitierfunktion testen;-)
  •  29-10-2007, 23:39 7267 Antwort zu 5760

    Sybillas_Augen ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-07-2008, 15:09 Sybillas_Augen
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 30-08-2007 Beiträge 94
    Erweitert der Aufschwung am Arbeitsmarkt den Personenkreis, der in Armut lebt?

    Die Zahl der Personen in Ergänzenden ALG II steigt die Zahl der statistisch erfassten Arbeitslosen sinkt. Immer mehr „Working Poor“ leben in Armut.

    Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte erwarten im Schnitt einen Rückgang der Zahl der Arbeitslosen auf 3,443 Millionen von 3,543 Millionen im September.

    http://www.focus.de/jobs/arbeitsmarkt/arbeitslosigkeit/arbeitslosenquote_aid_137294.html


    Natürlich wird diese Zahl nur erreicht, wenn 1 € Jobber und andere nicht in der Statistik der Arbeitslosen erfasst werden, so wie es bis Dezember 2004 üblich war.

    Falls sich der eine oder die andere Journalist/in abermals zur der Jubelmeldung hinreißen lassen sollte, dass seien die niedrigsten Zahlen seit xx Jahren, dann ist das eine plumpe Falschmeldung wenn darin die Zahlen von Oktober 2007 mit Zahlen vor 2005 verglichen werden.

    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
    Tags:
  •  30-10-2007, 10:53 7292 Antwort zu 7023

    German Steel ist nicht online. Letztmals aktiv: 22-02-2008, 9:14 German Steel
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 25-09-2007 Beiträge 150
    BäckerBullerjahn:
    @ German Steel

    Wo bleibt Ihr Beitrag? Ich lese nur Sybillas Beitrag!!

    Macht er sie sprachlos oder stimmen Sie ihm vollständig zu?


    Der Beitrag ist natürlich nicht von mir, sondern von Sybilla!

    Das Aufreihen einzelner Schiksale ist ein beliebtes Stilmittel. So kann Jedermann guten Gewissens Betroffenheit bekunden.

    Mit der realen Welt hat Sybillas Beitrag, der überwiegend eine Textauswahl aus einschlägig tendenziösen Informationsquellen darstellt, nichts gemeinsam. Insofern habe ich längst zu diesen Beiträgen abgeschlossen. Meine erste Erwiderung von vor Wochen passt noch exakt zu Sybillas aktuellen Beiträgen.

    Dass es auch Missstände gibt ist unbestreitbar. Dass es 50-jährige gibt, die zunächst die volle ALG-Zeit durchleben und anschließend ihre erste Bewerbung los senden, kenne ich aus eigenen Erfahrungen. Mehrfach habe ich Derartiges beobachten müssen. Und heute ist es ebenso unbestreitbar, dass ein gesunder 50-jähriger auch einen Job bekommen kann - der Wille muss allerdings vorhanden sein. Gerade das hat ja die Statistik im Jahr 2006 belegt: Am größten war der Beschäftigungseffekt bei den über 50-jährigen. Das hat doch nun jeder begriffen - außer dem Elektromechaniker aus der Provinz nebst seinem Stimmvieh.

    Es ist müßig, hier im Forum einen kleinen, versteinerten Kreis der keinen Zugang zu Argumenten findet (zu dem ich Sie nicht zähle)überzeugen zu wollen.
    123
  •  30-10-2007, 11:49 7301 Antwort zu 7267

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 04-07-2008, 10:34 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 698
    @ Sybilla

    Wer von Armut spricht, die es sicherlich auch irgendwo in diesem Land gibt, sollte den begriff Sozialleistungen nicht vergessen.

    Sie haben offenbar noch immer nicht verinnerlicht, dass die Sozialhaushalte in Deutschland im Jahr 2007 geldlich in der Summe GEWACHSEN sind! Von 1991 bis 2006 stieg das staatliche Gesamtsozialsbudget um 63,7 %. Damit entfallen für 2006 über 30 % des BIP auf gesetzlich verankerten Sozialleistungen!! Freiwillige Sozialleistungen (Kirchen, Verbände, Insitutionen, Spenden) kommen, soweit nicht aus staatlichen Zuschüssen bezahlt, noch hinzu! (Das müsste doch auch Ihnen gefallen.)

    Stattdessen verbeißen Sie sich in den (sicherlich vorhandenen) Veränderungen in den AL-Statistiken und in der kurzatmigen Diskussion ob nun der Aufschwung da ist oder nicht.

