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Georgien
Letzter Beitrag 20-09-2008, 23:13 von Mauerblümchen. 114 Antworten.
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11-08-2008, 9:07 |
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11-08-2008, 13:42 |
[Leider, leider wieder ist die Berichterstattung gegenüber Russland feindlich, obwohl in dem Fall mit Georgien der Verursacher des Konfliktes sich nicht in Russland befindet .
Der gerorgische Präsident hat angeordnet, mit allen militärischen und gewaltsamen Mitteln das losgelöste Land Südossetien, was schon seit 1992 praktisch und faktisch unabhängig von Georgien lebt, anzugreifen.
Kosten dieses Einsatzes sind vorläufig 2000 unschuldige getöteten Zivilisten, die in der Nacht durch den massiven Beschuss der gerorgischen Artillerie zum Opfern gefallen sind.
Da auch russische Blauhelme, die die Waffenruhe kontrollierten, angegriffen wurden, kam es zu der Eskaltion, die nicht von Russland aus provoziert wurde.
Warum wird es nicht erklärt?
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11-08-2008, 16:16 |
Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie westliche Medien mit unterschiedlichem Maß die Dinge sehen. Als Amerika im Irak einmarschiert ist, war es angeblich ein Akt zur Bekämpfung des Terrors, obwohl auch der Irak ein souveräner Staat war und ist.Die USA wollen einen Angeblichen Raketenschutz über Europa errichten,ohne die Europäer überhaupt zu fragen und die ständige Bedrohung des Iran vonseiten der USA wegen der vermutlichen atomaren Aufrüstung ist wohl in Ordnung oder was. Die USA unter Bush haben die welt belogen und betrogen und die Europäer sollen nun das Desaster mit Geld ,Waffen und Soldaten mit in Ordnung bringen . Würden sich die USA nicht so arrogant und überheblich gegen die anderen Völker aufspielen, sähe es vielleicht etwas anders aus. Einige Unruheherde wurden erst durch die USA angezettelt und geschürt.Russland muß sich wehren und endlich wieder zu einer Gegenmacht gegenüber den USA werden. Georgien hat den Krieg inzeniert und muss nun die Folgen auch tragen. Vielleicht wurde Georgien auch animiert zu einem solchen Schritt, um die neuen russischen Machtvehältnisse auszuloten. Ich glaube den USA zur Zeit nichts mehr und es wird Zeit, dass in den USA ein neuer Präsident gewählt wird. Die vom westen so gepriesene Demokratie ist nicht weltweit 1:1 übertragbar und jedes Land muss seinen eigenen Weg finden
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12-08-2008, 12:06 |
Angesichts der eindeutigen Parteiergreifung für Georgien im Südossetienkonflikt in den westlichen Medien muss man sich erstmal zurücklehnen und zwei fundamentale Dinge vergegenwärtigen.
1. Der Angreifer ist Georgien.
In der Nacht zum 8.8., dem Eröffnungstag der Olympischen Spiele, überschritten georgische Truppen die Grenze zu Südossetien, rückten bis zur Hauptstadt vor und machten diese dem Erdboden gleich. Der Angriff war kein Scharmützel, sondern ein richtiger Krieg, mit Panzern, Kampfflugzeugen, Raketenwerfern, Artillerie und Bodentruppen. Erst als Reaktion darauf, am 8.8., setzte Russland Teile der 58. Armee Richtung Südossetien in Marsch. Am darauffolgenden Tag vertrieben diese Einheiten die Georgier aus der Hauptstadt Zchinwali.
2. Über ihr Schicksal entscheiden die Osseten selbst.
Darüber, ob Südossetien nun zu Russland oder zu Georgien gehört, entscheidet nicht Russland oder Georgien, und erst recht nicht die USA oder Herr Steinmeier. Das können nur die Osseten selbst entscheiden, diese elementare Tatsache scheint den westlichen Journalisten völlig zu entgleiten. Und die Osseten entschieden gegen Georgien, sonst hätten sie Anfang der 90er keinen Unabhängigkeitskrieg geführt. Diese Entscheidung wurde später durch mehrere Volksabstimmungen bestätigt.
