westdeutsche Arroganz

Letzter Beitrag 29-10-2008, 18:46 von Denkerist. 51 Antworten.
Beiträge sortieren:
  1 2 3 > Weiter
  •  26-08-2008, 12:44 20324

    Im HB gibt wird heute gefragt wer als letzter auf dem Mond war.
    http://www.handelsblatt.com/technologie/schneller-schlau/wer-war-der-letzte-mensch-auf-dem-mond;2027571

    Und das ausgerechnet an dem Tag, an dem man doch fragen müßte, wer der erste Deutsche im All war. Gut es war kein Westdeutscher, es war ein Ostdeutscher - und es ist typisch für das HB wie auch für alle westdeutschen Medien dies nicht zu wissen, wissen zu wollen.
    Und doch ist es typisch für die Arroganz in dem westlichen Teil des Landes.

    Problematisch wird es aber dann, wenn man alle Entwicklungen auf der Welt so einschätzt, daß man ja eh der Größte und einzig Richtige ist. Und daran krankt Deutschland zur Zeit in allen Bereichen. So bauen wir Autos völlig am Markt vorbei, verlieren in nahezu allen technologischen Bereichen, haben ein international völlig überholtes Bildungssystem, eine Verwaltung die sicherlich international an Ineffizienz kaum zu übertreffen ist usw.... - und halten uns immer noch für die Größten.

    Und merken nicht, daß das Schiff untergeht.......

    26.08.08 12.45Uhr
    Er sagte: "Seid glücklich und zufrieden, denn es könnte noch schlimmer kommen" . Und sie waren glücklich und zufrieden und es kam noch schlimmer.
  •  23-09-2008, 21:57 21127 Antwort zu 20324

    Amen!

    Wir sind am Ende. Noch nicht ganz - erst wenn wir die Krise überstanden haben wollen. Im ernst - ich habe GER satt und überlege diesen mittlerweile kommunistischen (kapitalistischen) Staat den Rücken zu kehren. Ich habe keinen Lust mehr auf Merkel-DDR.
  •  24-09-2008, 11:02 21136 Antwort zu 20324

    Realist ist nicht online. Letztmals aktiv: 27-11-2008, 7:54 Realist
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 860
    @ Denkerist

    ..... und Lösungsperskektiven? Ansätze? Welche hätten Sie???

    Oder lebt es sich vielleich gar nicht so schlecht mit dem pauschalen Gejammer, das doch nur das Ziel hat, den Staat auf die Matte zu fordern?
  •  24-09-2008, 12:55 21145 Antwort zu 20324

    yahel ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 20:27 yahel
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.320
    @ Denkerist

    Ja, gut, Jähn war der erste Deutsche im All, das scheint für Sie sehr bedeutend zu sein, und nun? Soll zu seinen Ehren ein Vorbeimarsch mit roten Fahnen und Lobliedern auf die Partei, die ihm dieses ermöglicht hat, stattfinden?

    „Und daran krankt Deutschland zur Zeit in allen Bereichen.“

    Es krankt hauptsächlich an den Schlechtrednern, Miesmachern, Zauderern und Problemausweichern. Diese Leute haben großes Interesse daran, daß die Pumpen ausfallen und das Schiff unterzugehen droht. Sie stellen sich denen in den Weg, die die Pumpen reparieren wollen und übersehen dabei, daß sie selber auf diesem Schiff sitzen, immer weitere Passagiere an Bord nehmen die nur Interesse am Buffet haben und sich einen Scheißdreck darum kümmern, wer es bezahlt und woher das Geld dafür kommt und wer die Pumpen repariert. Üblicher Weise werden immer „die Reichen“ genannt; die, die am Bufett stehen wollen keinen Beitrag leisten, die sind mit jammern beschäftigt und damit völlig ausgelastet.