    Ihre Ausführungen sind insofern sehr stark tendenziös.


  •  30-10-2007, 13:04 7314 Antwort zu 7267

    Sybillas_Augen ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-07-2008, 15:09 Sybillas_Augen
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 30-08-2007 Beiträge 94
    Viele Medien werden der Versuchung nicht widerstehen und die niedrigsten Arbeitslosenzahlen seit x Jahren oder gar seit Frau Merkels Geburt verkünden.
    Die Darstellung eines Vergleich der Arbeitslosenzahlen vor 2005, der vor der neu Definition der Arbeitslosigkeit durch das SGB II ab 2005 ansetzt, ist meines Erachtens unsachgemäß. Die Daten zu den Arbeitslosenzahlen werden seit der Reform des SGB II in den BA Berichten verkürzt wiedergegeben und von der Politik und vielen Medien einseitig tendenziös interpretiert. Die Frage ist finanziert die Wirtschaft den *Aufschwung* am Arbeitsmarkt mit existenzsichernden Arbeitsplätzen oder wird der *Aufschwung* am Arbeitsmarkt durch Arbeitsplätze mit ergänzenden ALG II durch Steuern finanziert?Ich meine, das würde im Umkehrschluss bedeuten, die Wirtschaft finanziert weder existenzsichernde Arbeit noch Arbeitslosigkeit aber die Steuerzahler finanzieren durch exorbitante Steuererhöhungen ergänzendes ALG II und somit einen erhöhten Profit der Unternehmen den Aufschwung am Arbeitsmarkt und der Wirtschaft. Viele Medien suggerieren mit multimedialen "Jubelmeldungen“ einen Erfolg der Reformen am Arbeitsmarkt.


    Die Fakten

    Definition der Arbeitslosigkeit
    Die Definition der Arbeitslosigkeit hat sich durch die Einführung des SGB II nicht geändert. Das SGB II selbst enthält keine Definition der Arbeitslosigkeit, da diese keine Voraussetzung für den Erhalt von Leistungen nach dem SGB II ist. Für Leistungsbezieher nach dem SGB II findet die Definition der Arbeitslosigkeit nach dem SGB III Anwendung. Danach ist arbeitslos, wer keine Beschäftigung hat (weniger als 15 Wochenstunden), Arbeit sucht, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht und bei einer Agentur für Arbeit oder einem Träger der Grundsicherung arbeitslos gemeldet ist. Nach dieser Definition sind nicht alle erwerbsfähigen Hilfebedürftigen als arbeitslos zu zählen. […] Mit dem dritten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (in Kraft seit 1. Januar 2004) wurde im § 16 SGB III kla gestellt, dass Teilnehmer in Maßnahmen aktiver Arbeitsmarkpolitik prinzipiell nicht als arbeitslos gelten. […]Bei Vergleichen der Arbeitslosenzahl mit Daten vor 2004 ist das zu beachten. (BA Bericht Oktober 2007 Seite 24)


    Nur wenn 1 € Jobber nicht als arbeitslos gezählt werden sinken die Arbeitslosenzahlen auf den tiefsten Stand seit x Jahren.

    Ende Oktober 2007 inclusive 1 € Jobber des BA Berichts Bestand an 3.755.358 Arbeitslosen
    http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200710.pdf

    Ende Oktober 2001 gab es laut BA - Bericht einen Bestand von 3.725.500 Arbeitslosen Personen.

    Richtig ist die Oktober Zahl des BA Berichts Oktober 07 der statistisch gezählten Arbeitslosen ist die niedrigste Oktober Zahl seit 2001 oder 6 Jahren.


    Oktober 2007:

    Im Oktober bekamen 6.006.000 erwerbsfähige Menschen Lohnersatzleistungen nach dem
    SGB III oder Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II
    ( BA Bericht Oktober 2007 Seite 9 )

    Arbeitslosenzahl Oktober 2007 inclusive Ein Euro Jobs

    Im Oktober 07 beträgt Arbeitslosigkeit (mit EEJ) 3.755.358 Personen
    Oktober (3.433.639 +321.719) 1Euro Jobs des BA Berichts [/b]

    Bemerkung
    Die Zahl der Personen in 0 € Praktika 1 € Jobs und Anspruch auf ergänzendes ALG II ist ein Großteil des Aufschwung am Arbeitsmarkt wobei diese Personen nur ein Einkommen auf den Niveau der Grundsicherung der ALG II Regelsätze erzielen. Ein Weg von der Armut in Arbeitslosigkeit in die Woorking Poor Armut im Niedrigstlohnbereich oder in die Beschäftigung auf 1 € Niveau.



