"Seriöse",preiswerte Beratung bei Fonds

Letzter Beitrag 31-03-2008, 12:56 von Finanzi. 13 Antworten.
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  •  26-02-2008, 15:02 13712

    Finanzi ist nicht online. Letztmals aktiv: 31-03-2008, 12:56 Finanzi
    Top 500 Mitwirkender Registriert am 26-02-2008 Beiträge 3
    Guten Tag,
    ich interessiere mich schon seit längerer Zeit für Fonds und möglche langfristige Kapital-Anlagen. Leider habe ich bei meinen Recherchen im Internet nicht sonderlich viele Informationen von Fachmännern erhalten. Ich bin auf der Suche nach Spezialisten, die mir einen Überblick des aktuellen Geschehens geben können bzw.auch ein paar Tips zur Selbstdurchführung auf Lager haben. Das ist garnicht so einfach da einen Anbieter zu finden, der einem das Geld nicht direkt aus der Tasche zieht, sondern Sinnvolle Ratschläge mitteilt.
    Ich hoffe auf Antworten und bin sehr gespannt.
    Beste Grüße
    Finanzi
  •  27-02-2008, 10:03 13767 Antwort zu 13712

    Wenn Sie jemand "seriös" beraten soll, dann kostet das etwas. Allerdings kann das , je nach Höhe des Engagements, die preiswertetste Lösung sein,nicht die billigste. Bei den Banken und Fondsgesellschaften werden Sie jedoch eine solche Beratung nicht bekommen. Im Gegensatz zur Werbung sprechen Sie dort nicht mit Beratern, sondern mit "Produktverkäufern".
  •  27-02-2008, 11:47 13779 Antwort zu 13712


    Da sind Sie in einer schwierigen Situation, meinem Vorredner kan ich mich da anschließen.
    Wenn Sie sich möglichst unabhägig beraten lassen wollen, müssten Sie einen seriösen Profi aufsuchen.
    Es gibt unabhägige Finanzplaner (z:B. Certified Financial Planner) aber nur wenige. Die meisten, die
    die Prüfungen für diesen Abschluss gemacht haben, arbeiten bei Banken, die ihnen die Fortbildung
    bezahlt haben-einige wenige können als Selbständige überleben. Aussedem sind das per se kein Fondsspezialisten,
    sondern- so der Anspruch- machen ganzheitliche Finanzberatung (das macht ja auch Sinn, vieleicht ist
    ein Fonds bei Ihnen gar nicht sinnvoll, ggfs nur bestimnte Fondsarten...?))

    Setzen Sie sich in eine der große Buchhandlungen (wenn in der Nähe) u. lesen Sie einige Bücher zu dem Thema
    quer, kaufen Sie sich das Ihre Meinung nach geeignetste u. lesen Sie aufmerksam. Dann wissen Sie vermutlich
    mehr über das Thema als 90 % der Bank- u. Versicherunsgverkäufer. So z.B. auch, dass kaum 10 % der Fondsmanager
    die Indizes auf Dauer schlagen.

    Ich hab ein Buch geschenkt bekommen, dass ich lesenwert finde, grade weil es nicht im kreischenden
    "Ich zeig wie du rech wirst" Getue daher kommt: "Genial einfach investieren von Martin Weber, Campus-Verlag.
    Fonds sind nicht das Hauptthema, sondern die Kriterien für die Auswahl von Einzelwerten. Trotzdem
    könnte das für Sie interssant sein.

    Der Titel finde ich misslungen, aber aus dem sympathischen Schlusswort sei zitiert:

    "Der Markt lehrt Demut".

