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Aus für den Transrapid
Letzter Beitrag 10-04-2008, 10:17 von benz. 39 Antworten.
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27-03-2008, 12:02 |
Aus für den TransrapidDie Transrapid-Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen wird
wegen drastischer Kostensteigerungen nicht gebaut. Das teilte
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) nach
einen Krisentreffen in Berlin mit. Zuvor hatten Industrievertreter den Politikern eröffnet, wie viel teurer das Projekt werden sollte. Was ist Ihre Meinung? Zum vollständigen Artikel bei Handelsblatt.com gelangen Sie hier
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27-03-2008, 12:24 |
Da häte sich Stoiber sein Gestottere sparen können:-P
Da lob ich mir Windkraftanlagen, die funktionieren wenigstens, verschaffen den
deutschen Erbauern Milliardenumsätze und schaffen Arbeitsplätze.
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27-03-2008, 12:28 |
Das scheint mir kein Schaden, da der Einsatzzweck, dem Flugreisenden 10 Minuten zu sparen, prinzipiell Unsinn war.
Viel sinnvoller wäre eine Strecke München - Stuttgart, München - Frankfurt oder Frankfurt - Düsseldorf.
Die Lücke scheint mir auf Streckenzu liegen, die für das Flugzeug zu kurz und den ICE zu lang sind.
Allerdings scheint diese Lücke nun durch den französischen Supertrain schon geschlossen.
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27-03-2008, 12:31 |
Auf der einen Seite schade für das Image des Standortes Deutschland.
Andererseits erfreulichl, daß auch Interessen der Steuerzahler bedacht werden. Denn die Finanzierung und alle damit verbundenen Risiken trägt der Steuerzahler. Die beteiligten Firmen sind allein für die Gewinne des Projektes zuständig.
Mittlerweile sind die Großnternehmen, bedingt durch die immer weiter ausufernde Subventionierung, so faul geworden, daß sie keinerlei Risiken mehr tragen wollen.
Und da ist es schön wenn ein Minister sich auch mal für den Steuerzahler einsetzt. Mal sehen wie lange er sich durchsetzten kann.
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27-03-2008, 12:57 |
Wer nur äh 10 Minuten über den Transrapid nachdenkt, der wird äh erkennen ,das äh 10 Minuten kein Grund sind für über äh 3 Milliarden.
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27-03-2008, 13:08 |
Eine Schande für unser Land, schon sinnbildlich für unseren Rückschritt, armes Deutschland, was ist aus dir geworden [...]
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27-03-2008, 13:13 |
Würde die BRD sich die Entwicklungshilfe in Höhe 185 Millionen Euro jährlich an die Volksrepublik China - dort läuft ja bereits ein Transrapid - sparen, könnte man damit einen kräftigen Zuschuß für unsere Rapidstrecke generieren
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27-03-2008, 13:35 |
Das ist sehr schade.
Ich verstehe auch die Industrie (Transrapid International) nicht, warum sie sich die Chance entgehen lässt. Sicherlich ist ein Flughafenzubringer nicht so attraktiv wie eine Strecke Berlin - Warschau - Moskau, aber die gesamten Entwicklungskosten auf einen Flughafenzubringer abzuwälzen ist auch nicht die feine Art. Die TRI hat scheinbar München nie wirklich als Referenz akzeptiert und auf die Politik und den Steuerzahler für die Finanzierung gehofft.
Ich hoffe, dass der Transrapid an dieser Entscheidung nicht kaputt geht und die Erweiterung in China seinen Lauf nimmt. Irgendwie wie der Transrapid seinen Weg nach Deutschland finden und wenn er über Peking, Novosibirsk, Moskau, Warschau nach Berlin kommt. ;-) Berlin - Schanghai. Das klingt doch sowieso viel besser als "direkt in den Hauptbahnhof einsteigen und in 10 Minuten losfliegen".
Schuldfrage: Politik - nein, Bahn - nein, TRI - ja
Viele Grüße!
