In den Tank soll noch mehr Acker

Letzter Beitrag 26-04-2008, 23:05 von economist. 37 Antworten.
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  •  21-11-2007, 14:35 8414

    In den Tank soll noch mehr Acker

    Benzin und Diesel müssen in Deutschland in Zukunft noch mehr Treibstoffe aus Pflanzen enthalten: Die Bundesregierung hat eine deutliche Erhöhung der Beimischungsquote von Biosprit verfügt. Importierte Treibstoffe vom Acker dürfen nur noch unter einer Bedingung in den Tank.

    Was ist Ihre Meinung?

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  •  07-12-2007, 12:56 9126 Antwort zu 8414

    rkalle ist nicht online. Letztmals aktiv: 19-05-2008, 21:54 rkalle
    Top 500 Mitwirkender Registriert am 10-07-2007 Beiträge 3
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
    Meine Logik sagt mir: Ob das CO2 der Autos aus Biosprit stammt oder aus Saudi-Arabien, ist der Atmosphäre egal. Im großen Stil umgesetzt fehlt es zukünftig entweder an Anbauflächen für Nahrungsmittel oder wir müssen anerkannte CO2-Senken - die Wälder - roden, um Biosprit anzubauen.
    Also nennt das Kind beim Namen: Wir versuchen die Abhängigkeit vom Import-Öl zu verringern.
    Ob das gelingt, bezweifle ich. Denn auch beim Biosprit gelten die marktwirtschaftlichen Regeln, ganz so wie im Steinkohlebergbau (gibt es zwar bei uns (noch), lohnt sich aber nicht). Die deutschen Bauern sind im internationalen Vergleich viel zu teuer. Ein neues Subventionsloch tut sich auf. Bitte nicht mit meinen Steuergeldern.
    Gruß
  •  01-01-2008, 19:34 10023 Antwort zu 9126

    Was ist dann aber Ihrer Meinung nach der Sinn der Umstellung von reinem Öl-Sprit auf "Acker-Anteil", wenn ich fragen darf?

    MfG James Howard
    James Howard
  •  12-02-2008, 15:10 12682 Antwort zu 10023

    Certago ist nicht online. Letztmals aktiv: 12-02-2008, 15:27 Certago
    Nicht gereiht Registriert am 12-02-2008 Beiträge 1
    James Howard:
    Was ist dann aber Ihrer Meinung nach der Sinn der Umstellung von reinem Öl-Sprit auf "Acker-Anteil", wenn ich fragen darf?

    MfG James Howard


    Hallo James,

    die von Ihnen gestellte Frage hat der Angesprochene ja bereits in seinem Beitrag beantwortet, ich halte jedoch auch einen weiteren Grund für die Umstellung für beachtenswert: mit steigendem Ethanolanteil im Sprit wird dieser immer aggressiver und sorgt für Korrosion und steigenden Verschleiß von Motoren. Den neuen Richtlinien entsprechend soll es jedoch nur noch für begrenzte Zeit Sprit mit geringem Ethanolanteil geben (SuperPlus), daher werden für einige Wagen in Zukunft keine vom Hersteller freigegebenen Kraftstoffe mehr in Deutschland verfügbar sein. Zusammen mit den Umweltzonen bahnt sich so ein rapider Verfall der Nutzungsmöglichkeiten von Gebrauchtwagen an. Die Halbwertzeit von Autos sinkt damit drastisch.
    Wie sich dies auswirkt muss man beobachten. Sollten deswegen mehr Neuwagen verkauft werden, wird es sich hierbei (dank eher sinkender Kaufkraft) wahrscheinlich um Billigautos vom Schlage eines Logan handeln, eventuell öffnet sich der Markt sogar großflächig für Chinaimporte... ob das der deutschen Automobilindustrie dann wirklich hilft wage ich zu bezweifeln.

    Als sinnvoller erachte ich die Verringerung von Fahrzeuggewichten, stärkeren Fokus auf Spritspartechnologien und den Ausbau ökologisch vertretbarer Energieerzeugungsmethoden zum Betrieb von Elektrofahrzeugen. Hierbei sollten regionale Stärken und Schwächen mehr Einfluss auf die Standortwahl haben, Deutschland ist nun einmal nicht der ideale Standort für die Gewinnung von Solarenergie. Interessant wäre hierzu eine wirklich europaübergreifende Zusammenarbeit der Europäischen Union zur gemeinsamen Lösung dieser Frage.

