Ist die Diskussion über eine Erhöhung des Biospritanteils vor dem Hintergrund der weltweiten Explosion der Nahrungsmittelpreise noch zeitgemäß?


Ist die Diskussion über eine Erhöhung des Biospritanteils vor dem Hintergrund der weltweiten Explosion der Nahrungsmittelpreise noch zeitgemäß?

Ja 15%
Nein 84%

Die verstärkte Produktion von Biosprit geht zu Lasten des Anbaus von Nahrungsmitteln. Sie ist einer von mehreren Faktoren, die die Lebensmittelpreise in die Höhe und zahlreiche arme Länder in Hungersnöte treibt. Mehr zum Thema lesen Sie » hier.

Letzter Beitrag 16-04-2008, 20:38 von Baeckerbullerjahn. 26 Antworten.
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  •  14-04-2008, 11:53 16025

    Diskussion zur Umfrage:
  •  14-04-2008, 12:57 16030 Antwort zu 16025

    Die jetzige Praxis, Bio-Ethanol und andere Bio-Energieträger aus Entwicklungs- und Schwellenländern zu importieren, darf nicht fortgesetzt werden! Die Preise für Nahrungsmittel explodieren und die Umweltbilanz ist verheerend.
    Die Politik sollte sich andere Wege zum Klimaschutz suchen. So könnten Verbrauchsobergrenzen für Kfz eingeführt werden. So könnte die Erstzulassung eines Fahrzeuges an seine Verbrauchswerte gebunden werden. Ein fünfsitziger PKW darf bspw. nicht mehr als 5ltr. Diesel oder 6ltr. Benzin verbrauchen( natürlich mit Übergangsfristen usw ). Die Werte können später ,dem Stand der Technik entsprechend, weiter verringert werden. Das würde den Innovationsdruck auf die Autohersteller erhöhen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und große Mengen an CO2-Ausstoß vermeiden.
  •  14-04-2008, 14:17 16033 Antwort zu 16030

    Kon_radl ist nicht online. Letztmals aktiv: 26-06-2008, 15:20 Kon_radl
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 250
    ... Obergrenzen setzen...

    Ich glaube irgendwie nicht, daß das klappt. Das würde auf jeden Fall zu einer neuen riesigen Bürokratie führen - wie weit das mit EU-Gesetzen zusammenpasst ist fraglich.
    Besser wäre es, den Verbrauch einzuschränken - nicht über Verbote - die werden nur dazu benutzt, umgangen zu werden. Eher über
    eine bessere Verkehrsstruktur für Fußgänger, Radfahrer, Busse und Bahn. Ein Teil der Steuereinnahmen aus Öl könnte dazu verwendet werden. Radwege zu verbessern und Vorrang einräumen vor PKW. Parkplätze für Fahrräder in der Innenstadt. Wenn nur ein Teil der Wege bis z. B. 5 Kilometer anders als in Blech zurückgelegt würde, wäre schon viel erreicht.
  •  14-04-2008, 17:24 16044 Antwort zu 16025

    Sehr geehrte Redaktion,

    würden Sie korrekt recherchieren bzw. recherchiert haben, so könnte die Frage nur lauten:

    Biosprit ist laut Crutzen und anderer unabhängiger Wissenschaftler ein Klima- und Umweltkiller mit einem Faktor von bis zu 1,9 gegenüber herkömmlichem Trweibstoff. Ist es vertretbar weiterhin Biosprit in der EU zuzulassen und steuerlich zu begünstigen?
  •  14-04-2008, 17:28 16046 Antwort zu 16030

    @ zarakthuul

    "Die Politik sollte sich andere Wege zum Klimaschutz suchen."

    Sie übersehen, daß wissenschaftlich zweifelsfrei feststeht, daß Biosprit ein Klimakiller ist. Daß da noch andere sehr schädliche Effekte mit verbunden sind, rundet doch die Sache nur ab.