Inzwischen werden Augenzeugenberichte bekannt, die ein genaues und, leider, grauenhaftes Bild der Ereignisse vom 8.8. entstehen lassen. Voraus geht eine Erklärung des georgischen Präsidenten M. Saakaschwili am Abend des 7.8. In dieser sichert der georgische Präsident einen Waffenstillstand in dem bereits seit einigen Tagen wiederaufflammenden Konflikt zu und verspricht, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Nur einige Stunden später, in der Nacht zum 8.8., beginnt die georgische Armee eine grossangelegte, also lange im Voraus geplante, Operation gegen Südossetien. Dieses hat nur 50000 Einwohner, und eine kleine russische Friedenstruppe. Dementsprechend schnell ist der Vormarsch der georgischen Armee. Im Verlauf des Tages erobern die Georgier die Aussenbezirke der Hauptstadt und drängen die Verteidiger im Zentrum zusammen. Am 9.8. kann die russische 58. Armee die Stadt zurückerobern. Doch den Soldaten bietet sich ein grauenhaftes Bild.
Die Stadt Zchinwali ist dem Erdboden gleichgemacht. In den Kellern hocken verängstigte Zivilisten, ohne Wasser, Nahrung und Elektrizität. Menschen, die nicht rechtzeitig fliehen konnten und den Georgiern in die Hände fielen, wurden niedergemetzelt. Verwundete, Soldaten und Zivilisten, wurden durch Kopfschüsse hingerichtet. Überfüllte Krankenhäuser wurden aus nächster Nähe mit Panzern zerschossen. Notoperationen mussten in Kellern durchgeführt werden, ohne Medikamente und Betäubungsmittel. Überall auf den Strassen liegen Leichen, Männer, Frauen und Kinder. Wegräumen kann sie niemand, denn georgische Scharfschützen feuern aus den umliegenden Bergen auf alles, was sich bewegt. Vorläufige Bilanz sind 2000 Tote, noch mehr Verletzte und 30000 Flüchtlinge, mehr als die Hälfte der südossetischen Bevölkerung.
Einige Augenzeugenberichte von osradio.ru (dem ossetischen Nachrichtensender):
Notice: specially for English-speaking visitors - a word-for-word translation of the post previously published at Osradio.ru
The Georgians and their US-masters would never be forgiven for the recent mass slaughter in South Ossetia. The brutal massacre of S. Ossetian civilians by the Georgian army during the first days of military operation was nothing but an extreme point of man-hatred. A few examples of acts of genocide are given below.
The road from regional hub Znaur to the village of Dzhava is covered with corpses of S. Ossetian civilians - including women, elders and children. It's still impossible to bury the dead as all moving objects in that area immediately come under fire of Georgian snipers and artillery.
Tkhsinval, August 8, 2008. According to eyewitnesses a group of S. Ossetian children was burnt alive inside two refugees' minibuses which headed to Vladikavkaz.
The Khetagurovo massacre - another tragedy of Zharsk province. All young ladies of Khetagurovo village were kidnapped and driven away in unknown direction. Other villagers - men, women and elders were blocked in the building of the local church and set on fire. Children were murdered separately. Georgians chopped childrens' heads off in presence of their parents. Kidnapped girls have been raped and tortured, their genitals disfigured.
We want to believe that after all Saakashvilis junta will face a deserved trial soon.
North Ossetian journalists recorded thousands of oral evidences of survived Tkhsinval residents. Every single testimony will be processed and delivered to the international community.
11.08.2008 // 17:01
Story of Natella S. Tedeeva, born 1943. Left Tkhsinval for Vladikavkaz on August 9, 2008. The description of events on the "July 8" street of Tkhsinval. The record was made by M. Tezieva on August 10, 2008 in Vladikavkaz. A word-for-word English translation:
"Rocket system "Grad" fired all night, the ground was shaking. They set houses on fire, murdered and raped. We suffered all night. The peacekeepers convoyed us to a bunker. No electricity, no water, no gas cooker inside... Children, females, elders... It's so stuffy in the bunker, people are sitting right up to each other, infants choke in mother's hands... The floor is concrete. People starved in the bunker. Someone brought buckwheat. We ate it. Two Georgian tanks came so near to our bunker. The peacekeepers, young guys, Russian soldiers, got frightened for our destiny, there are infants, elders and women in the bunker. The white flag was hanged out. Two peacekeepers climbed outside and raised the white flag. refugees and children were there. When Barankevich saw the flag the peacekeepers managed to shot down Georgian tanks and we got the opportunity to escape the bunker. We run, walked on foot. They fired behind our backs all the way. We were moving down the Zar road. A passing by vehicle gave us a lift. But some people remained in the bunker. How are they? I don't know. Children, elders, without water and food... Georgians used such dreadful weapons that houses blazed up in seconds like matches, everything around was in flames.
