Das Berufsleben wird immer härter - gerade im mittleren oder gehobenen Management. Einerseits muss sich jeder seinen eigenen Aufstieg innerhalb des Unternehmens erkämpfen, anderseits heisst es auch mit dem Wettbewerb um Marktanteile oder Renditevorsprünge zu ringen.
Da bleiben drei wesentliche Faktoren für den Einzelnen meist auf der Strecke:
a) die Familie bzw. die Freundschaften - leider finden Manager zu wenig Zeit für sich selbst,
b) die Weiterbildung - wenn man nur in der Tretmühle des Alltags "schuftet" fehlt einem die Energie und Zeit um sich persönlich und fachlich auf anderen Gebieten weiterzubilden,
c) seine eigene Gesundheit - bei einem "normalen Arbeitstag" zwischen 10 und 14 Stunden und sechs Tage in der Woche kommt auch das persönliche Wohlbefinden oft zu kurz.
Beratungsunternehmen aus den USA oder anderen europäischen Ländern bieten es ihren Mitarbeitern schon länger an - die bewusste Auszeit - das Sabbatical. Viele bei uns haben noch die Angst - nach der persönlichen Auszeit - auf einem Stuhl im Gang des Untenehmens zu sitzen, aber die Vorteile dieser Möglichkeit wieder neue Energie zu tanken wird von immer mehr Managern erkannt. Es profitieren eigentlich drei Gruppen von diesem Angebot. Die Mitarbeiter, die ihre "Batterien" wieder auflagen und so ihr persönliches Gleichgewicht finden können, die Unternehmen die sowohl vor dem Sabbatjahr einen motivierteren Mitarbeiter und vor allem nach dem Sabbatjahr einen fitteren Mitarbeiter haben und auch mögliche "Ersatzkräfte" die für eine bestimmte Frist als Ersatz für den Urlaubenden einen Arbeitsplatz gefunden haben.
Glauben Sie, dass sich das Sabbatjahr auch bei deutschen Managern in Zukunft mehr durchsetzen wird?
a) Ich glaube schon - die Erfolge in Amerika und in anderen Bereichen zeigen die Vorteile für alle Seiten.
b) Nein, bisher ist dies ein Nischenangebot für "Exoten" - vielleicht im Zusammenhang mit einem "Erziehungsjahr für Väter" könnte die Anzahl steigen - aber einen Trend erkenne ich nicht.
c) Interessante Variante - aber diese Vorteile müssten sich sowohl bei Unternehmern, als auch bei Managern noch mehr herumsprechen.
d) Dieses Thema ist z.Zt bei mir nicht auf der Agenda.