    „.......verlieren in nahezu allen technologischen Bereichen, haben ein international völlig überholtes Bildungssystem,......“

    Das ist dem derzeitigen sehr stark „sozialistischen“ Schulsystem geschuldet, in dem der, der Leistung bringen will nach allen Regeln der Kunst von einem Großteil der Lehrer und der überwiegenden Zahl seiner Mitschüler ausgebremst und niedergemacht wird. In den meisten deutschen Schulen wird der Minimalismus durch auswendiglernen gelehrt, Laberfächer haben großen Zulauf, naturwissenschaftliche Fächer stehen in der Gunst der Schüler auf den hinteren Plätzen, denn dort sind Fähigkeiten, Fleiß und Übersicht gefragt, man muß sich sein Wissen erarbeiten um es zu konservieren, Zusammenhänge erkennen und verknüpfen. Damit ist ein großer Teil der heutigen Gymnasiasten völlig überfordert.

    „......eine Verwaltung die sicherlich international an Ineffizienz kaum zu übertreffen ist usw.“

    Das müssen Sie denen sagen, die für die Ausgestaltung der Verwaltung mit Gesetzen und Verordnungen befaßt sind, denen, die Sie gewählt haben.

    jens.muche@t-online.de
  •  24-09-2008, 17:05 21157 Antwort zu 21127

    @ nightwishman

    Also im Vergleich mit anderen Ländern geht es uns noch gut. Drum Überlegen. Wer wirklich Angst haben muß, sind die Briten und US-Amerikaner.
    Aber bei uns ist natürlich durch den deutschen N----Faktor die gefühlte Schere so groß.

    Und wir sind natürlich - wie auch in diesem Forum Foristen beweisen - Weltmeister im Jammern und Schimpfen.

  •  24-09-2008, 21:53 21167 Antwort zu 21127

    Merkel-"DDR"

    Mit dem Begriff kann ich mich anfreunden.

    Die Merkel-"DDR" kann unsereins leider nicht verlassen. Der Vater benötigt zunehmend Hilfe ...
  •  24-09-2008, 23:20 21172 Antwort zu 21136

    Realist:
    @ Denkerist

    ..... und Lösungsperskektiven? Ansätze? Welche hätten Sie???

    Oder lebt es sich vielleich gar nicht so schlecht mit dem pauschalen Gejammer, das doch nur das Ziel hat, den Staat auf die Matte zu fordern?


    Realist:
    @ Denkerist

    ..... und Lösungsperskektiven? Ansätze? Welche hätten Sie???

    Oder lebt es sich vielleich gar nicht so schlecht mit dem pauschalen Gejammer, das doch nur das Ziel hat, den Staat auf die Matte zu fordern?



    Bei allem Ärger.
    Ich glaube nicht, dass hier irgendjemand den Staat auf die Matte zwingen will. Ich will nicht wieder anfangen mit Bildungspolitik, Gesundheitspolitik, Sicherheit, Manger-Gehälter etc. Möglicherweise haben Sie einen anderen Blickwinkel @Realist? Aber wenn wir deutschen immer die Besten sein wollen und gleichzeitig dabei schlechter werden, dann ist @Denkerist gar nicht so falsch dran. Selbstverständlich sind wir noch gut – bei allem Ärger und Gejammere den wir immer wieder haben. Dennoch müssen wir schon einmal ehrlich sein und die letzen Jahre reveau passieren lassen. Und da haben wir eben nicht punkten können.

    @Baeckerbullerjahn,
    ja logo. Sie haben da auch Recht. Aber wie schon geschrieben, sind wir eben auf jenen Weg schlechter zu werden. Schauen Sie sich bitte die „Neue Gesundheitsreform“ an welche da kommen wird. Der Bürokratenwahn nimmt hier extreme Ausmaße an. Das ist doch ein Weg, welchen wir nicht wollen – oder?
  •  25-09-2008, 10:08 21183 Antwort zu 21172

    @ nightwishman

    Ja, da haben Sie natürlich auch Recht.

    Das mit dem schlechter werden ist nach meinem Dafürhalten darauf zurückzuführen, daß unsere Politik es zugelassen hat, daß wir "DDR-isiert" werden.

