Aus für den Transrapid

Letzter Beitrag 10-04-2008, 10:17 von benz. 39 Antworten.
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  •  28-03-2008, 18:19 15277 Antwort zu 15227

    @ Denkerist

    Wo ich Ihnen Recht gebe, daß Großkonzerne eine deutlich geringere Risikobereitschaft haben als Mittelständler.
    Aber wie sollen sie auch Risiken eingehen können? Entwicklungen kosten Geld, das bei den Quartalszahlen fehlt.
    Dabei sind Forschung und Entwicklung Investitionen in die Zukunft.

    Wohin mangelnde Innovations- und Entwicklungsbereitsschaft führt, sehen wir zur Zeit eindrucksvoll bei der amerikanischen Automobilindustrie, die seit Jahrzehnten auf den "Shareholders value" gucken muß.

    Und auch wir gehen inzwischen diesen Weg. Im Automobilbereich finden die Entwicklungen von Innovationen überwiegend nurmehr bei den Zulieferern statt. Und mittelständische Unternehmen können da kaum noch mithalten. So findet im Zulieferbereich eine gewaltige Konzentration statt.

    Bosch hat als Stiftungsunternehmen das Glück, daß es keinem Shareholder Rechenschaft ablegen muß und langfristig planen kann. Unternehmen, bei denen Hedge-Fonds einsteigen, müssen Geld ausschütten, das ihrer Innovationsfähigkeit fehlt.

    Aber das hat nach meiner Meinung nichts mit Faulheit zu tun.
    Die dortigen Manager müssen Zwängen gehorchen.

    Worüber nach meiner Meinung die Politik weltweit nachdenken sollte, daß Gewinnausschüttungen progressiv schon beim Unternehmen besteuert werden und nicht erst bei Aktionär. sodaß es Sinn macht mehr Gelder im Unternehmen zur Forschung und Entwicklung zu belassen.
    Aber ich weiß, daß ich jetzt hören werde, daß das nicht machbar ist und einen Eingriff in die Marktwirtschaft darstellen würde (:-))
  •  28-03-2008, 19:50 15289 Antwort zu 15168

    Klartext ist nicht online. Letztmals aktiv: 30-03-2008, 23:32 Klartext
    Top 500 Mitwirkender Registriert am 09-10-2007 Beiträge 3
    Wer jetzt der angeblich innovativen Technologie des Transrapid und dem angeblichen Schaden für den Technologiestandort Deutschland Tränen nachweint, der zeigt damit nur, dass er überhaupt nicht versteht, wie Technologieentwicklung und -durchsetzung funktioniert. (Oder dass er ein schamloser Lobbiyst ist.)

    - Warum muss ein DVD-Player auch die CD lesen können? Er muss kompatibel mit vorhandenen Systemen sein.
    - Warum gibt es kein eigenes Autobahnnetz nur für Personenautos? Stichwort Mehrfachnutzung, also Rentabilität.
    - Warum wurde der Transrapid überhaupt bisher nur als Flugplatzzubringer interessant? Weil ein schnell expandierendes Flugnetz mancherorts ein echtes Problem hat, den Anschluss an bestehende Verkehrsnetze, insbesondere das Schienennetz zu finden. Die Ironie dabei ist, dass ein völlig inkompatibles neues System offensichtlich nicht gerade die ideale Lösung für ein Kompatibilitätsproblem zweier bestehender Systeme sein kann.
    - Worin besteht die große Überlegenheit der Hochgeschindigkeitszüge? Sie können auf der "letzten Meile" auf jeder vorhandenen Schienenstrecke zum Bahnhof fahren. Dort, wo auch die U-Bahn oder Straßenbahn bzw. das Bussystem einen Knotenpunkt hat.
    - Was ist so extrem ärgerlich an vielen Bahnhöfen in Großstädten? Die mangelnde Kompatibilität mit dem Autoverkehr durch zu knapp bemessene Ein- und Aussteige- bzw. Kurzzeitparkzonen.
    - Warum setzt sich das Glasfasernetz nur in Teilbereichen durch? Weil es ein ziemlich großes Kompatibilitätsproblem hat und daher die alten Netze durch technische Weiterentwicklung (statt Technologiebruch) plötzlich noch sehr viel "Luft" kriegen. Siehe Eisenbahn.

