In der vergangenen Woche gab es in einem US-Kongress-Ausschuss eine sehr
interessante Anhörung der Bosse von fünf verschiedenen Hedge-Fonds.
Während die Kongressabgeordneten für eine schärfere Regulierung plädieren, waren sich die Hedge-Fonds-Manager nicht einig. Einige Vertreter plädierten für eine größere Transparenz ihrer Branche, während andere Manager solche Vorschläge zurückwiesen.
Ob Hedge-Fonds überhaupt reguliert werden können, ist derzeit zweifelhaft. In der Anhörung wurde schon vorsichtig angedeutet, man würde es bedauern, wenn man seinen Geschäften künftig nicht aus den USA nachgehen könne. Und in der Tat, könnte es schwierig werden, Hedge-Fonds an die Leine zu legen. Es gibt einfach
zu viele Umgehungsmöglichkeiten. Diese beginnen bereits bei der Definition von Hedge-Fonds.
Und was spräche zum Beispiel dagegen, eine ganz normale deutsche GmbH dazu zu verwenden, Gelder der Gesellschafter in x-beliebige Verwendungszwecke zu investieren. Die Anleger würden Gesellschafter werden, die nach festgelegten Regeln aussteigen könnten. Im Prinzip könnte man also einen Hedge-Fonds hinter einer einfachen Vermögensverwaltungs Holding „verstecken“. Sie würden dann nicht einmal der deutschen Finanzaufsicht unterliegen. Wollte man die Finanzaufsicht an Investitions- bzw. Anlagebeträge koppeln, dann wird es kompliziert. In solchen Fällen müssten auch die Geschäfte einer Susanne Klatten oder eines Adolf Merckles beaufsichtigt werden.