    Arbeitslosigkeit mit APM jetzt API (Ausgewählte arbeitsmarktpolitische Instrumente)

    Oktober 2007
    Die BA meldet jetzt auf Seite 38 (BA Bericht Oktober 07) vorläufig 1.424.232
    Personen + Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (diese Zahl ist im BA Bericht Oktober auf Seite 38 mit Platzhalter … versehen und bleibt der Öffentlichkeit somit verborgen) in API.


    Geringfügig entlohnt Beschäftigte

    Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnt Beschäftigten hat nach ersten Hochrechnungen der Bundesagentur für Arbeit im August 4,86 Mio betragen, 81.000
    mehr als vor einem Jahr. Darüber hinaus übten 2,08 Mio sozialversicherungspflichtig Beschäftigte zusätzlich einen geringfügig entlohnten Nebenjob aus, gegenüber dem Vorjahr 154.000 mehr. (Seite 6 BA Bericht Oktober 2007)

    Nach den letzten Daten, die hierzu vorliegen, erzielten im April rund 513.000 Arbeitslosengeld II Bezieher Erwerbseinkommen über der Geringfügigkeitsgrenze von 400 Euro und waren nicht arbeitslos gemeldet.

    Ergänzendes ALG II - Arbeitslosengeld II-Empfänger Brutto-
    Einkommen aus Erwerbstätigkeit


    Oktober 2007

    Arbeitslosengeld Empfänger II 5.161.000
    Personen darunter arbeitslose 2.398.000
    und 2.763.000 Personen erhielten ergänzendes ALG II

    Sperrzeiten für ALG I Empfänger

    Bis Ende Juni wurden gegen 307.000 Bezieher von Arbeitslosengeld I Sperrzeiten verhängt, in denen kein Geld ausgezahlt wurde.
    Das waren 77.300 oder 34 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006.

    Quelle: http://www.focus.de/jobs/branchen/arbeitslose_aid_67159.html

    Die Zahl der Leistungsberechtigten *vorläufige Werte des BA Berichts Oktober 07


    *Die Zahl der ALG I Leistungsberechtigten beträgt im Oktober 932.643 Personen
    *Die Zahl der ALG II Leistungsberechtigten beträgt im Oktober 5.160.589 Personen
    *Die Zahl der Sozialgeld Leistungsberechtigten beträgt Oktober 1.943.211 Personen

    = * 8.036.443 Leistungsberechtigte Oktober 07

    Die Zahl der Leistungsberechtigten Juli 2007 wurde im BA Bericht Oktober 2007 um 89.218 von vorläufig 8.222.097 auf 8.311.315 korrigiert.


    Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften beträgt im Oktober 07 3.651.000



    Der Trend zeigt meines Erachtens eindeutig dass APM/API Maßnahmen; Ein Euro Jobs; 0 € Praktika und der Niedrigstlohnbereich mit ergänzenden ALG II in der Leih- und Zeitarbeitsbranche den Aufschwung am Arbeitsmarkt ermöglichten.


    Zahl der offenen Stellen Bericht Oktober (Seite 12 )

    Bestand alle Stellen 608.500 (Vormonate 629.100 ; 647.500 )
    darunter: Vakanzen 563.300
    ungeförderte Stellen 422.300
    darunter: Vakanzen 386.200
    ungeförderte sozialversicherungspflichtige
    Stellen1) 381.900
    darunter: Vakanzen 349.200

    Der BA sind neben den gemeldeten offenen Stellen noch zusätzliche Stellen, unter anderem gemeldet aus der privaten Arbeitsvermittlung sowie aus ihrer Job-Börse und dem Job-Roboter bekannt viele dieser Stellen sind aber Datendopplungen ein freier Arbeitsplatz vermehrt sich nicht zu fünf freien Arbeitsplätzen nur weil er in fünf Stellenbörsen zu finden ist. Zudem werden bereits besetzte Stellen von vielen Jobbörsen erst nach Wochen aus dem Angebot genommen.



