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Was bedeutet der heutige Europatag für Sie?
Letzter Beitrag 09-05-2008, 18:01 von Karl Auer. 5 Antworten.
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09-05-2008, 12:11 |
Am 9. Mai 1950 formulierte der damalige französische Außenminister Robert Schuman die Grundideen der Europäischen Union. 1985 vereinbarten die Staats- und Regierungschefs, künftig an diesem Datum einen Europatag zu feiern.
Europa sollte zusammenwachsen war die Grundidee der Gründungsväter - ein friedliches Europa, das wirtschaftlich nach dem Krieg wieder zur alten Stärke heranwachsen soll.
Mittlerweile ist neben der Europopäischen Union auch noch die Währungsunion hinzugekommen. Der Euro ist in vielen europ. Ländern das Zahlungsmittel - z.Zt. so stark wie noch nie. Die europäische Wirtschaft ist selbst gegen eine Rezession in den USA sehr resistent - eigentlich ein voller Erfolg dieser europäischen Idee. Trotzdem gibt es immer noch viele Zweifler in den einzelnen Mitgliedsländern.
Wie beurteilen Sie das zusammenwachsende Europa?
a) Sehr negativ: außer der Verlagerung von Arbeitsplätzen in dien Beitrittsländer, eine höhere Anforderung an EU-Bürokratie und zusätzliche Restriktionen in Sachen Wirtschaftsförderung belastet jeden Menschen die hohe Inflation und die steigende Kriminalität in Deutschland.
b) Ich finde Europäische Union bzw. die Währungsunion insgesamt positiv. Unsere Wirtschaft floriert und wir genießen die Freiheit - z.B. Reisefreiheit, Zahlungsfreiheit etc.. Natürlich gibt es wie bei vielen Sachen auch Schattenseiten - die überbordende Bürokratie ist kein Ruhmesblatt.
c) Persönlich habe ich keine Meinung zu Europa.
d) Kein Kommentar.
Lieber3103
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09-05-2008, 13:18 |
Europa heute?
Die Europäische Union ist und bleibt eine Kopfgeburt der Politiker. Ein Europa der Völker, ein Gefühl "Heimat Europa" das ist unendlich weit entfernt. Die Ablehnung von Globalisierung und Internationalisierung ist zu großen Teilen ein Ergebnis der Entwicklung der EU.
Ein Behördenmonstrum das alles und jeden regeln will, das undemokratisch und teils willkürlich agiert. Ein lockerer Staatenbund, der sich bis zur völligen Selbstblockade aufgeblasen hat - das ist Europa heute. Die Bezeichnung EWG war ehrlicher, sie zeigte der Zweck der Gemeinschaft. Heute könnte man vielleicht von EUROPÄISCHER WIRTSCHAFTS- WÄHRUNGS- UND ZOLLUNION sprechen.
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09-05-2008, 14:30 |
@zarakthuul:
Schade, dass Sie Europa so negativ sehen.
Ich gebe Ihnen in dem Punkt Recht, dass die Bürokratie eingedämmt werden sollte. Nach dem Motto: Europa hat viele Gesichter - Vielfalt in Europa erhalten. Aber bedenken Sie: die Wirtschaftsbeziehungen zwischen allen europäischen Ländern sind so eng wie nie (der meiste Teil der D Exporte geht in die EU!), Berufsfreiheit, studieren in Europa - und vor allem wir haben in ganz Europa noch nie so einen langen Zeitraum ohne Krieg erlebt - dies ist die Anstrengung und Investition meines Erachtens schon Wert.
Natürlich sollte man die Nachteile nicht kleinreden (Inflation Dank des Euro´s - aber hätten wir in dieser Wirtschaftsphase nicht auch Inflation?). Es gibt für alle noch Hausaufgaben in Sachen EU und Europa - für die Menschen (näher zusammenkommen, sich gegenseitig verstehen), für die Wirtschaft (kleine und mittelständische Unternehmen müssen die Vorteile des großen Marktes gezielter ausnutzen) und für die Politik (Entbürokratisierung, Beobachten des Euro´s).
Aber es lohnt sich meiner Meinung dafür zu kämpfen und sich als Europäer zu fühlen!
Lieber3103
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09-05-2008, 15:06 |
@ Lieber3103
Ihre Euphorie bezüglich des politischen Europa kann ich nicht teilen.
Die EU hat sich in meinen Augen bis heute zu einer Bürokratie aufgebaut, die sich selbst genügt und Verordnungen gebiert um ihre Daseinsberechtigung zu untermauern und zu festigen. Herr Parkinson würde sich vor lachen die Hände reiben, denn der Laden beschäftigt sich selbst und beschneidet der europäischen Bevölkerung trotz besonderer „Freiheiten“ die Freiheit. Die europäischen Politiker scheinen weder willens noch in der Lage zu sein ihre Handlungen und Beschlußfindungen dem breiten Publikum verständlich zu machen, die Macht der Kommissare ist in meinen Augen beängstigend. Die nationalen Regierungen nutzen aufgrund dessen jede Möglichkeit die Kontrolle durch den Souverän zu unterbinden bzw zu unterlaufen.
Für mich ist das politische Europa ein Moloch, der sich wie eine Geschwulst ausbreitet und die Bürger zu bevormunden trachtet. Es wird Politik vorbei am Bürger gemacht, der dann ein zweites mal durch die Umsetzung in nationales Recht gestraft wird.
An diesem Tag, das ist mein Eindruck, feiern sich die Politiker, die Bürger bleiben draußen.
jens.muche@t-online.de
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09-05-2008, 15:40 |
b)
Ist doch eine gute Sache mit Europa. Klar Verwaltungsmonsterchen in Brussel, blöde Auflagen, genormte Trauben in Weinanbaugebieten, Deichschutz in den Alpen, Milchseen, Subventionsverfeuerung, ... passiert halt manchmal.
Es gibt doch viele positive Dinge, die natürlich auch am Anfang etwas unvorteilhaft erscheinen. Die Menschen können herumreisen, haben festgestellt, dass es Sinn macht auch ein sprachliche Bruchstücke der Nachbarländer zu lernen, man findet neue Freunde im früher doch "soo weit im entfernten Ausland", jetzt braucht man sich sogar nicht mehr groß mit Geldwechseln aufhalten, usw. Die Unternehmen brauchen kaum noch von "Import-/Export" sprechen, wenn Sie im Nachbarland Waren ver- oder einkaufen, haben eine gewisse Rechtssicherheit bezügliche ihre geschäftlichen Treibens, usw.
Naja Europa ist ja kulturell ein ziemlich "zersplittertes" Gebilde und schon immer gewesen. Da macht es Sinn etwas aufeinander zu zugehen, weil man ja nicht wieder den XX-ten Krieg anfangen will... (Sie können ja mal durchzählen bis zur Geburt eines gewissen Hernn J.)
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09-05-2008, 18:01 |
Europatag?
Jetzt weiß ich wenigstens, warum das heute für mich ein Tag komplett "zum Wegschmeißen" war (arbeitsmäßig gesehen).
Am meisten habe ich mich heute gleich über mehrere Lieferanten aus dem Gebiet der EU geärgert (na ja, die deutschen sind überwiegend auch nicht besser...)
"Schade, dass Sie Europa so negativ sehen."
Da sollte man unterscheiden können:
EUROPA muß man deshalb nicht generell negativ sehen, die -->Europäische Union aber schon!
@Jens Muche: Nichts hinzuzufügen, uneingeschränkt richtig!!
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