Durch Weiterbildung Job-Chancen steigern!

Letzter Beitrag 06-06-2008, 15:28 von Baeckerbullerjahn. 6 Antworten.
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  •  26-04-2008, 19:02 16631

    Die Agentur für Arbeit unterstützt die Suche nach einem neuen Arbeitsplatz mit einem kostenlosen Bildungsgutschein.

    Sie sind arbeitslos?

    Dann erhöhen Sie doch die Chancen auf eine neue Stelle mit Hilfe von Weiterbildung! Das geht sogar ganz ohne Kosten. Die Agentur für Arbeit, aber auch die Arge (für Alg II Empfänger) unterstützen bei entsprechender Eignung Arbeitssuchende mit einem sogenannten Bildungsgutschein. Mit diesem Bildungsgutschein können Sie bestimmte "Weiterbildungsmöglichkeiten" wahrnehmen und somit ihre Jobchancen erhöhen.

    Was ist ein Bildungsgutschein?

    Die BA kann mit dem sogenannten Bildungsgutschein die Kosten für eine Weiterbildung oder einen Kurs übernehmen.

    Wer bekommt den Bildungsgutschein?

    Ein Antrag auf einen Bildungsgutschein können Arbeitslose und Arbeitnehmer stellen, deren bereits gekündigt wurde oder deren Arbeitsvertrag ausläuft und nicht verlängert wird.

    Kann man auch einen solchen Bildungsgutschein beantragen, wenn man eine Teilzeitbeschäftigung sucht?

    Ja, durchaus.

    Sind bei der Beantragung des Bildungsgutscheines Besonderheiten zu beachten?

    Es ist sehr wichtig, dass man sich auf das Gespräch gut vorbereitet. Denn wer gut informiert und vorbereitet zu seiner Arbeitsagentur/Arge geht, hat weitaus bessere Chancen einen Bildungsgutschein zu bekommen. Sie sollten auf alle Fälle ihren Lebenslauf mitnehmen.

    Was ist vom Arbeitslosen zu tun, wenn er einen Bildungsgutschein hat?

    Gratulation - die halbe Ladenmiete ist geschafft. Jetzt heisst es den für sich geeigneten Bildungsträger zu finden. Der Name und die Unterrichtsschwerpunkte der einzelnen Bildungsträger sollten vorab verglichen werden und mit den eigenen Erwartungen an die Weiterbildung übereinstimmen - denn nur wer motiviert ist, absolviert auch erfolgreich eine Weiterbildungsmaßnahme und hat im Anschluss die Chance auf einen neuen Arbeitsplatz.

    Was erwartet den Arbeitslosen in einem von der Arbeitsagentur/Arge geförderten Weiterbildungskurs?

    Die Mitarbeiter der Arbeitsagentur/Arge müssen darauf achten, dass in den Kursen Wissen vermittelt wird, das auf dem regionalen Arbeitsmarkt gebraucht wird, und die Bewerber auch die nötigen fachlichen Qualifikationen haben, um den Kurs erfolgreich abzuschließen.
    Aber nicht nur Wissen, sonder auch Methodenkompetenz und Teamfähigkeit stehen bei vielen Weiterbildungsmaßnahmen im Mittelpunkt der Maßnahmen. Wenn die Kurse den Teilnehmern anschließend ein Praktikum in einem Betrieb ermöglichen - erhöhen die Stellensuchende auch meist ihre Anstellungschancen durch die praktische Übung ihres vermittelten Fachwissens in den Betrieben. Erfahrungsgemäß werden viele Praktikanten eines Weiterbildungskurses dann von den Betrieben übernommen.

    Trauen Sie sich einfach zu - durch eine Weiterbildung ihren beruflichen theoretischen und praktischen Horizont zu erweitern und sich auf die Anforderungen des sich schnell wechselnden Arbeitsmarktes besser einzustellen. Ihre Jobchancen können sich dadurch nur erhöhen!
    Lieber3103
  •  28-04-2008, 11:52 16704 Antwort zu 16631

    @ Lieer3103:

    Eine sehr gute Beschreibung, wie Interessenten an einen Bildungsgutschein - Übernahme der Weiterbildungskosten durch die Arbeitsagentur kommen.

    Ein lebenslanges Lernen ist gerade in der heutigen Zeit unabdingbar. Wer nicht gegen die Strömung rudert wird automatisc h zurückgeworfen.

    Dies haben wir auch in Sachen "Bildung, Wissen, Neuerungen im Beruf". Daher kann ich Ihre Empfehlung für Arbeitslose nur unterstützen - sich für eine Bildungsmaßnahme zu bewerben um damit seine eigenen Job-Chancen zu steigern!
  •  29-04-2008, 8:05 16736 Antwort zu 16704

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 04-09-2008, 12:01 Realist
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    "Durch Weiterbildung Job-Chancen steigern!"

    Einfach genial! Warum ist da bisher noch keiner drauf gekommen?
  •  29-04-2008, 10:22 16745 Antwort zu 16736

    @ Realist

    (:-)) Sie sind ein Zyniker.