    ---------------------------------


    Fachkräftemangel - Ausbildungsplätze

    Die rechnerische Differenz zwischen gemeldeten Ausbildungsstellen und gemeldeten Bewerbern beträgt 217.900 (Seite 15 BA Bericht August2007)

    Resümee


    Erstmalig viel die Zahl der Arbeitslosen + EEJ im Jahr 2007 unter die 4 Millionengrenze. Aufgrund der Struktur der zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverträge stiegen die Zahlen der ALG II Leistungsempfänger im Jahresvergleich von 5.099.017 im Oktober 2006 auf 5.160.589 im Oktober 2007 an.
    Allein die demografische Entwicklung reduziert die Anzahl der Arbeitskräfte auf den Arbeitsmarkt zu der genauen Zahl wird im BA – Bericht August mit 73.000 angegeben Die neu entstandenen Niedrigtslohnjobs mit ergänzenden ALG II 1€ Jobs und 0 € Praktika sind kein „Aufschwung“ des Arbeitsmarktes. Bei einer Lehrstellenlücke von 217.900 Stellen sehe ich keinen Fachkräftemangel wäre ein akuter Fachkräftemangel vorhanden dann würden viele dieser 217.900 Lehrstellenbewerber zu Fachkräften ausgebildet.


    Nettolohnentwicklung

    Die Nettoverdienste der Arbeitnehmer sind auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken

    Montag, 24. September 2007 11:10
    Die Nettoverdienste der Arbeitnehmer sind auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken
    Danach lag der Nettorealverdienst nach Abzug von Steuern, Sozialbeiträgen und bei Berücksichtigung der Preisentwicklung im vergangenen Jahr etwa so hoch wie 1986
    Die Nettoverdienste der Arbeitnehmer sind auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gesunken. Das ist das Ergebnis einer Statistik des Bundesarbeitsministeriums, berichtet die Bild-Zeitung.
    http://www.tv-suedbaden.de/default.aspx?ID=3017&showNews=125768


    Hinweise:

    *Zum 1. April 2006 traten in Teilen das Gesetz zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze in Kraft.Die wichtigste Neuregelung betrifft unverheiratete, volljährige, unter 25-jährige Arbeitslose. Sie werden grundsätzlich in die Bedarfsgemeinschaft der Eltern einbezogen. Wenn sie eine eigene Wohnung beziehen wollen, müssen sie dafür die Zustimmung des Leistungsträgers einholen. Der Stichtag, seit dem Jugendliche eine Zulassung des kommunalen Trägers zum Auszug aus dem Elternhaus benötigen, ist der 17. Februar 2006

    Nach den Regelungen der §§ 428 SGB III und 252 Abs. 8 SGB VI müssen 58-Jährige oder Ältere dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen und werden auch nicht mehr als Arbeitslose gezählt.



    Quellen der Zahlen:
    BA – Monatsberichte http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/index.shtml
    http://www.pub.arbeitsamt.de/hst/services/statistik/000100/html/monat/200710.pdf

    Niedriglöhne und „Mini-Jobs“ rund 540.000 Beschäftigte erhalten ergänzendes ALG II.

    Mit der Einführung des (SGB II) änderten sich die Grundlagen der Arbeitsmarktstatistik in Deutschland.
    Folgende arbeitsmarktpolitische Instrumente werden in die Entlastungsrechnung einbezogen:
    - Kurzarbeit: Zahl der Kurzarbeiter mal durchschnittlichem Arbeitszeitausfall,
    - Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes:Arbeitsgelegenheiten, Einstiegsgeld Variante Beschäftigung, ABM, traditionelle SAM und BSI,

    - Qualifizierung: berufliche Weiterbildung, Trainings- und Eignungsfeststellungsmaßnahmen, berufliche Wiedereingliederung Behinderter

    - Vorruhestandsähnliche Regelungen: Inanspruchnahme des § 428 SGB III im Rechtskreis SGB III und Personen in geförderter Altersteilzeit

    - Teilnehmer an Personal-Service-Agenturen

    - Förderung der Selbständigkeit: Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) , Überbrückungsgeld, Gründungszuschuss und Einstiegsgeld Variante Selbständigkeit

    Folgende Instrumente werden in der Entlastungsrechnung nicht berücksichtigt, was nichts gegen ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Eingliederung von Arbeitslosen in reguläre Beschäftigung sagt:

    - Maßnahmen der beruflichen Erstqualifizierung spielen sich größtenteils im Vorfeld des Arbeitsmarktes ab; sie betreffen
    überwiegend Personen, die vorher nicht arbeitslos gemeldet waren. Dies gilt insbesondere für berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, die Berufsausbildung Benachteiligter, die berufliche Ersteingliederung Behinderter, BAB wegen einer
    beruflichen Ausbildung sowie für große Teile des Sofortprogramms zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. Ob sich diese Jugendlichen ohne eine derartige Maßnahme (kurzfristig) arbeitslos gemeldet hätten, muss offen bleiben.

