Die Militärregierung in Birma lässt Hilfslieferungen nach wie vor nur zögerlich in das vom Wirbelsturm stark zerstörte Land. Sollte die Junta gezwungen werden, Hilfe zuzulassen?


Die Militärregierung in Birma lässt Hilfslieferungen nach wie vor nur zögerlich in das vom Wirbelsturm stark zerstörte Land. Sollte die Junta gezwungen werden, Hilfe zuzulassen?

Ja, mit einer Resolution des Uno-Sicherheitsrats 43%
Ja, wenn es sein muss auch mit einer militärischen Intervention 34%
Nein, die Souveränität des Staates muss gewahrt bleiben 21%

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Letzter Beitrag 16-05-2008, 13:03 von liebt_die_wahrheit. 13 Antworten.
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  •  13-05-2008, 10:10 17301

    Diskussion zur Umfrage:
  •  13-05-2008, 12:52 17303 Antwort zu 17301

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 07-10-2008, 2:04 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 248
    Birmesen sind sehr stolz auf ihr Land... Trotz aller Armut. Ich kann das nachvollziehen, dass die Milität-Junta zu stolz sind um fremde Hilfe anzunehmen. Im Westen mag das zwar als "falscher Stolz" verstanden werden, aber es liegt nunmal in der Entscheidung der Myamar-Regierung, ob diese weiterhin ihr "an Birmas Grenzen ist Welt vorbei" spielen wollen oder sich der Welt öffnen wollen. Wenn der Westen sich mit der Myamar-Regierung anlegt, bedeutet das automatisch ein zweites Vietnam.
  •  13-05-2008, 14:12 17310 Antwort zu 17303

    Wu-Fu:
    Birmesen sind sehr stolz auf ihr Land... Trotz aller Armut. Ich kann das nachvollziehen, dass die Milität-Junta zu stolz sind um fremde Hilfe anzunehmen. Im Westen mag das zwar als "falscher Stolz" verstanden werden, aber es liegt nunmal in der Entscheidung der Myamar-Regierung, ob diese weiterhin ihr "an Birmas Grenzen ist Welt vorbei" spielen wollen oder sich der Welt öffnen wollen. Wenn der Westen sich mit der Myamar-Regierung anlegt, bedeutet das automatisch ein zweites Vietnam.


    Zu stolz? Heiterkeit!

    Die nehmen doch alles was sie kriegen können, wollen es aber selber in die Hände haben. Erstens um selbst das fürs Militär nötige sich zu nehmen und zweitens, um bei der Bevölkerung aus "Wohltäter" und "gebende Hand" dazustehen.

    Sich im ganz normalen Alltag (vor dem Sturm) vor einem Soldaten mit durchgeladener Waffe mit Verneigung für ein (gutherzig) ausgehändigtes Lebensmittelpaket zu bedanken, lässt ganz gewiss auf "Stolz" schließen ....! Jedenfalls beim birmesischen Soldaten - wovon es sehr viele (stolze) gibt!

    Vieltnam? - Ich dachte in China wäre das Erdbeben gewesen. Übrigens ist China die Stütze der Militärdiktatur in Birma! Aber darüber redet man heute nicht. Schließlich will man sich das sommerliche Sesself...vergnügen nicht nehmen lassen .....!

    Übrigens heißt Birma Birma. Hätten Sie im Jahr 1938 dieses gewisse Land, mitten in Europa, auf Wunsch dessen Regierung etwa Teutonien genannt?
  •  13-05-2008, 17:39 17321 Antwort zu 17301

    Jonas ist nicht online. Letztmals aktiv: 06-10-2008, 16:37 Jonas
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 892
    Nur die UN halte ich Völkerrechtlich für berechtigt, sich über die Regierung eines Staates hinwegzusetzen, und im Falle daß eine ausreichende Mehrheit ohne Veto sich dafür ausspricht, daß die Zustände, die die Regierung in ihrem Land bewirkt, eine humanitäre Katastrophe sind, auch mit militärischen Mitteln selbst (ihre Mitgliedsstaaten) in dem Land zu agieren, letztlich also die Regierung absetzt und selbst die Kontrolle übernimmt, so wie es auch bei Hussein oder in Somalia hätte der Fall sein sollen.