    Ein Volk, das 40 Jahre lang dahingehend oktroiert wurde, daß der Staat sich um das Wohlergehen des Einzelnen zu kümmern hat und der Einzelne sich nicht um das eigene Wohlergehen, wird nicht von heut auf morgen umdenken können.
    Und das hat unsere Politiker dazu gebracht auf diese Stimmen zu hören, obwohl jeder weiß, daß diese Politik nicht finanzierbar ist und daher die DDR zusammenbrach.

    Ist es nicht ein Unding, daß diese Ex-DDR noch 30 Jahre nach dem Zusammenbruch (bis 2019) am Tropf hängen darf und inzwischen wird schon darauf hingearbeitet, daß die Zeit bis 2030 erweitert werden soll.
  •  25-09-2008, 11:50 21186 Antwort zu 21183

    yahel ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 20:27 yahel
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.320
    @ Baeckerbullerjahn

    „........daß der Staat sich um das Wohlergehen des Einzelnen zu kümmern hat und der Einzelne sich nicht um das eigene Wohlergehen,....“

    Genau das sehe ich nicht so. Der Staat DDR hat dies an sich gerissen und diejenigen, die ihren Kram selber regeln wollten, ausgebremst, als subversive Kräfte gebrandmarkt. Weshalb sind so viele DDR-Bürger in den Westen abgehauen, weshalb haben so viele nach der Mauer dabei ihr Leben riskiert? Genau aus diesem Grunde, sie wollten nicht bevormundet werden, sich um sich selber kümmern wollen.
    Die Masse hat sich in Nischen eingerichtet und ein Teil dieser Masse läuft heute den Parolen der SEDPDSDieLinke hinterher, weil im Sozialismus doch jeden seinen Platz und sein Auskommen hatte. Hatte er auch, nur bestimmte die Partei wie dieses Auskommen auszusehen hatte.
    Und das müssen wir nicht ein zweites Mal aufbauen, einmal reicht, dieses Experiment ist gescheitert.

    Sie schreiben weiter oben „Und wir sind natürlich - wie auch in diesem Forum Foristen beweisen - Weltmeister im Jammern und Schimpfen.“

    Ja, es wird gemeckert und vielfach auch gejammert. Meine griechischen Bekannten sind da schon einen Schritt weiter, sie nehmen die Situation hin, weil sie wissen daß sie sie nicht ändern können und versuchen in ihren sehr bescheidenen Verhältnissen über die Runden zu kommen. So möchte ich nicht leben.

    jens.muche@t-online.de
  •  25-09-2008, 11:58 21187 Antwort zu 21172

    yahel ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 20:27 yahel
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.320
    @ nightwishman

    „Der Bürokratenwahn nimmt hier extreme Ausmaße an.“

    Solange wir Politiker und Bürger haben, die jedermann gegenüber Gerechtigkeit walten lassen wollen ohne zu definieren was sie darunter verstehen, werden wir diese Bürokratie haben. Eine Gerechtigkeitsbürokratie die sich mit Einzelfällen und den dazu gehörenden Ausnahmen beschäftigt. Daß uns diese Bürokratie in weiten Teilen des Lebens einschränkt und oft nicht nachzuvollziehen ist, müssen wir nicht diskutieren, das wissen wir längst.

    jens.muche@t-online.de
  •  25-09-2008, 12:35 21189 Antwort zu 21186

    @ yahel

    "Genau das sehe ich nicht so. Der Staat DDR hat dies an sich gerissen und diejenigen, die ihren Kram selber regeln wollten, ausgebremst"

    Sie haben das mißverstanden. Natürlich hat der Staat die Eigeninitiative unterbunden. Aber das 40 Jahre lang. Diejenigen die dies nicht ausgehalten haben sind abgehauen und zurück blieben die, die sich angepasst haben.

    Und denen nun wieder Eigeninitiative beizubringen ist -speziell bei der älteren Generation - schwer.
  •  25-09-2008, 13:17 21191 Antwort zu 21189

    yahel ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 20:27 yahel
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.320
    @ Baeckerbullerjahn

    "Und denen nun wieder Eigeninitiative beizubringen ist -speziell bei der älteren Generation - schwer."