    - Daneben gibt es finanzielle Hilfen zur direkten Eingliederung Arbeitsloser in reguläre abhängige Beschäftigung. Insbesondere bei Eingliederungszuschüssen und Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose (2003 ausgelaufen) werden großenteils Schwervermittelbare gefördert, die andernfalls kaum eine Chance hätten. Die finanzielle Förderung ist also häufig Ausgleich für eine (vermutete) Minderleistung. Deshalb dürfte auf diese Weise keine zusätzliche Beschäftigung entstehen, d. h. ohne diese Hilfen wären vermutlich Arbeitnehmer ohne Vermittlungshemmnis eingestellt worden (Substitutionseffekt). Vielleicht wäre es in dem einen oder anderen Fall aber auch ohne diese Zuschüsse zur Einstellung förderungsfähiger Arbeitsloser gekommen (Mitnahmeeffekt) oder (leistungsschwache) Beschäftigte wären freigesetzt worden (Drehtüreffekt).

    - Schließlich bestehen zahlreiche Maßnahmen zur Förderung regulärer Beschäftigung ausschließlich oder großenteils in
    einmaligen Hilfen, so dass sich Bestands- und damit Entlastungsgrößen nicht angeben lassen. Dies gilt, abgesehen von den (normalen) Arbeitsvermittlungen, insbesondere für die Unterstützung der Beratung und Vermittlung sowie für Mobilitätshilfen (z. B. Übernahme von Bewerbungs-, Reise- und Umzugskosten), großenteils aber auch für die Freie Förderung gem. § 10 SGB III.

    In die „Entlastung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen“ der Bundesagentur nicht einbezogen sind schließlich Bezieher von vorgezogenem Altersruhegeld oder Erwerbsunfähigkeitsrenten , auch wenn diese Frühverrentungen arbeitsmarktbedingt sind; hierzu liegen keine monatsaktuellen Daten vor.

    Quelle: BA Monatsbericht September 07 Seite 29

    In der Tat es gibt einen Rückgang der statistisch erfassten Arbeitslosigkeit.

    Auch das Argument, das es vor 2005 Sozialhilfe und Arbeitslosenhilfe gab, ist verzerrend.

    Denn Sozialhilfe nach SGB XII gibt es nach wie vor in ihr befinden sich 1/3 der Männer und 2/3 der Frauen über den 65. Lebensjahr.

    Präsident Dr. Norbert Lammert:
    Das Wort erhält nun die Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen.
    (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der SPD)
    Dr. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:
    Herr Präsident! Meine Damen und Herren! ... […] …oder auf die Lage der Frauen im Alter: Ein Drittel der Männer über 65 bezieht Sozialhilfe, aber zwei Drittel der Frauen. Diese Zahlen dürfen uns nicht unbeschäftigt lassen.

    http://www.bundestag.de/bic/plenarprotokolle/plenarprotokolle/16085.html


    Bevor man weiterhin von der Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II spricht, sollte man wissen, welche Unterscheidung des SGB II und das SGB XII trifft.
    Und den Unterschied zwischen Sozialgeld und Sozialhilfe erkennen. Die Zusammenlegung betrifft nur Personen, die unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes, mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig sind.

    SGB II § 7 Berechtigte; § 8Erwerbsfähigkeit
    SGB XII § 19 Leistungsberechtigte


    Jene die aufrecht gehen, werden nur historisch hoch angesehen.
  •  30-10-2007, 15:19 7331 Antwort zu 7301

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 04-07-2008, 10:34 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 698
    @ Sybilla

    Sie haben offenbar noch immer nicht verinnerlicht, dass die Sozialhaushalte in Deutschland im Jahr 2007 geldlich in der Summe GEWACHSEN sind! Von 1991 bis 2006 stieg das staatliche Gesamtsozialsbudget um 63,7 %. Damit entfallen für 2006 über 30 % des BIP auf gesetzlich verankerten Sozialleistungen!! Freiwillige Sozialleistungen (Kirchen, Verbände, Insitutionen, Spenden) kommen, soweit nicht aus staatlichen Zuschüssen bezahlt, noch hinzu! (Das müsste doch auch Ihnen gefallen.)