    Daneben ist ein Ausbau und eine Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und des auf Schienen bewegten Güterverkehrs sinnvoll... aber das alles ist zu bekannt, um beachtet zu werden. ;)

    Certago
  •  12-02-2008, 16:33 12695 Antwort zu 12682

    @ Certago

    Sie haben Recht.

    Die "Kurzen unter der Mütze" feiern in Deutschland fröhliche Urständ.

    Die deutsche Automobilindustrie (an der immerhin jeder 7. Arbeitsplatz hängen soll) wird nachhaltig geschwächt, weil dumme "Wissenschaftler" eine Milchmädchenrechnung mit dem C02-neutralen Biosprit aufmachen.

    Stellen Sie sich vor, Sie haben 100 ha Wald und verbrennen Erdöl in dem Rahmen, daß der Wald dessen Co2 aufnimmt.

    Warum soll es nun umweltfreundlicher sein, wenn Sie diesen Wald abholzen und sie dafür Biopflanzen anbauen, die das CO2 aufnehmen, welches aus dem Biosprit der Vorjahrespflanzen ausgestoßen wurde.

    Den 100 ha Wald (Biopflanzen) ist es wurscht, welcher Treibstoff verbrannt wird. Sie nehmen den ausgestossenen CO2 Anteil auf.

    Der Biosprit ist eine der größten Vera*** der Menschheit.

    Die Nutzung von Bioenergie (Wälder) hat das Gesicht unserer Erde bereits nachhaltig verändert. Siehe auch diverse Beiträge von "Jonas" in Parallelthreads.

    Dennoch subventionieren "korrupte" (Stimmenkauf in der Landwirtschaft) Politiker diese Art von Treibstoff.
  •  12-02-2008, 19:59 12719 Antwort zu 12695

    http://www.handelsblatt.com/News/Technologie/Umwelt-News/_pv/_p/303085/_t/ft/_b/1387907/default.aspx/biosprit-heizt-klimawandel-an.html
  •  13-02-2008, 8:44 12761 Antwort zu 12695

    @Baeckerbullerjahn

    Na ja, die Milchmädchen laufen offensichtlich auch in Bäckereien rum.
    Die 100 ha Wald sind , solange sie stehen, relativ CO2-neutral. Für jede Tonne CO2 die aufgenommen wird, wird auch eine abgegeben. Wälder sind Ökosysteme die, wenn sie im Gleichgewicht stehen, keine Auswirkungen auf den CO2-Haushalt haben. Warum?
    Jeder Baum, jedes Farn und jedes sonstige Lebewesen in diesem Ökosystem erreicht mal sein Lebensende. Danach beginnt die Zersetzung, deren Endergebnis zu großen Teilen in, oh Überraschung, CO2 besteht. Nur die Teile, die dem Kreislauf entzogen werden ändern die CO2-Bilanz. Nur macht es keinen Sinn, Holz irgendwie einzulagern um mehr Kohle verbrennen zu können. Die Aufforstung schon verödeter Flächen wäre eine Möglichkeit um CO2 zu binden.
    Die Idee eine "CO2-Kreislaufwirtschaft" für die Energiegewinnung einzurichten ist nicht verkehrt. Allerdings sollte dort noch gehörig geforscht und entwickelt werden um die Effizienz deutlich zu erhöhen.
  •  13-02-2008, 14:35 12812 Antwort zu 12761

    @ Zarakthuul

    Ach nee.
    Warum ist Wald CO2 neutral. Nimmt er nicht zum Wachstum CO2 auf? Wo bitte wird die aufgenommene Tonne CO2 wieder abgegeben? Und warum geschieht das beim Wald und bei Biopflanzen nicht?

    Zeigen Sie bitte einem Bäcker, wo er ein Milchmädchen ist!!
  •  19-02-2008, 14:20 13243 Antwort zu 12812

    Natürlich nimmt der Wald beim Wachstum CO2 auf. Aber es ist ein Gleichgewicht, solange der Mensch nicht eingreift, zwischen Wachstum und Zerfall. Ein unbeeinflusster Wald vergrößert seine im Holz gespeicherte CO2-Menge nicht. Für jede beim Wachstum aufgenommene Tonne CO2 wird eine beim Zerfall freigesetzt. Ohne diesen Kreislauf hätte das Leben auf der Erde keine Chance gehabt, da sonst alles CO2 gebunden worden wäre. Die üppigen Kohle-,Öl- und Gasvorräte basieren auf üppiger Vegetation in Zeiten einer höheren CO2-Konzentration in der Luft als sie heute ist. Allerdings sind wir dabei diese Konzentration wiederherzustellen - mit den entsprechenden Folgen für das Klima.
    Fruchtbares Sibirien z.B. . Wie das Wetter in 100 Jahren aussehen wird kann allerdings nicht einmal der Herr Latif sagen können ;-) .
  •  19-02-2008, 14:56 13248 Antwort zu 13243