    ;-)

  •  28-02-2008, 9:06 13823 Antwort zu 13712

    ysiks ist nicht online. Letztmals aktiv: 24-06-2008, 18:21 ysiks
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 29-07-2007 Beiträge 59
    Lieber Finanzi,

    wenn Sie eine langfristige Kapitalanlage suchen und kostengünstig investieren möchte, dann machen Sie es selber ohne Fonds.
    In Deitschland sind ca. 8.000 Fonds zugelassen. Bei Betrachtung der Portfolios kann fast niemand den Markt schlagen. Die Rendite
    wird durch Ausgabenaufschlag, Verwaltungsgebühren, Vermittlungsprovisionen, Boni geschmälert.
    Egal ob Sie in Renten oder Aktien investieren, bei einer kleinen Auswahl von Papieren werden Sie nicht schlechter fahren als mit Fonds
    mit z.B. 300 Titel. Ich bin auch der Meinung, dass Fonds sich einem Strudel nicht entziehen können, weil viele bei bestimmten Kriterien
    verkaufen müssen. Beispiel: Im Prospekt muss eine Aktie bei einem Verlust 10% in einem Monat verkauft werden. Hier greift die Systemautomatik,
    als Privatanleger können Sie dies als Chance nutzen. Für langfristige Anlagen sind meiner Meinung zur Zeit Floater geeignet.
    Die inverse Zinskurve wird kippen und somit langfristiges Geld wieder Renditestärker. Viele Floater haben als Koupon einen z.B. 10-jahres Euribor - 2-jahres Euribor mal Faktor 4. Zur Zeit sind die Floater fast alle am Floor ( garantierte Mindestverzinsung, ca. 1 - 2 % ) angelangt, in ein paar Jahren sollten diese aber am Cap ( max. Verzinsung 5 - 10 % ) sein. Floater können an den Börsen für günstige 50 - 90 % eingesammelt werden. Das bedeutet, dass Sie in z.B.
    4 - 20 Jahren, je nach Laufzeit einen steuerfreien Kursgewinn bei Pari 100% einstreichen können.
    Eine gute Seite ist die Börse Stuttgart, Suchmaschine Anleihen, Stichwort Floater
    Dieser Ratschlag ist ohne Gewähr. Viel Glück wünsche ich Ihnen egal wie Sie investieren !
  •  28-02-2008, 14:06 13847 Antwort zu 13823

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 17-07-2008, 7:51 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 706
    Ich schließe mich weitgehend Ysiks an!

    Ich rate zu großer Vorsicht! Wer die Frage so stellt wie Sie, ist an Fonds interssiert und erhält Prognosen zu Fonds! Damit haben Sie sich schon festgelegt und können selbst bei guter und sachkundiger Beratung am Ende sehr enttäuscht sein. Was eigentlich spricht für Fonds? Die hohen Ausgabeaufschläge? Die hohen Gebühren? Die unzähligen Verkäufer? Das Jubilieren einzelner Anleger?

    Sie müssen Kapitalanlage umfassender, ganzheitlich, ansehen. Die Fragen vorab müssten etwa lauten:
    Wieviel soll angelegt werden, wie lange, soll zwischenzeitlich verfügt werden können, welches (weitere) Vermögen besteht, wie sind die Einkommens-/Lebensverhältnisse, welche steuerlichen Besonderheiten liegen bei Ihnen vor, welches Lebensalter (wg. "Ausstiegsvarianten) u.v.m.

    Erst dann kann entschieden werden, ob Fonds überhaupt infrage kommen oder ob nur Teilbeträge in Fonds landen sollten u.v.m. Erst DANACH kann man etwas über Sinn von Fonds sagen!

    Da Sie schon VORHER auf Fonds fixiert sind, laufen Sie Gefahr, dankbares "Opfer" von Pseudeberatern zu werden.

    Zur Frage direkt: Niemand wird Ihnen einen Königsweg aufzeigen KÖNNEN. Es gibt ihn nicht (entgegen manchen Behauptungen). Tausende von Fonds! Wer soll die alle überschauen können? Jeder würde das empfehlen, mit dem ER in der VERGANGENHEIT gute Erfolge hatte. Das sagt aber nichts über die ZUKUNFT. Ysiks hat recht, insgesamt schließt langfristig keiner dauerhaft über "Marktniveau" ab. Kosten wären in jedem Fall von Marktrendite abzuziehen!