    Man könnte Bücher füllen mit Beispielen, die alle um die Fragen der Kompatibilität mit vorhandenen Systemen und der Rentabilität kreisen. Innovation ist eben nicht, wenn aus - selbstverständlich legitimen und wichtigen - Ingenieursträumen durch Industriepolitik und Lobbyismus die Finanzierung einer Traumtänzerei entsteht, mag sie rein ingenieurstechnisch noch so supertoll erscheinen.

    Dem Technologiestandort Deutschland ist somit dann am besten gedient, wenn überforderte Politiker und industrielle Handaufhalter den wohlverdienten Schiffbruch erleiden. Lieber spät als noch später. Zu hoffen, dass die Idiotie der Industriepolitik und des Lobbyismus nach einer ausreichenden Zahl solcher Schiffbrüche aufhören würde, wäre wohl leider auch wieder Traumtänzerei.
  •  28-03-2008, 21:08 15294 Antwort zu 15255

    @ Jens Muche

    ""Stets wirkten an seiner Demontage von Anfang an an vorderster Front verantwortliche SPD-Politiker mit..""

    So ist das. Besonders perfide ist allerdings, daß jetzt genau diejenigen daherkommen, die seit Jahzehnten den Transrapid im Allgemeinen und den in München im Besonderen bekämpft haben, und Vorwürfe gegen Beckstein und Huber erheben, daß das Projekt geplatzt sei.
  •  28-03-2008, 21:32 15295 Antwort zu 15256

    @ Jens Muche

    "Das ist die Frage, die sich auch viele Kommentatoren stellen, weshalb plötzlich und unerwartet die Kosten des Projekts explodierten. Die Tiefbauingenieure bauen lieber Brücken, selbst wenn diese aufwendig sind, als Tunnel, - wegen der Kosten. Ich werde das Gefühl nicht los, das hier ganz bewußt Störfeuer geschossen wird, die Frage ist nur, weshalb."

    Es ist allgemein bekannt, daß öffentliche Investitionsprojekte zunächst einmal (bewusst) klein gerechnet werden, damit sie überhaupt genehmigungsfähig werden. Obwohl jedem Fachmann klar ist, daß das projektierte Budget nie und nimmer eingehalten werden kann. Deswegen werden auch fast alle öffentlichen Projekte (Flughafen München, ICE-Strecke Köln-Frankfurt) regelmässig um bis zu hundert Prozent teurer. Dieses war auch beim Münchner Transrapid der Fall, der Unterschied allerdings: hier wurden die Firmen zu einem Festpreis vergattert, was aussergewöhnlich ist. Nachdem dann das kam, was kommen musste, ist der Deal geplatzt. Die sonst übliche Kostensteigerung war hier nicht möglich.

    Zum zweiten muss man jedoch den Firmen zugute halten, daß die Herstellungskosten (Stahlpreis - ein wichtiger Faktor beim Transrapid) z.T. extrem explodiert sind. Also sind die Forderungen der Firmen zu einem gewissen Teil berechtigt.

    Aber sei´s drum: Der Transrapid ist und war immer ein ausschliesslich politisches Thema. Er ist vierzig Jahre lang totgeredet worden - mit Erfolg. Er hätte eine Chance gehabt, wenn man ihn dort realisiert hätte, wo er ein nicht existierendes oder total marodes Schienennetz häte ersetzen können. Also z.B. bei der ´Substitution´ des nicht vorhandenen Fernverkehrs der "DDR" : Strecke Hamburg - Berlin.

    Die Technikfeindlichkeit und Wirtschaftsverhinderungspolitik der (Rot)Grünen haben es geschafft: Ein umweltfreundliches Transportkonzept wurde abgeschossen. Wer, wenn nicht die Umweltschützer, hätte diese Technik eigentlich unterstützen müssen?

  •  29-03-2008, 13:02 15317 Antwort zu 15295

    @ piano man

    "Die Technikfeindlichkeit und Wirtschaftsverhinderungspolitik der (Rot)Grünen haben es geschafft: Ein umweltfreundliches Transportkonzept wurde abgeschossen. Wer, wenn nicht die Umweltschützer, hätte diese Technik eigentlich unterstützen müssen? "

    Interessant in diesem Zusammenhang ist das Spiegel-Interview mit dem Chamäleon Vahrenholt, der jetzt bei RWE im sicheren Hafen gelandet ist, nachdem er festgestellt hat, daß man mit Windmühlenstrom die Energieversorgung Deutschlands nicht sicherstellen kann.