    @ zarakthuul

    Wie sie richtig schreiben, wird das CO2 freigesetzt, wenn der Wald zerfällt. Wo bitte zerfällt in Deutschland Wald? In Nationalparks. Ansonsten wird Holz eben so genutzt, daß es nicht zerfällt, oder?
    In den Balken der Häuser ist das C=2 noch gebunden.
  •  19-02-2008, 15:21 13251 Antwort zu 13248

    Mal mit offenen Augen durch den Wald laufen. Dort gibt es Bruchholz, abfallende Blätter etc.. In einem UNBEWIRTSCHAFTETEN Wald zerfällt genau so viel Holz wie neu wächst. Erst der Mensch verändert die Bilanz und verschiebt für einen Teil des Holzes den Zerfallszeitpunkt. Aber je nach Nutzung wird auch dieses gebundene CO2 freigesetzt, früher (Brennholz) oder später (Bauholz).
  •  13-04-2008, 18:46 16005 Antwort zu 9126

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 19-11-2008, 22:23 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 294
    Meine volle Zustimmung.

    rkalle:
    Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
    Meine Logik sagt mir: Ob das CO2 der Autos aus Biosprit stammt oder aus Saudi-Arabien, ist der Atmosphäre egal. Im großen Stil umgesetzt fehlt es zukünftig entweder an Anbauflächen für Nahrungsmittel oder wir müssen anerkannte CO2-Senken - die Wälder - roden, um Biosprit anzubauen.
    Also nennt das Kind beim Namen: Wir versuchen die Abhängigkeit vom Import-Öl zu verringern.
    Ob das gelingt, bezweifle ich. Denn auch beim Biosprit gelten die marktwirtschaftlichen Regeln, ganz so wie im Steinkohlebergbau (gibt es zwar bei uns (noch), lohnt sich aber nicht). Die deutschen Bauern sind im internationalen Vergleich viel zu teuer. Ein neues Subventionsloch tut sich auf. Bitte nicht mit meinen Steuergeldern.
    Gruß


    Politiker sollten sich unbedingt mit der a) Anreiz-Beitrags-Theorie und b) mit Naturwissenschaften beschäftigen bevor diese irgendwelche Gesetze und Verordnungen (inkl. Subventionen) erlassen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass Politiker lediglich "Opfer" sind, weil sie von den 2 Dingen i.d.R. keinen blassen Schimmer haben. Aber was will "man" auch erwarten, von Ministern, die noch nicht mal die akademische Ausbildung mitbringen... Das ist aber nicht so schlimm, weil es genügend "Berater" gibt, die einem Minister erzählen können, was "richtig" sei...
  •  14-04-2008, 8:50 16017 Antwort zu 16005

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 07-11-2008, 8:02 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 860
    Nachdem selbst dem letzten Spießbürger klar gemacht worden ist, dass "Biosprit" der Umwelt mehr schadet und nutzt, sowie Hunger in der Dritten Welt verstärkt, stelle ich mir die Frage:

    WARUM SCHWEIGEN DIE SONST SO REDSELIGEN ÖKO-VERFECHTER SO STANDHAFT ???

    Seid Ihr sprachlos, Ihr Tageträumer???
  •  14-04-2008, 10:26 16022 Antwort zu 16017

    WARUM SCHWEIGEN DIE SONST SO REDSELIGEN ÖKO-VERFECHTER SO STANDHAFT ???

    Weil sie immer noch nicht begriffen haben, das eine sinnvolle Idee zu unsinnigen Maßnahmen führen kann. Die Erzeugung von Biogas, Biosprit etc. aus sonst ungenutzten Abfällen, war eine gute Idee. Die Vergasung von Weizen und Mais, die Abholzung von Regenwald zum Anbau von Ölpalmen ist definitiv Unsinn! Das dieser Unsinn Menschen tötet, muss erst in die ideologievernebelten Gehirne.
  •  14-04-2008, 14:31 16034 Antwort zu 16017

    @Realist

    "WARUM SCHWEIGEN DIE SONST SO REDSELIGEN ÖKO-VERFECHTER SO STANDHAFT ???

    Seid Ihr sprachlos, Ihr Tageträumer???"