    Gerade langfristig also stellen diverse "Festverzinsliche" oder auch Floater Alternativen dar. In Fonds (i.d.R. bieten ja nur Fonds mit "Anteilspapieren" (Aktien) mehr Perspektiven als Festverzinsliche. Professionelle Vermögensberatungen gehen deshalb von Aktienfondsbeimischungen von allerhöchstens 30 % des Vermögens aus. Meistens, so bei den großen Versicherungen oder bei Spezialfonds (Anlage für einen einzigen institutionellen Anleger), liegen die Quoten deutlich niedriger, bei max. 15 bis 20 %. Am besten sind seit Jahren übrigens die Fonds von DWS (Dt. Bank) gewesen. Ob das im laufenden Jahr auch so sein wird, weis niemand heute!

    Deshalb insgesamt: VORSICHT vor der Fondseuphorie. Für vermeintliche Kleinanleger höchste Gefahr. Seien Sie aufmerksam, bei der Wahl Ihres Beraters.

  •  28-02-2008, 17:46 13857 Antwort zu 13847

    Finanzi ist nicht online. Letztmals aktiv: 31-03-2008, 12:56 Finanzi
    Top 500 Mitwirkender Registriert am 26-02-2008 Beiträge 3
    Vorab erstmal vielen Dank an Sie alle für die Infos. Bei handelt es sich um eine Stange Geld die ich geerbt habe.
    Leider bin ich noch ein totales Greenhorn was Aktien und Fonds betrifft.Daher meine Frage was zu tun ist um es sinnvoll anzulegen.
    Zitat: Gerade langfristig also stellen diverse "Festverzinsliche" oder auch Floater Alternativen dar. In Fonds (i.d.R. bieten ja nur Fonds mit "Anteilspapieren" (Aktien) mehr Perspektiven als Festverzinsliche.
    Gerade unter diesem Aspekt werde ich mich umgehend mal erkundigen "Googlen" was es mit den Floater Alternativen auf sich hat...Diese wurden ja von mehreren hier im Forum erwähnt.
    Sie haben Recht, es ist ein äußerst brisantes Geschäft damit wirklich regelmäßige Gewinne möglicherweise rauszuschlagen, aber trotzden sehr interessant;-)
    Auch einen Dank an den Buch Tip.Klingt sehr interessant! Bei Zeiten werde ich darauf zurück kommen.
    Eine Frage hätte ich noch: Zu Zeiten des Börsen-Crashes würde Sie eher dann zurück treten was Aktien/Fonds betrifft oder gerade dann investieren?
    Beste Grüße
  •  28-02-2008, 21:06 13875 Antwort zu 13857

    "Bei mir handelt es sich um eine Stange Geld die ich geerbt habe"

    Wenn es Ihnen zuviel wird, ich hätt auch Verwendung dafür u. entlaste Sie gerne;-)

    Spass beiseite: wenn es denn so ist, wäre doch eine ganzheitliche Beratung angezeigt,
    man kann sch ja VORHER erkundigen was das kostet. Ein seriöser Berater würde Ihnen sein Stunden-
    Honorar mitteilen u. was Sie dafür bekommen. Dann müsste er nach Ihren
    ganzen Vermögens- Einkommens-, Stuerverhältnissen erkundigen, sonst wäre das ein schlechter Ansatz

    Aber bitte nicht zu den Pseudounabhängigen Finanzdienstleistern wie AWD, Deutsche Vermögensberatung, MLP
    u. wie die alle heissen, das geht nach hinten los. Könnte ich Ihne dolle Sachen erzählen.

    Gute unabhängige Leute sind sicher gar nicht so einfach zu finden ... . Ich würde vorsichtig - auch bei noch so gut gemienten Produktem-
    pfehlungen reagieren, seien es Fonds, Floater etc.. es sei denn sie sind nicht gerne ihr eigner "Prophet" ,
    man kann es dann auf die anderen schieben;-)

    Ich gebe ihne jetzt mal einen link über den Sie Kontakt zu den schon angesprochenen
    "Certified Foundatione und Estate Planner" bekomme könnten (Nein, ich bin da nicht involviert halte aber
    deren Philosophie für sympathisch, die Ausbildung scheint sehr anspruchsvoll). Sie können natürlich auch erst mal auf
    auf die Grundseite gehen und sich mal über den "Verein" informieren". Sicher gibt es auch gute Berater,
    die woanders herkommen. Der Vermögensverwalter Erhardt hat z.B. auch oft gute Ergebnisse gehabt, allerding habe ich nicht die Masse
    um das selbst auszuprobieren;-)
    Sie werden Ihre Erfahrung machen und vieleicht mitteilen, wäre doch interssant.

