|
|
Seehofer macht CSU fit mit neuen Themen!
Letzter Beitrag 05-10-2008, 11:15 von HelgeHa. 15 Antworten.
-
30-09-2008, 20:12 |
Horst Seehofer wird die CSU für ihr Klientel wieder fit machen mit neuen (alten) Themen - konservativer Wähler:
-> beim Verbraucherschutz geht Horst Seehofer jetzt richtig in die Offensive,
-> die sozialen Härten des Lebens bekämpft unser "Super-Horst" mit Sozialgesetzen ala SPD oder Linke (ist populär),
-> in der Familienpolitik verkörpert Herr Seehofer das "liberale Familienbild" der jungen CSU,
-> den ländlichen Raum bringt der Parteivorsitzende durch den flächendeckenden Ausbau des DSL-Netzes und einer besseren Anbindung an den ÖPNV in Schuss,
-> den Gesundheitsfond wird der zukünftige Vorsitzende der bayerischen Unionspartei noch vor dessen Einführung in der Großen Koalition stoppen (erster großer Erfolg der CSU nach der Wahl),
-> Und er wird fieberhaft an einem Konzept für die bayerischen Bauern arbeiten - diese Stammklientel sind der CSU wg. steigenden Energiekosten und nicht steigenden Erzeugerpreisen und Rückgängen bei der Subventionierung abhanden gekommen.
Damit bringt er weite Teile der "frustrierten ehemaliger CSU-Wähler" wieder zurück in den Parteischoss. Er verkörpert soziale Wärme, christliche Nächstenliebe und Modernität - eine Aufgabe, die einfach von einem CSU-Vorsitzenden erwartet wird. Diese Anforderung ist er jedoch aus seinem Ministeramt gewohnt - er kann es also schaffen.
Lieber3103
|
|
-
01-10-2008, 19:07 |
Jetzt bekommen die Medien in ganz DE dann doch endlich ihren "Everybodies Darling" (nein, nicht den Osamaba, den anderen linken Vorzeige- (M-)Präsidenten...!
"Bayern wollen Beckstein als Ministerpräsidenten" schreibt die WELT heute.
Da fragt man sich doch instinktiv "warum wurde er dann in "unseren" Medien ebenso konsequent wie kollektiv aus dem Amt geschrieben bzw. gejagt und nahezu ultimativ öffentlich sein Rücktritt gefordert?"
Stellen sich die Medien, die das getan haben, auch nicht-öffentlich und schädigend gegen das eigene Volk?
Leider kann man bestimmte Medien weder abwählen noch deren Verbreitung verbieten.
"NOCH nicht!" möchte man da hinzufügen...
|
|
-
01-10-2008, 19:26 |
@ Karl Auer:
Auch wenn Sie vom Wahlausgang in Bayern nicht begeistert sind. Etwas Demokratieverständnis sollte man schon mitbringen und das Souverän des Volkes akzeptieren - Bayern hat gewählt.
Ich finde es schade, dass die eigene Partei CSU ihren loyalen Ministerpräsident Beckstein "abgesägt" hat. Die Wahl hat meiner Meinung nur einen Wusch des Wählers dokumentiert - die CSU soll nicht mehr allein regieren können und FDP oder Freie Wähler sollen die Politik konstruktiv begleiten und ggf. als Korrektiv bei Fehlentwicklungen (z.B. BayernLB-Pleiten, G-8 Einführung ohne Vorbereitung) gegensteuern.
Was ich aber nicht verstehen kann ist ihre Frustreaktion gegenüber den Medien:
"Da fragt man sich doch instinktiv "warum wurde er dann in "unseren" Medien ebenso konsequent wie kollektiv aus dem Amt geschrieben bzw. gejagt und nahezu ultimativ öffentlich sein Rücktritt gefordert?"
Stellen sich die Medien, die das getan haben, auch nicht-öffentlich und schädigend gegen das eigene Volk?
Leider kann man bestimmte Medien weder abwählen noch deren Verbreitung verbieten.
"NOCH nicht!" möchte man da hinzufügen... "
Diese Zeit der eingeschränkten Freiheitsrechte (z.B. Beschneidung der Meinungsfreiheit) haten wir in Deutschland schon - dies war keine gute Zeit, auf die wir stolz sein können. Ich hoffe, dass Sie Ihre Aussage tatsächlich nicht so meinen, wie Sie sie hier geschrieben haben. Sonst würden Sie sich in meinen Augen bei politischen Diskussionen disqualifizieren.