    Stattdessen verbeißen Sie sich in den (sicherlich vorhandenen) Veränderungen in den AL-Statistiken und in der kurzatmigen Diskussion ob nun der Aufschwung da ist oder nicht.

    Ihre Ausführungen sind insofern sehr stark tendenziös, selbst wenn Sie die letzten 321 Ausgaben von taz oder Neues Deuitschland hier einstellen.

    Welcher Sozialstaat ist besser als dieser?????
  •  30-10-2007, 18:02 7357 Antwort zu 7314

    HofmannM ist nicht online. Letztmals aktiv: 26-06-2008, 10:16 HofmannM
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 187
    @Sybillas

    Es ist schon beeindruckend wie gut Sie sich in den Sozialgesetzbüchern auskennen.
    Es ist auch erschreckend das es soviel Lektüre über unser Sozialsystem gibt.

    Das sich unsere Wirtschaft noch so einen Sozialstaat leisten kann ist schon beachtlich. Und nicht nur die Wirtschaft sonder auch die sozialversicherten Beschäftigten müssen sich den Sozialstaat leisten können. Ein wahrer Kraftakt für alle Beteiligten in unserer heutigen Zeit.
    Nicht zu vergessen, dass neben den sozialen Abgaben auch die steuerlichen Abgaben steigen.

    Es wird in Zukunft darum gehen, dass wir weniger Staat und mehr Eigenverantwortung durchsetzen. Ansonsten wird der Unterschied zwischen Arm und Reich grösser werden und der Staat fährt mit der Zeit an die Wand.

  •  30-10-2007, 20:56 7370 Antwort zu 7357

    German Steel ist nicht online. Letztmals aktiv: 22-02-2008, 9:14 German Steel
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 25-09-2007 Beiträge 150
    @ HofmanM

    Zustimmung! So kann man das sehen!

    Es ist widersprüchlich, einerseits die (zu niedrigen) Nettogehälter zu beklagen und andererseits nach mehr Mittel in den Sozialkassen zu verlangen. Dazu würde man die eierlegende Wollmilchsau erfinden müssen.
    123
  •  31-10-2007, 7:31 7386 Antwort zu 7357

    summerset ist nicht online. Letztmals aktiv: 05-07-2008, 0:14 summerset
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 873
    @HofmannM

    "Es ist auch erschreckend das es soviel Lektüre über unser Sozialsystem gibt. "

    Und über die Steuer auch, macht aber den Wohlhabenden und Firmen nicht so viel auss aus, die
    haben Ihre Berater (die leben klasse davon) und bis vor kurzem konnten sie die Kosten dafür der Allgemeinheit
    aufdrücken, Firmen machen das noch immer so.

    "Das sich unsere Wirtschaft noch so einen Sozialstaat leisten kann ist schon beachtlich."

    Na den leisten die sich doch ganz besonders: über Massenentlassungen, Frühverrentungen, Arbeitsplatz-
    verschiebungen, Abkassieren von Subventionen, Verrechnen von Verlusten im Ausland mit Gewinnen
    im Inland,Geldregen durch Steuerermässigungen durch die letzten Regierungen,
    Nötigung des Staats zu Transferzahlungen durch Niedriglöhne, etc etc.. Kommt ganz schön was zusammen,
    da sind die Kosten für die ALG I Verlängerung ein Klacks.




    Und nicht nur die Wirtschaft sonder auch die sozialversicherten Beschäftigten müssen sich den Sozialstaat leisten können. Ein wahrer Kraftakt für alle Beteiligten in unserer heutigen Zeit.
    Nicht zu vergessen, dass neben den sozialen Abgaben auch die steuerlichen Abgaben steigen.

    Es wird in Zukunft darum gehen, dass wir weniger Staat und mehr Eigenverantwortung durchsetzen. Ansonsten wird der Unterschied zwischen Arm und Reich grösser werden und der Staat fährt mit der Zeit an die Wand.
  •  31-10-2007, 12:16 7411 Antwort zu 7357

    German Steel ist nicht online. Letztmals aktiv: 22-02-2008, 9:14 German Steel
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 25-09-2007 Beiträge 150
    @ HofmannM

    Wie bereits gesagt, so kann man das sehen!

    Ein weiterer Teilnehmer hat inzwischen sogar Ihre Ausführungen wörtlich bestätigt. Weniger Staat, Eigenverantwortung!!

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