    Schon mal versucht Angehörige einer Sekte wie z.B. die Kommunisten, die "Zeugen Jehovas" oder "Die Heiligen der letzten Tage" davon zu überzeugen, daß deren "Glaube" falsch ist?
  •  14-04-2008, 14:34 16035 Antwort zu 16022

    "Das dieser Unsinn Menschen tötet, muss erst in die ideologievernebelten Gehirne."

    Genau da kriegen Sie es nicht rein, wie man am Lehrer Gabriel erkennen kann, der immer noch behauptet - wider besseres Wissen der unabhängigen Fachleute - daß Biosprit gegen den sog. Klimakiller CO2 hilft. Bei Gabriel würde möglicherweise Abspecken helfen.
  •  14-04-2008, 19:53 16059 Antwort zu 16035

    ysiks ist nicht online. Letztmals aktiv: 30-10-2008, 19:19 ysiks
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 29-07-2007 Beiträge 64
    Hallo liebes Forum,

    bin ich im falschen Film ? Pflanzen werden immer neutral sein. Beim Wachsen wird CO2 aufgenommen und bei der Verbrennung, egal ob heiß ( Flamme, Motor, etc. ) oder kalt ( Verrottung ) O2 abgegeben. Egal ob im Zyklus Baum 80 Jahre oder Jahrespflanze, es ist neutral.
    Gabriel ist auch nicht der Schuldige. Es gibt eine Richtlinie der EU für die Nutzung von regenerativen Energien. Deutschland hat mit seinem 10% - Vorstoss
    wieder einmal Musterschüler sein wollen. Die BRD kann nicht einfach aussteigen. Wer bitte spricht von Acker ?
    Bioenergetischer Grundstoff kann auch unser täglich Müll sein. Biotonne, Rasenschnitt, Abfall bei der Bewirtschaftung von Wäldern und landwirtschaftlichen
    Flächen. Dieser wird natürlich niemals ausreichen um eine Deckung des Bedarfs zu gewährleisten. Wir ( Weltbevölkerung ) haben unglaublich viel Wasser in Meeren, Ozeanen, und Binnenmeeren in denen dreidimensional Wasserpflanzen, z.B. Algen angebaut werden können.
    Es gibt genügend Unternehmen die Forschung auch in diesem Bereich unterhalten und respektable Ergebnisse aufweisen können.
    Fossile Energieträger, Öl, Gas, Holz werden nicht ewig zur Verfügung stehen. Es ist Wahnsinn noch weiter zu verfeuern was Millionen Jahre gereift ist.
    Wir brauchen Alternativen, eine davon ist Ethanol als Brennstoff in Motoren oder Brennstoffzellen.
    Die gestiegenen Preise sind gerechtfertigt. Wir sind ein Land in dem das täglich Brot ordinär billig ist ! Wenn es an den Geldbeutel geht sind alle gleich und geifern
    wegen der Benachteiligung. Ein Grund warum Ethanol nicht zu stoppen ist auch die Verfügbarkeit. In Entwicklungsländern kann stationär eine Anlage installiert
    werden und die Versorgung ist gesichert. Auch Staaten mit starker Millitärpräsenz sparen Geld und haben Planungssicherheit.
    Wenn als Argumentation gegen regenerative Energien Hunger versus Energie dient so ist das typisches Gutmenschdenken.
    Es interessiert niemand ob jemand 10.000 km weiter jemand verhungert solange die Bonzenschleuder mit 230 PS und 2,4 Liter läuft. Das ist Realität.
    Wichtig ist ein Schritt in regenerative Pflanzentechnologie gepaart mit Forschung in Züchtung dieser. Lieber jetzt Probleme als in 30 Jahren große Kriege wegen
    dem übrig gebliebenen Rest an fossilen Energien. Die Industriestaaten reduzieren und andere haben eine exorbitante Steigerung.
    Zum Schluss bin ich noch gemein. Wer hat Rohstoff-Fonds, Agri-Zertifikate, Optionsscheine auf z.B. Soja im Depot ?
    Ihr seid auch Schuld am jetzigen Dilemma Reis x 5, Weizen x 2, Mais x 1,5 usw.


  •  15-04-2008, 10:40 16076 Antwort zu 16059

    @ Ysiks

    "Ein Grund warum Ethanol nicht zu stoppen ist auch die Verfügbarkeit. In Entwicklungsländern kann stationär eine Anlage installiert
    werden und die Versorgung ist gesichert."

