Hedge-Fonds

Letzter Beitrag 27-11-2008, 13:30 von Jonas. 5 Antworten.
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  •  07-07-2008, 11:27 19415

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  •  07-07-2008, 14:58 19427 Antwort zu 19415

    Alpha ist nicht online. Letztmals aktiv: 07-07-2008, 14:59 Alpha
    Nicht gereiht Registriert am 07-07-2008 Beiträge 1
    Immer wieder wird gesagt, Hedgefonds seien nicht transparent. Wie man z.B. bei www.Hedgeweb.net
    sehen kann, gilt dies längst nicht für alle Fonds.

    In vielen Rechtsgebieten gibt es Bestimmungen, Verbote und Regelungen, die es Hedgefonds verbieten, Daten potentiellen Investoren zugänglich zu machen. Gleichzeitig fordert man aber mehr Transparenz. Wie es scheint, dient Ersteres unter dem Deckmantel des Anlegerschutzes dazu, die heimische Finanzindustrie vor Konkurrenz zu schützen und Zweiteres hat den Zweck, damit man immer einen Schuldigen präsentieren kann. Dabei hilft natürlich, dass nur die wenigsten über ausreichend Informationen verfügen und diesen Anschuldigungen dann Glauben schenken.

    Bisher war es einer breiten Masse von Privatinvestoren auch kaum möglich diese Informationen zu erhalten und wenn, dann kostete ein einziger Report für einen Fonds leicht bis zu 200,- €. Dank Portalen wie Hedgeweb.net kann man nun völlig kostenlos eben diese hochwertigen Informationen für tausende von Fonds erhalten und sich so selber ein Bild machen und ein objektives Urteil bilden.
  •  06-11-2008, 18:15 22106 Antwort zu 19427

    In dieser Situation nützt dem Anleger weder Transparenz noch ein objektives Urteil. Und was, wenn Volcker der US Wirtschaft samt seinem konsumwütigen Betreiber eine Rosskur in Form einer restriktiven Geldpolitik verordnet ohne Rücksicht auf die Hedger? Dann drängelt alles, was angelegt hat zum Ausgang, nicht wahr? Und was dann? Wie sieht denn das dann aus bei den Banken, wo die Hedger in der Kreide stehen? Eine der neuen Regeln für die Finanzmärkte sollte sein, dass ab einer bestimmten Grösse die Aussenstände der Finanzmarktakteure aufgeschlüsselt nach Vergabe an die Branchen einer zentralen Erfassung gemeldet werden müssen als Grundlage für die Zinsentscheidungen der Zentralbanken. Dann wiederholt sich das nicht, was wir unter Greenspan gesehen haben und uns jetzt und die nächsten Jahre Kopfzerbrechen bereitet. Jetzt aber müssen wir wohl auf diese Nachwehen einer ungesunden Zins- und Geldmengenpolitik Rücksicht nehmen, um nicht den Karren total zu schrotten. Ich bezweifle aber, ob das Volcker auch so sehen wird. Ich denke, er macht einen Schnitt. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass er rigoros vorgehen wird. A propos US- Geldmenge, gibt es da mal wieder eine Veröffentlichung der US-Notenbank oder läuft die Notenpresse so schnell, dass man mit den Zahlen nicht mehr nachkommt? Nun ja, der Geldmengenausweitung stehen ja in den Staaten wenigstens genügend Konsumgüter gegenüber - auf den Höfen der Ford- und GM-Händler .
  •  19-11-2008, 13:10 22344 Antwort zu 19415

    decoien ist nicht online. Letztmals aktiv: 19-11-2008, 13:37 decoien
    Top 75 Mitwirkender Registriert am 16-09-2008 Beiträge 28
    In der vergangenen Woche gab es in einem US-Kongress-Ausschuss eine sehr interessante Anhörung der Bosse von fünf verschiedenen Hedge-Fonds.
    Während die Kongressabgeordneten für eine schärfere Regulierung plädieren, waren sich die Hedge-Fonds-Manager nicht einig. Einige Vertreter plädierten für eine größere Transparenz ihrer Branche, während andere Manager solche Vorschläge zurückwiesen.
    Ob Hedge-Fonds überhaupt reguliert werden können, ist derzeit zweifelhaft. In der Anhörung wurde schon vorsichtig angedeutet, man würde es bedauern, wenn man seinen Geschäften künftig nicht aus den USA nachgehen könne. Und in der Tat, könnte es schwierig werden, Hedge-Fonds an die Leine zu legen. Es gibt einfach zu viele Umgehungsmöglichkeiten. Diese beginnen bereits bei der Definition von Hedge-Fonds.

