Realist:... ergänzend vielleicht folgendermaßen:
Original aus HB-Online, jetzt und heute!
"Der amerikanische Hedge-Fonds-Manager John Paulson wettete auf den Zusammenbruch am Hypothekenmarkt – und gewann Milliarden. Nun ist er der ehemalige Bear-Stearns-Mitarbeiter der Star der Branche. Auf die Krise setzt er weiterhin."
Das ist er doch der Superstar, welcher den Pott gewann! Echtes Glück, diese Finanzkrise - jedenfalls für den Gewinner des "Potts". Also die Finanzkrise funktioniert wirklich nach dem Lotto-Prinzip!
Ich kann mich noch errinnern, wie ich mit einem Bekannten über die aktuellen 2006er Daten zum U.S. Immobilienmarkt hockte - Irgendwann war tatsächlich ökonomisch eigenartig mit den Zahlen und der Entwicklung. Man ist nachdenklich geworden, aber das war dann auch schnell wieder weg. Ab Anfang 2007 habe ich die Finger von allen Wertpapiere gelassen die mit der U.S. Baubranche zu tun haben - Es gibt ja noch andere schöne Sachen.
Seit dem Jahr 2005 vermutete Herr Paulson auf einem Zusammenbruch des Immobilienmarktes - Und er lag falsch, weil für den Rest der Investoren nicht so offensichtlich war. Das Timing ab 2006 war Goldrichtig - Es fing an bei der Marktliquidität rascheln, was aber nicht unbedingt als wichtig einzustufen gewesen war. Und schwups, war die Big-Macroeconomic-Arbitrage da... und Herr Paulson war voll drin. Ich würde nicht sagen dass das Lotto war, weil 1) Makroökonomische Trends sind keine rein stochastischen Angelegenheiten, und 2) hat Herr Paulson keine Indizies geshortet sondern picky einzelne Wertpapiere. Tut mir Leid 350% in 1Jahr und 500% in 2 Jahren sprechen eine eindeutige Sprache. So viel "Glück" kann kein Mensch haben.
Jedoch würde ich vorsichtig mit den Aussagen von Herrn Paulson sein, weil ich ihn als short-biased einstufe.