    Mein Tip: Erst das Gehirn einschalten und dann was posten:
    "Biosprit ist klimaschädlicher als Benzin, schreibt der deutsche Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen in einer neuen Studie." (Quelle: Die Zeit).

    Dementsprechend ist Biosprit nach der Hypothese der Klimawandelprognostiker ein Klimakiller.

    Die Ethanolherstellung ist sehr energieaufwendig durch Destillation und anschließende Rektifizierung. Daraus ergibt sich, wenn überhaupt nur ein geringer CO2-Vermeidungsfaktor.

    Warum glauben Sie und andere eigentlich den Priestern der Ökoreligion, obwohl inzwischen mehr und mehr Wissenschaftler deren Strategien als grottenfalsch entlarven?
    Tags:
  •  15-04-2008, 11:33 16078 Antwort zu 16076

    ysiks ist nicht online. Letztmals aktiv: 30-10-2008, 19:19 ysiks
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 29-07-2007 Beiträge 64
    Entschuldigung, mein Gehirn ist funktionsfähig.
    Bei allgemeiner Betrachtung, Stand der Technik gebe ich Ihnen recht. Es wird viel Energie aufgewendet zur Erzeugung von Ethanol. Es ist auch ein unglaublicher Bedarf von Wasser nötig. Die Ethanolproduktion steckt noch in den Kinderschuhen, obwohl die Technik schon ca. 100 Jahre alt ist.
    Es ist vergleichbar mit Computern. Fast jeder hat einen Rechner daheim stehen, der noch vor 20 Jahren ein Highend-Rechner von internationalen Forschungslabors genüge getan hätte. So verhält es sich auch um Biokraftstoffe. Ich gebe Ihnen recht, derzeit ist die Ethanolproduktion nicht unbedingt so ökologisch wie gepriesen, aber ich habe auch nicht die klassische Verfahrenstechnik mit Ackerpflanzen angesprochen. Diese kann den Bedarf nicht decken. Ich meine die Technik der Wasserpflanzen kann Zukunft haben. Dort wird im Raum angebaut, nicht nur Fläche, der Pflanzenzyklus ist wenige Tage. Es sind wie schon einmal erwähnt sehr gute Ergebnisse erzielt worden. In der FAZ und der Welt waren schon sehr viele Berichte zu lesen. In Verbindung mit der Brennstoffzelle ( Algodyne ist in diesem Feld tätig ) ist diese Technik eine ernsthafte Alternative zu fossilen Brennstoffen.
    Die Problematik ist nicht nur die CO2-Emmission, sondern der Bedarf von Energieträgern der gedeckt sein will. Wir vergessen oftmals auch die Launen der Natur. Es wird immer in die Zukunft gesehen bei Zugrundenahme jetziger Parameter. Lassen wir einmal einen Vulkan ausbrechen der für zwei Jahre die Erde abkühlen lässt. Dann wird ein Verteilungskampf wegen der stark reduzierten Nutzpflanzen die auch der menschlichen Nahrung zugute kommen ausbrechen. Verteilungskampf ist unter Umständen millitärisch als Kampf zu verstehen. Ebenso muss weit mehr geheizt werden. Ich weiß, viele werden denken ist das ein Spinner. Auf der ganzen Erde sind Zeitbomben wie diese. Der Yellowstone-Park ist z.B. so ein Kandidat. Fliegt diese Bodenplatte in die Luft ist das Szenario Wirklichkeit. Deshalb muss für die Zukunft geforscht werden. Die Solaranlage zur Warmwasserbereitung war Anfangs ein Spielzeug für Grüne mit Latzhose und selbstgestrickten Socken. 30 Jahre später ist es energetisch sinnvoll eine Solaranlage zu installieren und Stand der Technik.
    Wieso soll die Ethanolgeschichte nicht auch einmal eine Erfolgsstory werden ?
  •  15-04-2008, 13:04 16085 Antwort zu 16078

    @ Ysiks

    "Die Ethanolproduktion steckt noch in den Kinderschuhen, obwohl die Technik schon ca. 100 Jahre alt ist.
    Es ist vergleichbar mit Computern. Fast jeder hat einen Rechner daheim stehen, der noch vor 20 Jahren ein Highend-Rechner von internationalen Forschungslabors genüge getan hätte"

    Alttechnologie der Chemie und Physik ist nicht mit der verbesserten Technologie "Miniaturisierung von Schaltkreisen" und der damit verbundenen Grundlagenforschung und den Ergebnissen nicht vergleichbar.

    "Ich meine die Technik der Wasserpflanzen kann Zukunft haben. D