Der georgische Vormarsch war also keine "normale" militärische Operation. Es war ein von langer Hand geplanter Vernichtungsfeldzug gegen das ossetische Volk. Unter den toten georgischen Angreifern fanden die russischen Soldaten Ukrainer, Balten und sogar US-Amerikaner. Offenbar fand die georgische Führung unter Saakaschwili nicht genügend Landsleute für die bevorstehenden Sonderaufgaben, so dass Abschaum aus aller Welt rekrutiert werden musste. Mit den rund 100 Kriegsgefangenen brachten die Russen auch eine grosse Gruppe ausländischer Journalisten ein, die mit den einrückenden Georgiern gekommen waren.
Damit zeichnet sich folgendes Bild ab. Nach jahrelanger Ausbildung und Ausrüstung der georgischen Armee durch die USA entscheidet Saakaschwilis Führung, sich Südossetien mit Gewalt einzuverleiben. Die südossetische Bevölkerung, die die georgische Fremdherrschaft nicht akzeptiert, ist hierbei ein wesentliches Hindernis. Wohl nicht ohne Billigung oder sogar unter Teilnahme der US-Schutzmacht arbeitet die georgische Führung einen Plan zur ethnischen Säuberung aus. Kernstück des Plans ist ein blitzkriegsartiger Überraschungsangriff, der die Einnahme der Hauptstadt und die Schaffung von Fakten noch vor einer möglichen Reaktion Russlands zum Ziel hat. Dieser Angriff wird begleitet von Mord, Raub, Zerstörung und Vergewaltigung, um die südossetische Bevölkerung zur Flucht in den Norden zu zwingen und damit das lästige Problem der Existenz dieser Menschen auf ihrem angestammten Land zu beseitigen. Zur Zementierung der georgischen Ansprüche wird sogar ein Konvoi von Journalisten engagiert, um vom Zentrum der eroberten Hauptstadt den Anschluss Südossetiens an Georgien medienwirksam zu verkünden, und somit Russland von der Ergreifung von Gegenmassnahmen abzuschrecken. Um das Überraschungsmoment zu erhöhen, verkündet Saakaschwili wenige Stunden vor dem Angriff einen Waffenstillstand und die Rückkehr zum Verhandlungstisch. Der Tag des Angriffs ist auch geschickt gewählt, denn alle Welt, auch die unglücklichen Menschen in Zchinwali und die russischen Friedenstruppen, fiebern der Eröffnung der Olympischen Spiele entgegen, einem Symbol für Frieden und Völkerverständigung.
Doch schon am ersten Kriegstag tut sich zwischen dem tatsächlichen Verlauf der Ereignisse und dem Mini-Barbarossa-Plan von Saakaschwili eine Lücke auf. Die Verteidiger der Stadt, die kleine südossetische Streitmacht und die noch kleinere russische Friedenstruppe, können das Stadtzentrum halten, und somit kann Georgien die Eroberung Südossetiens nicht medienwirksam verkünden. Russland reagiert schnell, und setzt seine 58. Armee in Bewegung. Schon am nächsten Tag ist das zerstörte Zchinwali voll von ausgebrannten georgischen Panzern und Truppentransportern. Der Blitzkrieg ist gescheitert, und Saakaschwilis Clique unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt. Mehr noch, jetzt ist Saakaschwili ein Kriegsverbrecher, und über ihm schwebt das Damoklesschwert eines Menschenrechtstribunals. Die folgenden Tage verlaufen noch ungünstiger für den mit 99,8% fast 100%ig demokratisch gewählten Präsidenten. Anders als Frankreich nach dem Überfall Hitlers auf Polen, tritt Abchasien dem Agressor entschlossen entgegen und beginnt Kampfhandlungen gegen die georgischen Truppen auf seinem Territorium, die es bislang unter Erhaltung des status quo geduldet hat. Russland fühlt sich nach dem eklatanten Vertragsbruch Georgiens auch nicht mehr an die Friedensverträge gebunden, und verdreifacht seine Friedenstruppe in Abchasien. Die russische Schwarzmeerflotte blockiert den Seeweg nach Georgien. Doch Saakaschwili gibt nicht auf. Er lässt 5000 Reservisten in Gori zusammenziehen, um das Blutvergiessen fortzusetzen. Doch ganz geheuer ist Klein-Hitler offenbar nicht so ganz. Er lässt das Reichenviertel von Tiflis evakuieren (er weiss sehr wohl, wo die Verantwortlichen für das Geschehene sitzen), und gestern packt ihn in Gori mitten während einer Presseerklärung die Panik. Plötzlich ruft er "verschwinden wir" und rennt los. Seine Leibwächter holen ihn ein, werfen ihn zu Boden, und müssen ihn mit ihren Schusswesten bedecken, um ihn zu beruhigen. Dann packen sie ihn in ein Auto und fahren weg, vor der Nase der versteinerten Journalisten.