    Fakt ist, daß keiner der rot-grünen Deppen, in HH z.B. die Lehrerin Götsch sagen kann, woher denn der Strom und die Fernwärme für HH kommen soll. Aber man ist gegen den Bau eines der effizientesten Kohlekraftwerke, welches so gebaut werden wird, daß später, wenn die CCS-Technologie zur Verfügung steht, CO2 dauerhaft versenkt wird.

    Rot/Grün hat die Zukunftschancen Deutschlands gen Null sinken lassen. Der Transrapid ist nur ein Beispiel von vielen. Stattdessen ist Alttechnologie in, wie Windmühlen etc. .
  •  29-03-2008, 13:56 15324 Antwort zu 15317

    @ economist

    "Fakt ist, daß keiner der rot-grünen Deppen, in HH z.B. die Lehrerin Götsch sagen kann, woher denn der Strom und die Fernwärme für HH kommen soll."

    Aber passen Sie mal auf: Eines nicht allzu fernen Tages, wenn dann des öfteren mal der Strom ausfallen wird, sind die es nicht gewesen. Dann kommen gigantische Ablenkungsmanöver wie: Die Energiekonzerne dies ... die Energiekonzerne das ... fehlende Investitionen in die Netze ... usw usf. Die wahren Schuldigen werden sich dann mal wieder aus der Affäre ziehen, oder schon wie Joschi in den USA leben.
  •  29-03-2008, 15:22 15337 Antwort zu 15295

    yahel ist nicht online. Letztmals aktiv: 19-07-2008, 19:06 yahel
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.110
    @ piano man
    „........daß öffentliche Investitionsprojekte zunächst einmal (bewusst) klein gerechnet werden, damit sie überhaupt genehmigungsfähig werden.“

    Ich weiß, nur, wenn ich mit diesem Vorsatz ein Haus bauen will, ist spätestens bei Vorlage der Finanzierung Schluß, weil ich von keiner Bank einen Kredit für „es könnte ungefähr so viel kosten“ bekommen würde. Deshalb funktionieren viele öffentliche Haushalte auch nicht, weil man versucht, sich selbst zu überlisten.

    „Deswegen werden auch fast alle öffentlichen Projekte (Flughafen München, ICE-Strecke Köln-Frankfurt) regelmässig um bis zu hundert Prozent teurer.“

    Ja, nur wissen alle Beteiligten vorher daß sich bei Bauvorhaben die länger als ein Jahr dauern, während der Bauzeit zwangsläufig Preissteigerungen in bestimmten Bereichen ergeben. Das darf man nicht verschweigen. Zum anderen muß bei Überschreitung der Veranschlagung auch nachgesehen werden, aus welchem Grund das Vorhaben teurer wurde. Denn oft sind es politische Änderungswünsche die während der Bauzeit berücksichtigt werden „müssen“, am Ende aber gern den Baufirmen in die Schuhe geschoben werden. Ich habe so etwas in einem B-Plan erlebt.

    „Zum zweiten muss man jedoch den Firmen zugute halten, daß die Herstellungskosten (Stahlpreis - ein wichtiger Faktor beim Transrapid) z.T. extrem explodiert sind. Also sind die Forderungen der Firmen zu einem gewissen Teil berechtigt.“

    Keine Frage und deshalb sind auf „Kante genähte“ Kalkulationen ohne den Hinweis auf steigende Preise bei bestimmten Materialien Mist. Das Stahl z.B. teurer wird stand sogar in der Zeitung und war zum Zeitpunkt der Projektierung bekannt.
    Natürlich kann man die Mittel für eventuelle Preissteigerungen nicht von Anfang an für das gesamte Projekt binden, sondern muß diese in den nächsten Haushalten für die folgenden Bauabschnitte einstellen, bzw zeitig Mittel nachbinden. Das bedeutet zügige und zeitnahe Abrechnung.
    Auf der anderen Seite werden öffentliche Aufträge gern dazu benutzt „Kasse“ zu machen.
    Ganz kleines Beispiel: In meiner Nachbargemeinde sollte für den Gemeindearbeiter ein Ackerschlepper beschafft werden. Mit Rundumlicht, Hydrauliken für Schneeschieber und Ackerschiene usw. Man forderte bei entsprechenden Herstellern Angebote ein und die Landwirte unter den Gemeindevertretern staunten über die Preise. Am Ende kaufte man einen Schlepper gleichen Typs und Ausstattung beim örtlichen Landmaschinenhändler - und sparte 25%. Allerdings war der Schlepper nicht „kommunalgelb“, sondern rot. Dieses Beispiel läßt sich fortführen.

