Gesundheit ist Privatsache

Letzter Beitrag 28-04-2008, 17:26 von giudice. 7 Antworten.
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  •  26-04-2008, 10:45 16620

    giudice ist nicht online. Letztmals aktiv: 23-05-2008, 8:00 giudice
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 18-05-2007 Beiträge 162
    Merz hat das Thema Gesundheit zum richtigen Zeitpunkt angesprochen.

    Ich gehe von der Grundidee aus: Gesundheit ist Privatsache!

    Wer also weiterhin Völlerei betreibt, Risikosportarten pflegt und wer auf Deubel komm raus säuft und kifft,
    der sollte die Folgen nicht zu Lasten des Solidarsystems Gesundheit beheben lassen können.
    Diese Gruppen können sich ja gegen spezielle Risiken privat versichern.

    Deshalb ist es richtig, wenn es künftig einen Riskiko-Katalog gäbe, der Ausschlußkriterien festlegt.
    Eine Rund-Um-Versicherung für alle Risiken jedenfalls ist für die Solidargemenschaft einfach zu
    teuer. Ein Umsteuern kann aber nur Schritt für Schritt erfolgen. Wenn diese Umstellung be-
    ginnt, dann für die Neueinsteiger ins Berufsleben! Die Älteren kann man nicht mehr ändern.



    gidi
    Tags:
  •  26-04-2008, 13:12 16621 Antwort zu 16620

    HelgeHa ist nicht online. Letztmals aktiv: 22-07-2008, 14:53 HelgeHa
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 30-08-2007 Beiträge 414
    Eine sicher richtige Massnahme gegen Überbeanspruchungen.
    Eine kostensenkende Massnahme sehe ich darin nicht. Solange die Pharma-Industrie hier preislich
    machen kann, was sie will, wird dieser wesentliche Kostenbereich 'Medikamente' eher zu Preissteigerungen
    führen.
    Es muss etwas faul sein, wenn hier Medikamente im Vergleich zu westeuropäischen Nachbarländern
    30 und mehr % teurer sind. Niemand zeigt den Pharma-Konzernen Schranken auf, niemand setzt sich dafür
    ein, dass nicht mehr gebrauchte Medikamente nicht einfach entsorgt werden, sondern bis zur Haltbarkeits-
    grenze verabreicht werden oder zurückgegeben werden. Eine Praxis, die in anderen Ländern Standart
    ist.

    HH
  •  26-04-2008, 17:58 16627 Antwort zu 16621

    HelgeHa:

    Eine kostensenkende Massnahme sehe ich darin nicht. Solange die Pharma-Industrie hier preislich
    machen kann, was sie will, wird dieser wesentliche Kostenbereich 'Medikamente' eher zu Preissteigerungen
    führen.
    Es muss etwas faul sein, wenn hier Medikamente im Vergleich zu westeuropäischen Nachbarländern
    30 und mehr % teurer sind.

    Doch es ist kostensenkend. Für die Firmen. Unterschwellig und unter dem Deckmantel der "Initiative neue soziale Marktwirtschaft" versucht dieser Herr Merz die Kosten für Gesundheit allein den Arbeitnehmern aufzubürden. Mit dem Abschied von der 50%igen Finanzierung der Kassenbeiträge wurde eh schon die Kostenbremse gelöst. Die Pharmakonzerne schlagen nun richtig zu. Nun soll dem System gar der Rest gegeben werden. Die von den Firmen eingesparten Mittel würden natürlich direkt an die Aktionäre fließen. Die Mär von dem dann höheren Lohn glaubt dem Menschen ja sowieso keiner.
    Wie ernst die Politik es meint, siehtr man schon daran, wie sich die Politiker damit quälen, die Kosten für die Nachbehandlung von Schöheits-Op nicht mehr den Kassen aufzubürden. Warum fängt man nicht erstmal damit an? Nein hier sind die Kassen wieder gut genug.
    HelgeHa:

    Niemand zeigt den Pharma-Konzernen Schranken auf, niemand setzt sich dafür
    ein, dass nicht mehr gebrauchte Medikamente nicht einfach entsorgt werden, sondern bis zur Haltbarkeits-
    grenze verabreicht werden oder zurückgegeben werden. Eine Praxis, die in anderen Ländern Standart
    ist.
    HH

    Kein Frosch legt seinen Teich trocken! Schauen sie mal, wo ein großer Teil der Bundestagsabgeordneten im Aufsichtsrat sitzt oder Beratertätigkeiten hat. Die Lobbyverbände leisten zudem saubere Arbeit. Eben korruptes Deutschland.