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27-03-2008, 13:49 |
Wundern tut es mich nicht.
Warum auch soll der Staat die Hauptlasten tragen? Wenn die Magnetschwebebahn als vermarktbares Produkt zu sehen ist, mit dem Geld verdient werden kann, würden die beteiligten Unternehmen investieren.
Anscheinend sehen dieselbigen es aber nicht so.
Damit hat das Projekt keine Daseinsberechtigung.
Und Staat und Kommunen sollten ihr Geld folglich anderseitig investieren.
Krupp, Thyssen, Siemens & Co. benötigen keine Subventionen.
Subventionen benötigen Kleinunternehmer und Mittelstand, die Arbeitsplätze schaffen.
Cosecha
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27-03-2008, 16:58 |
Alle Unkenrufe der Transrapidgegner erinnern mich sehr stark an die Aussagen und Argumentationen der Gegner der Eisenbahn. Lang ist es her, aber der Mensch lernt bekanntlich nicht aus der Geschichte!
Mit Ruhm hat sich bzgl. der Planung einer Transrapidstrecke in Deutschland sicherlich weder die Politik, noch das Konsortium bekleckert. Völlig falsch ist die Annahme, dass der Transrapid ausschließlich für lange Strecken geeignet sei. Die Vorteile einer Magnetschwebebahn sind wesentlich weitreichender und detailierter im Bezug auf eine bestimmte Strecke zu erörtern, als dies in der Öffentlichkeit bisher geschehen ist. Hier versagte die Industrie, die transparente Aufklärung hätte betreiben müssen. Wo sitzen die Marketingexperten der namhaften Unternehmen des Konsortiums, die die Mittlerrolle zwischen Ingeneuren und Technik sowie Kunden und Nutzern einnehmen sollten?
Von der Politik ist eine sachliche Aufklärungsarbeit eh nicht zu erwarten. Politiker nutzen soche Projekte ausschließlich aus egozentrischen Gründen. Daher ist den Gegnern aus der Bevölkerung fast kein Vorwurf zu machen, dass diese derart massiv gegen den Transrapid mobilisiert haben. Mobiler wird der Standort München leider nicht. Hier haben sich gerade die Anwohner der geplanten Strecke selbst ins Knie geschossen. Zu Gründungszeiten der Eisenbahn hätte sie sich mit der heutigen Einstellung ebenfalls durchgesetzt und würde heute noch mit dem Ochsenkarren kutschieren.
"Man sollte immer gegen Neurungen sein - man weiß ja nie, was sie einem bringen, gel?!"
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27-03-2008, 17:00 |
Denkerist:
Mittlerweile sind die Großnternehmen, bedingt durch die immer weiter ausufernde Subventionierung, so faul geworden, daß sie keinerlei Risiken mehr tragen wollen.
@ Denkerist
Das müssen Sie mir jetzt erklären!!
Was hat Risikobereitschaft mit Faulheit zu tun??
Oder wollen Sie nur einfach mit zwei "Negativeigenschaften" die "Manager" diskriminieren?
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27-03-2008, 17:47 |
Na ist doch toll!
Was soll die "Weltstadt mit Herz" auch mit einem derart sinnlosen Technologie- Vorzeigeobjekt?
Das schauen wir uns doch alles viel lieber in China an..!
Eine neue Großmoschee, vom OB massiv unterstützt, ist doch auch viel sinnvoller...!
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27-03-2008, 18:30 |
Die Diskussion um eine Transrapidstrecke in D dauert schon viel zu lange um ein vernünftiges Ergebnis zu erreichen. Es kommt mir so vor als wundere sich ein Spielwarenhändler über mangelnden Absatz bei elektrischen Spielzeugeisenbahnen, obwohl er im Schaufenster eine ständig im Kreis fahrende aufgebaut hat. Solange es keine im Wirkbetrieb befindliche Strecke in D gibt an der sich potentielle Interessenten orientieren können, bleibt diese Bahn eben ein Spielzeug, das ständig im Emsland im Kreis fährt. Die Strecke zum Flughafen war sicher nicht die erste Wahl aber immerhin ein Anfang der von der Politik angestoßen wurde. Sinnvollere Strecken wären sicher die, die Baeckerbullerjahn in 15173 vorschlägt.