  •  29-02-2008, 8:57 13889 Antwort zu 13857

    ysiks ist nicht online. Letztmals aktiv: 24-06-2008, 18:21 ysiks
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 29-07-2007 Beiträge 59
    Zur gestellten Frage: Investieren beim Crash ?
    Schwierige Frage, es kommt darauf an was Sie unter Crash verstehen. Die Korrekturen der letzten Monate oder ein richtiger Kniefall der Börsen.
    Ein Crash war die Asienkrise oder der Neue Markt. Realist rät Ihnen ab sich auf Fonds zu versteifen. Irgendwie habe ich das Gefühl Sie sind schon von
    anderen mit dem Fondsvirus geimpft worden. Allgemein ist es so, wenn´s kracht zupacken.
    Streuen Sie Ihr Kapital. Kaufen Sie Festverzinsliche, Aktien, Devisen, Spezialfonds, Beteiligungen oder Realwerte und haben sie immer genügend auf dem Tagesgeld oder Sparbuch.
    Bei den Festverzinslichen sind Unternehmensanleihen und Floater im Kurs interessant, bei Aktien kleine Werte, wie z.B. Funkwerk oder Tognum, Blue-Chips würde ich meiden, Devisen sind beim Höhenflug des Euro günstig zu erwerben, bei Spezialfonds z.B. Branchenfonds, ländergewichtete, usw., Realwerte z.B. Wald oder landwirtschaftliche Flächen. Kaufen Sie um Himmelswillen niemals nur bei einer Bank und holen Sie sich Angebote ein. Bei einer Stange Geld wie Sie schreiben müssen Sie unbedingt Beratung in Anspruch nehmen. Realist kann ich vollkommen zustimmen.
    Eine Pflichtlektüre für jeden der sich auf das Parkett wagen möchte, ist der Roman "Das Geld" von Emile Zola.
  •  29-02-2008, 13:17 13900 Antwort zu 13857

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 17-07-2008, 7:51 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 706
    Gerade weil es etwas mehr zu sein scheint, ist auch mehr Vorsicht geboten!

    Allenfalls ein Drittel (besser weniger) in "Risikopapiere". Hierbei sehe ich eine solide Aktienmischung als Risikopapie. Was drüber hinausgeht (Optionen, neuer Markt usw.): Finger weg! Der Aktienanteil ist langfristig zu anzulegen. Ausstieg solte später stuifenweise über etliche Jahre möglich sein!

    Die weiteren zwei Dritten würde ich in solide, sichere Anlagen geben. Anleihen, diverse Sparformen sind vorstellbar (Achtung, auf Mitgliedschaft der Bank im Einlagensicherungsfonds achten!) Anlage in Konten ist bei etlichen Banken attraktiv. Bildung an lange Fristen würde ich derzeit vermeiden, auch weil derzeit nicht durch hohe Zininsen belohnt. Auch auf Kosten achten! Banken drängen gerne in Bindungen und berechnen oft gewisse Gebühren. Bei jeglichem "Kontensparen" sind Gebühren inakzeptabel.

    ... und nun die Frage: Wie zum Teufel kommt man an so eine Erbschaft ....??? ;-)
  •  29-02-2008, 15:09 13904 Antwort zu 13889

    smillas ist nicht online. Letztmals aktiv: 04-03-2008, 9:44 smillas
    Nicht gereiht Registriert am 29-02-2008 Beiträge 1
    Hallo Finanzi,
    ich kann den anderen hier nur zustimmen vorsichtig zu sein.
    Gerade zu Zeiten wo das Internet eine große Rolle spielt ist es nicht einfach gute Beratungsstellen zu finden. Sie sollten trotz Investitionen und Anteilsscheinen immer ein paar Rücklagen behalten, dann haben Sie ein besseres Gefühl!
    Was ich ganz interessant fände sind Ihre Erfahrungsberichte, wenn Sie angefangen haben;-)
    Vielleich erzählen Sie ja dann mal wie es gelaufen ist. Unter Anderem gibt es bei Finanzoptimierung ein "Online Seminar",d.h. Sie können live Fragen stellen zu den relevanten Themen und bekommen direkt Antworten. Das fand ich ganz interessant, da es kostenlos ist und die Berater trotzdem sehr seriös waren.
    Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.
    MfG
  •  29-02-2008, 15:56 13908 Antwort zu 13900