Lieber3103
|
|
-
02-10-2008, 9:20 |
@ Lieer3103
Sie verstehen Kritik an den Medien nicht?
Das verwundert dann doch sehr und erklärt so manche Ihrer sonderbaren Fragestellungen in anderen Threads.
Ich will es versuchen knapp zu fassen:
Medien eröffnen das Feuer schon am Wahlabend. Einem MP, der sein Ziel zwar nicht ereicht hat, aber eben erst das Ergebnis erfahren hat, wird von den Medien permanent die Frage nach der der "Führung" verbal um die Ohren geschlagen! (Welcher aktuelle MP hat eigentlich eine höhere Zustimmung in einer Wahl erfahren?) Medien drängen nach Sensationen, befördern und beschleunigen Prozesse, die eigentlich etwas Zeit brauchen. Beckstein hätte (Huber vermutlich ebenso) gerne noch einen "geregelten Ü*bergang" im Intersse der Partei und des Landes gesucht. Auch ihm als politisch erfahrenem Mann waren die Folgen der Wahl klar. Dank einer Kastration durch die Medien ist es nicht mehr möglich geworden, die Nachfolge zu regeln. Genau dafür gibt es dann heute von der versammelten Presse gleich die nächsten Prügel! "Brutaler Machtkampf" etc. heißt es. Wie auch anders? Hätten Beckstein und Huber am Wahlsonntang um 18 Uhr zugleich eine fertige CSU-Landesregierung, eine schriftliche Rücktrittserklärung nebst neuer Fürhungsriege zur sofortigen Präsentation in der Tasche heben sollen???
Was erlauben Presse? Was erwartet man denn seitens der Presse? Dass man Stunden nach dem Debakel einen neuen Strahlemann (sauber + ordentlich) präsentiert, der eine lächelnde Parteiriege hinter sich stehen hat!
Die CSU braucht nun etwas Zeit, um sich aufzustellen. Diese Zeit lässt die Presse nicht. Der politische Gegner sieht das gerne und schlägt gnadenlos über diese Pressse zu, die das natürlich gerne aaufsaugt. Selbst Beck, ausgerechnet Beck, der akuelle Versager aus der Provinz, prügelt sogar kräftig aus. Und weite Teile der Primitivpresse werden, angetrieben von dümmlich naiven Rückäußerungen wie den Ihren, animiert.
Lasst der CSU 3 Wochen Zeit. Bis dahin muss man die Zeitungen dazu eigentlich nicht lesen! (Den politischen Gegnern sei in der Zeit eine gewisse Häme zugestanden. Die SPD macht es ja vor und freut sich derart, dass sie das eigene Desaster vergisst. Unglaublich!) Anschließend, in ca. 3 Wochen, fängt eine neue politische Aera in Bayern an. Hoffentlich erlahmt das Interesse der Giftpresse dann nicht eben so schnell, wie an der SPD. Auch dort interessiert sich nach der (mäßigen) Erledigung der Führungskrise kaum noch irgend eine S.. für die Inhalte der SPD-Politik! Jämmerlich, ebenso wie das aktuelle Gemetzel an und in der CSU.
|
|
-
02-10-2008, 13:38 |
@Lieer 3103
Seehofer hat vielleicht das Auftretten und die Begeisterung wie es ein FJS oder Stoiber hatten. Aber wird dies in der Zukunft reichen? Wird er wirklich Ruhe in die "Stämme" Bayerns bringen können?
Oder haben die Wähler bzw. auch unzufriedene CSU´ler nicht eine Alternitive in den Freien Wählern und FDP aufgezeigt bekommen?