Es ist nicht das erste Mal in Europa, dass Russlands Armee die Feuerwehr spielt, um grössenwahnsinnige und ausser Kontrolle geratene Herrscher in ihre Schranken zu weisen und ihre aufgerüstete Militärmaschinerie zu vernichten. Und es ist auch nicht das erste Mal, das der Westen nichts tut, oder, wie in diesem Fall, die Greuel sogar billigend unterstützt. Ich habe mich nie in dem Irrglauben bewegt, westdeutsche Regierende hätten sich humanistischen Werten verpflichtet, und habe mich nie mit ihnen identifizieren können. Aber dennoch schäme ich mich, dass "meine" Regierung und Presse im 21. Jahrhundert, während der Olympischen Spiele, einen Agressor und Kriegsverbrecher zynisch als Opfer hinstellt und auch noch unterstützt, während unschuldige Menschen, die nichts anderes wollen als in Freiheit und ohne fremdes Diktat zu leben, abscheulichen Bestialitäten ausgesetzt sind. Ich wünsche allen russischen Soldaten und Offizieren, die unter Einsatz ihres Lebens die Freiheit dieser Menschen verteidigen, dass sie wohlbehalten und gesund zu ihren Familien zurückkehren. Im Übrigen ist es erfreulich, dass die meisten Menschen auf der ganzen Welt, dem Westen und den USA inklusive, ihren Regierenden und Meinungsmachern zum Trotz für Frieden und Menschlichkeit stehen (s. http://www.georgia-vs-russia.com/).
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12-08-2008, 14:01 |
Dritter Anlauf. Ich weiss es ja, dass es sehr unangenehm ist, wenn die normalgestrickte Redaktionsmasche einmal völlig dabeneben liegt und nichts in die Schablone passen will. Aber vielleicht ein Link, und bitte meine Herren in der Redaktion, beachten Sie das Datum des Artikels, bzw. der Artikel!
http://en.rian.ru/world/20080801/115488870.html
http://en.rian.ru/russia/20080804/115663422.html
Und wenn es wieder nicht veröffentlicht wird, dann haben Sie wenigstens vielleicht ein wenig Mut, sich in der Redaktion ein ganz klein wenig zu bewegen auch gegen das interne Wahrheitsministerium. So ganz heimlich still und leise einfach eine objektivere Schau ansteuern und vielleicht feststellen, dass beide beteiligten Seiten keine Waisenknaben sind. Wenigstens .
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12-08-2008, 14:40 |
@ uckermaerker
Ihr Vergleich mit Irak und Iran hinkt. Dort ging es den USA ausschließlich ums Öl. Bei Ossetien geht es aber um einen Teil eines Landes, der sich abspalten will.
Dieses Problem wird weltweit ganz unterschiedlich behandelt.
Die Iren haben sich in einem Krieg von England lösen können.
Den Schotten wurde eine weitgehende Selbstverwaltung zugestanden
Den Basken wiederum wird sie nicht zugestanden.
Der Kosovo wurde von außen her mit fragwürdigen Mitteln verselbständigt.
Hitler holte Österreich heim ins Reich.
Imitiert nicht Russland Hitler? Oder meinen Sie, das ist die Kosovo- Lösung?