    Zweifellos, die, die den Sozialismus richtig gelernt haben, haben da Schwierigkeiten. Den Jüngeren fällt der Abschied nicht so schwer, die bauen sich dort etwas auf oder gehen in den Westen. Das Problem gibt es aber nicht nur hier, nur wird hier, soziales Netz sei Dank, anders damit umgegangen. Viele "leisten" es sich eben im Netz zu bleiben.
    jens.muche@t-online.de
  •  28-09-2008, 8:38 21249 Antwort zu 21191


    "...die, die den Sozialismus richtig gelernt haben,..."

    kamen nicht unbedingt aus der DDR. Die verbeamteten Mitarbeiter der ehemaligen Bundespost (Telekom) wurden im besten Alter mit vollem Gehalt in die "Soziale Hängematte" umgebettet und schwafeln heute in Foren über Leistung.
  •  03-10-2008, 12:45 21335 Antwort zu 21191

    Leider habe ich erst jetzt gesehen, dass mein Beitrag doch aufgenommen und mit einigen interessanten Beiträgen ausgestattet wurde:

    @ yahel
    "Das ist dem derzeitigen sehr stark „sozialistischen“ Schulsystem geschuldet, in dem der, der Leistung bringen will nach allen Regeln der Kunst von einem Großteil der Lehrer und der überwiegenden Zahl seiner Mitschüler ausgebremst und niedergemacht wird. In den meisten deutschen Schulen wird der Minimalismus durch auswendiglernen gelehrt, Laberfächer haben großen Zulauf, naturwissenschaftliche Fächer stehen in der Gunst der Schüler auf den hinteren Plätzen, denn dort sind Fähigkeiten, Fleiß und Übersicht gefragt, man muß sich sein Wissen erarbeiten um es zu konservieren, Zusammenhänge erkennen und verknüpfen. Damit ist ein großer Teil der heutigen Gymnasiasten völlig überfordert."

    Was hat das heutige Bildungssystem mit einem sozialistischen zu tun? NICHTS
    In der DDR gab es ein einheitliches System im gesamten Land, einheitliche Lehrpläne, Lehrbücher. Ein Umzug von einem Ort im Norden zu einem im Süden kein Problem. Vergleichbarkeit der Ergebnisse problemlos. All das ist heute in der Bundesrepublik noch unvorstellbar. Doch was unterscheidet das 1x1 in Bayern von dem in Bremen??? Wer Leistung brachte, wurde keineswegs ausgebremst, ich erinnere mich, das Ergebnisse von Arbeiten vor der Klasse genannt und ausgewertet wurden, da versuchte man immer eher besser zu sein.
    Ein Auswendiglernen gab es nur bei den Fremdsprachen, sonst wurde immer versucht in der Naturwissenschaften Beziehungen, Zusammenhänge zu erklären. Von diesen Fähigkeiten profitiere ich heute noch.
    Und, was natürlich in den alten Ländern über die DDR bekannt ist : Staatsbürgerkundeunterricht -den gab es natürlich auch. War genauso verlogen wie der Gemeinschaftskundunterricht heute. Fragen, insbesondere kritische waren hier nicht erwünscht.
    Was es aber auch gab war UTP- ein Unterrichtstag in der Produktion. Nicht um zu mollochen sondern einfach zu lernen, was arbeiten ist! So was fordert die Industrie hierzulande ja auch, muß aber sicherlich erst neu erfunden werden und wird somit noch einige Jahre dauern.
    Natürlich war vieles ideologielastig, aber das ist in jedem System so. Mal mehr mal weniger. Entscheidend ist die Bildung die am Ende bleibt. Und da ist heute nicht mehr viel da, doch mit sozialistisch hat die Minimalschule heute nichts gemein.