Ich glaube es wird in Zukunft immer mehr eine Vorort (Regionale) vernünftige Politk zum Erfolg einer Partei im Lande führen. Wer kommunal eine gute Arbeit macht, wird auch die Stimmen bei der Landtagswahl wieder bekommen. Gute Arbeit vor Ort (Basis) wird immer belohnt werden.
|
|
-
02-10-2008, 15:19 |
Nach dem ganzen Hören-Sagen, sucht die CSU einen Chef der Kategorie "Strauss, Stoiber & Co." (ich kenne die dazwischen nicht). Also einen richtigen Anheizer, Bierzeltkönig, usw. So wie ich den Stoiber so mitbekommen habe, redet dann der gewünschte Obermarktschreier nicht ausschließlich Blödsinn (außer dieses komische Deutsch), sondern hat auch etwas im Köpfchen. Mit dem letzteren konnten Huber/Beckstein nicht so punkten, weil das Köpfchen bspw. nicht weiß was die CSU in der Bundespolitik verabschiedet hat und wie man das richtig für das bayrische Wahlvolk verpackt.
Der "Super-Horst" ist eigentlich ein ganz netter Politiker, aber hat den Nachteil, dass er mal-so-mal-so Politiken verfolgt, z.B. einmal Pro-Gentechnik, mal Anti-Gentechnik - Na was denn nun? Der Seehofer hat den Vorteil, dass er ein Koalitionstyp ist - Er kann gute Kompromisse verhandeln. Also nach dem aktuellen Wahlergebnis wäre er ein guter Kandidat für den Ministerpräsidenten... aber als CSU-Chef vielleicht nicht so wirklich...
Ich würde der CSU den Söder empfehlen. Klar hat der sich als Generalsekretär richtig aus den Fenster gehangen, aber das war halt auch sein Job. Der Söder hat bewiesen, dass er die Massen in Festzelten anheizen kann und er ist auch relativ bedacht, weil er als Generalsekretär gerlernt hat, was er sagen kann und was er nicht sagen sollte. Das Problem von Söder ist, dass ihn keiner der CSUler ins Gespräch bringt - Von alleine würde der das nie tun, weil Herr Söder in die Kategorie "Parteisoldat" fällt - Und die werden nur aktiv wenn ein Befehl vorliegt, z.B. ein Parteitagsbeschluss (Mir fällt keine bessere Metapher ein, um "Loyalität" zu beschreiben).
Vielleicht sollte der Pro-Gentechnik-Seehofer mal versuchen den Koalitions-Seehofer mit dem Publikums-Söder zu kreuzen, dann hätten die CSU ihren 1 perfekten CSU-Chef/Ministerpräsidenten. Aber ich glaube, dass das mit dem Kreuzen dem Papst und seinen bayrischen Schäfchen nicht gefallen würde. Ob ein Gespann Seehofer/Söder erfolgreich sein würde, weiß ich nicht. Dafür müsste der Seehofer als Ministerpräsident ein bisschen mehr das Bundesland im Auge haben und der Söder bedenken, dass es einen Koalitionspartner gibt.
V.a. müssten die beiden quasi die ganze Zeit ein Knopf im Ohr haben um sich abzustimmen. Ansonsten läuft es so wie in der SPD mit Herrn Beck und dem Rest der SPD-Minister - Die haben haben auch die Presse bequatscht ohne zu wissen was der andere vorher gesagt hat. Sowas verwirrt und kommt schlecht an.
|
|
-
02-10-2008, 17:23 |
@HofmannM
Mit den bayerischen Kommunalwahlen 2008 hat die CSU ihre kommunale Basis ja schon verloren - das war ja auch ein Punkt, warum sie nicht mehr das Gefühl der Leute vor-Ort hatte. Hinterzimmergespräche können einfach keinen Bürgerkontakt ersetzen.
Und dann sind die Bedürfnisse der Kommunen - der Landeshaushalt in Bayern wurde auf Kosten vieler kleiner und mittlerer Kommunen saniert. Die Bürgermeister schieben Frust - die Gesetze sind teilweise nicht mehr vermittelbar. Hinzu kommt, dass sich die Bürger immer stärker für ihre Belange einsetzen und Bürgerinitiativen gründen. Wer seine Politik z.B. der Müllgebührenpolitik, der Investitionen in die Wasser- u. Abwasserversorgung oder die Schulpolitik vor Ort nicht erklären kann (da zu komplex oder die Einschnitte zu groß) verliert automatisch an Unterstützung.