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13-08-2008, 10:27 |
Mit großer Offenheit haben die Medien auf die strategischen Interessen des Westens an der mittelasiatisch-kaukasischen Region hingewiesen. Die Sicherung der Öllieferungen ist ein wichtiges Ziel jeder Außenpolitik. Die Besorgnis um stabile Versorgungssicherheit resultiert aber nicht aus der Ölförderung. Sie ist in den letzten Jahren konstant gewesen oder angestiegen. Sorgen bereitet wohl primär die expodierende Nachfrage von Staaten, die ihre Versorgungsinteressen mit gleicher Schärfe und zunehmend mit gleichem Nachdruck bekunden. Unsere strategischen Interessen sind als kein Unikat. Tatsächlich besteht ein allgeiner kausaler Zusammenhang zwischen Energieverfügbarkeit und wirtschaftlicher Prosperität. Die wichtigsten Akteure in und um Georgien waren an den jüngsten Auseinandersetzungen nicht unmittelbar beteiligt. Das wird sich vermutlich schnell ändern. China und Indien werden ihre Ansprüche knallhart anmelden. Sie müssen es tun, um nationaler Verantwortung gerecht zu werden. Diese nationale Verantwortung nehmen die interessierten Staaten aber im eigenen Land ungenügend an. Beispielhaft ist das Parteiengezänk um die nationale Energiepolitik, den dadurch verursachte techischen Stillstand und die gallopierenden Energiepreise. Beispielhaft sind die ergebnislosen, aber schön geredeten internationalen Umwelt- und Energiegipfel. Fakt ist, das die internationalen Konflikte zusätzlich angeheizt werden, je erfolgloser nationale und internationale Energiepolitiken sind. Wohin die aktuelle Entwicklung führt, ist noch unklar. Eine Strategie "Viel Feind, viel Ehr" rüstet die Mitwettbewerber argumentativ auf. Vermutlich wird kein Staat ein Barrel Öl aus den Konflikregionen herausbringen, wenn andere dies verhindern wollen. Die diffusen Verhältnisse in diesen Ländern erlauben massiven Einfluss mit geringstem Aufwand - auch seitens nichtstaatlicher Strukturen. Politische Stabilität dieser Regionen auf Basis von westlichem Wohlstand ist vmtl. unfinanzierbar (vgl. Afghanistan). Damit eröffnen sich für "die zu kurz gekommenen" stets neue, nadelstichartige Einflussmöglichkeiten mit große Folgewirkung. Die gegenwärtige US-Administration hat dafür (im Gegensatz zu ihren Vorgängern) keine Rezept gefunden und ist deshalb gezwungen, die schwelenden und zunehmenden Interessenkonflike als Terrorismus zu verharmlosen. Ein Lösungsbeitrag ist das dauerhaft sicher nicht. Sollte sich die Industrienationen und Schwellenländern nicht auf eine globale Energiepolitik verständigen könnnen, die im Kern eine Verteilungs- und Kontigentierungspolitik ist, treiben wir in den Dritten Weltkrieg hinein. Die zivilen Opfer des Georgien-Konflikts bleiben angesichts dieser Befürchtung namenslose Propagandemasse.
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13-08-2008, 20:03 |
@Sachse75,
vielen Dank für diesen endlich mal objektiven Beitrag. Es ist schlicht nicht auszuhalten, dass die Südosseten unter den Augen (und scheinbar mit Billigung) der ach so demokratischen und menschenfreundlichen westlichen Regierungen ausgelöscht werden, weil man sich über Saakaschwili die Kontrolle über die durch durch Georgien geleitete BP-Pipeline zum kaspischen Meer verschaffen will und deshalb jedwede Abscheulichkeit mitträgt. Pfui auch über die westlichen Medien, die sich als Esel vor den Propaganda-Karren spannen lassen.
Wenn man auch nicht annehmen kann, dass die russische Einmischung aus reiner Menschenfreundlichkeit erfolgte, sondern um selbst die Kontrolle zunächst über die nach Unabhängigkeit strebenden Provinzen und dann über Georgien zu gewinnen, so muss man doch kontastieren, dass die russische Intervention faktisch einen Holocaust verhinderte. Journalistische Sorgfaltspflicht wäre es, darüber auch so zu berichten.
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13-08-2008, 20:38 |
Franklin D. Roosevelt war der einzige amerikanische Präsident, der aufgrund des Zweiten Weltkrieges länger als 2 Amtsperioden amtierte durfte.