    Die Frage die ich mir stelle latet: Sind die Politiker à la Gabriel etc. "geisteskrank" oder verfolgen Sie andere Ziele als den "Klimaschutz"?
  •  14-04-2008, 18:12 16052 Antwort zu 16046

    Immerhin scheint sich inzwischen wenigstens in Teilen der überwiegend linkslastigen Massenmedien die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, welchen Schaden der Biosprit-Wahn anrichtet. Derart deutlich wie in den letzten Tagen konnte man den Zusammenhang zwischen weltweit stark gestiegenen Lebensmittelpreisen, den daraus resultierenden, demnächst vielleicht bürgerkriegsähnlichen Unruhen und möglichen Verteilungskämpfen in armen Ländern und dem Biosprit-Unfug noch nie vorher hören, z.B. im ö.-r. Verblödungsfernsehen.
    Ein Umdenken etwa? Oder man hat das auch schon länger gewußt und traute es sich nur nicht so laut sagen, weil es "politically incorrect" und gegen den Mainstream ist...?
  •  14-04-2008, 18:44 16055 Antwort zu 16025

    Sehr geehrter Herr Auer,
    es dürfte Ihre Aufmekrsamkeit wirklich entgangen sein, dass Biodiesel Anlage der 3. Generation
    NICHT mehr mit Lebensmittel als Feedstock arbeiten, sondern mit reinen Abfallprodukten (Öle, Fette,
    Schlachtabfälle, verdorbenen Prodikten , Biomasse , Hausmüll, ect.) Dies ist auch ethisch korrekt!
    solange dies die Politik nicht erkennt und richtig lenkt - wird falsch subventioniert.
    Synfuel Technology verkauft diese High Technik BDA400 längst ins außereuropäische Ausland wo bessere
    Investitionsicherheit besteht statt in Europa.

    Grüße

    M. Berger
  •  14-04-2008, 18:52 16056 Antwort zu 16046

    Biosprit ist nur solange Klimakiller wie der falsche Feedstock verwendet wird - wenn Bioabfälle verwendet werden - und die
    gibt es auch bei uns massig und billig - dann reden wir von einem echten Fortschritt.
    Diese Anlagentypen gibt es : Großanlagen mit 400.000 tonnen Jahresleistung und mehr . ..Synfuel Technology baut sie im Ausland!
    aber die Förderung läuft regierungsseits wieder mal in die falsche Richtung!

    Hr. Gabriel , das sollten Sie halt wissen , statt einen Eiertanz zu veranstalten und Chaos zu verbreiten.

    EuropeInvestor
  •  14-04-2008, 19:11 16058 Antwort zu 16025

    @ economist

    " Sind die Politiker à la Gabriel etc. "geisteskrank" oder verfolgen Sie andere Ziele als den "Klimaschutz"? "

    So ahnungslos und dumm, heute viele Politiker tun, können sie doch gar nicht sein. Insofern ganz klar - sie verfolgen
    ganz andere Ziele als den Klimaschutz.

    Es gab schon sehr lange keine grösseren Kriege. Deswegen explodierte die Weltbevölkerung.
    Jetzt muss gehandelt werden, denn Persönlichkeiten wie Onkel Adolf H. und Josef S. sind heute
    vollkommen out - wie also die Bevölkerung nachhaltig dezimieren ?

    Was einmal mehr beweist, dass das Leben ein Kampf ums Überleben ist.

  •  14-04-2008, 20:52 16060 Antwort zu 16030

    Erschreckend was man so alles lesen kann. Die grüne Farbe kommt aber ganz schön durch. War es nicht Frau Künast, die für die Bio - Spritaktion verantwortlich war und Herr Gabriel hat dann kräftig weiter in das Horn gestoßen. Heute stehen wir vor einem Scherbenhaufen, den wieder unsere "fähige" Politik zu vertreten hat. Aber es wurden ja nur Milliarden zum Fenster hinausgeworfen. Dafür sparen wir dann bei allen Sozialleistungen ein, die darauf angewiesen sind haben ja sowieso keine Lobby. Bei maßvoller Betrachtung wäre dieses Fiasko vermeidbar gewesen. Aber es hat sicherlich jemand ordentlich daran verdient.
    Ich muss aber ehrlich eingestehen, dass ich den so genannten Wissenschaftlern mit ihren Aussagen auch nicht glaube - es kommt immer auf den Betrachtungswinkel an. Unsere Wissenschaftler finden für allen Blödsinn eine entsprechende Erklärung, Hauptsache man kann sich damit profilieren.
    Wer bezahlt nun den Schaden - ich würde vorschlagen von Künast über Gabriel alle die, die dafür unmittelbar Verantwortung tragen. Ach Verzeihung geht ja nicht, denn wir sind ja in Deutschland und der Politiker ist nur seinem Gewissen verpflichtet.
  •  14-04-2008, 21:16 16062 Antwort zu 16052

    @ Karl Auer

    "Ein Umdenken etwa? Oder man hat das auch schon länger gewußt und traute es sich nur nicht so laut sagen, weil es "politically incorrect" und gegen den Mainstream ist...?"

