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Strompreis kann „über alle Grenzen“ steigen
Letzter Beitrag 14-05-2008, 14:02 von Beelzebub007. 376 Antworten.
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24-04-2008, 10:08 |
@Denkerist
"Und in 10 Jahren stellen wir fest, daß das mit der Endlagerung viel viel teurer wird als erwartet
und der Steuerzahler zahlt. "
Genau so wird es kommen. Soviel dann auch schon mal vorab zum heruntersubventionierten Atomstrom,
dessen Produzenten ja schon ordentlich und über jahrzehnte gut vom Steuerzahler profitierten (und IMMER
noch profitieren). Ich als Verbarucher aber werde die Rechnung später bekommen, das ist doch klar und
dann bleibt noch die Frage wie transparent die Verantwortung der Atomenergiefolgen in den Nachzahlungsauforderung
mir zugestellt wird.
Ich überlege grade ob ich mich nicht mal an das hier ansässige Büro eines Bundestagsabgeordnteten (oder mehrere) wenden sollte,
um nachzufragen, was da so an Kosten auf uns zukokmmt und was dafür als zurückgelegt gilt. Immerhin sprechen wir -
die 25.000 Jahre Strahlzeit zugrundegelegt - über mehr als 300 Generationen, die sich mit den Nachkommenschaften
der Atomenergie befassen müssen.
Und da man weiss, das Politiker sehr weit vorausdenken - im Schnitt vier Jahre-, Kapitalisten- besonders Energie und Finanzfuzzies- in erster Linie das Geld,äh , das Wohl des Volkes im Sinn haben , sollte man das doch versuchen vorher zu klären ... .
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24-04-2008, 10:46 |
@ Denkerist
"Kommen wir doch mal lieber auf die Kraft-Wärmekopplung zu sprechen, den von mir genannten Beitrag über sie Stadtwerke Schwäbisch Gmünd! Das rechnet sich ja offensichtlich, und der Wirkungsgrad ist viel höher als bei den Dreckschleudern Kohlekraftwerk und Zeitbomben AKW!! "
Wissen Sie eigentlich wovon Sie schreiben?
Kraft-Wärme-Kopplung ist doch lediglich, daß die Kondensationswärme eines Dampfprozesses zur Heizung genutzt wird.
Der Prozess kann mit mit "Dreckschleudern" ebenso durchgeführt werden wie mit AKWs.
Und Kraft- Wärme Kopplung rechnet sich nur dort, wo das Kraftwerk nahe am Abnehmer der Heizungswärme gebaut ist. Der Normalbürger möchte aber nicht unbedingt ein Kraftwerk in Sichtweite.
Im Sommer ist die Kraftwärmekopplung gleich ganz sinnlos, wenn der Verbraucher keine Wärme abnimmt. Das ist im Übrigen auch die Crux bei solarthermischen Systemen. Im Sommer haben sie eine hohe Wärmeausbeute, die Sie aber genau dann nicht verbrauchen können.
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24-04-2008, 13:32 |
@Bäckerbullerjahn
Vollkommend Richtig Ihre letzte Bemerkung zur Kraftwärmekopplung!!!
Weiterhin würde mich mal interessieren, wie die Kraftwärmekopplung bei Solar- Windkraftanlagen funktioneren soll!?
Diese Technik funktioniert meiner Meinung nach nur bei Kohle, Gas und Kernkraft....
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24-04-2008, 13:46 |
@ Baeckerbullerjahn
"Und Kraft- Wärme Kopplung rechnet sich nur dort, wo das Kraftwerk nahe am Abnehmer der Heizungswärme gebaut ist. Der Normalbürger möchte aber nicht unbedingt ein Kraftwerk in Sichtweite."