Aufgrund der immer schärfer werdenden Worte aus Washington, hoffe ich nicht, dass Bush sich ein Vorbild daran nimmt.
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13-08-2008, 22:11 |
Erschreckend, wie Deutschland das Spiel der USA mitmacht, einer Nation ohne Rohstoffe, ohne Geld (faktisch pleite), politisch und moralisch am Ende und allein aufgrund des Militaers "noch" mit Grossmachtanspruch.
Wie kann Merkel es sich leisten, den wichtigsten Rohstofflieranten fuer Europa (i.e. Deutschland) so rumzuschubsen ???
Der wahre Agressor sind die Amerikaner. Bitte lesen :
http://321energy.com/editorials/friedman/friedman081308.html
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14-08-2008, 6:10 |
Zwei Anklagen vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag werden demnächst anhängig...
X ) Russlands Außenminister Sergej Lawrow fordert, gegen den georgischen Präsidenten Saakaschwili vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag Anklage zu erheben, wegen Völkermordes und >ethnischer Säuberungen
Y ) Georgien verklagte Russland mittlerweile vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen >ethnischer Säuberungen
Beide, Russland und Georgien, besiedeln mit ihrer Bevölkerung vorher das gleiche und fremde Territorum, um sich anschließend gegenseitig >e t h n i s c h wieder zu s ä u b e r n
"Einen Kriegsgrund findet man immer!" resp. "Es wird nirgendwo mehr gelogen als im Krieg!". Waum wird der eigentliche Kriegsgrund >Oel
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14-08-2008, 8:50 |
- Condi warnt Russland -
wenn die Lage in Georgien nicht so dramatisch wäre, die Bevölkerung wieder einmal durch dumpfes Machtstreben einzelner fehlgeleiteter Politker leiden müsste, könnte man zurufen - Condi ( allein die Verniedlichung ist schon irreleitend ) bleibt zu Hause und bereite Dich mit Deinem Chef auf den Abgang vor.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass anscheinend - so die Recherchen der Fachleute - durch bewußte oder wieder einmal unbewußte falsche Äußerungen der USA die "Führer" Georgiens in die Irre geleitet wurden mit dem Ergebnis, das man sich dem Irrglauben hingab, eigene Machtbestrebungen innerhalb dem eigenen Georgien würde zur Not auch militärisch durch die USA gestützt.
Diese Variante der Information, incl. Interpretationen, tauchen in unserer Presse viel zu wenig auf.
Auch der Irrglauben, Georgien gehört in die EU oder NATO müßte viel intensiver behandelt werden.
Wäre ich Russe, wäre ich auch nicht nur besorgt, sondern würde wie auch immer versucht, dagegen zu halten.
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14-08-2008, 9:47 |
Sehr guter Beitrag. Dem muß man nichts hinzufügen
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14-08-2008, 12:28 |
Baeckerbullerjahn:@ uckermaerker
Ihr Vergleich mit Irak und Iran hinkt. Dort ging es den USA ausschließlich ums Öl. Bei Ossetien geht es aber um einen Teil eines Landes, der sich abspalten will.
Wurden die Süd-Ossetier gefragt? Nein. Das sind zumeist auch Russen aus der ehemaligen UdSSR.
Baeckerbullerjahn:Die Iren haben sich in einem Krieg von England lösen können.
Den Schotten wurde eine weitgehende Selbstverwaltung zugestanden
Den Basken wiederum wird sie nicht zugestanden.
Der Kosovo wurde von außen her mit fragwürdigen Mitteln verselbständigt.
Hitler holte Österreich heim ins Reich.
Imitiert nicht Russland Hitler? Oder meinen Sie, das ist die Kosovo- Lösung?
Nein, Russland möchte zwar seine ehemaligen UdSSR-Provinzen behalten, aber es hat nicht Georgien militärisch erobert.
Der militärische Angriff ging von Georgien aus, und den hätten die sich niemals getraut, wenn nicht das Ok, oder sogar die Aufforderung, von ihren westlichen Unterstützern gekommen wäre. Die Süd-Ossetier hat niemand gefragt, beim globalen Ränkespielchen der Grossmächte. Die wurden nur erschossen.