    Übrigens wer bezahlt denn die Gesundheit der Beamten???? Ich denke doch der Steuerzahler. Dort müßte man eher mal ansetzen. Wäre steuernsparend!
  •  27-04-2008, 21:01 16676 Antwort zu 16620

    "Riskiko-Katalog"

    Kenn" ich nicht, nur Otto-versaut-Hamburg, Qualle, Nackermann etc.
    Ich rauche nicht, und Saufen, Zocken und Rumhuren bewegen sich auch im akzeptablen Bereich! Ich betreibe keine gefährlichen Sportarten, weder Extrembergsteigen, Tiefseetauchen noch Amoklauf! Der KV-Höchstbeitrag ist in meinem Fall eigentlich ein schlechter Witz!

    Wenn man die Menschen in Gefährdungsgruppen einteilen will, wo fängt man an und- noch viel interessanter- wo hört das auf?
    Beim Körpergewicht, bei der Lebensweise, Ernährung, bei Sportarten, dem Rauchen oder dem Alkoholgenuß?
    Beim Mobiltelefon (Strahlenbelastung), bei der Fahrleistung, bei der Reisetätigkeit (Zahl der Urlaubsflüge/Jahr)?
    Wer das alles in einen Katalog packen will, um danach die KV-Beiträge zu ermitteln, will genau den Überwachungsstaat,
    den doch angeblich niemand befürwortet!
  •  27-04-2008, 22:05 16682 Antwort zu 16627

    yahel ist online. Letztmals aktiv: 24-07-2008, 21:37 yahel
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.116
    @ Denkerist

    "Übrigens wer bezahlt denn die Gesundheit der Beamten????"

    50% der Beamte von seinem Nettogehalt und im beihilfefähigen Krankheitsfall 50% der Alimenteur.

    Bedenken Sie bei Ihrer Kritik, daß die im Ausland lebenden Verwandten von hier in D arbeitenden Ausländern über die deutsche KK versichert sind.
    jens.muche@t-online.de
  •  27-04-2008, 23:10 16684 Antwort zu 16676

    @ Karl Auer

    "Wenn man die Menschen in Gefährdungsgruppen einteilen will, wo fängt man an und- noch viel interessanter- wo hört das auf? "

    Marktwirtschaftlich löst man das durch Anreize die für die Eliminierung der Risikogruppen festgesetzt werden.

    Rentner mit Fahrrad eliminiert : xy €
    Schwerbehinderten mit Auto eliminiert: 2mal xy € zur Abdeckung der Fahrzeugschäden
    ...

    Entfernt alle "Unnützen Esser aus dem Volk" ...

    Fand so oder so ähnlich ab dem 01.10.1939 statt ...

    Es gibt offensichtlich Menschen, die lernen nichts aus der Geschichte und benehmen sich in ihren Ideen wie die damaligen Mörder an Wehrlosen, wobei die Mörder als Ärzte den zu Ermordenden im weißen Kittel erschienen ...

    Pfui Dafie
  •  27-04-2008, 23:10 16685 Antwort zu 16676

    @ Karl Auer

    "Wenn man die Menschen in Gefährdungsgruppen einteilen will, wo fängt man an und- noch viel interessanter- wo hört das auf? "

    Marktwirtschaftlich löst man das durch Anreize die für die Eliminierung der Risikogruppen festgesetzt werden.

    Rentner mit Fahrrad eliminiert : xy €
    Schwerbehinderten mit Auto eliminiert: 2mal xy € zur Abdeckung der Fahrzeugschäden
    ...

    Entfernt alle "Unnützen Esser aus dem Volk" ...

    Fand so oder so ähnlich ab dem 01.10.1939 statt ...

    Es gibt offensichtlich Menschen, die lernen nichts aus der Geschichte und benehmen sich in ihren Ideen wie die damaligen Mörder an Wehrlosen, wobei die Mörder als Ärzte den zu Ermordenden im weißen Kittel erschienen ...

    Pfui Daifie
  •  28-04-2008, 17:26 16720 Antwort zu 16685

    giudice ist nicht online. Letztmals aktiv: 23-05-2008, 8:00 giudice
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 18-05-2007 Beiträge 162
    Bei der Gesundheit ist sich jeder selbst der Nächste.
    Deshalb funktioniert ja auch das Solidarprinzip nicht.
    Die lachenden Dritten sind die Ärzte, die Ärztekammern
    und die Pharma-Industrie.

    Bei egoistischen Zielen - und das lässt sich bei der
    Gesundheit nicht verleugnen - greift das Solidar-
    prinzip nicht.

    Gesundheit sollte nur noch dann von den Kassen
    übernommen werden, wenn der Hausarzt und der
    Facharzt einen Krankenhausaufenthalt verfügen.


    gidi