Ich weiß nicht, wer da wieder Desinformation betrieben hat, aber in HH gibt es eine Fernwärmeleitung vom Heizkraftwerk Wedel bis zum Fernsehturm, etwas mehr als 20 km lang. Eingangstemperatur 137°, Ausgangstemperatur 136°. Unrentabel ist die nicht. Was die Bürger betrifft, so gehöre ich zu denen, die für solche Kraftwerke sind und gegen die Feinstaub und Dioxinschleudern der Ökofreaks, die meinen mit Holzpelletheizungen was Gutes für die Nachbarn zu tun und angeblich hochgiftiges CO2 einzusparen.
"Im Sommer ist die Kraftwärmekopplung gleich ganz sinnlos, wenn der Verbraucher keine Wärme abnimmt. Das ist im Übrigen auch die Crux bei solarthermischen Systemen. Im Sommer haben sie eine hohe Wärmeausbeute, die Sie aber genau dann nicht verbrauchen können."
Völlig richtig, aber so weit kann der oecotypus hysteriensis mit dem "dezentralen Biogasblockheizkraftwerkstick" nicht denken. Die realisieren auch nicht, daß derartige Kraftwerke mitten in der Stadt Kühltürme brauchen.
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24-04-2008, 14:12 |
"Völlig richtig, aber so weit kann der oecotypus hysteriensis mit dem "dezentralen Biogasblockheizkraftwerkstick" nicht denken. Die realisieren auch nicht, daß derartige Kraftwerke mitten in der Stadt Kühltürme brauchen. "
Absolut richtig. Wenn dann ein BHKW neben ihr Wohnhaus gestellt werden soll, führen die die nächste Bürgerinitiative an. Dann ist sicher ein Kinderspielplatz ( nicht das die wirklich Kinderlärm in der Nachbarschaft haben wollen, aber gegen Kinder darf ja keiner was haben) eine viel bessere Verwendung für DIESE Fläche.
Gerade jetzt beklagen die GRÜNEN die Umwandlung von Nahrungsmittelproduktion in BIO-Energieproduktion. Die stark steigenden Preis für Lebensmittel haben sie ja nicht gewollt (nur herbeigeführt). Wenn die endlich die Energieversorgung ruiniert haben, werden sie das auch nie gewollt haben. Glücklicherweise wir heute im HB über einen Rückgang der Investitionen in WKA berichtet.
In den vergangenen 2 Jahren habe ich den Elektroenergieverbrauch im Haushalt um ca.35% gesenkt. Sicher gibt es noch Potential zur weiteren Verringerung. Hier ist für mich der Weg, der am schnellsten,billigsten und nachhaltigsten die Umwelt schont. Sparen und Effizienz verbesserung sollten die Hauptthemen sein!
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24-04-2008, 15:12 |
@ HofmannM
Solarthermische Systeme sind solche, die nur Wärme gewinnen. Sie legen Schläuche aufs Dach durch die langsam Wasser strömt, welches von der Sonne aufgeheizt wird.
Ihr Duschwasser und sonstiges Warmwasser (z.B. Schwimmbadheizung) können Sie so sehr preiswert gewinnen. Ist wahrscheinlich die sinnvollste Solarnutzung.
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24-04-2008, 15:39 |
@Bäckerbullerjahn
Das ist schon richtig. Aber mir fehlt hier die Stromgewinnung. So zu sagen die Kombination von Stromgewinnung und Wärmegewinnung, wie es bei Kohle, Gas oder Kernernergie möglich ist. Wie soll aus Wind bzw. Solarmodulen der Stromerzeugung Wärme gewonnen werden?
Anders gefragt: Kann mit Solarthermischen Systemen auch gleichzeitig Strom erzeugt werden?
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24-04-2008, 15:50 |
@HofmannM
!Anders gefragt: Kann mit Solarthermischen Systemen auch gleichzeitig Strom erzeugt werden?"
Mir hat neulich jemand erzählt, es gäbe Solarpaneels, die parallel arbeiten. Ob das aber sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln.