    „Also z.B. bei der ´Substitution´ des nicht vorhandenen Fernverkehrs der "DDR" : Strecke Hamburg - Berlin.“

    Zu Zeiten der DDR hatte die kein Interesse daran und danach wurde das Projekt durch den Wunsch eines einzelnen Herren, Schlenker nach Schwerin und dem zetern einer Ministerpräsidentin die schon immer dagegen war, an die Wand gefahren.

    „Wer, wenn nicht die Umweltschützer, hätte diese Technik eigentlich unterstützen müssen?“

    Das sehe ich auch so, nur, wie ich weiter oben schrieb, fährt die Bahn zu lange im Kreis.
    Die Antwort von Passanten bei einer Umfrage zum Aus war: „Ich brauche sowas nicht“. So einfach ist das, wenn man nur die Strecke München bis zum Flughafen betrachtet. :-((

    jens.muche@t-online.de
  •  29-03-2008, 16:57 15340 Antwort zu 15295

    "Die Technikfeindlichkeit und Wirtschaftsverhinderungspolitik der (Rot)Grünen haben es geschafft:"

    Genau DARUM ging es doch von Anfang an! Verhindern, behindern, bremsen, durch Einsprüche von Anwohnern und Naturschutz-"Argumente" das Projekt verzögern und auch durch eine Vielzahl von Gerichtsverfahren durch "interessierte Kreise" VERTEUERN!
    Und wenn man es dann geschafft hat, das Projekt um Jahre zu verzögern, bis die Rohstoffpreise z.B. für Stahl nahezu explodiert sind (wahrscheinlich einer der Gründe für die Preisexplosion), wird noch hämisch und charakterlich mies nachgetreten, weil die Politik die Notbremse zieht.

    Im Jahre 1835 fuhr bekanntlich die erste Eisenbahn in Deutschland, auf einer nur wenige Km langen Strecke von Nürnberg nach Fürth.
    Auch da soll es Gegner der damals völlig neuen Technologie gegeben haben, allen voran verständlicherweise die Pferdekutscher, welche vorher diese Strecke nahezu im Monopol bedienten und ein sicheres Einkommen schwinden sahen.
    Der Dampf des "Adler" (so hieß die erste Lok) stieß auf Mißtrauen und schürte Ängste vor Gesundheitsgefahren. Und doch:
    Hätte es damals nur annähernd so viele Vollidioten gegeben wie heute, auch noch ausgestattet mit soviel gesellschaftlicher Macht, auch als NGO (no-government-organisation), die Industrialisierung in DE hätte höchstwahrscheinlich SO nicht stattfinden können!

    Wer sich also gerade außerhalb von Bayern (z.B. in NRW) jetzt zum Transrapid-Aus das Maul zerreißt, sollte sich auch mal DARÜBER Gedanken machen, soweit möglich!
  •  29-03-2008, 17:35 15343 Antwort zu 15340

    @ Karl Auer

    Die selbsternannten Umweltschützer sind ein Thema für sich.
    Wenn man berechnen würde, was die Behinderungen von Bahnstrecken und Autobahnen wegen Goldhamstern und seltenen Kräutern, die von keinem Menschen wahrgenommen werden, den Steuerzahler gekostet haben, käme sicherlich ein Vielfaches der Transrapidstrecke raus.

    Wenn aber Seeadler und Milane, die von den Menschen gesehen werden können und an denen er sich freuen kann, von Windrädern zerhackt werden, ist das im Zuge des Umweltschutzes nicht so tragisch.

    Manche Menschen sind eben doch gleicher als andere.
  •  29-03-2008, 18:29 15346 Antwort zu 15343

    "Wenn aber Seeadler und Milane, die von den Menschen gesehen werden können und an denen er sich freuen kann, von Windrädern zerhackt werden, ist das im Zuge des Umweltschutzes nicht so tragisch."

    Klar doch! Genau zu DEM Thema habe ich doch erst vor einigen Wochen hier einen schönen Link eingestellt und einigen Auftragsschreibern für Windmühlen das Maul gestopft (wenigstens für einige Tage, aber schon DAS war erholsam((((o:)
    "Und weil"s so schön war.." hieß das!


    "Manche Menschen sind eben doch gleicher als andere."

