Wie glauben Sie dass es mit der WestLB weitergeht?

Letzter Beitrag 13-05-2008, 14:21 von Wu-Fu. 2 Antworten.
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  •  10-05-2008, 15:37 17255

    Risige Verlust, kein Geschäftsmodell und kein Kandidat an dem man die kränkelnde Landesbank verkaufen könnte.

    Dann müsste es wenigstens bergauf mit dem Abstoßen der schon identifizierten Risikokredite gehen bzw. es müsst gewährleistet werden, dass keine neuen Verluste hinzukommen.

    Aber ist das wirklich der Fall - z.Zt. streiten noch die 2 Eigentümer (Sparkassen und Land NRW) um die zukünftige Strategie. Dies verunsichert nicht nur den Finanzmarkt, sondern auch Kunden und Mitarbeiter. Gute Mitarbeiter verlassen das sinkende Schiff - der Rest bleibt.

    Wie glauben Sie geht es mit der WestLB weiter?

    1) Die Risiken sind identifiziert - das Sanierungskonzept steht und der Apparat ist umgebaut. Keine weiteren Risiken in den Büchern.

    2) Weder die Risiken der Vergangenheit, noch die bisher in 2008 aufgelaufenen Risiken sind völlig identifiziert. Ein Zukunftskonzept Fehlanzeige. Die Zeche zahlt am Schluss der Steuerzahler und der Kunde der Sparkassen in NRW.

    3) Kann ich nicht beurteilen.

    4) Kein Kommentar.

    Lieber3103
  •  10-05-2008, 19:35 17257 Antwort zu 17255

    Jonas ist nicht online. Letztmals aktiv: 27-06-2008, 19:16 Jonas
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    Natürlich kann niemand wissen, wie es mit der WestLB weitergeht, denn das sind politische Entscheidungen und keine vernunftbasierten Entscheidungen.

    Klar ist, dass Risikokredite noch keine Kreditausfälle sind, und wenn die Bank zum tatsächlcihen Gläubiger vordringen könnte, was durch das Zusammenfassen und Verscherbeln in Tranchen leider nahezu unmöglich sein dürfte, sollte es möglich sein, mit dem Kreditnehmer für beide Seiten tragbare Konditionen auszuhandeln:

    Ist der Kreditnehmer bereits insolvent und muss das Haus verkauft werden, unter dem Preis den die Kreditsumme betrug, mag es ein Kreditausfall sein, aber viele US-Bürger kommen nur deswegen in Zahlungsschwierigkeiten, weil die Zinsen steigen, z.B. durch automatische Zinsanpassungsklausen, die die Bnaken wohlweislich in frohlocken zukünftiger satter Gewinnsteigerungen im winzigkleingedrucken hinterlassen hatten. Ja, eine Bank möchte möglichst viel Reibach machern und möglichst hohe Kreditzinsen kassieren, möglichst mehr als anderswo - man schau nur auf den eigenen 'Dispo' der so bei 12-15% liegen soll (andere Leute sagen Wucherzinsen dazu), dann muss man aber erkennen, dass auch niedrigere Zinseinnahmen immerhin Einnahen sind, und die Kreditsummen noch lange nicht verloren ist. Sie ist nur verloren, wenn man den Kreditnehmer plötzlich das Fell über die Ohren ziehen will. Aber die Kuh, die man melken will, sollte man nicht zum Henker führen.

    Die 'Schrotthypotheken' sind menier meinung nach also nicht so schlimm, wie sie derzeit dargestellt werden, sie verhindern nur, daß Banken 25% Rendite machen - müssen sie meiner Meinung nach auch nicht, eine Landesbank ist nach meiner Auffassung sogar politisch verpflichtet, gemeinnnützig ohne Gewinne zu agieren (natürlich wünscht man sich, dass das Geld der Kunden nicht vorsätzlich versenkt wird).

    Also: Ein starkes JA zum Erhalt von Sparkassen und Landesbanken, und ein klares JA zurück zu den alten Konditionen, bei denen das Land als Sicherheit hinter der Bank steht. Weg mit der kapitalistischen Gleichmacherei, in der Privatbanken erzwangen, daß Landsbanken keine besseren Existenzbedingungen haben dürfen, als deren gewinnoptimiertes und kundenunfreundliches Modell. Ich möchte mein Geld nicht in einer gewinnoptimierten Bank ablegen, die zwar in den Werbeflyern das Blaue vom Himmel verspricht, aber im Kleingedruckten dann den Hammer fallen lässt - so wie es derzeit vielen US-amerikanischen Häuslebauern ergeht, denen der Kreditvermittler noch was ganz anderes erzählt hat.

    Ebenso müssen aber auch deijenigen angeklagt werden, die Geld verliehen hatten, das sie ganz nicht besassen, denn die Hoheit über die Geldmenge liegt nach wie vor bei der Zentralbank und nicht bei windigen Kreditvermittlern, die ein COPY auf die Speicherzelle ihres Computers machen. Hier muss mit voller Durchgriffskraft des Gesetzes erst mal herausgefunden werden, welche Banken so agierten, und dann das Gesetz 'Wer Geld nachmacht oder verfälscht...' voll zum Tragen kommen. Die Gesetze gibt es, es ist eine Farce, wenn sie im Bankenwesen weil das 'die bessere' sin,d nicht angewendet wird.
  •  13-05-2008, 14:21 17311 Antwort zu 17257

    Wu-Fu ist nicht online. Letztmals aktiv: 07-07-2008, 20:39 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 164
    NRW sollte sich wirklich mal überlegen, was der Zweck der WestLB sein soll. Ich denke, dass die 16,17 oder 18 Mio. Quasimiteigentümer das interessieren müsste.

    Ich denke nicht, dass der Gesetzgeber noch mehr Auflagen machen muss, weil jedes Wertpapier nunmal risikobehaftet ist - Das sind keine Geheimnisse. Der Inhaber von Wertpapieren muss sich einfach selbst fragen, wieviel Risiko (nach oben und unten) er akzeptieren kann. Die WestLB scheint sich darüber irgendwie nicht im Klaren zu sein.