Die Finanzierungssummen für Flughäfen, Häfen, Autobahnen oder Stromnetze sind enorm. Der Staat allein - egal ob im reichen Industrieland oder in einem schnell wachsenden Schwellenland kann diese Investitionslast allein gar nicht stemmen.
Das ist die Stunde der Finanzinvestoren - sie stehen bereit, um den Staat bei wichtigen Infrastrukturinvestitionen unter die Arme zu greifen. Jedoch können Banken u.a. Finanzinvestoren auch nur das Geld investieren oder verleihen, dass sie bei Industrie, Handel und Kleinanlegern eingesammelt haben. Noch gibt es nur vereinzelte "Infrastrukturfonds" oder Zertifikate - aber die weltweit anstehenden Projekte schreien regelrecht nach einer teilweisen privaten Finanzierung.
Würden Sie einen Teil Ihres Vermögens in Infrasturkturfonds investieren?
a) Ja, wenn ich auch die konkrete Verwendung und Projektrealisierung mitbestimmen dürfte.
b) Ja, soweit die Renditen über der marktüblichen Verzinsung für festverzinsliche Wertpapiere liegen.
c) Es kommt auf die Bonität des Emittenten an. Aber ich denke es wird Papiere in Zukunft geben, da partizipiert der Anleger vom wirtschaftlichen Erfolg einer Investition - z.B. Mautaufkommen auf bestimmten Autobahnen. Dadurch fallen die Renditen höher aus - ohne dass Risiko maßlos zu erhöhen.
d) Nein, ich lege mein Geld in sichere Staatspapiere an. Die Finanzierung einzelner Projekte oder Sparten von Privatanbietern (Bauunternehmen für die Errichtung von Flughäfen etc.) interessieren mich weniger.
e) Nein, diese Projekte sind häufig überdimensioniert, teuer in den Betriebskosten und schaden der Umwelt. Falls einzelne Projekte tatsächlich notwendig und sinnvoll sind, sollten sie lieber aus der den allgemeinen Steuern als über weitere Kredite finanziert werden.
f) Ich habe kein Geld zum Anlegen. Persönlich fürchte ich aber durch die Privatisierung eine "Verteuerung" der Nutzung (höhere Flughafen- und Hafengebühren, Einführung der PKW-Maut etc.) - dagegen bin ich.
g) Das Thema interessiert mich im Zusammenahng mit Geldanlagen nicht.