    Selbstverständlich!
    Auf Latein:
    "Quod licet Jovi, non licet bovi!"
  •  29-03-2008, 20:46 15348 Antwort zu 15346

    "Und weil"s so schön war.." hieß das! Und besonders schön war der dazu von mir gepostete Hinweis auf . http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2005/2005_098/03.html aus dem klar wird, das die von Ihnen und naderen beschriebene Problematik in DE gar nicht so besteht. Und danach kam in dem besagten thread nix mehr vo Ihnen. Sendepause. [...]
    Tags:
  •  29-03-2008, 22:04 15351 Antwort zu 15337

    @ Jens Muche

    "Zum anderen muß bei Überschreitung der Veranschlagung auch nachgesehen werden, aus welchem Grund das Vorhaben teurer wurde. Denn oft sind es politische Änderungswünsche die während der Bauzeit berücksichtigt werden „müssen“, am Ende aber gern den Baufirmen in die Schuhe geschoben werden. "

    Richtig, oft finden aber auch die örtlichen Umweltschützer heraus, dass sich direkt in der ICE-Trasse ein Tümpel mit dem quergestreiften Breitmaulfrosch befindet, dessen Rettung natürlich viel Geld kostet, wenn nicht das ganze Projekt dadurch gestoppt wird. Wie etwa die Dresdner Elbbrücke wegen der "Kleinen Hufeisennase". Auch sollte man die Grosstrappe nicht vergessen, wegen der eine der zentralen Bahnverbindungen in die Neuen Bundesländer (nach Magdeburg) jahrelang verhindert wurde. Das alles könnte zwar als amüsant bewertet werden, kostet aber letzten Endes viel Geld. Schuld sind aber - wie Sie richtig schreiben - immer die Unternehmen.

    "Ganz kleines Beispiel: In meiner Nachbargemeinde sollte für den Gemeindearbeiter ein Ackerschlepper beschafft werden. Mit Rundumlicht, Hydrauliken für Schneeschieber und Ackerschiene usw. Man forderte bei entsprechenden Herstellern Angebote ein und die Landwirte unter den Gemeindevertretern staunten über die Preise. Am Ende kaufte man einen Schlepper gleichen Typs und Ausstattung beim örtlichen Landmaschinenhändler - und sparte 25%. Allerdings war der Schlepper nicht „kommunalgelb“, sondern rot. Dieses Beispiel läßt sich fortführen. "

    SO werden in DE die Steuergelder in unglaublichem Ausmass verschleudert, ohne daß irgendeiner der Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würde. Das "Schwarzbuch" des Bundesrechnungshofs und sämtliche Berichte des Bundes der Steuerzahler werden von den Verantwortlichen in etwa so behandelt wie die Warnungen des Blauen Kreuzes an einen beratungsresistenten Alkoholiker.


  •  29-03-2008, 22:26 15353 Antwort zu 15340

    @ Karl Auer

    "Auch da soll es Gegner der damals völlig neuen Technologie gegeben haben, allen voran verständlicherweise die Pferdekutscher, welche vorher diese Strecke nahezu im Monopol bedienten und ein sicheres Einkommen schwinden sahen.
    Der Dampf des "Adler" (so hieß die erste Lok) stieß auf Mißtrauen und schürte Ängste vor Gesundheitsgefahren. Und doch:
    Hätte es damals nur annähernd so viele Vollidioten gegeben wie heute, auch noch ausgestattet mit soviel gesellschaftlicher Macht, auch als NGO (no-government-organisation), die Industrialisierung in DE hätte höchstwahrscheinlich SO nicht stattfinden können! "


    Schon immer galt: Wer den Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen. Die Linken und die Ökos wollten schon immer nur Eines: Die Entschleunigung der Wirtschaft und des Entwicklungsprozesses. Dieses Ziel lässt sich am leichtesten durch die Stimulation der Angstreflexe der Menschen erreichen: Gesundheitsgefahren durch den Qualm der Kraftwerke und MVAs, Klimakatastrophe, Abschmelzen der Polkappen, Hautkrebs durch das Ozonloch, Antibiotika im Frühstücksei, Formaldehyd im Klassenzimmer, Kinderkrebs durch AKWs, Elektrosmog durch Mobilfunk, Nematoden im Fisch, Acrylnitril in den täglichen Pommes und den Chips zum Nachtisch, BSE im Beefsteak und als neuestes: Dioxin im Mozzarella di Bufalo!! Das Grauen nimmt kein Ende.