    ysiks ist nicht online. Letztmals aktiv: 24-06-2008, 18:21 ysiks
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 29-07-2007 Beiträge 59
    Realist hat meiner Meinung recht. Optionsgeschäfte machen Ihr Erbe kaputt. Höchstens ein paar Prozent Aktienanleihen sind drin. Vergessen Sie Hebel bei Optionen oder bei Construct for Difference, kurz CFD.
    Bei den Gebühren können Sie Pauschalen vereinbaren. Bei Vermögen ist es möglich nicht nach Gebührenordnung der Bank abzurechnen, sondern Sie bestimmen den Preis. Sagen Sie einfach, ich möchte Summe X bei Ihnen unterbringen und zahle für das Engagement pro Jahr z.B. 1% oder einen angemssenen Fixbetrag X .- €. Dann haben Sie die Sorgen mit versteckten Gebühren, Sonderberechnungen für Leistungen, u.s.w. weg und können sich um wichtigere Dinge kümmern.
    Und seien Sie grundsätzlich Mißtrauisch. Trauen Sie niemals einem Banker ! Prüfen Sie immer alle Angebote und Vorschläge.
    Ich habe leider kein Vermögen aber exotische Devisen. Eine vormals erwähnte Bank hätte bei der Anlage 0% Zinsen geboten und monatl. Kontoführungsgebühren. Ich hätte auch noch am besten danke sagen sollen, weil sie mir meine Devisen anlegen. Eine andere Bank verlangt eine Pauschale, bietet traumhafte Zinsen und einen Service vom Feinsten. Da wird die Hand zittrig ! Soviel zum Thema seriöse Banken.
    Investieren Sie in keine komplexen Dinge. Sie werden verlieren, denn es ist wie im Sprichwort: Und wenn der Hund nicht geschissen hätte, dann hätte er den Hasen gefangen. Steuersparmodelle kommen auch nicht in Frage. Der Fiskus holt sich seinen Anteil, früher oder später. Siehe Affäre Lichtenstein.
  •  29-02-2008, 17:12 13914 Antwort zu 13900

    Kommt ganz d"rauf an!
    "Eine Stange Geld" ist ziemlich relativ.....!
  •  11-03-2008, 12:46 14513 Antwort zu 13712

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 20-07-2008, 4:30 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 167
    Ein paar Hinweise:

    - Zeitstabilität: Achten Sie auf die Zeitstabilität der Fonds. D.h. nehmen Sie Fonds, die Sie in die engere Auswahl ziehen, und teilen Sie den Performance-Chart in verschiedene Zeitabschnitte (der Einfachheit halber gleiche Zeitabschnitte, z.B. 1Jahr) auf. Schauen Sie nun ob, Ihr Favorit "konstante" Performance abliefert (d.h. Vergleichen Sie die Zeitabschnitte). Probieren Sie das Alles nochmal mit überlappenden Zeitabschnitten. (Beispiel: Die Deka achtet besonders auf dieses Kriterium)

    - Mindestrendite: Ich würde mal sagen, dass die Fonds die ihren Benchmark schlagen legendlich Zufall sind (Gesetz der großen Zahlen) oder der Fondmanager geht ein sehr hohes Risiko ein (ineffizientes Portfolio). Wenn ihr Fonds "niemals" unterhalb des risikofreien Zins liegt (z.B. Bundesschatzbriefe, Tagesgeld), dann haben Sie immer schon die Inflation in der Tasche. Liegt der Fond ein paar wenige Renditepunkte unter dem Benchmark liegen Sie garnicht so falsch. (Beispiel: Henderson Continental European Equity Fund)