Ändern könnte die CSU nur dann, wenn wieder Praktiker der Kommunalebene auch in der Landespolitik einbezogen werden (als Minister, Staatssekretäre oder in der Parteiarbeit). Danach sieht es momentan nicht aus - zu sehr stehen die Bundespolitiker im Fokus der Öffentlichkeit. Ein Horst Seehofer ist nur eine kurzfristige "Beruhigungspille" - thematisch ist er von der Basis der CSU auch so entfernt wie der Mond von der Sonne (pers. Meinung). Vielleicht bringt er aber durch die neuen Themen die er angehen will/muss doch Schwung in die Partei.
Lieber3103
|
|
-
02-10-2008, 18:43 |
@HofmannM
Finden Sie, daß Seehofer das Auftreten und die Begeisterung bzw. die Ausstrahlung eines FJS, eines Goppel oder eines Stoiber hat?
Mich erinnert er immer an "trockenen Zwieback".
Der Fall Beckstein ist auf jeden Fall eine Retourkutsche von Stoiber und den Oberbayern, die glauben, daß die Franken Stoiber abgesägt haben, aber ein Ministerpräsident aus Oberbayern kommen muß.
|
|
-
02-10-2008, 18:54 |
Ich habe es vor längerer Zeit aufgegeben, auf jede "dümmlich naive Äußerung" einzugehen, das haben hier und heute andere User übernommen, Stunden bevor ich gerade heimkam.
Nur soviel noch: Der Unterschied im Umgang mit der von den Medien spätestens seit FJS gehaßten und bis aufs Blut bekämpften CSU einerseits und mit der von den Medien geliebten, unterstützten und geförderten SPD andererseits ist nicht nur auffällig, sondern nur noch peinlich.
Und wenn ein Wahlverlierer wie der oberste Bayernsozi seine Blamage in einen Sieg ummünzen will, sollte ER besser öffentlich zum Verschwinden aus der Politik aufgefordert werden anstatt eines in der Bevölkerung äußerst beliebten MP!
Wenn jemand mit 18Komma-noch-was % noch SO die Fres*e aufreißt und vom MP-Posten mit Hilfe einer Viererbande träumt, lacht ihn doch jeder nur noch aus! Selbst die Journalisten tun das und bemitleiden ihn, nur nicht öffentlich!
|
|
-
03-10-2008, 10:21 |
Offenbar gibt es auch nach der Bayern-Wahl kaum ein anderes Thema als die CSU in diesem Forum.
Die vor der Wahl hier für die CSU Werbenden können es einfach nicht fassen, daß die Alleinherrschaft
der CSU beendet ist und hoffentlich auch bleibt!
Nun wird Herr Seehofer in den weiß-blauen Himmel gelobt. Die CSU (Stoiber) hat es versäumt, JUNGE
Politiker zu fördern, Herr Seehofer ist weit in den 60ern und naturgemäß/gesundheitlich mit einer begrenzten
Belastbarkeit ausgestattet. Der einzig "Junge", Herr Söder, hat (noch) Angst vor der Macht.
So muß also zwischen mehr oder weniger nichtssagenden Opas entschieden werden.
|
|
-
03-10-2008, 21:49 |
@Karl Auer:
Bei Ihrer Pauschalkritik an den "politischen Medien" vergessen Sie bei der Analyse der Bayernwahl bzw. der Grundsatzkritik die Darstellung der SPD.
Klar haben die Medien die politischen Fehler der CSU im Landtagswahlkampf schonungslos aufgegriffen:
-> Gesetz zum Gesundheitsschutz (Rauchverbot) - bewegte die Massen (Raucher und Nichtraucher) und wurde größtenteils in der Bevölkerung abgelehnt,
-> das Milliardendefizit der Landesbank - Höhe ist noch unbekannt. Sparkassen weigern sich weiteres Kapital nachzuschießen (Beschluß der mittelfränkischen Sparkassen),
-> die Probleme der Schüler mit den Lehrplänen des G-8
alles Themen, die weder die Medien, noch die Opposition so beeinflussen konnten wie die CSU. Die Medien haben nur über die Themen berichtet (das Interesse in der Bevölkerung war da).
Dann die zweite "Kampagne" der Medien im bayerischen Landtagswahlkampf - über Wochen/Monate war nur die SPD in den Schlagzeilen - nicht positiv, sondern mit Personalquerelen und der Frage der Zusammenarbeit mit den Linken. Die Aussendarstellung der SPD in der Öffentlichkeit war katastrophal - das Landtagswahlergebnis in Bayern im Übrigen auch. Von reinen Sympathiebekundungen waren selbst "linke Medien" wie der Spiegel oder die taz und Süddeutsche weit entfernt.