    "Wer sich also gerade außerhalb von Bayern (z.B. in NRW) jetzt zum Transrapid-Aus das Maul zerreißt.."

    Man hätte gedacht, es würde ein Jubelschrei durchs Land gehen, weil das verhasste Teufelswerk Transrapid endlich gestorben ist. Aber nein: Die selben Linken und die Kampfpresse prangern jetzt das "peinliche Sterben" des Projektes an. Geht´s noch?
  •  30-03-2008, 18:09 15367 Antwort zu 15353

    @piano man
    "Man hätte gedacht, es würde ein Jubelschrei durchs Land gehen, weil das verhasste Teufelswerk Transrapid endlich gestorben ist. Aber nein..."

    DAS ist ja genau die Methode:
    Erst kritisiert man das Eine, wenn darauf reagiert wird, kritisiert man genau DAS auch wieder. Wie es gerade in den Kram paßt!
    Denken Sie mal an den Problembären (Nein, ich meine nicht den bei der SPD)! Den anderen, den Bruno!
    Stellen sie sich mal vor, wie die versammelten gewohnheitsmäßigen Nörgler, CSU- und Bayernhasser und Medienspacken auf den bayer. Umweltminister Schnappauf (der sich nebenbei gesagt ABSOLUT KORREKT VERHALTEN HAT) und die Staatsregierung eingeprügelt hätten, wäre der Bär NICHT geschossen worden

    und hätte z.B. irgendwo im Voralpenland einen Menschen oder einen Urlauber z.B. aus NRW (oder aus Ossiland) zerlegt!!

    Wo waren da eigentlich die Aufschreie der versammelten Tier-, Umwelt- und Minderheitenschützer, der Pelzgegner, der Bundesbetroffenheitsbeauftragten, der Veganer, der Gutmenschen und Gutmenschinnen und der anderen Narren, als der Bär diverse Schafe, Hühner etc. bestialisch und ohne Betäubung "geschächtet" hat??
    Nix zu hören oder zu lesen!
    JETZT wurde die Story vom guten Bären extra wieder mal aufgewärmt, um die Menschen nochmal aufzuhetzen, ich möchte schon heute wetten, daß wir das bis zur nächsten Landtagswahl im Herbst noch mindestens 1mal hingerieben bekommen....

    Diese Pharisäer alle miteinander (Sie wissen wen ich meine) kotzen mich derartig an, das kann ich gar keinem Menschen beschreiben...
  •  30-03-2008, 19:23 15369 Antwort zu 15367

    @ Karl Auer

    Anläßlich der Präsentation von Bruno am Donnerstag im Museum gab es ein Flugblatt der Jagdgegner (ein "Biologe" zeichnete verantwortlich, der ein vollständiges Verbot der Jagd forderte und gleich auch noch den Verzehr von Fleisch unterbinden wollte ("Die bösen Jäger schießen bis zu 5 Mio.Tiere in Deutschland. die armen Tiere, laßt sie doch leben").

    Andere "Naturschützer" greifen die Jäger an, weil sie zu wenig schießen und Rehe und Hirsche den Bergwald vernichten würden.

    Allmählich glaube ich man will untersuchen, mit wie viel Unsinn man den Staat lähmen und die Öffentlichkeit verdummen kann.

    Jeder der ein Anliegen hat, wendet sich damit an die Medien, die aber mangels Differenzierung völlig gegensätzliche Meinungen alle in die umwelt- oder naturschützerische Schublade schieben. Hauptsache es ist ein "gutmenschen(eigen-)tümliches" Anliegen.
  •  31-03-2008, 13:13 15388 Antwort zu 15324

    @ piano man

    "Dann kommen gigantische Ablenkungsmanöver wie: Die Energiekonzerne dies ... die Energiekonzerne das ... fehlende Investitionen in die Netze ... usw usf. Die wahren Schuldigen werden sich dann mal wieder aus der Affäre ziehen, oder schon wie Joschi in den USA leben."

    Klar werden die genau das machen. Inzwischen ist ja die "DDR" vom Unrechtsstaat zum nachahmenswerten "Rechtsstaat" mutiert, zumindest in den Köpfen dieser Ewiggestrigen, die die von der SED und der KPdSU finanzierten Inhalte auf den Flugblättern mit der "Muttermilch" eingesogen haben.

    Die versuchen tatsächlich den Morgenthau-Plan umzusetzen und aus D ein Agrarland mit Energieversorgung aus Biomasse Wind und Wasser zu machen.