    Ich weiß nicht, wie schlimm die Zustände sind, noch habe ich nur Bilder gesehen die durchaus auch bei deutschem Sturm und Hochwasser hätten entstanden sein können, aber die UN sollte ausreichend Informationsquellen zu Einschätzung haben. Ich sehe nicht, daß in diesem Fall die UN sich dahin bewegen wird, und es kein Veto gäbe.
  •  13-05-2008, 17:46 17323 Antwort zu 17303

    "Die Militärregierung in Birma lässt Hilfslieferungen nach wie vor nur zögerlich..."


    Die hilfsbereiten Länder wie z.B. DE haben vielleicht nur nicht genügend Eintritt bezahlt, um dort gnädigerweise die hochherrschaftliche Erlaubnis dieses Verbrecherregimes zum Helfen zu bekommen...?! Das Wort "Charakter" ist diesen Naivlingen von Berlin ebenso ein Fremdwort wie "Klugkeit", nicht nur in dem Fall dort!
  •  13-05-2008, 18:46 17327 Antwort zu 17323

    Renate ist nicht online. Letztmals aktiv: 28-06-2008, 12:16 Renate
    Top 150 Mitwirkender Registriert am 13-08-2007 Beiträge 7
    Ich kann Karl Auer nur zustimmen. Wenn es einem Regime egal ist, ob die eigene Bevölkerung leidet, hungert oder "verreckt", dann müssen wir uns wirklich nicht auch noch anbiedern mit unserem Hilfsleitungen. Diese Helfer riskieren ihre Gesundheit und ihr Leben für Wildfremde Menschen, deren Regierung das "Helfen" nicht unterstützt im Gegenteil sogar erheblich erschwert - dann muss man seine Hilfe auch nicht anbiedern. Das Schlimme dabei ist nur, dass die arme, gequälte Bevölkerung darunter leidet, nicht die Regierung. Aber so ist das nun einmal - wir Leistungsträger in Deutschland müssen ja auch unter den Sozialtransfers der Regierung leiden, ob wir diese für Richtig oder Falsch halten - wir können nicht anders als diesem Treiben zu zusehen.
  •  13-05-2008, 19:02 17330 Antwort zu 17310

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 07-10-2008, 2:04 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 248
    Beelzebub007:
    Wu-Fu:
    Birmesen sind sehr stolz auf ihr Land... Trotz aller Armut. Ich kann das nachvollziehen, dass die Milität-Junta zu stolz sind um fremde Hilfe anzunehmen. Im Westen mag das zwar als "falscher Stolz" verstanden werden, aber es liegt nunmal in der Entscheidung der Myamar-Regierung, ob diese weiterhin ihr "an Birmas Grenzen ist Welt vorbei" spielen wollen oder sich der Welt öffnen wollen. Wenn der Westen sich mit der Myamar-Regierung anlegt, bedeutet das automatisch ein zweites Vietnam.


    Zu stolz? Heiterkeit!

    Die nehmen doch alles was sie kriegen können, wollen es aber selber in die Hände haben. Erstens um selbst das fürs Militär nötige sich zu nehmen und zweitens, um bei der Bevölkerung aus "Wohltäter" und "gebende Hand" dazustehen.

    Sich im ganz normalen Alltag (vor dem Sturm) vor einem Soldaten mit durchgeladener Waffe mit Verneigung für ein (gutherzig) ausgehändigtes Lebensmittelpaket zu bedanken, lässt ganz gewiss auf "Stolz" schließen ....! Jedenfalls beim birmesischen Soldaten - wovon es sehr viele (stolze) gibt!