Der wahre Wahlgewinner waren die Freien Wähler - da näher am Menschen. Die Stärke der Freien rührt aus ihrer Verankerung in der Kommunalpolitik.
Im Übrigen wird von ernsthaften Medien auch wenig über ein mögliches 4er-Bündnis unter Führung der SPD gesprochen.
Das Problem von Ihnen ist wahrscheinlich, dass Sie sich mehr Stimmen für die CSU gewünscht haben und nun einen Sündenbock bei den Medien suchen. Aber selbst die markigen Aussprüche der CSU-Wahlkämpfer: "Mich schüttelts beim Gedanken an eine Koalition", "Kreuzzug gegen die Linke", "Ein anständiger Bayer wählt CSU" oder "die 2 Beckstein Maß für Autofahrer" stammen wahrlich nicht von den Medien - sie haben die in Wahlkampfveranstaltungen gemachten Äußerungen nur publiziert.
Ich merke wirklich nicht grundsätzlich eine Bevorzugung der SPD, der Grünen oder der FDP in den bayerischen/deutschen Medien (aber vielleicht schau ich auch weniger Bayerischen Rundfunk oder höre weniger BR-3 wie Sie?). Ich bin sogar der Meinung, dass die Qualität des deutschen Journalismus in den letzten Jahren immer besser wurde (es werden Hintergründe von Sachthemen mit dargestellt).
Lieber3103
|
|
-
03-10-2008, 22:17 |
"Im Übrigen wird von ernsthaften Medien auch wenig über ein mögliches 4er-Bündnis unter Führung der SPD gesprochen."
Heiliger Strohsack, so irreal sind selbst usere Linksmedien nicht!
"Das Problem .... ist wahrscheinlich, dass Sie sich mehr Stimmen für die CSU gewünscht haben und nun einen Sündenbock bei den Medien suchen...... Ich merke wirklich nicht grundsätzlich eine Bevorzugung der SPD, der Grünen oder der FDP in den bayerischen/deutschen Medien (aber vielleicht schau ich auch weniger Bayerischen Rundfunk oder höre weniger BR-3 wie Sie?). Ich bin sogar der Meinung, dass die Qualität des deutschen Journalismus in den letzten Jahren immer besser wurde (es werden Hintergründe von Sachthemen mit dargestellt). "
So ein Unsinn! Ausgerechnet BR 3 ist erzkonservativ. Das mit dem Journalismus hat sicherlich mit Ihrem Job zu tun. "Weiche Themen, billige Texte" heißt ein leicht zu googender Bericht der "Zeit" über den Niedergang der Presse. Wie konnten Sie die allseitigen Kritiken über die Politsendungen im TV übersehen? Nicht zu glauben!
"Aber selbst die markigen Aussprüche der CSU-Wahlkämpfer...."
Eben. Haben Sie mal hingehört, was Sozis und Linke so von sich geben, in Wahlveranstaltungen? Sollten Sie tun. Das relativiert dann jeden Wahlkampfspruch der CSU. Man muss weder bei der CSU, noch bei den Linken jeden Fuzzi zitieren. Dass man es dennoch tut, spricht nicht für die Presse. Dass man z.B. bei Leserbriefen in der Presse jeglichen Nonsense bringt, nur wenn er in eine bestimmte Richtung weist, ist Fakt. Die journalistische Vorauswahl findet nach "Richtungen", nicht nach "Qualität" statt. Auch eine Form des Niedergangs.
Würde mich schon interessieren, welcher Journalismus konkret besser geworden sein soll. Ich sehe da weit und breit absolut nichts!!! (Außer Ihren Texten natürlich.)
|
|
-
04-10-2008, 11:57 |
@Realist:
Also Ihre Anmerkungen kann ich nicht ganz unkommentiert hier stehen lassen.
Meine Meinung ist im Hinblick auf den Journalismus: Es gab schon immer einen guten und einen schlechten Journalismus. Zeitungen, Hörfunk oder Fernsehbeiträge, die eher "etwas links" und andere "die eher etwas rechts" eingestellt sind.