    Das Volk ist dermaßen verdummt, nicht zuletzt durch diese Lehrer/Innen wie die Götsch, daß die glauben, daß man D mit den physikalisch nicht existierenden "Erneuerbaren Energien" komplett wird versorgen können. Gleiches gilt für 99% der Journalisten, wobei das HB da leider keine Ausnahme bildet, denn aufklärende Artikel gibt es nicht.

    Für 30000 Passagiere täglich auf ner U-Bahnstrecke werden 70 Millionen pro km ausgegeben, für dieselbe Anzahl in München nicht, obwohl der volkswirtschaftliche Nutzen in München wesentlich größer wäre, denn in HH könnten die Menschen auch mit dem Fahrrad oder mit einer Stadtbahn billiger fahren.

    Deutschland verkommt zu einem Land der Alttechnologie wiue der Windmühlentechnik.
  •  31-03-2008, 19:12 15418 Antwort zu 15388

    @ economist

    "Die versuchen tatsächlich den Morgenthau-Plan umzusetzen und aus D ein Agrarland mit Energieversorgung aus Biomasse Wind und Wasser zu machen."

    Und alle leben glücklich und zufrieden, mit Blumen im Haar, selbstgestrickten Pullovern, Bioäpfeln, die mit Jutetaschen eingekauft wurden ....

    "....daß man D mit den physikalisch nicht existierenden "Erneuerbaren Energien..."

    Mit dem Begriff soll suggeriert werden, man könne Energie sozusagen "recyceln". Vom Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik haben die natürlich noch nie was gehört. Unkenntnis gepaart mit ideologischen Motiven: Das ist und war bei Politikern immer eine Mischung, die extremen Schaden für das Volk verursacht.

  •  31-03-2008, 21:17 15426 Antwort zu 15418

    @ piano man

    >>"....daß man D mit den physikalisch nicht existierenden "Erneuerbaren Energien..."

    Mit dem Begriff soll suggeriert werden, man könne Energie sozusagen "recyceln". Vom Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik haben die natürlich noch nie was gehört. Unkenntnis gepaart mit ideologischen Motiven: Das ist und war bei Politikern immer eine Mischung, die extremen Schaden für das Volk verursacht. "<

    Der Schaden ist bereits eingetreten und wird exponentiell wachsen.

    "Und alle leben glücklich und zufrieden, mit Blumen im Haar, selbstgestrickten Pullovern, Bioäpfeln, die mit Jutetaschen eingekauft wurden .... "

    Selbstverständlich tun die das, aber nur fiktiv, denn sollten die tatsächlich leben sollen wie mein Opa, so würden die nicht wissen, wie man als "behinderter Besserverdiener" eine Familie mit vier Kindern durchbringen kann, ohne "Sozialhilfe" oder "Hartz IV" zu beanspruchen, was es damals nicht gab.

    "Vom Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik haben die natürlich noch nie was gehört."

    Davon müssen die was gehört haben, denn das ist Unterrichtsstoff zur Erreichung des Reifezeugnisses im Fach Physik, selbst bei der Abwahl. Allerhöchstwahrscheinlich überstieg dieser Satz deren Begriffsvermögen und die daraus zu folgernden Schlüsse.

    Nur, es ist alles Marketing und das dumme Volk folgt dem, obwohl es erkennen müssen könnte, daß weißer als Weiß Quatsch ist und schnelle Verkehrsmittel Vorteile bieten. Die Flughafenanbindungen in München und in Hamburg sind eine Zumutung. Warum? Weil da Sozis die Macht hatten und immer noch in München haben.

    Eigentlich unglaublich, was da ein paar Ideologen anrichten können. Was denn auch für d die Existenz der verbrecherischen "DDR" und des verbrecherischen NS-Regimes erklären könnte.

    Ich staune immer wieder wieder darüber, wie Wenig "ausgewiesene Fachleute" über gewisse Zusammenhänge wissen. Ein gewisser Historiker Wippermann leugnet oder unterschlägt die SS-Angehörigkeit seines Vaters und dessen nachkriegliche Mitgliedschaft der SPD ... und stellt den Stadtgründer Bremerhavens (1827) an den Pranger der Judenfeindlichkeit ...


    Perverser geht es m.E. nicht seitens dieser "Heuchler".

  •  05-04-2008, 9:30 15660 Antwort zu 15340