    Und was spräche zum Beispiel dagegen, eine ganz normale deutsche GmbH dazu zu verwenden, Gelder der Gesellschafter in x-beliebige Verwendungszwecke zu investieren. Die Anleger würden Gesellschafter werden, die nach festgelegten Regeln aussteigen könnten. Im Prinzip könnte man also einen Hedge-Fonds hinter einer einfachen Vermögensverwaltungs Holding „verstecken“. Sie würden dann nicht einmal der deutschen Finanzaufsicht unterliegen. Wollte man die Finanzaufsicht an Investitions- bzw. Anlagebeträge koppeln, dann wird es kompliziert. In solchen Fällen müssten auch die Geschäfte einer Susanne Klatten oder eines Adolf Merckles beaufsichtigt werden.
  •  26-11-2008, 15:36 22536 Antwort zu 22344

    Wu-Fu ist online. Letztmals aktiv: 02-12-2008, 3:21 Wu-Fu
    Top 25 Mitwirkender Registriert am 05-03-2008 Beiträge 304
    Leute nennt es meinetwegen Hedgefonds (der Name 'für Alles' macht in meinen Augen eh kein Sinn). Der Punkt ist einfach, dass sie Gegenstand ihrer 'käufmannischen' Tätigkeit machen können, was Sie wollen - Ob ein statistischer Robo oder eine Schraubenfabrik ist vollkommen egal. Das Unternehmen wird immer in irgendeine Rechtsform gequetscht die zum Geschäft und den gewünschten Geldgeber (inkl. der eigenen Person) passt.

    Vielleicht mal eine kleine Hilfe zur Defintion: Ein 'Hedgefond' kann aufgrund seiner Tätigkeit als eine Handelsfirma beschrieben werden - Es sind Arbitrageunternehmungen. Es ist ganz simpel: Günstig Kaufen & Teuer Verkaufen.

    Die 'Hedgefonds' sind nunmal alles Nichtbanken, sodass die Zentralbank da nicht die Hand draufhat. Wenn irgendeine Nichtbank einer anderen Nichtbank Geld überlässt, dann kann die Politiker tausendmal rumheulen ohne dass es eine Wirkung hätte. Wenn aber Geschäftsbanken einem Hedgfond irgendwelche Bilanzaktiva im großen Stil verkaufen und da auch noch gewissen 'persönelle Verflechtungen' als Symptom mitdrin sind, dann muss sich eine Zentralbank fragen, ob sie gerade im Puncto Mindestreservequote von den Geschäftsbanken umgangen werden...
  •  27-11-2008, 13:30 22562 Antwort zu 22536

    Jonas ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 22:26 Jonas
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.048
    Ich denke nicht, daß man Hedge-Fonds verbieten muss, man muss nur informieren:
    Warum bekommt ein Hedge-Fonds überhaupt Geld, um sich in andere Firmen einzukaufen?
    Weil er mit übermässigen, gar nicht real erzielten Renditen wirbt (siehe Blackstone). Er arbeitet im Schneeballsystem: Was er auszahlt, ist nicht der Gewinn, sondern die neuen Mittelzuflüsse. Ein Ballon, der platzen muss.
    Warum bekommt der Hedge-Fonds Kredite? Weil er viel zu gut bewertet ist, letztlich sollte ein Hedge-Fonds, die ja üblicherweise Schrott-Unternehmen kaufen, auch Schott-Anleihezinsen zahlen und nicht AAA.
    Und warum verkaufen Firmeneigner an Hede-Fonds? Weil die dummerweise viel mehr bezahlen, als die Firma wert ist. Wenn das die Hedge-Fonds-Anteileigner wüssten...
    Wenn jemand seine Firma an einen Hedge-Fonds verkauft, ist das der Zeitpunkt, an dem man offizell diese Firma als nicht-mehr-existent einstufen sollte.´Jede seriöse Firma hätte den Hedge-Fonds nicht nötig.

    Ich glaube, nach so guter Aufklärung, erledigt sich das Phänomen Hedge-Fonds von alleine.

    Schade für die unter ihrer Verwaltung stehenden wirklichen Firmen - aber gut, die waren vorher schon pleite.

    Nicht schade um Hedge-Fonds Anteilseigner, die gierig gierig auf Grossmäuler ohne Bonität hereinfielen.