Fehler der Politik und der Verwaltungen werden in der heutigen Zeit jedoch schneller, schonungsloser und flächendeckender publiziert - und können natürlich Stimmungen in der Bevölkerung beeinflussen. Aber auch dieses Phänomen gab es schon immer z.B. die Bildzeitung hatte schon immer einen großen Einfluss auf die Meinung in der Bevölkerung (auch wenn keiner zugibt die Bildzeitung zu lesen).
Nun zu den positiven Berichterstattungen, die ich in den letzten Monaten bzw. Jahren erkenne. Beispiel Finanzkrise - hier wird statt auf die Politik oder pauschal auf die Banken "einzuschlagen" sehr differenziert berichtet. Es ist natürlich wichtig, auch dieses Thema aufzuarbeiten (siehe Landesbanken), um Veränderungen z.B. bei der WestLB oder der BayernLB zu bewirken. Beide Institute hatten schon in der Vergangenheit etliche "Skandale", für die der Steuerzahler aufgekommen ist. Dies wird sich jetzt in Zukunft ändern, weil die Medien einfach nicht mehr ruhig sind - und Änderungen fordern.
Beispiel Nr. 2: Die Berichterstattung über die Unterschiede bei der Gebührenhöhe in den unterschiedlichen Landkreisen. In der Vergleichsdarstellung z.B. der Abwassergebühren hatten die Journalisten festgestellt, dass viele Landkreise in den neuen Bundesländern im Verhältnis zum Westen sehr hohe Abwassergebühren erheben. Den Grund haben sie auch mitgeliefert - "überdimensionierte Kläranlagen" nach der Wende. Früher hätten Journalisten vielleicht nur die großen Unterschiede dargestellt - ohne die Gründe und Fehler der Vergangenheit zu erörtern (meist waren sich bei den ÜberInvestitionen die Politiker aller Parteien in den Landkreis oder Stadtparlamenten einig). Auch die Berichterstattung über den fehlenden Datenschutz bei der Telekom, die Überwachung der Mitarbeiter bei Lidl oder die Warnung vor Milchbonbons aus China läuft sehr sachlich ab.
Ich finde es wirklich wichtig, dass es den freien Journalismus in Deutschland gibt - ein Grundpfeiler unserer freiheitlichen Grundordnung und Demokratie. Auch wenn ich persönlich nicht immer mit allen Meinungen in den Medien einverstanden bin - halte ich diesen Grundwert hoch und versuche nicht pauschal auf alle Journalisten bzw. auf die Medien zu schümpfen.
Lieber3103
|
|
-
04-10-2008, 17:09 |
"......kaum ein anderes Thema als die CSU in diesem Forum."
WER hat denn konkret dieses Thema hier angefangen? Sicher kein CSU-Wähler.
Ebenso wie viele einzelne Sinnlosdiskussionen hier in den letzten Monaten vor der Bayernwahl, die alle in die gleiche Richtung gingen bzw. gehen sollten? Natürlich ist es zulässig, immer "in die gleiche Kerbe zu hauen".
Ebenso zulässig ist es aber, genauso oft gegenzuhalten und zurückzuschlagen!
|
|
-
05-10-2008, 8:07 |
@ Karl Auer
Sie haben Recht. Besagter Forist, den Sie meinen und der im Moment bei 3 Threads zum Thema CSU beim Thema Umfragen an der Spitze steht,ist schon ein besonderer.
Themen aufs Tapet, aber keine eigene Meinung äußern.
|
|
-
05-10-2008, 11:15 |
Schön , Herr Auer, wenn Sie von Sinnlosdiskussionen zur Bayernwahl schreiben.
Damit wird die Einseitigkeit dieses Forums deutlich. Lesen Sie dazu die 3 Beiträge unter
"Forum", falls der dritte Beitrag nicht erst wieder 5 Tage in der Zensur schlummert.
Dieses Forum ist nur noch ein Torso dessen, was es vor der technischen Umstellung mit
all den negativen Begleiterscheinungen einmal war.
"Beherrscht" wird es von Ihnen und 3 oder 4 Teilnehmern, die so ziemlich auf einer
Meinungswelle schwimmen. Wer da nicht mitschwimmt, wird in den Abgrund gedrückt.
|
|
|
|
|