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24-04-2008, 16:55 |
@ Baeckerbullerjahn
"Mir hat neulich jemand erzählt, es gäbe Solarpaneels, die parallel arbeiten. Ob das aber sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln."
Ist nicht sinnvoll, da Solarzellen viel zu teuer sind. Selbst bei einem Preis von 50 Cent/kWh wird die Rentabilitätsschwelle während der Nutzungsdauer nicht erreicht.
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25-04-2008, 9:14 |
@Baeckerbullerjahn
Wir können also hiermit festhalten, dass eine Kraft(Strom)-Wärme-Kopplung nur bei Gas-,Kohle- und Kernkraftwerken eingesetzt werden kann. Weil hier als "Abfallprodukt" genügend Wärme entsteht um (wenn auch nur in einem begrenzten Umfeld) Häuser damit zu versorgen.
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25-04-2008, 12:45 |
@HofmannM
"Wir können also hiermit festhalten, dass eine Kraft(Strom)-Wärme-Kopplung nur bei Gas-,Kohle- und Kernkraftwerken eingesetzt werden kann."
So würde ich das nicht formulieren. Ich würde sagen, daß Kraft-Wärme-Kopplung nur bei Dampfkraftwerken sinnvoll ist. Um Dampf zum Kondensieren zu bringen, muß eine große Wärmemenge abgeführt werden, die mit Wasser abgeführt werden kann.
Es wurden bereits Solar(-turm)kraftwerke gebaut, um die Möglichkeit zu untersuchen Dampfprozesse mit Solarwärme zu realisieren.
Die DLR (=Deutsche Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt) baut nun gemeinsam mit Algerien ein derartiges Kraftwerk.
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25-04-2008, 13:29 |
@ zarakthuul
"Sparen und Effizienz verbesserung sollten die Hauptthemen sein!"
Um dem Bürger die nötigen Informationen an die Hand zu geben, veranstalten meine Stadtwerke schon seit vielen Jahren "Energiespartage". Die diesjährigen finden an diesem Wochenende statt. Hier kann sich der Bürger darüber informieren, was er selbst tun kann, um Energie zu sparen. Fachleute für Elektro-, Gas- und Wärme stehen zur Verfügung. Übers Jahr ist der Energiefachberater der Stadtwerke Ansprechpartner.
jens.muche@t-online.de
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25-04-2008, 14:30 |
@ yahel
Nun muß also wieder rückgebaut werden, wozu wir Bürger jahrzehntelang erzogen wurden.
Erinnern Sie sich noch an den eingängigen Spruch der Energieversorger, der zwar reimte, aber nicht dichtete?
"Strom kommt sowieso ins Haus, nutz das aus" (:-))
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25-04-2008, 18:18 |
@ Baeckerbullerjahn
„Nun muß also wieder rückgebaut werden, wozu wir Bürger jahrzehntelang erzogen wurden.“
Nun es schadet nichts, wenn man auf den Verbrauch von Energie ein Auge wirft. Ich führe darüber eine Datei und wenn der Verbrauch eines Bereiches aus dem Rahmen kippt, suche ich nach der Ursache und werde gegenüber meiner Familie gelegentlich etwas eckig.
„"Strom kommt sowieso ins Haus, nutz das aus" (:-))“
Nun, dieser Spruch stammt aus der 1960ern und hat für mich eine besondere Bedeutung, weil ich im 2. Lehrjahr Telefonanschlüsse über Land gebaut habe. Eines Tages auf einem etwas abgelegenen Bauernhof. Bohrmaschine abgeladen, Material usw., der Trupp fuhr zur nächsten Arbeitsstelle weiter. Wir wollten den Mauerdurchbruch herstellen, doch die Bohrmaschine lief nicht, das Licht im Raum geprüft, alles klar. Nach den Sicherungen gefragt sagte die Bäuerin: „Ja, Strom haben wir hier nicht, meine Herren, für das Licht steht eine Autobatterie im Keller, die wir mit dem Schlepper laden“. Wir hatten zum Glück einen langen Kronenbohrer dabei und konnten unseren Auftrag erledigen, auch wenn der Mauerdurchbruch nun seinen Namen verdiente. ;-))
jens.muche@t-online.de
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26-04-2008, 16:35 |
@Baeckerbullerjahn
Was sind den dann Kohle-Gas und Kernkraftwerke!? Die sind doch nicht nur Stromerzeuger sondern auch Wärme und damit Dampferzeuger. Wir haben also schon Dampfkraftwerke und dieser Dampf wurde bis dato als "Abfallprodukt" an die Umwelt abgegeben!!!