    Ist man nicht im Vorjahr gegen diese von den Arbeitsämtern organisierten Weiterbildungsmaßnahmen vorgegangen, da sie weder dem Arbeitslosen noch dem Arbeitgeber, sondern nur den "Weiterbildungseinrichtungen" etwas bringen?
  •  29-04-2008, 18:42 16775 Antwort zu 16745

    @ Baeckerbullerjahn:

    Sie haben in einem Punkt Recht - in der Vergangenheit gab es bei der Vergabe von Weiterbildungsmaßnahmen durch das Arbeitsamt (Arbeitsagentur) bzw. die Arge kaum Qualitätskontrollen der Bildungsträger.

    Diese haben sich natürlich an die Situation gewöhnt:

    - Leistung nach unten bei der Qualität anpassen, den Preis natürlich auch und trotzdem haben sie gut verdient.

    - mit der Kontrolle des Arbeitsamtes bzw. der Arge´n hinsichtlich des Vermittlungserfolgs, der thematischen Inhalte und der Genehmigung von Kursen durch die fachkundigen Stellen hat sich in Sachen Qualität einiges geändert.

    Wichtig ist für den Arbeitslosen:

    a) dass er sich einen Kurs aussucht, der zu seinen Voraussetzungen passt und

    b) dass er sich im Vorfeld über die Methoden der Wissensvermittlung (Selbstlernzentrum oder Kleingruppenunterricht; moderne Computerausstattung oder "Altgeräte") und die Vermittlungsquoten von vergleichbaren Kursen der entsprechenden Bildungsträger informiert.

    Auch im Bildungsbereich gibt es einen Wettbewerb - und die engagierteren Arbeitslosen werden sich meist an die besseren Bildungsträger wenden und dort einen Kurs buchen.

    Zusätzlich sollte das Arbeitsamt (Arbeitsagentur) bzw. das Bundesarbeitsministerium darauf schauen, dass die Kursinhalte bzw. die Ausschreibung der Bildungskurse nicht immer nur nach dem Preis - hauptsache "billig" und nicht "preiswert" erfolgt. Die Investition in Bildung - auch Techniker finden einen Arbeitsplatz es müssen nicht immer nur Ingenieure sein - wird sich mittel- bis langfristig für die jetzt Arbeitslosen, die Arbeitslosenversicherung und für die Volkswirtschaft insgesamt lohnen.
    Lieber3103
  •  06-06-2008, 7:12 18393 Antwort zu 16631

    Hippo(d.S ist nicht online. Letztmals aktiv: 09-07-2008, 8:48 Hippo(d.S
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    In meinen Augen sind diese Bildungsgutscheine insgesamt gesehen eine Geldverschwendung, da die Kontrollmechanismen nicht greifen und die Kosten kaum vom daraus erzielbaren BIP (falls überhaupt meßbar) amortisiert werden können (in der Summe betrachtet).

    Eine Fort- oder Weiterbildung verspricht den größten Erfolg, wenn der Teilnehmer deren Kosten selbst trägt und daher eigens für die Auswahl und Prüfung des Bildungsinstituts verantwortlich und somit entsprechend motiviert ist.

    Eine andere Möglichkeit wäre die rückwirkende Erstattung der ganzen / teilweisen Kosten nach Abschluß rückwirkend, gestaffelt nach Abschlußerfolg (vor allem für Arbeitssuchende / Arbeitslose mit begrenzten Eigenmitteln).

    Die Bezeichnung "Jobchancen erhöhen" ist nicht nur irreführend sondern auch für sich genommen falsch. Sie führt unweigerlich zu dem Schluß, dass die Vorstellung einer "Jobgarantie" nach Beendigung der Maßnahme fatale Folgen mit sich bringen kann, für die ein Langzeitarbeitsloser besonders anfällig ist.

    Eine Unterstützung bei den Kosten, die eine Fort- / Weiterbildungsmaßnahme mit sich bringt, z. B. in Form von Fahrkarten, vergünstigten Lehrbüchern, etc., wäre dem gegenüber weniger bedenklich.

    Das Fördern ohne entsprechende Zielsetzungen, sprich das Fordern, ist eine Verschwendung öffentlicher Mittel.

  •  06-06-2008, 15:28 18407 Antwort zu 16775

    @ Lieer 3103

    "a) dass er sich einen Kurs aussucht, der zu seinen Voraussetzungen passt und

    b) dass er sich im Vorfeld über die Methoden der Wissensvermittlung (Selbstlernzentrum oder Kleingruppenunterricht; moderne Computerausstattung oder "Altgeräte") und die Vermittlungsquoten von vergleichbaren Kursen der entsprechenden Bildungsträger informiert. "

    Ich würde sagen, das kann der Arbeitslose, insbesondere, wenn er noch nie im Arbeitsprozess stand, nicht beurteilen.

    Hier bräuchte er professionelle Hilfe.

    Es gibt Neigungs- und Eignungstests, die Hinweise geben können zu welchen Tätigkeiten Menschen eher geeignet sind und zu welchen weniger.

    Bei dem Geld, das sie Arbeitsvermittlung verschlingt, sollten Psychologen, die die einzelnen Bewerber für Arbeit nach Eignung und Neigung testen, auch noch herausspringen. Wenn wir damit 100 AL in Lohn und Brot bringen sind die Kosten für 20 Psychologen locker drin.