    - Timing: Nehmen Sie sich die Charts vom Benchmarkindex und suchen Sie nach üblen Kurseinbrüchen (in der Statistik: negative Fat Tails). Merken Sie sich diesen Zeitabschnitt und prüfen Sie wie die Performance des Fonds genau in dieser Abschwungphase sich verhielt. Wenn die Fondperformance ebenfalls negativ ist, dann "treibt der Fond im Markt mit" (Sie hätte auch einen ETF auf den Benchmark kaufen können). Wenn die Fondperformance besonders häufig positiv (oder weniger negativ) in solchen Zeitabschnitten war, dann ist das ein Indiz dafür, dass der Fondmanager sein Geld wert ist.
    Aber Sie werden kaum solche Fonds finden! Legendlich von Fonds, die Leerverkäufe tätigen dürfen (Anlagestrategie: Long/Short-Strategie), kann man sogar verlangen, dass diese auch in Abschwungphasen positive Renditen erzielen. (Beispiel: DWS Global Equities 130/30)

    - Mittelzu-& -abfluss: Kaufen Sie keine Fonds, die ganz tolle Auszeichnungen in der letzten Zeit erhielten. Grund? Diese Fonds werden besonders stark am Kundenschalter zum Verkauf beworben. Durch die daraus resultierenden Geldzuflüsse, können Fondmanager Probleme bekommen. Solche Fonds werden auch Probleme bekommen, wenn die Performance nicht ganz so toll ist, weil Anleger dann dazu tendieren Geld abzuziehen - Fondmanager müssen dann ungewollt Positionen auflösen.

    - Manager: Schauen Sie sich den Lebenslauf des Fondmanager an und schalten Sie Ihren gesunden Menschenverstand ein, um zu bewerten ob dieser Mann/Frau "fähig" ist die versprochene Anlagestrategie konsequent durchzuziehen - Solche Fondmanger müssen in der klassischen Bilanzanalyse praktisch fit sein! Auch bei den Quants (Fonds auf Basis von mathematischen Algorithmen) gibt es Manager - Achten Sie hier darauf, dass unter den Programmierern/Mathematikern/Physikern auch jemand ist, der in VWL/BWL einen höheren akademischen Grad erreichte.

    - Anlagestrategie: ... gibt es viele. Kaufen Sie sich ein Buch, um einen Überblick zu verschaffen...


    Es gibt dann noch eine Reihe quantitativer Verfahren mit denen man Fonds evaluieren kann, aber der Lernaufwand würde nicht im Verhältnis zur Anlagesumme stehen. Fonds die obige Kriterien erfüllen, sind meiner Meinung nach tatsächlich 5 bis 6% Managementgebühren wert.

    Es gibt dann noch eine Meer an Themenfonds und Branchenfonds. Themenfonds fallen i.d.R. beim Kriterium Mittelzu- & -abfluss durch und Sie müssten schon ein Verständnis über globale Trends mitbringen (Strategische Analyse), um nicht auf ein Luftschloss hereinzufallen. Für Branchenfonds müssen Sie makroökonimsches Grundlagenwissen haben, weil Sie auf die Nase fallen werden, wenn Sie keine Ahnung Sektorrotation haben. Bei Länderfonds, insbesondere Emerging Markets, können Ihnen politische Krisen das Genick brechen, weil dann Kreditratings plumpsen, Währungen zu Monopolygeld werden, ihres Assets zerbombt werden, usw. Vor einen Engagement in Länderfonds sollten Sie unbedingt im Economist, CIA Book, oder auch Handelsblatt, usw. sich über die Länder selbst schlau machen.







  •  31-03-2008, 12:56 15387 Antwort zu 14513

    Finanzi ist nicht online. Letztmals aktiv: 31-03-2008, 12:56 Finanzi
    Top 500 Mitwirkender Registriert am 26-02-2008 Beiträge 3
    Hallo Zusammen,
    vielen Dank für die vielen hilfreichen Informationen.
    @Smillas auch speziel ein Dankeschön an Sie.Die Seminare sind ja kostenlos, das war für mich auch recht hilfreich einfach um ein paar Fragen direkt beantwortet zu bekommen. Ich kann es nur empfehlen.
    Viele Grüße