In D dauert eben alles ein bißchen länger und manches sinnvolle Projekt wird einfach totgeredet, weil es in Wirtschaft und Politik zu viele Zauderer gibt.
jens.muche@t-online.de
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27-03-2008, 20:07 |
Besser Millarden in dubiose Banken versenken als in die Zukunft zu investieren.
Aufkäufer aus anderen Nationen wird es freuen.
Das zeigt doch wieder mal mit welchem Sachverstand politische Entscheidungen
getroffen werden, die der "Steuerzahler" wieder mal ausbaden muss.
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27-03-2008, 22:14 |
Ich kann nicht nachvollziehen, daß der Kilometer Transrapidstrecke 81 Millionen € kosten soll. Die U-4 in Hamburg kostet nur schlappe 71 Millionen pro Kilometer.
Daß Stelzenbau teurer sein soll als Tunnelbau in schwierigstem Gelände ist für mich nicht nachvollziehbar.
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27-03-2008, 22:55 |
Baeckerbullerjahn: Denkerist:
Mittlerweile sind die Großnternehmen, bedingt durch die immer weiter ausufernde Subventionierung, so faul geworden, daß sie keinerlei Risiken mehr tragen wollen.
@ Denkerist
Das müssen Sie mir jetzt erklären!!
Was hat Risikobereitschaft mit Faulheit zu tun??
Oder wollen Sie nur einfach mit zwei "Negativeigenschaften" die "Manager" diskriminieren?
Das möchte ich tun, in den Kreisen der Großindustrie hat man sich bei Staatsaufträgen daran gewöhnt, daß die Risiken vom Staat übernommen werden und die Gewinne der Konzern einstreicht. Denken wir nur an das Theater mit der LKW-Maut, eine mißerable Technik wird vom Steuerzahler dadurch bezahlt, daß wir einen der höchsten Einnahmebeteiligung zahlen, die es in diesen Fällen gibt. Ich hatte damals einen Vergleich gelesen, daß dieses nachgewiesenermaßen nicht so fähige Konsortium mit 40% an den Einnahmen beteiligt wird, in der Schweiz sind es ca. 5%.
Die Stromkonzerne erwarten z.Zt. große staatliche Unterstützungen, damit sie Ihre Netze in Ordnung halten (was der Verbraucher schon 100 mal bezahlt hat.)
Bei Firmenansiedlungen werden große Subventionen trotz riesiger späterer Gewinne erwartet.
Hier scheint es wieder ebenso zu sein.
Sie nennen sich Bäckerbullerjahn, wenn ein Bäcker eine neue Filiale aufmacht bekommt er da auch alles vom Staat so daß er nur noch die Gewinne einstreichen muß? Soll ein Bäcker doch mal zum Finanzamt gehen, und sagen ereröffnet eine neue Filliale, wenn der Staat ihm diese einrichtet. Mal sehen was passiert.
Und dies meine ich mit Faulheit. Unternehmen heißen so, weil sie etwas unternehmen, allg. etwas wirtschaftliches. Und dies scheint mir bei vielen großen Firmen in Vergessenheit geraten zu sein.
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27-03-2008, 23:09 |
cosecha:
Krupp, Thyssen, Siemens & Co. benötigen keine Subventionen.
Subventionen benötigen Kleinunternehmer und Mittelstand, die Arbeitsplätze schaffen.
Cosecha
Genau! Steuersubventionen nur für nicht börsennotierte Unternehmen die Arbeoitsplätze schaffen, Kleinbetriebe, Mittelständler usw.