    Wenn man "Geisteskrank" als die krankhaft oder ideologisch bedingte Unfähigkeit wissenschaftlich bewiesene Fakten nicht mehr intellektuell verarbeiten zu können, sind die Damen und Herren Umweltminister und die zuständigen Kommissare der EU in diese Schublade einzuordnen, es sei denn sie erklären, daß Biosprit Unfug ist und daß dessen Nutzung in der EU aus KLimaschutzgründen verboten wird.

  •  14-04-2008, 21:54 16064 Antwort zu 16062

    "es sei denn sie erklären, daß Biosprit Unfug ist und daß dessen Nutzung in der EU aus KLimaschutzgründen verboten wird."

    Ich befürchte, darauf können wir noch lange warten.
    Es ist so ähnlich wie mit "Multikulti" bzw. "Multikrimi". Die haben diese Thesen so lange propagiert, daß sie irgendwann gar nicht mehr mit der Wahrheit rausrücken können, ohne sich komplett lächerlich zu machen. Die müßten auch plötzlich eine Wende um 180° vollziehen und alles für Blödsinn erklären, was sie den Menschen jahrelang eingeredet haben. Äußerst unwahrscheinlich!
    Der Knutpate hat da wirklich versucht, auf die Elegante aus der Nummer rauszukommen. Das Problem: Dem glaubt man absolut nichts mehr! Inzwischen wahrscheinlich nicht mal mehr seine eigenen Sympathisanten.
  •  14-04-2008, 21:57 16065 Antwort zu 16052

    @ Karl Auer

    "Derart deutlich wie in den letzten Tagen konnte man den Zusammenhang zwischen weltweit stark gestiegenen Lebensmittelpreisen, den daraus resultierenden, demnächst vielleicht bürgerkriegsähnlichen Unruhen und möglichen Verteilungskämpfen in armen Ländern und dem Biosprit-Unfug noch nie vorher hören, z.B. im ö.-r. Verblödungsfernsehen. "

    Nur: Ich suche in den Nachrichten bisher vergeblich nach den Protesten in Deutschland. Wo sind die Massenkundgebungen der Weltverbesserer? Wo sind die Globalisierungsgegner geblieben? Wo die steineschmeissenden Horden von "attac" & Co, die in Heiligendamm angeblich für die armen Länder, die gerechte Verteilung der Ressourcen, gegen den "Reichtum" auf "Kosten der Entwicklungsländer" auf Polizisten eingeprügelt haben? Man sieht und hört die nicht! Totale Ruhe im Wald.

    Und das obwohl der ganze Biosprit-Zinnober genau diese aufgeführten Kriterien par excellence erfüllt. Die Reichen (Grünen) verfeuern die Nahrung der Armen in ihren Ottomotoren, nur um weiterhin mit dem Auto die Brötchen beim Bäcker nebenan kaufen zu können. Freilich nicht, ohne dabei das Klimagewissen durch den Biosprit-, Ökosteuer- und EE-Ablasshandel völlig scheinheilig beruhigt zu haben.

    Der Gipfel der Heuchelei dabei: All diese schreienden Ungerechtigkeiten geschehen um des Biosprits willen, der obendrein absolut erwiesenermassen den "Klimawandel", sofern es den denn geben sollte, noch verstärkt.

    Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte!!
  •  14-04-2008, 22:36 16066 Antwort zu 16064

    @ Karl Auer

    ""es sei denn sie erklären, daß Biosprit Unfug ist und daß dessen Nutzung in der EU aus KLimaschutzgründen verboten wird."

    Ich befürchte, darauf können wir noch lange warten. "

    Nun, es gibt da eine kleine und im Prinzip unfeine Oppositionspartei, die durchaus "wendefähig" ist, die aber durchaus richtig beraten und die Unterwanderer hinausgeworfen, die Biospritwende schaffen könnte. Denn wenn die Partei erkennt, wer sie da warum unterwandert hat, wird es kein Halten mehr geben. Mil... in Sachsen ist da so ein Positivbeispiel ....

    Wie sagte es noch ein bekannter Fußballspieler: Schaun mer mal.