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14-08-2008, 12:34 |
@ Sachse
"Damit zeichnet sich folgendes Bild ab. Nach jahrelanger Ausbildung und Ausrüstung der georgischen Armee durch die USA entscheidet Saakaschwilis Führung, sich Südossetien mit Gewalt einzuverleiben."
In Ihrem Beitrag fehlt leider der zentrale Fakt: Nämlich dass Südossetien völkerrechtlich zu Georgien gehört. Von daher kann zunächst mal überhaupt nicht von "Einverleiben" geredet werden. Wenn, dann hat höchstens Russland dieses getan, indem es in grossem Stil russische Pässe an Südosseten (also nach geltendem Völkerrecht georgische Staatsbürger) völkerrechtswidrig verteilt hat, um hinterher behaupten zu können, es müsse "russische Staatsbürger schützen".
In Wahrheit geht auch nicht um Südossetien, sondern um das Streben Russlands nach Vormachtstellung in der Region um jeden Preis. Was russische (sowjetische) Hegemonialpolitik bedeutet, sollten Sie als "Sachse", oder Ihre Eltern, am besten wissen. Die unverhältnismässig brutale Reaktion Russlands ist nichts anderes als ein imperialistisches Gebärden mit dem Ziel der Einflussnahme auf Regierungen des "nahen Auslands". Vor allem sollte es auch eine unverhohlene Drohung sein in Richtung Ukraine, weil Russland mit allen Mitteln verhindern möchte, dass sich demokratische Staaten (die Ukraine z.B. ist auf dem Weg dahin) aus freien Stücken für eine Nato-Mitglieschaft entscheiden, wozu sie nach Völkerrecht natürlich ohne jede Frage berechtigt sind.
Im übrigen sind die militärische Gewalt Russlands gegen Georgien und der permanente Druck auf die Ukraine (z.B. über den Stopp von Gaslieferungen) ein Vorgeschmack auf das, was Europa aufgrund der zunehmden Abhängigkeit von russischem Gas noch bevorsteht. Die gespielte Hilflosigkeit und das Gesäusel von Leuten wie Steinmeier ist bereits nichts anderes als die Angst vor der Gasmacht Russland. Vermutlich hat unser chemisch gereinigter eulengesichtiger Aussenminister aber auch schon, wie Schröder, die Zusage für einen hochdotierten Posten in der russischen Gasmafia nach seinem Ausscheiden als Politiker in der Tasche, und redet deshalb so säuselig davon, dass "man keine Seite verurteilen" dürfe.
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15-08-2008, 10:41 |
"In Russlands Falle getappt"?!
Wehrte Redaktion, was ist Ihrer Meinung nach die „Russische Falle“? Die 2000 Menschenleben, zerstörte Zchinwali, Tausende Flüchtlinge?
Das ist schon dritter Krieg Georgiens gegen Südossetien innerhalb der letzten 14 Jahre!
Wer hat wem die Falle gestellt?
Man muss die Tatsachen mit Namen bezeichnen.
Saakaschwili hat ein Kriegsverbrechen begangen - Verbrechen gegen Menschlichkeit, gegen eigenes Volk und gegen Demokratie.
Wie kommt es, dass gerade Westliche Staaten ihn unterstützen? Damit setzen sie ihre Glaubwürdigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Ethische Werte als solche aufs Spiel.
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15-08-2008, 11:05 |
"In Ihrem Beitrag fehlt leider der zentrale Fakt: Nämlich dass Südossetien völkerrechtlich zu Georgien gehört. Von daher kann zunächst mal überhaupt nicht von "Einverleiben" geredet werden. Wenn, dann hat höchstens Russland dieses getan, indem es in grossem Stil russische Pässe an Südosseten (also nach geltendem Völkerrecht georgische Staatsbürger) völkerrechtswidrig verteilt hat, um hinterher behaupten zu können, es müsse "russische Staatsbürger schützen".
Warum haben die Menschen die russischen Pässe genommen?
Georgien hat "völkerrechtlich" schon zwei Kriege gegen Südossetien geführt.
Haben Sie eine Vorstellung wie die Menschen dort leben? Ohne Währung und ohne Pässe.
Und lassen Sie bitte das Gerede über Gas und Öl - für die Entwicklung Russlands ist Stabilität und Frieden viel wichtiger! Gas und Erdöl hat Russland mehr als genug, aber USA...
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15-08-2008, 17:59 |
Dem ist nichts hinzuzufügen, | | |
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