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28-03-2008, 11:38 |
Der Kommentator meiner Regionalzeitung schreibt u.a. zum Thema:
Zitat
.........Nach Hamburg – Berlin und Düsseldorf – Dortmund ist damit auch der dritte Versuch, dieses hochinnovative Transportkonzept dort umzusetzen, wo es entwickelt wurde, zu Fall gebracht. Und Fakt ist drittens: Stets wirkten an seiner Demontage von Anfang an an vorderster Front verantwortliche SPD-Politiker mit: die damaligen MP von S-H, Heide Simonis, MPV, Harald Ringsdorf, NRW, Peer Steinbrück, der Bundesminister Wolfgang Tiefensee und Münchens OB Christian Ude. Dieser sprach gestern von einem „guten Tag für die Bevölkerung“. Für den Industriestandort war es ein schlechter. Das im Ausland möglicherweise geht, was hier nicht geht, ist kein Trost. Es ist das Problem.
Zitatende
Dem ist nichts hinzu zu fügen.
jens.muche@t-online.de
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28-03-2008, 11:48 |
@ economist
".........daß der Kilometer Transrapidstrecke 81 Millionen € kosten soll."
Das ist die Frage, die sich auch viele Kommentatoren stellen, weshalb plötzlich und unerwartet die Kosten des Projekts explodierten. Die Tiefbauingenieure bauen lieber Brücken, selbst wenn diese aufwendig sind, als Tunnel, - wegen der Kosten. Ich werde das Gefühl nicht los, das hier ganz bewußt Störfeuer geschossen wird, die Frage ist nur, weshalb.
jens.muche@t-online.de
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28-03-2008, 17:36 |
Die Projektinitiatoren müssen immer für dt. Politiker alles unbezahlbar billig rechnen, damit die Politiker weiterhin glauben, dass Großprojekte in Deutschland immer möglich wären. Der Transrapid ist keine Fehlkalkulationsausnahmen - Die Deutschen verrechnen sich in fast allen Infrastrukturprojekten im eigenen Lande, ob Eisenbahnnetze, Autobahnen, Seehäfen, Kanäle, Elektrizitätsnetze, Breitbandnetze, usw usw usw. Immer wenn irgendeine Neubaubehörde im Spiel ist, ist das Projekt bereits zum Scheitern verurteilt.
Besonders schlimm bei Verkehrsinfrastrukturprojekten in Deutschland ist die Kleinstaaterei. Natürlich ist eine Transrapid-Kurzstrecke Blödsinn. Die paar Minuten Zeitersparnis gegenüber einer MRT-Direktverbindung von einen Flughafen zu einer Innenstadt ist wirklich nicht wirtschaftlich. Im Falle des Transrapid wäre eine Langstrecke mit ca. 500km nonstop Streckenabschnitten sinnvoll, z.B. HH-FaM-M , Paris-FaM-Berlin, usw. Aber immer wenn irgendein Streckenkilometer auf deutschen Gebiet gebaut werden soll, kommen Landespolitiker und sonstige Stakeholder und wollen irgendwelche Geschenke, Ausnahmen und Änderungen, die die Effizienz einer Strecke in den Keller jagt. Des weiteren halte ich es für keine strategisch gute Lösung immer auf die Deutsche Bahn als Betreiber einer Transrapidstrecke zu schielen.
Im Falle des Transrapid ist diese Technologie aus deutschen Händen erstmal tot. Die Politik hat es probiert - HH-B, Ruhrpott, München. Wenn Hersteller noch nichtmal im eigenen Land ein Projekt hinbekommen, wird jetzt und in Zukunft sicherlich keine Regierung der Welt den deutschen Transrapid in Erwägung ziehen. Die Beschäftigten der Transrapidabteilungen von Siemens und ThyssenKrupp sollten sich schonmal intern nach anderen beruflichen Perspektiven umschauen. Wenn die Magnetschwebetechnik irgendwann mal wieder in Erwägung gezogen wird, dann werden die Hersteller aus Japan und China kommen.
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