    Vielleicht gelingt es ja den Typen den Floh ins Ohr zu setzen ...
  •  14-04-2008, 23:12 16067 Antwort zu 16064

    @ Karl Auer

    "Es ist so ähnlich wie mit "Multikulti" bzw. "Multikrimi". Die haben diese Thesen so lange propagiert, daß sie irgendwann gar nicht mehr mit der Wahrheit rausrücken können, ohne sich komplett lächerlich zu machen. Die müßten auch plötzlich eine Wende um 180° vollziehen und alles für Blödsinn erklären, was sie den Menschen jahrelang eingeredet haben. Äußerst unwahrscheinlich!"

    Kein Widerspruch,

    aber der "Harzer Roller" könnte sich als Lehrer (Germanist) damit herausreden, daß er schlechte Berater hatte und diese - übrigens zu fast 100% von Trittin und Griefahn ins Amt gehievte Nichtfachleute -schlichtweg und einfach feuern.

    Wenn wir die drei Übergewichtigen der letzten Jahrzehnte betrachten, Kohl, Beck und Gabriel, so verhält sich deren Einsichtsfähigkeit in Umweltprobleme umgekehrt proportional zu deren Gewichtsverhältnisquotienten.

  •  15-04-2008, 10:27 16075 Antwort zu 16065

    @ piano man

    "Der Gipfel der Heuchelei dabei: All diese schreienden Ungerechtigkeiten geschehen um des Biosprits willen, der obendrein absolut erwiesenermassen den "Klimawandel", sofern es den denn geben sollte, noch verstärkt.

    Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte!!"

    Nicht nur Sie.

    Eigentlich müßten die "Grünen" und Gabriel nebst EU-Kommission rasende Kopfschmerzen haben, weil deren Heiligenschein drückt.
  •  15-04-2008, 17:31 16096 Antwort zu 16065

    @piano man
    "Wo sind die Massenkundgebungen der Weltverbesserer? Wo sind die Globalisierungsgegner geblieben? Wo die steineschmeissenden Horden von "attac" & Co, die in Heiligendamm angeblich für die armen Länder, die gerechte Verteilung der Ressourcen, gegen den "Reichtum" auf "Kosten der Entwicklungsländer" auf Polizisten eingeprügelt haben? Man sieht und hört die nicht! Totale Ruhe im Wald."


    Natürlich ist da Ruhe, es würde ja gegen die "eigenen" Leute gehen.
    Wahrscheinlich sind die Protagonisten und Befürworter dieser Politik, der EE insgesamt, angesichts wachsenden Gegenwinds in letzter Zeit viel zu sehr damit beschäftigt, ihre Geldanlagen umzuschichten, Aktienpakete neu zusammenzustellen und nach der zukünftig kommenden, für sie passenden, maßgeschneiderten Gefälligkeitspolitik auszurichten...
  •  15-04-2008, 19:26 16104 Antwort zu 16096

    @ Karl Auer

    Daß der Biosprit überhaupt als wirtschaftliche Alternative in Betracht kam, ist gewiß nicht Schuld er wirklichen Fachleute., sondern von "Ökostalinisten", wie sie unser Mitforist Economist nennt.

    Man erkennt ein Problem (Klimawandel) und will was zum eigenen Nutzen daraus machen.

    Grundsätzlich ist die Idee gut, Energieressorcen besser zu nutzen.Ich hoffe, da geben Sie mir Recht. Schlecht ist in meinen Augen, daß man bei der Masse der unwissenden Bevölkerung Hysterien erzeugen will, um eigene Vorteile zu erringen.

    Daß dem Einzelnen doch nichts am Energieverbrauch liegt, sieht man z.B. daran, daß Energiesparlampen, die noch etwas teurer sind als konventionelle Glühbirnen, noch immer sehr schleppend verkauft werden.
    Dort sollte der Staat anfangen zu regulieren und nicht bei Biosprit, Solardächern und Onshore-Windrädern.
  •  15-04-2008, 19:35 16105 Antwort zu 16096

    baja ist nicht online. Letztmals aktiv: 15-08-2008, 6:02 baja
    Top 50 Mitwirkender Registriert am 25-02-2008 Beiträge 50
    @Karl Auer, guter Beitrag, auch ich sehe das so.
  •  15-04-2008, 21:17 16118 Antwort zu 16075

    @ economist

    "Eigentlich müßten die "Grünen" und Gabriel nebst EU-Kommission rasende Kopfschmerzen haben, weil deren Heiligenschein drückt. "

    Bestimmt drückt der schon so stark, dass die jeweilige Birne weich wird....
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