    Vieltnam? - Ich dachte in China wäre das Erdbeben gewesen. Übrigens ist China die Stütze der Militärdiktatur in Birma! Aber darüber redet man heute nicht. Schließlich will man sich das sommerliche Sesself...vergnügen nicht nehmen lassen .....!

    Übrigens heißt Birma Birma. Hätten Sie im Jahr 1938 dieses gewisse Land, mitten in Europa, auf Wunsch dessen Regierung etwa Teutonien genannt?


    Ja meine Güte. Ich bin doch auch nicht gerade von Freude überströmt, dass Birma so eine Militärdiktatur hat. Vor ein paar Jahren haben ich einen Studenten aus Myamar mal getroffen. Auf die Anmerkung, dass ich aus Deutschland komme, hat dieser junge Mann vollen Ernstes vor allen Leuten mir den H-Gruß gezeigt und wollte darüber philosphieren, was für ein toller "Führer" denn Herr H. gewesen sei - Das Gespräch war relativ schnell beendet. Vielleicht haben Sie jetzt einen konkreten Eindruck darüber, was Myamar's "Elite" so für eine Einstellung haben könnte. Ich weiß es...

    Natürlich haben die ein Backup aus PR China, was bei der UN sich wie als "sozialistischer Genosse" verhalten wird. In Sachen Diplomatie versucht sich bereits seit Jahren ASEAN darum, dass "Myamar" sich zumindestens etwas öffnet - Selbst ökonomische Leckerbissen lässt diese Regierung eher kalt. Mit Myamar ist es genauso wie mit Nordkorea: Der Westen muss schon einen sinnlosesn Krieg anzetteln, um diese Regierungen zu stürzen (Ok, bei Norkorea wird sich das irgendwann von alleine erledigen).
  •  13-05-2008, 21:07 17336 Antwort zu 17301

    KlausW ist nicht online. Letztmals aktiv: 28-05-2008, 16:51 KlausW
    Top 150 Mitwirkender Registriert am 09-07-2007 Beiträge 7
    warum greift die USA und GB und BRD hier denn nun nicht ein??? auch hier ist ein unmenschliches regime am ruder! oder sollte vorher geklärt werden welche reichtümer birma an die USA usw. liefern kann? im IRAK war ja genug öl vorhanden um dafür in den krieg zu ziehen.
  •  14-05-2008, 0:25 17345 Antwort zu 17301

    MARKUS77 ist nicht online. Letztmals aktiv: 14-05-2008, 1:00 MARKUS77
    Top 150 Mitwirkender Registriert am 18-07-2007 Beiträge 7
    ...
    Stellt sich nur die Frage, wie die Militärregierung dazu gezwungen werden soll. Sanktionen bestehen
    bereits, ein neuer militärischer Konflikt ist nach den Erfahrungen in Somalia oder Irak auch keine Lösung.
    Wohl nur die "befreundeten" Staaten wie China können einen entsprechenden Einfluss ausüben. Ein
    innerpolitischer Systemwechsel muß am Besten vom entsprechenden Volk ausgehen. Vielleicht ist diese
    Katastrophe mit den ungenügenden Hilfsleistungen der eigenen Regierung letztendlich eine Chance,
    daß sich das Volk von diesem Regime abwendet und entschiedend dagegen ankämpft. Man muß den
    Menschen nur die nötigen Informationen über die momentanen Zustände (kein Zugang ausländischer
    Hilfskräfte und Hilfsgüter, Kuropiton etc.) zukommen lassen.
    ...
  •  14-05-2008, 9:37 17356 Antwort zu 17330

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 06-10-2008, 16:04 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 832
    @ Wu Fu

    Sie legen hier eine Verbal-Piroutte nach der Andern hin! Erst stolz, dann Hi....-Gruß, dann soll er Westen einen Krieg anzetteln müssen obgleich CHINA das Regime alleine aufrechterhält und zu guter letzt erledigt sich Nordkorea alleine ...!

