Mut zum Risiko

Letzter Beitrag 09-05-2008, 16:38 von Wu-Fu. 3 Antworten.
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  •  07-05-2008, 22:30 17146

    Mut zum Risiko

    In diesen finsteren Zeiten der Kreditkrise wird man selbst unter den tollkühnsten Investmentbankern der Londoner City kaum noch auf echte Gefahrensucher treffen. Wer wirklichen Unternehmergeist finden will, der muss das Finanzzentrum der Hauptstadt verlassen und auf die Straße gehen, zum Beispiel auf die United Road in Manchester.

    Was ist Ihre Meinung?

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  •  08-05-2008, 8:16 17149 Antwort zu 17146

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 10-10-2008, 11:09 Realist
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    Mut zum Risiko?

    Prima Idee! Ich gebe heute einen Lottoschein ab!

    Spekulanten und Hassadeure folgen dem o.a. Aufruf zum Risiko in den Finanzmärkten. Okay, die meisten werden sich oder die Kapitalgeber (die armen Schweine) ruinieren, aber der "Eine", welcher (zufällig) den Treffer landet, den wird die einschlägige Presse hochjubeln: "Investmentbanker" des Jahres oder ähnlich!

    Beim Lotto ist das identisch mit den aktuellen Finanzmärkten: Viele versuchen es, manche geben frustriert auf, aber "Einer" bekommt den "Pott". Vorteil beim Lotto ist, dass der Gewinner anonym bleibt.

  •  08-05-2008, 10:33 17157 Antwort zu 17146

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 10-10-2008, 11:09 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 837
    ... ergänzend vielleicht folgendermaßen:

    Original aus HB-Online, jetzt und heute!
    "Der amerikanische Hedge-Fonds-Manager John Paulson wettete auf den Zusammenbruch am Hypothekenmarkt – und gewann Milliarden. Nun ist er der ehemalige Bear-Stearns-Mitarbeiter der Star der Branche. Auf die Krise setzt er weiterhin."

    Das ist er doch der Superstar, welcher den Pott gewann! Echtes Glück, diese Finanzkrise - jedenfalls für den Gewinner des "Potts". Also die Finanzkrise funktioniert wirklich nach dem Lotto-Prinzip!
  •  09-05-2008, 16:38 17236 Antwort zu 17157

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 13-10-2008, 19:23 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 252
    Realist:
    ... ergänzend vielleicht folgendermaßen:

    Original aus HB-Online, jetzt und heute!
    "Der amerikanische Hedge-Fonds-Manager John Paulson wettete auf den Zusammenbruch am Hypothekenmarkt – und gewann Milliarden. Nun ist er der ehemalige Bear-Stearns-Mitarbeiter der Star der Branche. Auf die Krise setzt er weiterhin."

    Das ist er doch der Superstar, welcher den Pott gewann! Echtes Glück, diese Finanzkrise - jedenfalls für den Gewinner des "Potts". Also die Finanzkrise funktioniert wirklich nach dem Lotto-Prinzip!


    Ich kann mich noch errinnern, wie ich mit einem Bekannten über die aktuellen 2006er Daten zum U.S. Immobilienmarkt hockte - Irgendwann war tatsächlich ökonomisch eigenartig mit den Zahlen und der Entwicklung. Man ist nachdenklich geworden, aber das war dann auch schnell wieder weg. Ab Anfang 2007 habe ich die Finger von allen Wertpapiere gelassen die mit der U.S. Baubranche zu tun haben - Es gibt ja noch andere schöne Sachen.

    Seit dem Jahr 2005 vermutete Herr Paulson auf einem Zusammenbruch des Immobilienmarktes - Und er lag falsch, weil für den Rest der Investoren nicht so offensichtlich war. Das Timing ab 2006 war Goldrichtig - Es fing an bei der Marktliquidität rascheln, was aber nicht unbedingt als wichtig einzustufen gewesen war. Und schwups, war die Big-Macroeconomic-Arbitrage da... und Herr Paulson war voll drin. Ich würde nicht sagen dass das Lotto war, weil 1) Makroökonomische Trends sind keine rein stochastischen Angelegenheiten, und 2) hat Herr Paulson keine Indizies geshortet sondern picky einzelne Wertpapiere. Tut mir Leid 350% in 1Jahr und 500% in 2 Jahren sprechen eine eindeutige Sprache. So viel "Glück" kann kein Mensch haben.

    Jedoch würde ich vorsichtig mit den Aussagen von Herrn Paulson sein, weil ich ihn als short-biased einstufe.