    03.10.08 12.45

    Er sagte: "Seid glücklich und zufrieden, denn es könnte noch schlimmer kommen" . Und sie waren glücklich und zufrieden und es kam noch schlimmer.
  •  04-10-2008, 22:10 21356 Antwort zu 21335



    "Entscheidend ist die Bildung die am Ende bleibt. Und da ist heute nicht mehr viel da, doch mit sozialistisch hat die Minimalschule heute nichts gemein. "

    Und so lange wir bei den Investitionen in Bildung deutlich hinter dem OECD-Durchschnitt hinterherhinken, brauchen wir wir uns auch nicht um die vergangene Bildung in der DDR zu unterhalten.
    Absolut im Hintertreffen wir bei der Investition in der Primarstufe - ein Armutszeugnis.
  •  05-10-2008, 14:18 21373 Antwort zu 21335

    yahel ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 20:27 yahel
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.320
    @ Denkerist

    „Was hat das heutige Bildungssystem mit einem sozialistischen zu tun? NICHTS“

    Ich hatte es in Tüdelchen gesetzt und meine damit Gleichmacherei. Die Gleichmacherei wird von Lehrern betrieben, von denen viele aus ihrem politischen Standpunkt kein Geheimnis machen, äußerst links, die 68er lassen grüßen. Konservativ eingestellte Lehrer werden an den Rand gedrängt, herausragende Schüler auf Mittelmaß gestutzt, den stromlinienförmigen wird große Beachtung zuteil.
    War sehr gut in einer am Wochenende gelaufenen Langzeitbeobachtung der Defa im rbb zu sehen. Die Lebenswege zahlreicher Kinder eines Dorfes im Oderbruch wurden von 1963 bis 2000 in Abständen mit der Kamera beobachtet, sie interviewt. Sehr interessant.

    Sie vergleichen das Schulsystem einer Diktatur mit dem dieser föderalen Demokratie, das funktioniert nicht.
    Im Dritten Reich gab es genau die gleichen Schulstrukturen die Sie für die DDR beschreiben.

    „War genauso verlogen wie der Gemeinschaftskundunterricht heute. Fragen, insbesondere kritische waren hier nicht erwünscht.“

    Heute ist weitgehend alles erwünscht was zur Zerstörung von Werten, funktionierender Strukturen und gegen den Wertkonservativismus geht; zugunsten der vermeindlichen Gleichheit die es nie gab und nie geben wird.

    „Was es aber auch gab war UTP- ein Unterrichtstag in der Produktion. Nicht um zu mollochen sondern einfach zu lernen, was arbeiten ist!“

    Dies, das ist meine Forderung, ist für heutige Lehrer vonnöten damit die lernen wofür ihr Unterricht im richtigen Leben angewendet werden kann und ihren Schülern entsprechende Beispiele liefern. Dann würde sich in den Schulen auch sehr viel ändern. Ein Tag im Jahr ist dazu aber nicht ausreichend.

    Ich behaupte nicht, daß ich das föderale Schulsystem das in der Bundesrepublik betrieben wird toll finde, ganz im Gegenteil. Mein Wunsch ist, daß es nur ein Bildungsministerium gibt und Lehrer die Schüler fördern, statt sie zu behindern, einengen, sie sich nicht entfalten lassen. Das ist aber eine andere und hier schon häufig geführte Diskussion.

    jens.muche@t-online.de
  •  11-10-2008, 1:02 21475 Antwort zu 21373

    @ yahel

    "Heute ist weitgehend alles erwünscht was zur Zerstörung von Werten, funktionierender Strukturen und gegen den Wertkonservativismus geht; zugunsten der vermeindlichen Gleichheit die es nie gab und nie geben wird."

    Wir haben ja schon oft zu diesem Thema diskutiert.

    Solange der Begriff Elite von irgendwelchen Dumpfbacken mit einem Negativimage versehen werden kann, solange wird es mit den Bildungsstandards in diesem Lande abwärts gehen.

    Es gab in den 80er Jahren mal den Spruch "Unser Rohstoff ist der Geist".