    Donnerwetter, das nenne ich flexibel. Sie müssen aber damit rechnen, dass man seine Heiterkeit angesichts der Pirouetten nicht verliert ...!

  •  14-05-2008, 15:10 17380 Antwort zu 17356

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 07-10-2008, 2:04 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 248
    Realist:
    @ Wu Fu

    Sie legen hier eine Verbal-Piroutte nach der Andern hin! Erst stolz, dann Hi....-Gruß, dann soll er Westen einen Krieg anzetteln müssen obgleich CHINA das Regime alleine aufrechterhält und zu guter letzt erledigt sich Nordkorea alleine ...!

    Donnerwetter, das nenne ich flexibel. Sie müssen aber damit rechnen, dass man seine Heiterkeit angesichts der Pirouetten nicht verliert ...!


    Sie mögen es "Pirouetten" nennen, aber die Welt ist nunmal nicht so simpel wie Sie sich das wohl vorstellen. Nur weil die aktuelle Myamar-Regierung so eine Einstellung hegt wie das Nazi-Regime, können die Einwohner trotzdem ganz stolze Menschen sein. Es gab da einen kleinen feinen Unterschied (Politik vs. Kultur) und natürlich eine gewisse Überschneidung (Kultur). Ich dachte immer dass nur Volkschinesen das nicht raffen können...
  •  15-05-2008, 8:50 17415 Antwort zu 17380

    @ Wu-Fu

    "... Nur weil die aktuelle Myamar-Regierung so eine Einstellung hegt wie das Nazi-Regime, können die Einwohner trotzdem ganz stolze Menschen sein. ... "

    Da frage ich mich soeben, welche Menschen wohl in der erwähnten deutschen Geschichte mit "Stolz" auftraten, wie diese lebten, welche Lebenseinstellung diese Menschen in Deutschland hatten!

    Na, dämmert es....?
  •  15-05-2008, 16:14 17427 Antwort zu 17415

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 07-10-2008, 2:04 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 248
    Beelzebub007:
    @ Wu-Fu

    "... Nur weil die aktuelle Myamar-Regierung so eine Einstellung hegt wie das Nazi-Regime, können die Einwohner trotzdem ganz stolze Menschen sein. ... "

    Da frage ich mich soeben, welche Menschen wohl in der erwähnten deutschen Geschichte mit "Stolz" auftraten, wie diese lebten, welche Lebenseinstellung diese Menschen in Deutschland hatten!

    Na, dämmert es....?


    Ich weiß, dass die Deutschen ein etwas gestörtes Verhältnis zu ihrer eigenen Geschichte haben, z.B. zusammengewürfelte Kleinstaaten, zwei Weltkriege, Holocaust. Aber nur weil die Deutsche so viel Mist an der Welt fabriziert haben, müssen diese ja nicht gleich ihre eigene Meinung auf alle anderen Ländern dieser Welt übertragen.

    Wenn es der westlichen Welt so stinkt, was all die Dikaturen in dieser Welt anstellen: Der Westen hat genug Bomben um Warlords und Dikatoren aus ihren Ämtern zu verjagen - Diese Leute lachen sich nur ins Fäustchen, wenn irgendwelche Außenstehende mit "Diplomatie" angekleckert kommen. Daneben gibt es noch die Option des Volksaufstandes - Und diese Option wurde in Birma vor Kurzem erst verpennt...
  •  16-05-2008, 13:03 17470 Antwort zu 17301

    Sicherlich muß es akzeptiert werden, wenn die Generäle keine Hilfe annehmen wollen; dann sollte aber auch in Konsequenz kein Geld und auch keine Hilfsgüter geliefert werden, damit das Militärregime nicht gestützt wird. Dies mag brutal klingen, ist aber sicher realistisch, da die Hilfslieferungen oder Gelder ohnehin nur in den Privatschatullen der Generäle verschwinden. Eine vernünftige Hilfe unsererseits kann es nur geben, wenn die Hilfe direkt über die Hilfsorganisationen zu den betroffenen Menschen gebracht wird.