Wir brauchen keine Solarkraftwerke! Mit den jetzigen Kraftwerken habe ich Strom und Wärmeerzeugung in einer Hand. Mit der Solartechnik wird diese Kopplung nicht möglich sein und man benötigt für Stromerzeugung ein Kraftwerk und für Wärmeerzeugung ein weiteres. Diese wäre nicht nur öknomisch sondern auch ökologisch völlig falsch.
Es gibt derzeit keine ökonomische Alternative zur Kohle, Gas und Kernkarft. Alternative Energien sind zu teuer und damit sozial ungerecht!
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26-04-2008, 16:57 |
@ HofmannM
Mit dem Solarturmkraftwerk können Sie Elektrischen Strom und Wärme erzeugen, ist ja ein Dampfprozess. Niemand war aber bisher so verrückt in unseren Breiten ein Großkraftwerk für Solarenergie bauen. Die Förderung der Solarzellen in Deutschland war eine weitere Maßnahme unseres Staates, den Solodaritätszuschlag zu erhöhen (Solarfirmen sitzen in den neuen Bundesländern.).
Nachdem nun China Solarzellen zu Dumpingpreisen liefert, ist auch dieses "edle Ziel" in die Hosen gegangen. Planwirtschaft geht in die Hose.
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26-04-2008, 23:12 |
@ HoffmannM
"Alternative Energien sind zu teuer und damit sozial ungerecht!"
Die Uralttechnologien Wind und Biomasse sind keine "Alternative" und auch nicht die Photovoltaik, die es seit va. 50 Jahren gibt. Strom und Prozeßwärme aus dem Thoriumreaktor wären "Alternative Energien" zur herkömmlichen Technik.
"Es gibt derzeit keine ökonomische Alternative zur Kohle, Gas und Kernkarft."
Fast richtig, denn es gibt den machbaren Thoriumreaktor.
"Wir haben also schon Dampfkraftwerke und dieser Dampf wurde bis dato als "Abfallprodukt" an die Umwelt abgegeben!!! "
Die Kondensatortemperatur der Dampfkraftwerke beträgt 80°. Da ist Wasser flüssig und es verdampft sehr wenig.
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26-04-2008, 23:49 |
"Die Uralttechnologien Wind..."
DIE Technik soll ja sogar Jahrtausende alt sein, etwa 1750 v.Chr. sollen die Babylonier die ersten gehabt haben, und Cervantes schrieb den "Don Quijote" so um das Jahr 1600, und war damals und noch bis zum Anfang des letzten Jhdts. wenigstens geeignet, um Getreide zu mahlen. Wahrscheinlich sogar ohne Subvention...
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27-04-2008, 10:37 |
@ economist
"Die Kondensatortemperatur der Dampfkraftwerke beträgt 80°. Da ist Wasser flüssig und es verdampft sehr wenig."
Wissen Sie überhaupt, wie ein Dampfprozess arbeitet?
Der Dampf darf bei der Entspannung zu maximal 15% kondensieren, sonst gehen die Turbinen kaputt.
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27-04-2008, 12:46 |
"DIE Technik soll ja sogar Jahrtausende alt sein,"
Tja, was sich bewährt, hält sich lange. Und Sie wissen ja, der Kampf von Quijote
gegen die Windmühlen war vergebens ... .
:-P
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