    Inzwischen kommt uns dieser Rohstoff abhanden.
  •  12-10-2008, 12:09 21483 Antwort zu 21475

    BäckerBullerjahn:
    @ yahel

    Solange der Begriff Elite von irgendwelchen Dumpfbacken mit einem Negativimage versehen werden kann, solange wird es mit den Bildungsstandards in diesem Lande abwärts gehen.

    Es gab in den 80er Jahren mal den Spruch "Unser Rohstoff ist der Geist".

    Inzwischen kommt uns dieser Rohstoff abhanden.


    Das mit der Elite ist so eine Sache. Wer ist die Elite unseres Landes. Wenn es die sind, die aufgrund Ihrer Herkunft oder Ihrer Beziehungen einen entsprechenden Posten begleiten, habe ich ein Problem damit. Und wenn ich mir die Manager im eigenen Land ansehe, die oftmals frei jeglichen Erfolges und Haftung für Ihre Entscheidungen riesen Gehälter und Abfindungen kassieren habe ich mein Problem damit.
    Und es steht eben auch fest, das Bildung in Deutschland sehr teuer ist, und damit der Erfolg selbiger für den Sprößling eher vom Geldbeutel der Eltern denn seinen eigenen Leitungen bestimmt wird. Die Studiengebühren tragen da auch noch zur Verschärfung der Situation bei.
    Der Rohstoff den gibt es aber eben nicht nur in den reichen Schichten der Gesellschaft. Und ein Bildungssystem auf dem Niveau anderer Industrienationen würde helfen ihn bei allen Schichten zu finden, zu fördern und zu nutzen.

    Und so fällt es mir schwer, einen Schrempp, einen Mehdorn, einen Hartz. usw zur Elite unseres Landes zu zählen. Dafür wollen sie aber gehalten werden.


    Er sagte: "Seid glücklich und zufrieden, denn es könnte noch schlimmer kommen" . Und sie waren glücklich und zufrieden und es kam noch schlimmer.
  •  12-10-2008, 21:41 21489 Antwort zu 21475

    Jonas ist nicht online. Letztmals aktiv: 01-12-2008, 22:26 Jonas
    Top 10 Mitwirkender Registriert am 15-05-2007 Beiträge 1.048
    BäckerBullerjahn:
    Solange der Begriff Elite von irgendwelchen Dumpfbacken mit einem Negativimage versehen werden kann

    Weg frei zur chinesischen Methode.
    Mao hat Eliten geschlachtet ?
    Keineswegs, er hat auch neue herangezüchtet
    Die Eliteschulen kamen gleich nach der Kulturrevolution.
    In der Schule wurde selektiert, und die klügeren (oder von besseren
    Parteikadern) bekamen besonders gute Ausbildung.
    Wie sagt ein Freund: Aus meiner Klasse haben alle studiert.
    Heute sind es die Eliten.

    Nein, BäckerBullerjahn, so sehr jedes Kind mit natürlichem Lerninteresse geboren wird, und gerne so lange lernt, bis das Interesse durch dumpfbackige Lehrer und destruktive Schulen zerstört wurde,
    eine Eliteschule ist das Gegenteil von dem, was sich ein Land leisten sollte.

    Schon heute ist die Selektion in Deutschland besonders stark vertreten, in anderen europäischen Ländern studieren prozentual von einem Jahrgang viel mehr. Dort wird nicht selektiert, sondern gefördert.

    Und DESHALB überholen uns die anderen Länder.

    Nicht weil wir die Elite vernachlässigen, sondern weil wir Potential niederknüppeln, welches nicht genau ins Schema-F passt.

    Was meinen, Sie, wo kommen die besonderen Leute her, die Herausragenden in Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft ?

    Es sind die nicht-normalen, denn die normalen Menschen gehen in der Masse unter.

    Es sind unnormale, die besonders herausragen.

    Unser (Schul)system knüppelt solche Leute aber.
  •  13-10-2008, 11:43 21499 Antwort zu 21483

    BäckerBullerjahn ist online. Letztmals aktiv: 02-12-2008, 4:16